Nach Polizeigewalt in Tibet: Sollen die Olympischen Spiele boykottiert werden?

Seit Tagen kommt es in der chinesischen Provinz Tibet zu gewalttätigen Ausschreitungen. Das Land wurde vor 60 Jahren von China annektiert und wird seitdem von der kommunistischen Regierung unterdrückt. Die tibetischen Mönche klagen darüber, dass sie am Ausüben ihrer Religion gehindert werden, die Regierung immer mehr Chinesen auf tibetischem Grund ansiedelt und sie somit mehr und mehr vertrieben werden. Dagegen begehren nun die Tibeter auf. Die diesjährige Sommerolympiade findet in Peking, der Hauptstadt Chinas, statt. Schon lange bereitet sich China auf dieses Großereignis vor, es möchte sich der Weltöffentlichkeit von seiner besten Seite zeigen: Der sportlich-erfolgreichen. Doch das Land des Lächelns ist wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder im Fokus der westlichen Medien. Bis zu 8000 Hinrichtungen jährlich, zahlreiche Repressionen und die staatliche Zensur machen China zu einer nicht gerade angenehmen Heimat für regimekritische Geister.

Angesichts der jüngsten Ausschreitungen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa – bisher sind etwa 80 tibetische Demonstranten dabei ums Leben gekommen – fragen sich Politiker aus aller Welt, wie sie ihren Protest gegen das brutale Vorgehen der chinesischen Polizei bekunden können. Ein Vorschlag: Die Olympischen Spiele im Sommer boykottieren. Das würde das Land hart treffen. Es wurden viele Millionen in die Infrastruktur und neue Sportarenen investiert. Doch schon melden sich deutsche Politiker zu Wort, die ein Teilnahmeboykott an den Sommerspielen missbilligen würden. Diese Politiker haben vermutlich mehr die Werbepartner im Sinn – der Status der Tibeter ist ihnen eher schnuppe. Schon wieder gewinnt der Kommerz über die Gerechtigkeit. Geld ist den Menschen eben doch wichtiger, als Frieden. Hauptsache die große Werbetrommel wird im Sommer gerührt, die Kommunistische Partei Chinas kann in der Zwischenzeit wüten, wie sie will.
Jesus hat sich nie von Reichtum, Macht oder Karriere aufhalten lassen. Er hat alle Entscheidungen Seiner Beziehung zu Gott untergeordnet. Reiche und Arme waren für Ihn gleich – beide bedurften Vergebung und einer Glaubensbeziehung zu Seinem Vater im Himmel.

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