Mann und Frau sind unterschiedlich. Oder?

Frauen sind anders – Männer auch. Das kennen wir aus dem Alltag nur zu gut. Doch inzwischen hört man oft, es gäbe keine prinzipiellen, angeborenen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Das alles sei nur Ergebnis gesellschaftlicher und sozialer Prägung. Es entsteht sogar der Eindruck, als sei die eindeutige biologische Zuordnung eines Menschen zu einem Geschlecht in viel Fällen gar nicht möglich. Ist das wahr? Der Biologe Hans Peter Klein kommt in einem Artikel in der FAZ zu dem Schluss:

„Diese Auffassung steht im eklatanten Widerspruch zu den Erkenntnissen der Biologie, die angesichts verschiedener Geschlechtschromosomen und hormonell unterschiedlicher Steuerung die Geschlechter auch im Tierreich meist eindeutig definiert.“

Frauen und Männer sind biologisch in aller Regel unterscheidbar. Die Unterschiedlichkeit drückt sich vielfältig in voneinander abweichenden körperlichen und psychischen Merkmalen aus.

Unterschiede von Beginn an

Natürlich prägen Einflüsse von Erziehung, Kultur und Gesellschaft jeden einzelnen Menschen. Aber die Unterschiede zwischen Mann und Frau entstehen nicht durch diese späteren Prägungen, sondern sind bereits im Mutterleib vorhanden.

Der Psychologieprofessor Simon Baron-Cohen untersuchte männliche und weibliche Gehirne und stellte grundsätzliche Unterschiede fest. Bei einigen Individuen entdeckte er eine besondere Empathiefähigkeit, bei anderen ein Denkvermögen, das stärker auf Systematisierung geeicht war. Er nannte das erste Gehirn ein weibliches Gehirn, weil es sich mehr bei Frauen als bei Männern zeigte und das Zweite ein männliches Gehirn, weil es in diesem Geschlecht mehr vorkam

Ob wir solchen Studien oder unseren alltäglichen Beobachtungen einschließlich der zahlreichen Scherze zur Thematik „typisch Mann – typisch Frau“ zustimmen, es bleibt dabei:

„Frauen und Männer sind unterschiedlich. Nicht besser oder schlechter, aber anders.“ (Allen und Barbara Pease)

Gott schuf den Menschen als Mann und Frau

So ist es nachzulesen im Bericht von der Erschaffung des Menschen in der Bibel, im 1.Mose, Kapitel 1 und 2.

„Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie“ (Die Bibel, 1,27) (oder: er schuf sie männlich und weiblich)

Zunächst ist hier von dem Menschen (Einzahl) die Rede. Er, das Geschöpf Gottes, spiegelt die Eigenschaften Gottes wider. Doch dann ist von den Menschen in der Mehrzahl zu lesen: Mann und Frau. Beide zusammen repräsentieren die Menschheit. Das sind nicht einfach zwei Exemplare, die für die gesamte Menge der Menschen stehen. Hier wird von zwei unterschiedlichen Ausprägungen des einen Typus ‚Mensch‘ gesprochen. Würde man also nur Frauen oder nur Männer kennen, würde man nicht das ganze Spektrum des Menschseins erfasst haben. Menschen gehören zusammen betrachtet. Nicht als Einzelkämpfer, nicht jeder für sein Geschlecht, sondern als wechselseitige Ergänzung. Mann und Frau sind komplementäre Geschöpfe der einzigartigen Gattung „Mensch“. So hat Gott uns Menschen konzipiert. Wir brauchen einander – trotz oder gerade wegen unserer Unterschiede. Wie erlebst du das in deinem Alltag? Lass es uns in einem Kommentar wissen! https://heukelbach.org/mann-und-frau-sind-unterschiedlich-oder/b?fbclid=IwAR1eGVSP6QuKd5YGTypUbLPT74pW4ru9xSnG82YwFidU3i4eVvy0svtX0rM

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