“Epstein ist nicht nur ein Skandal; er ist der Spiegel, in dem sich der Zusammenbruch der abgehobenen Globalisten offenbart – jener polyglotten Überflieger, die auf Konferenzen wie dem World Economic Forum (WEF) von Davos oder in den Teppichetagen internationaler Tagungen auf die Leute herunterpredigen, während sie selber, wie wir sehen, knietief im Morast waten. Lassen Sie uns ehrlich sein: Der Fall Epstein ist ein Fest für Zyniker. Da haben wir all diese Gutmenschen, die uns jahrelang belehrt haben. Nehmen wir Bill Gates, den Mr. Nice Guy der Philanthropie, der Milliarden für die Weltrettung ausgibt – und gleichzeitig ein Doppelleben führt, enge Bande zu Epstein knüpft. Dort, wo die Moral am hellsten glänzt und blendet, liegt oft ein Haufen Dreck versteckt. Aber Gates, dessen unternehmerische Brillanz eine unbestrittene Tatsache bleibt, ist kein Einzelfall. Ausgerechnet die Clintons, das durch viele Stromschnellen geschleuderte Politpaar aus dem Justemilieu, muss sich nun wegen Epstein vor einem Komitee erklären. Was haben Bill und Hillary nicht moralisiert und gezetert gegen den präsidialen Quereinsteiger Trump, der zwar auch kein Heiliger ist, aber im Unterschied zu den beiden und ihrer Epstein-Truppe auch nie so tat. Merke: Gutmenschen sind nicht gute Menschen, sie wollen nur so scheinen. Fast lustig wird es bei den Norwegern mit all ihren politischen Vorzeigemoralisten, eigentlichen Spezialisten des tugendhaften Scheins. Thorbjørn Jagland, ehemaliger norwegischer Premierminister, Vorsitzender des Nobelkomitees und Generalsekretär des Europarats, der als «Mr. Human Rights» firmiert: Er tauschte E-Mails mit Epstein aus, liess sich Reisen und sogar Arztbesuche finanzieren. Nun steht er unter Anklage wegen «grober Korruption». Jagland versprach Epstein Einfluss, inklusive einer möglichen Einführung zu Wladimir Putin, und nannte ihn «Nobel Peace big shot».
Dazu Kronprinzessin Mette-Marit, die Hunderte intimer Nachrichten dem angeblichen Frauenversteher Epstein anvertraute, und Børge Brende, Chef des WEF, der mehrmals mit ihm dinierte, textete, hinterher vieles abstritt und schliesslich über seine eigenen widersprüchlichen Unwahrheiten stürzte. Sogar Diplomaten wie Mona Juul und Terje Rød-Larsen, Architekten der Oslo-Abkommen, sind verwickelt. Norwegen, das Land der Friedensnobelpreise, entpuppt sich als Hotspot der Epstein-Verbindungen – ein Meilenstein in der Weltgeschichte der Ironie.
Epstein symbolisiert diese Wende: Sein Netzwerk, dieser klebrige Filz aus Politik, Geld und Scheinmoral, steht für den Bedeutungsverlust der internationalen Institutionen. Die Akten entlarven nicht nur Missbrauch, sondern ein System, das sich schützt, wenn es bedroht ist, und versagt, wenn man es entlarvt. Es ist, als würde die Globalisierung ihre eigene Satire schreiben – amüsant, wenn’s nicht so traurig wäre. Am Ende bleibt die Frage: Wer rettet uns vor den Rettern? Vielleicht einfach: das Volk, das allmählich aufwacht.” Weltwoche.de
Abseits von Partys und Kindersex ging es auf der abgeschiedenen Insel auch ums ganz große Geld. Hier bekam die Elite erstklassige Infos für Insiderhandel. Ein erfolgreicher Hedgefond – Manager, der für Robert Maxwell und Jakob Rothschild gearbeitet hatte, erklärt das “Epstein-Modell”. Elitären Glamour lieben die meisten. Die Promiberichte gehören überall zu den beliebtesten. Wir wollen getäuscht werden: wir lieben das Blendende. Würden die Chefs der Medien es wagen, im Sinne der Bibel mit dem jüdischen Religionsphilosophen M. Buber zu mahnen, dass „Erfolg keiner der Namen Gottes“ sei? Niemals. Die heutigen „Werte“ sind Finanzströme, auf deren Wellen manche nach oben getragen werden und jegliche Bodenhaftung verlieren. Sie geben sich hemmungslos ihren Allmachtsphantasien hin.
In Psalm 98,9 klingt das so:
Der HERR kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist.

Hier bewahrheitet sich auch das gute, alte Sprichwort.: “Müssiggang ist aller Laster Anfang”….
Kaufet die Zeit aus, denn die Tage sind böse.