Unsere Generation und ihre Rebellion, Besserwisserei und die Influenzer.

Die Lage der elektronischen Systeme der Informations- und Kommunikationsvermittlung haben in der jüngeren Kulturgeschichte eine völlig neue Lage geschaffen. Die technische Entwicklung verändert das Kommunikationsfeld der Gesellschaft stark. Die Entwicklung ist keineswegs abgeschlossen. Es geht unaufhaltsam weiter in den Dschungel der Beliebigkeit. Das alles hat auch Auswirkungen auf die Verfassung unserer Wirklichkeit, denn Wahrnehmung ist kein passiver Vorgang, sondern die Tätigkeit des Gehirns und der Sinne. Ein geschriebener Text ist jedoch etwas anders als ein YouTube-Video, spricht auch unterschiedliche Gehirn-Operationen an.

Versinken wir nicht dadurch in einen grellen Pluralismus, in eine permanente inszenierte Wirklichkeit? Was ist mit Vertrauen und Vernunft? Leben wir nicht jetzt schon im Zeitalter der Simulationen und der virtuell realities? Diese digitale Entwicklung in all ihren Ausformungen überrennt uns regelrecht. Ständig neue Versionen, Verbesserungen, mehr Möglichkeiten und das in Echtzeit. Anonym und manipulierend einerseits, informativ und essential andererseits. Wir werden an Informationen derart überflutet, das wir immer mehr Schwierigkeiten haben, eine halbwegs neutrale Meinung zu erkennen. Der einzige Schutz des Bürger vor der „Gehirnwäsche“ ist seine eigene kritische und rationale Denkkraft und vor allem die Erkenntnis der Wahrheit Gottes. Alle Influencer, sei es aus Politik, Medien, Wirtschaft etc., lieben den leicht Beeinflussbaren. Ihnen geht es vor allem um sich selbst und die eigene „Ideologie“, die man in heutiger Zeit noch besser verschleiern kann als ehemals.

Im Jahr 1944 zog ein Professor der Stanford-Universität folgenden Vergleich:

„Die große Gefahr unserer Zeit liegt darin, dass wir einer Schnittblumen-Gesellschaft angehören. So schön Schnittblumen auch sind und so einfallsreich wir auch versuchen, sie für eine Weile frisch zu erhalten, sie müssen doch sterben. Sie sterben, weil sie von ihren nährenden Wurzeln getrennt sind.“ Und dann kommt der Vergleichspunkt: „Wir versuchen, die Würde des Einzelnen zu wahren, losgelöst von dem tiefen Glauben, dass jeder Mensch im Bild Gottes geschaffen und daher wertvoll in Gottes Augen ist.“

Dazu passt Psalm 1!

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