Sterbehilfe: Werden unsere Alten und Kranken bald vogelfrei sein?

“Eine Gesellschaft, in der der Tod durch eigene Hand Normalität ist; eine Gesellschaft, in der Ärzte, Vereine und geschäftsmäßige Profis Unterstützung beim Suizid anbieten; eine Gesellschaft, in der die gewaltsame Beendigung des eigenen Lebens eine Option für alle ist, sofern sie sich autonom dafür entscheiden; eine Gesellschaft, die, ohne es zu wollen, das Tor zur aktiven Sterbehilfe aufstößt. Wenn wir B nicht wollen, müssen wir uns gegen A entscheiden. Deshalb ist ein Verbot sämtlicher Formen von Suizidassistenz das einzig Richtige.” Roland Kipke

Sobald das Tor offen ist, gibt es kein Halten mehr. Da werden dann alte Menschen zum Selbstmord gedrängt, weil sie nur noch eine Last sind. Da wird dann der Tod der alten Mutter mit den Ferienplänen abgestimmt, psychisch Kranke umgebracht und, neuerdings, auch kranke Kinder. “Soylent Green” läßt grüßen. Alle, die für ein “selbstbestimmtes Lebensende” eintreten, verkennen, daß dieses dann sehr bald nicht mehr selbstbestimmt sein wird. Und das sind Fakten, keine Vermutungen. Lebensbeginn und Lebensende des Menschen vollständig in der Hand des Menschen ? Sobald wir dies bejahen, gibt es gegen all die “Gestaltungsmöglichkeiten” kein vernünftiges Argument mehr: Auf der einen Seite “gestaltete Geburt” mit den Extremen Abtreibung und Leihmutterschaft, auf der anderen Seite “Ableben à la carte” mit welchen Mitteln und aus welchen Beweggründen auch immer. Wie sehr schön aufgezeigt, entstehen bei der Verwirklichung dieser Freiheiten neue Unfreiheiten und Zwänge, allein durch die Möglichkeit an sich. Das ist menschlichem Handeln eigentümlich. Erst wenn ich mich darauf einlasse, dass ich mein Leben ohne eigenes Zutun aus Gottes Hand empfangen habe und ich auch mein Lebensende vertrauensvoll in Gottes Hand lege, bin ich von diesen zutiefst menschlichen Zwängen befreit.

“Nein, sagt Gott zu solchen Sätzen. „Ich bin der HERR, dein Gott.“ Ich bin der Herr über Leben und Tod und nicht du! Ich gebe den Odem des Lebens und ich nehme ihn auch wieder (Ps. 104, 29). Dir aber gilt: „Du sollst nicht töten.“ Du sollst das Ebenbild Gottes, das jeder Mensch ist, nicht zerstören, nicht töten. Der Apostel Paulus schreibt (Röm. 14, 7.8): „Keiner lebt sich selber und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn.“ Das wusste schon der leidende Hiob. Weiter schreibt Paulus (1. Kor. 3, 16.17; 6, 19.20), dass unser Leib ein Tempel Gottes ist. Darum sollen wir Gott mit unserem Leib preisen und dem ist Verderben angedroht, der den Leib verdirbt. Keiner darf, auch nicht wir selbst, den Tempel Gottes zerstören.”
Wenn wir in Lebensgefahr sind, in schwerer Krankheit, vielleicht vor dem Sterben und dem Tod stehen, dann lasst uns in der Weise beten, wie es unser Herr Jesus Christus getan hat (Mt. 26, 39): „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Im Sterben sprach unser Herr (Lk. 23, 46): „Vater ich befehle meine Geist in deine Hände.“

Ps. 68, 20: Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Und Paulus schreibt (Röm. 8, 28; 14, 8): „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen… Und: Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“ Detlef Löhde

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