Marie Fredriksson, Sängerin des schwedischen Popduos Roxette, wäre heute 62 Jahre geworden.

“Am 11. September 2002 brach die Hölle los”, schrieb sie in ihrem Buch, das sie 2016 veröffentlichte. Nach dem Morgenkaffee ging sie mit ihrem Mann Joggen, erzählte sie in dem Buch unter dem Titel “Listen to my heart”. “Als wir wieder zu Hause waren, ging es mir plötzlich nicht mehr gut. Ich war müde, mir war schlecht, und ich hatte das Bedürfnis, mich auszuruhen”, berichtete sie.
Sie habe sich hinlegen müssen. “Ich musste mich hinlegen. Dann konnte ich plötzlich auf dem einen Auge nichts mehr sehen. Die Übelkeit nahm zu. Und ich ging ins Bad, um mich zu übergeben. Dort brach ich zusammen und bekam schreckliche Angst. Und dann – alles schwarz. Ich hatte einen epileptischen Anfall, zitterte am ganzen Körper und schlug so hart mit dem Kopf auf den Boden, dass ich mir eine Platzwunde zuzog.”
Im Krankenhaus dann die Diagnose: HirntumorIm Krankenhaus sei sie dann mit der Diagnose konfrontiert worden: ein Hirntumor. Ihrem Mann sagte später ein Arzt, dass sie noch ein bis drei Jahre zu Leben habe, schrieb Fredriksson weiter: “Das war das Tröstlichste, was er sagen konnte. Dass ich im allerbesten Fall noch drei weitere Jahre leben würde. So sah Micke sich gezwungen, darüber nachzudenken, wie er unsere Kinder darauf vorbereiten konnte, dass ihre Mutter sterben würde. Josefin war damals neun und Oscar fünf. Das war Mickes ganz persönliche Hölle.” Das Schlimmste am Kranksein, schrieb sie an anderer Stelle, dass sie plötzlich nicht mehr habe die Mutter sein könnten, die sie gerne gewesen wäre.
“Dann meldete sich die göttliche Kraft – ich werde nicht sterben, nicht jetzt”Doch Fredriksson blieb stark. Mit ihrem Buch wollte sie anderen Menschen Mut machen. Ihre Kinder und ihr Glaube waren es, die ihr die Kraft zum Weitermachen gaben: “Dann meldete sich die göttliche Kraft – ich werde nicht sterben, nicht jetzt. Mein Glaube ist stark, schon seit ich klein war.” Weiter schrieb die Sängerin: “Die Kraft, die mir mein Glaube schenkte, half mir durch so manche schwere Stunde.”
Die Krebs-Therapie hinterließ Spuren. “Neun Jahre nach Beginn meiner Krankheit fing der Fuß an, Schwierigkeiten zu machen. Er verkrampft sich so sehr, dass er sich verdreht, weshalb ich immer schlechter das Gleichgewicht halten kann.” Ihr Bein sei außerdem viel schwächer geworden. Auch das Gehen sei ihr zunehmend schwergefallen. Dennoch erkämpfte sie sich das Comeback: “Im Juni 2006 beschlossen wir, dass ich gesund war. Dass ich zwar an den Folgen der Bestrahlung litt, aber nicht länger krank war.” (Focus.de)

Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Psalm 90

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