Pippi Langstrumpf feiert ihren 75. Geburtstag

“Auf die Frage, ob sie an Gott glaube, hat Astrid Lindgren einmal gesagt: “Wenn alles gut geht, denke ich nicht darüber nach.” An anderer Stelle heißt es: “Ich denke an Gott, wenn ich ihn dringend brauche.” Die Unbarmherzigkeit einiger Pfarrer und die Macht der schwedischen Staatskirche habe sie abgestoßen, sagt Norbert Koch, Referent im Pädagogisch-Theologischen Institut der nordelbischen Kirche.” https://archiv.ekd.de/

Bei einer anderen Gelegenheit hat die Autorin der kleinen Rebellin “Pipi Langstrumpf” gesagt, dass sie Agnostikerin sei. Obwohl sie über Gott nichts wissen will oder kann, benutzt sie ihn. Sie bezweifelt also ihren eigenen Unglauben oder Nichtglauben. Damit ist sie in guter Gesellschaft, der der atheistische New Yorker Professor Thomas Nagel auch in seinem Buch: „Geist und Kosmos: “Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist”. Auch er erkannte, dass es da mehr geben muss.

Die Behauptung vieler scheinbarer Intellektueller, es gebe keinen Gott, alles sei durch Zufall entstanden und aufgebaut worden, ist heute somit in keiner Weise glaubwürdiger als vor 10 oder 100 oder 1000 Jahren. Atheisten gab es zu jeder Zeit. Christliche Denker und Lehrer haben sich in allen Jahrhunderten mit ihrer Kritik befasst. Beispielsweise wurden sogenannte „Gottesbeweise“ aufgestellt. Es handelt sich dabei zwar nicht um Beweise im strengen Sinne. Als Denkanstösse für Suchende oder Skeptiker haben sie aber nach wie vor ihren Wert. Zum Beispiel das kosmologische Argument für Gott: Es existiert ein Universum, im Gegensatz zu überhaupt keinem Universum, also muss dieses durch etwas von ausserhalb desselben verursacht worden sein. Denn das Kausalitätsprinzip besagt, dass jedes endliche Ding von etwas ausserhalb seiner selbst verursacht wurde. Daraus folgt, dass das Universum von Gott geschaffen sein muss. Eine Variante dieses Arguments lautet etwa so: Dinge und Lebewesen im Universum bewegen sich. Jede Bewegung wird von einem Beweger ausserhalb des Bewegten ausgelöst. Irgendwann muss am Anfang dieser Kette von Bewegungen ein „unbewegter Beweger“ stehen: Gott. Ebenfalls anschaulich ist das neuere Beispiel eines Spielfilms, in dem der Filmprojektor nie vorkommen kann, weil er selbst die Quelle des Films mit all seinen Handlungen, Personen, Orten und Begebenheiten ist. So steht auch Gott als Schöpfer ausserhalb von allem Geschaffenen, trägt und erhält aber alles.

Zu bedenken sind auch die menschlichen Konsequenzen der Idee rein zufälligen Entstehens des Lebens: Welche Bedeutung hat meine Existenz, meine Identität? Ebenfalls nur eine zufällige, ohne Ziel und übergeordneten Zweck! Viele Menschen leiden an dieser Sinnlosigkeit und Orientierungslosigkeit, sind belastet mit Lebensüberdruss.

In der Bibel gibt es nicht wenige Stellen, wo auch von „Gottlosen“ oder von „Gottlosigkeit“ die Rede ist. Damit ist oft nicht die kategorische Leugnung der Existenz Gottes gemeint, sondern eine Lebensführung in Gleichgültigkeit oder Widerstand gegenüber Gott: „Weiche von uns [Gott]! Und nach der Erkenntnis deiner Wege verlangen wir nicht! Was ist der Allmächtige, dass wir ihm dienen sollten, und was nützt es uns, dass wir ihn bittend angehen?“ (Hiob 21,14-15). Allerdings lesen wir auch von Atheisten im oben beschriebenen Sinn: „Sie haben den Herrn verleugnet und gesagt: Er ist nicht; und kein Unglück wird über uns kommen.“ (Jeremia 5,12). Zweimal wird erwähnt: „Der Tor [Narr] spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!” (Psalm 14,1 und 53,2). Im Neuen Testament findet sich eine längere „Beweisführung“, dass der Mensch ohne weiteres in der Lage ist, Gott zu erkennen und auch eine entsprechende Verantwortung hat: „Weil das von Gott Erkennbare unter ihnen [den Menschen] offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart – denn das Unsichtbare von ihm wird geschaut, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden“ (Römer 1,19-20). Anschliessend folgt: „…damit sie ohne Entschuldigung seien, weil sie Gott kennend, ihn weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen“ (Römer 1,21). Es ist also eine Einstellungssache, Gott im Gemachten erkennen zu wollen oder nicht: „Wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist“ (Hebräer 11,6). Gott belohnt ein aufrichtiges Suchen nach ihm immer. Jesus selbst sagte einmal zu skeptisch eingestellten Zuhörern: „Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen [Gottes] Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist, oder ob ich von mir selbst aus rede” (Johannes 7,16-17). Auch bei Atheisten heute ist die Grundhaltung entscheidend. Gott anerkennen heisst, sich ihm zu unterwerfen und seine Rettung von unseren Sünden durch Jesus Christus anzunehmen. https://faith-time.com/

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