– Lasst uns weiterhin «klassische Christen» zu sein, keine beliebigen, angepassten und harmlosen Jesus-Freunde.

– Lasst uns weiterhin «klassische Christen» zu sein, keine beliebigen, angepassten und harmlosen Jesus-Freunde.

– In den Massenmedien stammten die meisten Berichte über das Christentum von Leuten, die den Glauben an Gott ablehnen und somit das Christentum besonders hassen. Diese Schreiber und Beeinflusser wollen, wenn es schon Christen geben muss, angepasste, harmlose Jesus-Laschies. Sie halten den christlichen Glauben für anti-fortschrittlich oder gar frauenfeindlich. Dass sollte uns herausfordern zu zeigen: auch im 21. Jahrhundert hat der Glaube Wesentliches, Unersetzbares zu bieten.

– Die heutige funktionale, digitalisierte Gegenwartskultur braucht die Hoffnung auf die Liebe Gottes. Das Evangelium ist ein geistliches Juwel, ein Weg in die Tiefe der Existenz, das den Menschen von der Last befreit, sein ganzes Leben allein leben und verantworten zu müssen.

– Christen müssen nicht zeitgemäss, zeitgeistlich sein, sondern gottgemäss. Und wenn sie das sind, sind sie auch menschengemäss. Gott liebt die Menschen und nicht die kalte, digitalisierte Moderne. Menschen im Mainstream sind in typischen Zeit-Themen wie Emanzipation, Macht oder Sexualiät gefangen. Wir müssen den Menschen, der im «Chefsessel der Existenz» sitzt, klar machen: «Nein, du bist nicht der Chef. Du entscheidest nicht über Leben und Tod.»

– Grünen Sex haben nur die Christen.
Der Sex heute ist in der Gesellschaft zu einem billigen Tinderspiel, einem «konsensbasierten Gesellschaftsspiel» geworden. Demgegenüber stellen wir was revolutionäres auf die Beine: «Nein, wechselnde Partner führen nicht zu gutem Sex, sondern meist einfach zu unverbindlichem Sex». Und der bringt Angst mit sich. Wer viele Partner hat, muss sich notgedrungen schützen. Und dieser Lebensstil macht langfristig eher einsam statt glücklich. Wirklich guten Sex hat man in der Ehe, im Schutzraum einer treuen Liebe. Wertvolle Dinge brauchen einen Rahmen. Menschen von heute sollen nicht nur beim Essen, bei den Kleidern oder der Umwelt grün und biologisch handeln, sondern auch im Bett: Darum benutze keine Chemie (Pille) und keine umweltschädlichen Gummis. Christlicher Sex ist grün.

– Es gibt einen krassen Gegensatz zwischen Moderne und christlichem Menschenbild: «Ein Christentum, das sich selbst ernst nimmt, stösst automatisch auf Widerstand und Ablehnung. Denn es ist grundsätzlich zeitkritisch». Der heutige Mensch lebt in einem tiefen inneren Widerspruch: auf der einen Seite als rein zufälliges Produkt der Evolution und doch mit dem «Wunschbild eines zum Selbstentwurf bestimmten Wesens». Der Theologie Romano Guardini bezeichnete diesen inneren Widerspruch als «eigenartige Mischung aus Halbgott und Ameise». Die Christen haben den verlorenen widersprüchlichen Menschen einen Erfahrungsschatz aus ihrer 2000-jährigen Geschichte zu bieten. Kein Medienhaus und keine politische Partei kann sich so viel kritische Distanz zum Zeitgeist leisten. Wir lieben diesen Gegensatz.

– Christen gehören zu einer “Gemeinschaft der Ausserirdischen”.
Es ist gut, dass wir uns als Christen wie Ausserirdische vorkommen. Ich würde sogar sagen: Wer sich als Christ nicht wie ein Ausserirdischer vorkommt, bei dem ist die Antenne schief gewickelt. Ausserirdisch heisst: nicht von dieser Welt. Und genau das gilt für uns Christen. Wir sind – nach Johannes – in der Welt, aber nicht von der Welt.» Das Gute dabei ist: «Ausserirdische sorgen immer für Schlagzeilen. Deshalb dürfen wir damit rechnen, dass wir medienrelevant bleiben. Wir werden weiterhin stören.

Als Ausserirdische können von aussen in die Welt hineinsprechen und Horizonte öffnen, den Wert des Menschen und die «tiefe, zeitlose Hoffnung über Krankheit und Tod hinaus» propagieren und Menschen zur Umkehr zu Gott lenken. (Nach Gedanken von G. Garcia)

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