NÄCHSTENLIEBE, EIN LANGFRISTIGES PROJEKT?

Ein Priester und ein Levit hatten einen großen Bogen um den verletzten Mann gemacht, aber der Samariter näherte sich ihm. Und als er ihn sah, erfasste ihn tiefes Mitleid, er verband seine Wunden. Schon das unterschied ihn deutlich von den anderen beiden. Aber er ging nicht weg, sondern brachte den Mann zu einer Herberge, gab dem Wirt Geld und versicherte ihm, dass er wiederkommen würde. Allein die Tat ihn zu versorgen, hätte wohl als Akt der Nächstenliebe gereicht, aber es geht weiter. Der Samariter übernimmt Verantwortung, er möchte, dass der Mann gut versorgt ist, und die Tatsache, dass er wiederkommt schützt den Kranken, denn so muss der Wirt das Geld für den Kranken einsetzen und ggf. Rechenschaft ablegen.Können wir dieses tiefe Mitleid empfinden, das den Samariter erfasste? Sehen wir überhaupt eine Verantwortung bei uns, in einer Zeit in der es ja genug „Fachleute“ für Schwache und Kranke gibt? Unsere Gesellschaft ist voll von – meist seelisch – verletzten Menschen. Sie brauchen jemanden, der wirklich von ihrem Schicksal berührt ist, sich langfristig für sie einsetzt und es als seinen persönlichen Auftrag sieht sie auf ihrem Weg zu begleiten. Welches Projekt kann sinnvoller sein, als seine Kraft für hilfsbedürftige Menschen einzusetzen? cls

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