Übertriebene politische Korrektheit endet in aggressiver Hysterie.

Es reicht schon der kleinste Hinweis, dass irgendwas, irgendwer, irgendwann Anstoß erregen könnte, schon wirft sich der progressive Internet-Mob auf Straßennamen, Denkmäler, Gebäude, historische Figuren. Nicht um zu diskutieren, sondern um zu tilgen.Verrückte Beispiele:

► Die Berliner Fraktionschefin der Grünen, Antje Kapek (43), fordert, den Namen der Mohrenstraße in Berlin-Mitte zu ändern. Vielleicht in Möhrenstraße?

► Gegen J. K. Rowling (54) und ihre Harry-Potter-Bücher wurde zum Boykott aufgerufen. Ihr Vergehen war, dass sie Frauen weiter „Frauen“ nennen will und nicht, wie angeblich genderpolitisch korrekt, „menstruierende Personen“.

► In Kalifornien soll nun der John-Wayne-Flughafen in Orange County unbenannt werden, weil der berühmte Western-Held angeblich ein Rassist war.

Bevor wir nun weitere Statuen niederreißen, Comedy-Serien aus den 70er-Jahren und Filme wie „Vom Winde verweht“ im Giftschrank verschwinden lassen, sollten wir einmal kurz durchatmen.
Das Problem an der neuen kulturellen Hygienekultur ist: Egal wie sehr wir schrubben, es wird uns nicht gelingen, eine blitzeblanke Welt zu erschaffen.
Die Welt ist nun einmal nicht perfekt. Das Wort „perfekt“ kommt vom lateinischen „perficere“, das heißt „zu Ende bringen“. Wer eine perfekte Welt schaffen will, muss alles steril säubern, bis nichts mehr da ist, an dem man sich stoßen könnte. Wenn ich lange genug suche, finde ich bei allem und jedem (übrigens auch bei Gandhi oder Nelson Mandela) einen Makel. Immer, wenn wir Menschen mit dem Anspruch auftreten, eine perfekte Welt zu schaffen, endet das böse. Es hat im 20. Jahrhundert ja diverse Versuche gegeben. Heute aber leben wir in der freiesten, besten, wohlhabendsten Gesellschaft, die es je gegeben hat.Was unsere Gesellschaft so stark gemacht hat? Die Abkehr von Ideologie, die freie Debatte, das Kompromisse finden, das Aushalten Andersdenkender. (Bild.de)

Was viele politisch Korrekte nicht wissen oder wissen wollen: Wir leben in einer untergehenden Welt, voller Schuld und Unrecht, einer Welt in der unser christliches Handeln ein Tropfen auf den heißen Stein bleibt. Gott wird die Erde und den Himmel nicht erneuern wie so manche Gruppierungen, die an eine bessere Zukunft glauben, es sich so wünschen. Er wird das Alte nicht flicken, sondern er wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, von der er wieder sagen kann: “Alles ist sehr gut”.
Bis dahin sind wir aufgerufen, alles uns mögliche zu machen, damit das Leben in dieser Welt menschenwürdig ist. Bis dahin sind wir aber auch beauftragt, Menschen von der Liebe Gottes in Jesus Christus zu erzählen und ihnen die Gute Nachricht von der Vergebung unserer Schuld an Jesu Kreuz zu verkündigen.

Die Hoffnung für die Welt wird nicht aus der Welt, sondern von außen kommen.“ – T. Keller

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