Stephen Lungu – Vom marxistischen Terroristen zum „Billy Graham Afrikas“. Stephen Lungu ist jetzt bei Jesus daheim.

Stephen Lungu starb im Alter von 78 Jahren. Foto: African Enterprise

Stephen Lungu starb im Alter von 78 Jahren. Foto: African Enterprise

Er war ein Anhänger der marxistischen Ideologie. Er war ein Mann, der nie lachte oder lächelte. Stephen Lungu hat Gott von ganzem Herzen gehasst.

Jetzt ist das alles vorbei und vergessen. Seine Sünden wurden von Gott vergeben. Seine Mutter hat ihn im Alter von 14 Jahren geboren. Er war eine Last für sie und sie ließ ihn im Alter von vier Jahren mit seinem jüngeren Bruder und seiner Schwester auf der Straße zurück. Seine Schwester wurde in einem Krankenhaus untergebracht. Er und sein Bruder kamen in ein Waisenhaus. Dort wurde er geschlagen und misshandelt.

Nach nur wenigen Jahren dort floh er auf die Straße. Eine Brücke in der Stadt war jetzt für fast 20 Jahre sein Zuhause. Er erzählte von schrecklichen Zeiten, in denen er mit giftigen Schlangen um sich herum aufwachte. Während er dort hauste, war der Hass auf Gott und die reichen Menschen der Mittelpunkt seines Lebens. Anstatt sich Gott zu unterwerfen, nahm er sein Leben in die eigenen Hände.

Lungu schloss sich der bewaffneten Bande “The Black Shadows” an, die für ihre unerbittlichen Anschläge und Morde bekannt war. Mit dieser Bande kämpfte er als 18-Jähriger an der Seite des späteren Diktators Robert Mugabe (Simbabwe). Er glaubte damals, der Kommunismus sei der einzige Weg, Afrika zu regieren.

“Gott, du hattest aber einen besseren Plan für mein Leben”, sagte Lungu über Gott, der ihn damals schon in gefährliche Situationen bewahrt hat.

Weil die Bibel von den Weißen nach Afrika gebracht wurde, dachte Lungu, dass alles, was die Weißen taten, eine Gehirnwäsche des afrikanischen Volkes war.

“Ich habe früher nie gelacht, bis ich im Alter von 20 Jahren Jesus annahm”, sagte Lungu. “Das war das erste Mal, dass ich gelacht habe.”

Lungu wurde und war ein fröhlicher Mann, den man sich kaum wütend vorstellen konnte.

Eines Tages war er mit anderen Freiheitskämpfern unterwegs, um einen Terroranschlag auf eine örtliche Bank zu machen. Viele weiße Menschen waren Kunden in dieser Bank. Auf dem Weg zur Bank stießen sie allerdings auf ein Missionszelt. Lungu änderte sofort seinen Plan und wollte statt der Bank die Zeltkirche in die Luft zu sprengen.

Er hasste Gott und das Christentum. Die gesamte Bande setzte sich unauffällig in der letzten Reihe des Gottesdienstes. “Wir gingen also hinein, um nur zwei Minuten dort zu sein”, erzählt Lungu. “Da war ein wunderschönes Mädchen und sie brachte mich aus dem Gleichgewicht.

“Der Prediger fuhr fort, zwei Verse zu lesen: Römer 6,23 und 2. Korinther 8,9. Als er dann anfing über das Leben von Jesus zu sprechen, erkannte Lungu, dass er unbedingt diesen Jesus brauchte.”Ich brach in Tränen aus,” sagte Lungu. “Ich legte meine AK-47 und die Bomben weg und fing an, nach vorne zu gehen … Ich weinte um Gnade.”

Nach dem Gottesdienst kam dann leider eine andere mörderische Bande und tötete in der Nacht viele der Christen. Aber Lungu ging zu seiner Hütte unter der Brücke und schrie zu Gott.”Ich fragte ihn: Was muss ich tun?” sagte Lungu. “Und er öffnete mir die Augen.”

Kurz nach seiner Hinwendung zu Jesus ging er zu den Behörden, um ihnen von all den schrecklichen Verbrechen zu erzählen, die er im Laufe seines Lebens begangen hatte.”Ich wurde acht Stunden lang verhört”, sagte Lungu. “Nach acht Stunden sagten sie, wenn dein Jesus dir vergeben hat, vergeben wir dir auch.”

Von diesem Zeitpunkt an reiste Lungu durch ganz Afrika, um seine Geschichte zu erzählen und Tausenden das Evangelium zu predigen. Aus diesem Mörder und Terroristen wurde der „Billy Graham Afrikas“.

Er lebte in Malawi mit seiner Frau Rachel und seiner Familie. Jetzt starb er am 18. Januar im Alter 78 Jahren in der malawischen Hauptstadt Lilongwe.

Roland Werner sagte über ihn: „Für mich verkörperte er all das Gute, das wir Europäer von unseren afrikanischen Geschwistern lernen können: Fröhlichkeit und Hingabe, Gottvertrauen und Hoffnung, Leichtigkeit und Tiefgang zugleich.“

Kommentar

  1. Thomas B.

    Das ist ein wunderbares Zeugnis. Unser Herr ist in der Lage, aus dem zerbrochensten Leben solch einen Segen erwachsen zu lassen.
    Danken wir unserem herrlichen Herrn und Heiland Jesus Christus für das, was Er an und durch Stephen Lungu getan hat.

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