Teuflische Wortverdrehungen in der Corona-Krise.

Ein Kritiker ist kein Leugner 

Ein Gesunder ist kein sympthomlos Erkrankter 

Ein Eigenverantwortlicher ist kein Egoist 

Die Wahrheit ist keine Verschwörungstheorie 

Realisten sind keine Verweigerer 

Zensur ist jetzt Faktencheck 

Selbst zu denken bedeutet leider unsolidarisch zu sein 

Lobbyisten sind jetzt Experten 

Hinterfragen bedeutet jetzt asozialen Verhalten 

Denunzianten sind jetzt Beschützer 

Grundrechte sind jetzt Privilegien 

Diktatur ist Demokratie

Mit dem Wort „Gutmensch“ Gutes tun verächtlich machen – das ist ein Beispiel für eine Redeweise, die Jesaja kritisiert. „Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen!“ (Jes 5,20) Dem Propheten war bewusst: Man kann einem Menschen ein und dasselbe Verhalten mit ganz verschiedenen Worten beschreiben. Die Worte wecken im Kopf des Zuhörers Bilder und Gefühle. Wenn es positive Bilder sind, findet er das Verhalten eher gut. Wenn die Worte negative Gefühle in ihm auslösen, ist er eher geneigt, es abzuwerten. Wenn man es ganz geschickt macht, erscheint dem Zuhörer eine gute Tat problematisch. Oder man gaukelt ihm vor, dass etwas Böses gut sei oder jedenfalls akzeptabel.

Die Nationalsozialisten töteten behinderte und seelisch kranke Menschen. Sie nannten es „Euthanasie“. Dieses Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „guter Tod“. So sollte das Verbrechen heißen, das nichts anderes war als Massenmord. Ein besonders krasses Beispiel dafür, Böses gut zu nennen.

„Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen!“ Nehmen wir den Weheruf des Propheten als Warnung Gottes ernst. Die Sprache hat eine große Macht, Menschen zu beeinflussen. Seien wir achtsam, wenn wir über unser eigenes Verhalten und das anderer Menschen sprechen. Wählen wir unsere Worte mit Bedacht. Hüten wir uns davor, mit unseren Worten die Wertmaßstäbe Gottes durcheinander zu bringen. Unterlassen wir es, schlechte Taten mit dem Mäntelchen geschickter Formulierungen gutzureden. Wehren wir uns, wenn jemand Taten der Nächstenliebe verächtlich macht, z. B. wenn er uns als „Gutmensch“ verunglimpft. Wie wäre es mit der Antwort: „Ja, ich stehe dazu: Ich will Gutes tun. Hast du etwas dagegen?“

Autor: Pastor Martin Knapmeyer

Kommentare

  1. Thomas

    Die Nationalsozialisten töteten behinderte und seelisch kranke Menschen. Sie nannten es „Euthanasie“.
    Auch hier war die deutsche Wissenschaft gut vetreten , nicht nur durch den
    Facharzt Josef Mengele – oder in die heutige Zeit übersetzt, für Geld und
    Macht, bekommt man die gewünschte wissenschaftliche Erkenntnis.

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