Henry Dunant hatte stets den Menschen, den Leidenden und Hilfsbedürftigen im Blick. Obwohl er auch privat immer wieder mit Leid und Krieg konfrontiert wurde und daran fast zerbrach, gab er die Hoffnung auf eine sozial gerechtere und friedliche Zukunft nie auf. Seine Kraft schöpfte er aus seinem tiefen persönlichen Glauben an Jesus Christus. Sein Leben und Wirken machen Mut, an der Überzeugung festzuhalten, dass auch heute das Handeln eines jeden Einzelnen Spuren hinterlässt, auch wenn es zunächst vergebens erscheint. Unser Auftrag ist es, die Liebe Gottes an unsere Mitmenschen, die unter den Folgen sozialer Ungerechtigkeit und Krieg leiden, weiterzugeben. Dunant, der sich selbst stets nur als „Werkzeug in der Hand Gottes“ bezeichnete, drückte es vor über 110 Jahren so aus: „Nicht schlafen sollt ihr! […] Ja, es gilt zu ringen, ringen mehr denn je, denn der Kriegsgott ist nicht tot! […] Warum sammeln sich nicht alle aus den Völkern und Nationen zu einem heiligen Kreuzzug der Menschlichkeit!“
