Petrus und Judas im Vergleich

Wir kennen beide gut: Sie gehörten zu den, von Jesus ausgewählten 12 Aposteln. Petrus – war bekannt als derjenige, der immer etwas zu sagen hatte und sehr überzeugt von sich war – Judas – wurde sprichwörtlich für all jene, die auf eine höchst hinterlistige und widerliche Weise einen anderen Menschen verraten. In mancher Weise ähneln sich beide, aber in ihrem Wesen sind sie völlig konträr: 1) Judas war von Anfang an nicht aufrichtig. Er bediente sich selbst aus der Kasse. Petrus dagegen folgte Jesus von ganzem Herzen und lud ihn auch in seine Familie ein. 2) Beiden sagte Jesus voraus, dass sie ihn verraten bzw. verleugnen würden. Beide wollten dies nicht wahrhaben. 3) Beiden tat es hinterher leid. Die Motivation der Reue war aber eine ganz andere: Für Petrus war es schrecklich, dass er imstande war, seinen Lehrer und Herrn zu verleugnen. Nie hätte er gedacht, dass ihm das passieren könnte. Er war tief traurig über sich selbst, aber Jesus blickte liebend auf ihn. Judas dagegen tat es leid, dass es anders kam als er dachte und darüber, dass man ihn betrogen hatte. Eine echte Reue gegenüber Jesus kannte er nicht, denn er hatte keine Herzensverbindung zu ihm. So beging er Selbstmord. Petrus aber wurde von Jesus selbst voll rehabilitiert.

Kommentare

    • Herr S.

      Da bin ich heutzutage etwas anderer Ansicht, Marc.

      Vielleicht ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass in säkularen aber sogar bis in christliche Kreise hinein mittlerweile die Verworfenheit Judas Iskariots bezweifelt wird und er und sein Verrat gar zu entschuldigen versucht wird.

      Deshalb habe ich meine Überlegungen hier hingeschrieben.

      Vielleicht liest sie ja solch ein Zweifelnder und wird so zu einer biblisch gesunden Auffassung über den Verräter Judas zurück geführt.

      • Thomas

        Ach Herr S. , Ungläubige erzählen ihnen jetzt schon, was in der
        Bibel steht – was als nächstes ,wollen sie alles aus der Bibel
        rausschneiden,was ihnen nicht passt. Die Verworfenheit,
        wird eindeutig, von den Aposteln Jesus, in der Heiligen Schrift
        gelehrt und damit ist zum Thema Judas, für immer, alles geklärt.

        • Herr S.

          Klar ist Judas verworfen, und das habe ich hier halt nochmals ausgeführt und bewiesen an Hand der biblischen Befunde.

          Was haben Sie denn daran auszusetzen und anzumeckern?

          In Ihrer engen Filterblase sind Sie vielleicht nicht mit zweifelnden Christen konfrontiert – ich lebe aber mitten in der Welt und verschließen nicht die Augen und Ohren auch vor solchen Menschen, wenn sie denn nach wahren Antworten suchen.

          Mit einem einfachen ” so und so ist das – basta” erreichen Sie die allerdings nicht.

          • Thomas

            So steht es geschrieben, eindeutig und klar Herr S, nämlich
            in der Filterblase Gottes. In welcher Welt sie leben, ist hierbei
            völlig unerheblich, diese ist offensichtlich sowieso am vergehen.
            Wer an den klaren Aussagen ,der Bibel, über Judas Iskariot zweifelt, ist ganz einfach, kein wiedergeborener Christ und
            ehrlich gesagt, was gibt es an diesen klaren Aussagen zu zweifeln.
            Sagen sie diesen Menschen, sie sollten mal lieber an den Regierenden zweifeln und an dem, was der Onkel im Fernsehen
            sagt.

          • Herr S.

            Ich weiß wirklich nicht, was Sie von mir wollen, Thomas.

            Ich habe hier biblisch argumentiert und m. E. für JEDEN verständlich herausgearbeitet, dass und warum Judas Iskariot verworfen ist und dass sein Verrat am Herrn eben keine Kurzschlusshandlung war, und eben sein Selbstmord auch nicht etwa “irgendwie entschuldbar” ist.

            Aber Sie scheinen sich daran zu stören, dass nun gerade ich, mit dem Sie hier schon mehrfach aneinandergeraten sind, dieses schrieb und versuchen, irgendwelche Widersprüche zur Bibel in meiner Argumentation zu unterstellen – jedoch ohne dieses belegen zu können.

