Über die ALLVERSÖHNUNGS- und VERNICHTUNGSLEHRE.

Es gibt eine Lehre, die sich Allversöhnungslehre nennt. Im Licht der Bibel aber verdient sie keine andere Bezeichnung als Allversöhnungs-IRRLEHRE. Sie ist die Irrlehre unserer Tage. Gottes Wort aber ist frei von Irrtümern. Deshalb ist diese „Lehre“ weder in der Bibel zu finden noch aus ihr abzuleiten.

Lesen Sie bitte die folgenden Bibelstellen:

Johannes 3,16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Johannes 3,36: „Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“

1. Korinther 1,18: „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.“

Das Studium der wenigen oben genannten Verse sollte eigentlich genügen, die Wahrheit über das ewige Schicksal der Gläubigen bzw. der Ungläubigen zu erkennen. Man braucht nicht einmal die vielen anderen Stellen aufzuführen, in denen der Herr Jesus und die Apostel über die ewige Herrlichkeit der Gläubigen und die ewige Verdammnis der Ungläubigen sprechen.

Ebenfalls in die Rubrik Irrlehren einzuordnen ist die Lehre, dass die Ungläubigen eines Tages vernichtet würden.

In einer Fülle von Stellen lehrt die Bibel das Gegenteil. In Lukas 12,4-5 sagt der Herr Jesus: „Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nach diesem nichts weiter zu tun vermögen! Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Macht hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet!“

Was bedeuten diese Worte Christi? Geben sie einen Sinn, wenn das „nach dem Töten“ Kommende die Nicht-Existenz wäre? Möchte sich doch keiner durch solche Irrlehren verführen lassen. Das Sterben ist eine Sache – das Weiterleben nach dem Tod eine andere. Vor dem „Danach“ der Ungläubigen warnt das Wort Gottes an vielen Stellen.

Zu der Zeit, als der Herr Jesus auf dieser Erde war, gab es die Sekte der Sadduzäer. Schon sie verbreiteten die Irrlehre, dass es keine Auferstehung der Toten gäbe. Ihnen hatte Christus mit Nachdruck zugerufen: „Ihr irrt, indem ihr die Schriften nicht kennt!“ (Matth. 22,29).

Die Vernichtungs-Irrlehre ist eine falsche Lehre, die man in unserer Zeit gern hört. Viele sind durch sie verführt worden; denn Vernichtetwerden ist den Ungläubigen angenehmer als Bestraftwerden.

Vielleicht denken Sie noch einmal ernstlich über den Vers in Johannes 3,36 nach. Dort finden wir eine gewaltige Aussage! Sie widerlegt in einem einzigen Vers die beiden besonderen Irrlehren unserer Tage.

Dem Verfechter der Allversöhnungslehre wird gesagt: „Wer aber dem Sohn nicht glaubt, WIRD DAS LEBEN NICHT SEHEN“, und dem Anhänger der Vernichtungslehre wird zugerufen: „….SONDERN DER ZORN GOTTES GLEIBT AUF IHM (dem Ungläubigen).“

=== > Wenn der Ungläubige „das Leben nicht sehen“ wird, dann kann er nie mehr versöhnt werden; und wenn „der Zorn Gottes auf ihm bleibt“, kann sein Leben niemals vernichtet, nie ausgelöscht werden.

Ein bekannter Schriftausleger sagt über die Anhänger dieser Irrlehren Folgendes: „Alle Not mit solchen, die die Lehre von dem Zorn Gottes leugnen, hat letzten Endes ihren Ursprung in der Tatsache, dass diese Leute der Offenbarung Gottes, die er in der Heiligen Schrift von sich gibt, nicht glauben. Vielmehr haben sie sich eine eigene Vorstellung von Gott geschaffen. Wer die biblische Lehre vom Zorn Gottes verwirft, lehnt im Allgemeinen auch die biblische Lehre von der Erlösung und dem Heil ab. Auf ihre Art sind sie durchaus konsequent.

Wenn man nicht an den Zorn Gottes über die Sünder glaubt, gibt es für das Opfer, das auf dem Hügel Golgatha geschah, keinen einsichtigen Grund. Daher ist es unabdingbar, dass wir alle diese Fragen in dem Licht der bedeutenden Lehre von dem Wesen Gottes beurteilen.“

Quelle: Friedhelm König – Die verschwiegene Wahrheit

Kommentar

  1. Frank

    Shalom, gegen die “Allversöhnungslehre” in pietistischen Kreisen greift diese Kritik viel zu kurz bzw. garnicht. Denn als Bibeltreue leugnen sie natürlich NICHT den Zorn Gottes, noch das Gericht, die Hölle, den Teufel usw. Meines Wissens kommt “ewiger Tod” als exakte Formulierung in der Bibel nicht vor im Unterschied zu “ewiges Leben”. Jesus gebraucht ähnliche Formulierungen Mt.5,30;18,8; 25,41; Mk9,43-45;. Das beste Buch dazu stammt von Andreas Symank: “Werden alle Menschen gerettet?” https://info1.sermon-online.com/german/AndreasSymank/Werden_Alle_Menschen_Gerettet_1997.pdf

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