Karfreitag: Warum war es bei der Kreuzigung Jesus drei Stunden völlig finster?

Karfreitag: Das Fenster in die Ewigkeit
Ein Erdkunde-Lehrer stellte seinen Schülern folgende Hausaufgabe: »Wie hoch ist der Himmel über uns?« Ein pfiffiger Achtklässler gliederte die Aufgabe für seine Antwort in zwei Fragestellungen:
A. Wie hoch ist der sichtbare Wolkenhimmel über uns?
B. Wie hoch ist der sichtbare Nachthimmel über uns?
Antwort A: Wir sehen bei klarer Sicht nur etwa 12 Kilometer hoch. Die höheren Schichten der Atmosphäre kann unser Auge bei Tag nicht durchdringen. Durch Lichtreflektionen bildet die Ozonsicht eine Blickschranke. Mit Ausnahme der gleißend hellen Sonne sehen wir nichts hinter dem Firmament.
Antwort B: Paradoxerweise sehen wir am Nachthimmel in die Unendlichkeit! Da tut sich uns eine geheimnisvolle Grenzenlosigkeit auf. Lichtjahre entfernte Galaxien werden erkennbar.
Ganz Ähnliches trifft auch auf die Hinrichtung von Jesus Christus zu:
Antwort A: Vordergründig hing er am Kreuz wie die anderen beiden Todeskandidaten. Das Auge der Zuschauer sah nur die Grausamkeiten der Menschen. Doch das Wesentliche darüber blieb dem Betrachter verborgen. Dazu musste es Nacht werden.
Antwort B: Erst als sich die Sonne für drei Stunden verfinsterte während der Kreuzigung, wurde die tragischste Tiefe erkennbar. Der Zeitzeuge Matthäus berichtet, dass die Erde bebte, Felsen sich spalteten und Gräber aufbrachen.
Selbst die hartgesottenen römischen Soldaten waren überwältigt: Als der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!
Da schwieg die Menschenmenge. Da erstarb ihr Spott. Denn da richtete Gott.
Da erlitt Jesus Christus die Gottverlassenheit, die wir ohne sein stellvertretendes Opfer in alle Ewigkeit hätten erleiden müssen. Jesus starb für uns am Kreuz und hat die Strafe für uns getragen, die wir hätten erleiden müssen. Das Fenster in die Ewigkeit!
Blickst Du nur hindurch und bleibst stiller Beobachter oder gehst Du durch diese Tür hinein zu Gott?
Jesus Christus spricht im Johannesevangelium 10: Ich bin die Tür…Ich bin gekommen, dass die Menschen Leben haben und es im Überfluss haben. Roger Thuene

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