  1. Herr S.

    Ich lese das Schicksal des Judas Iskariot, der  ja „nur“ ein von Jesus Christus berufener Jünger aber kein Zeuge der Auferstehung war, vornehmlich als warnendes Lehrbeispiel für uns alle bis hin zum geringsten Glaubensgeschwister: 

    Sein Verrat des Herrn wiegt umso schwerer, da er doch die ganze Zeit CHRISTUS SELBST, sein Beispiel, seine Lehren und Gleichnisse und seine Wundertaten, die für Christus als Gottes Sohn bis heute noch eindrucksvoll Zeugnis ablegen, quasi im innersten Jüngerkreis und direkt vom Herrn selbst  vor Augen gestellt bekam!

    Einen authentischeren und glaubhafteren Lehrer als den Herrn selbst gibt es nicht!

    Aber es gibt eben auch den freien Willen des Menschen, den Gott und eben auch Christus achtet und respektiert – selbst wenn er dazu dient, an Gott zu zweifeln und sich von ihm abzuwenden.

    Das hat Judas Iskariot getan und letztendlich Jesus Christus, den Sohn Gottes, verraten und dessen Feinden ausgeliefert.

    Sein Verrat des Herrn ist für mich dabei nur der Gipfelpunkt einer wahrscheinlich schon lange vorher bei ihm eingesetzt habenden negativen Entwicklung, in deren Verlauf er zumindest manche Lehrworte und Taten Christi angezweifelt und sogar verachtet haben dürfte.

    Ich halte kriminal-psychologisch einen Verrat des Judas am Herrn quasi plötzlich und spontan ohne einen vorausgegangenen langen inneren Entfremdungs- und Abwendungsprozess für äußerst unwahrscheinlich. Auch scheint Judas Iskariot zumindest die anderen Jüngern die ganze Zeit über seine wahren Ansichten getäuscht und sich getarnt zu haben ähnlich wie ein Agent oder Spion.

    Der Herr hat ihn längst durchschaut und warnt ihn mit seinen Lehren und Gleichnissen immer wieder; eine wiederholte Einladung zur Umkehr, die aber offensichtlich nicht ergriffen sondern ausgeschlagen wird.

    DAS ist die Schuld des Judas Iskariot, nicht etwa nur eine einzige kurzschlussartige Fehlhandlung des Verrats am Ende dieser verbrecherischen Laufbahn.

    Ja, Judas wird offenbar nach dem Matthäusevangelium noch gnadenhaft die Erkenntnis in die Falschheit seines Handelns geschenkt; ihn reut sein Verrat (Mt27,3-10).

    Anders als Christus es ihn aber gelehrt hat (z.B. im Gleichnis vom verlorenen Sohn, der zum von ihm  hintergangenen und betrogenen Vater umkehrt), sucht der Verräter Judas eben nicht bei Gott oder beim Herrn selbst oder bei seinen Mitjüngern Vergebung und Entschuldigung sondern eben bei den Hohenpriestern und den Ältesten – den Gegnern Christi.

    Vielleicht möchte er sie sogar zur Korrektur ihres Tuns bringen – aber natürlich erfolglos: „Was geht das uns an? Sieh du zu, wie du klarkommst.“ kriegt er von ihnen zur Antwort.

    Jetzt verzweifelt er, wirft seinen Verräter-Lohn in den Tempel quasi als ein Opfer. Aber ein sinnloses Opfer, das von den Hohenpriestern nicht für Gott angenommen wird sondern für den Kauf eines Fremdenfriedhofs in Jerusalem verwendet wird.

    Judas geht aber nach dieser Abfuhr durch die Hohenpriester in seiner Verzweiflung wieder nicht vor Gott oder unter die Augen Jesu oder zu den Mitjüngern sondern er nimmt sich das Leben.

    Eben nicht wie es im Gleichnis vom verlorenen Sohn ihm als Weg vom Herrn aufgezeigt wurde:

    Der verlorene Sohn begeht eben keinen Suizid, als er sein verpfuschtes   Leben erkennt und er geht auch nicht zu den Leuten des fremden Landes, um für sich Gnaden zu erbitten.

    Nein, er macht sich auf zu seinem Vater – bereit,  die logisch gerechte Konsequenz dort auf sich zu nehmen und dort als Tagelöhner zu arbeiten.

    Stattdessen wird er vom Vater als Sohn erkannt und angenommen und für ihn ein Fest gefeiert.

      

    Aber Judas Iskariot glaubt offensichtlich nicht an solch eine unverdiente Barmherzigkeit und bringt sich um…

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