Professor F. F. Bruce

Professor F. F. Bruce, ehemaliger Leiter und Dozent für Textkritik
der Universität Manchester schrieb ein Buch mit dem Titel „Sind die
neutestamentlichen Dokumente zuverlässig?“ und er zeigt, wie reich
diese Berichte gegenüber den anderen historischen Berichten sind.

Im Wesentlichen ist es so; je kürzer die Zeitspanne zwischen dem
ursprünglichen Werk und der ältesten erhalten Abschrift und die Zahl
der erhaltenen Abschriften ist, desto weniger Zweifel gibt es am
Original.

Wir wollen uns ein paar Beispiele von antiken Werken ansehen, z.
B. von Herodot und Tucidides. Beide aus dem fünften Jahrhundert vor
Christus. Die älteste Abschrift datiert aus dem Jahr 900 nach Christus,
also 1300 Jahre Differenz. Außerdem haben wir jeweils nur acht
Abschriften. Trotzdem stellt kein Wissenschaftler ihre Echtheit in
Frage.

Tacitus: 1000 Jahre Lücke und 20 Abschriften.

Cäsars Gallischer Krieg: 950 Jahre Lücke und 9 bis 10 Abschriften.

Livios römische Geschichte: 900 Jahre Lücke und 20 Abschriften.

Das Neue Testament geschrieben zwischen 40 und 100 nach Christus:
Die ältesten Textteile, die wir besitzen stammen aus dem Jahr 130 und
die ältesten vollständigen Manuskripte aus dem Jahr 350 also nur 300
Jahre Lücke. Aber nicht nur 8 oder 9 Kopien sondern 5309 griechische
Handschriften, 10000 lateinische und 9300 in anderen Sprachen.

F. J. A Hawk, einer der größten Textkritiker aller Zeiten fasst
die Beweislage wie folgt zusammen: „Was Vielfalt und den Umfang der
biblischen Texte anbelangt, steht der Text des Neuen Testaments
unerreichbar und einzig dar im Vergleich zu allen anderen antiken
Prosaschriften. Es wird keinen Historiker geben, ob Christ oder nicht,
der diesem Ergebnis nicht zustimmen würde.

F. F. Bruce fasst es so zusammen, dass der geringe Zeitraum
zwischen Entstehung und erhaltenen Abschriften so gering ist, dass man
ihn vernachlässigen darf. Somit ist der letzte Zweifel damit hinfällig,
ob sie uns im Wesentlichen so überliefert wurden, wie sie geschrieben
sind.

Die Echtheit und Zuverlässigkeit der Schriften des Neuen Testaments können damit als endgültig gesichert gelten.

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