“In der Krise zeigt sich der Charakter“ sagte der frühere Hamburger Innensenator und spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt. Gedanken von Peter Hahne dazu.

“Die Jahrhundertflut mit bisher 165 Toten und noch über 1000 Vermissten ist ein Fanal, ein Menetekel für das Totalversagen der Politik. Die faselt von Klimawandel und Klimaschutz, nicht von Katastrophenschutz und dem bitter nötigen Politikwandel. Vor allem Dreyer, Söder und Laschet, offenbar getrieben vom schlechten Gewissen, dass man ihnen und ihrem Versagen auf die Schliche kommt.

Damit ist es vorbei. Die Süddeutsche (SüZ) titelt: „Massive Kritik am Katastrophenschutz.“ Und sie hebt sogar die meist totgeschwiegene AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel in die Titelgeschichte, so sehr muss Land unter sein. Der Aufmacher des Tagesspiegel füllt die halbe Seite mit drei Wörtern: „Zu wenig Alarm.“ Darunter gleich vier rot-markierte Hammer-Vorwürfe: „Sehr viele Sirenen wurden abgebaut. Kritik wegen fehlender Warnungen. Seehofer sieht billige Wahlkampfrhetorik. Bund verweist auf Zuständigkeit der Länder.“

Merkels FAZ jedoch: „EU und Vereinigte Staaten werfen China Cyberangriff vor“ – man will’s ja nicht übertreiben mit der Kritik, das nächste Frühstück im Kanzleramt wartet. Der Leitartikel jedoch Klartext: „Musste es soweit kommen?“ Die Antwort wird suggeriert, wer hätte das gedacht. Die sonst regierungstreue Funke-Mediengruppe lässt ihre Berliner Morgenpost titeln, die heute auf allen entscheidenden Schreibtischen der Hauptstadt liegt: „Hochwasser-Tragödie: Kritik am Katastrophenschutz in Deutschland.“ Hier werden Tote und Verursacher in wenigen Worten in direkten Zusammenhang gebracht.

Balken-Überschrift Die Welt: „Scharfe Kritik am deutschen Warnsystem.“ Und Bild gnadenlos, bevor auf mehreren Seiten minutiös das tödliche, ja mörderische Versagen der Regierenden und ihrer Behörden knallhart aufgelistet wird: „So wurden die Menschen in der Todes-Flut alleingelassen“ – mit einem herzzerreißenden Foto…..

Gnadenlos nutzen die Hauptverantwortlichen die Bilder der Todes-Flut, um durch Klima-Blabla vom eigentlichen Thema abzulenken.

Man stelle sich zum Beispiel vor, es hätte nur noch die von Armin/Markus/Malu/Annalena herbeigesehnte hundertprozentige E-Auto-Flotte gegeben – nur einen Augenblick vorstellen! Klar, wir müssen umdenken, die Geschichte neu schreiben, sie quasi framen, von querdenkender Alter-Weißer-Mann-Wissenschaft befreien: Die verheerende Magdalenenflut von 1342 mit tausenden von Toten, dem Aufkommen der Pest und einer Verwüstung halb Mitteleuropas war natürlich dem C02-Ausstoß der Autos, der Flugzeuge, der Industrie geschuldet, wie konnte man das nur übersehen. Auch die Sturmfluten 1362 und 1634 an der Nordseeküste, auch 1730 die schlimmste Hochwasserkatastrophe im Alpenraum… Alles Klimawandel, alles CO2, alles Erderwärmung!

Was jetzt dank eines (wieder beginnenden) investigativen Journalismus herauskommt, lässt einen nur noch Heulen. Nur ein Beispiel: Die Einwohner von Erftstadt hätten rechtzeitig gerettet werden können. Finnische (!) Satellitentechnik sah den die Stadt verheerenden Bruch des Kiesgruben-Damms voraus, ganze 24 Stunden vor dem Ereignis.

Jetzt ist Hilfe und Trauer angesagt. Zur helfenden Trauerarbeit gehört die schnelle, restlose und konsequente Aufarbeitung der Ursachen und die Anklage der Verursacher. Brutalst möglich, um einen CDU-Spruch zu bemühen. Die bringt es jedoch fertig, durch ihre Verteidigungsministerin mitten in die erschütternde BILD-Strecke hinein eine viertelseitige riesige Anzeige zu schalten, natürlich mit Minister-Foto: „Gedenken 77. Jahrestag des 20. Juli 1944“.

Der Text nennt die Courage der Widerstandskämpfer als „bis heute leuchtendes Vorbild für Haltung und Gewissen gegen jede Art von Extremismus in der Bundeswehr und in unserem Land.“ Jeder weiß, wie diese Begriffe inzwischen eindeutig und ohne jeden Zweifel konnotiert sind. Man hätte auch gleich schreiben können: Vorbild gegen jede Art von Querdenkertum, AfD-Wahl, Regenbogen-Widerstand, Gender-Kritik, Klima-„Leugnung“ (ich kenne niemand, der das Klima leugnet) und Impf-Gegnerei…. Also gegen jeden, der nicht CDU/CSU plus deren Koalitionspartner wählt.” Peter Hahne/TE

In der Flutnacht läutete Bruder Dirk die Sturmglocke des Klosters Steinhaus und warnte die Bürger von Beyenburg vor der Katastrophe. Wenn ein Mönch das konnte, wieso nicht die Regierung und der WDR?

Sind wir als Christen geschützt vor derartigen Ereignissen? Nein, nein, wir sind und bleiben Teil der gefallenen Schöpfung. Not kann uns genauso treffen. Gleichzeitig sind wir eingeladen und aufgefordert zu beten, wie ein Kind zum Vater in der Not kommt. Wenn Gott Bewahrung oder Heilung schenkt, dann ist das wunderbar, ein Ausdruck seiner Gnade, aber wir haben keinerlei Anspruch darauf. Aber will Gott angesichts der Flut mit seinen Menschen reden? Ja, auf jeden Fall.

Der Denker C.S. Lewis hat es so auf den Punkt gebracht: „Gott flüstert in unseren Freuden, … in unseren Schmerzen aber ruft er laut. Sie sind sein Megaphon, eine taube Welt aufzuwecken.“

Die große Verunsicherung, die diese schreckliche Flut auslöst, kann doch ein Hinweis Gottes sein, dass nicht wir in dieser Welt alles unter Kontrolle haben. Schon gar nicht die verantwortlichen Leiter und Politiker. Könnten diese Tage nicht eine weitere Einladung Gottes sein, menschliches Leben weltweit auf das Fundament zu gründen, das schon gelegt ist – Jesus Christus? (1. Korinther 3,11). Nur in Jesus sind wir für ewig sicher.

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