Unsere Gesellschaft ist so krank wie ihre Täter.

Diese Gesellschaft ist so fast so krank wie ihre Täter. Das zeigt sich immer wieder bei solchen tragischen Ereignissen. Die Reaktionen der Beteiligten schwanken zwischen Datenschutz der zum Täterschutz verkommt, übersteigertem Medieninteresse, das sofort Erklärungen verlangt, staatsanwaltlichen Ermittlern, die viel zu schnell einen Täter liefern, statt sorgfältig ihren Job zu machen, Airline und Hersteller, die sich von Schuld freistellen wollen, Medizinern, die sich hinter der Schweigepflicht verstecken, Experten, die haltlose Erklärungen liefern, Pseudoexperten, die in Talkshows auch noch ihren Senf dazugeben. Und Teilen des Publikums, welche das Ereignis als Realityshow konsumiert. Und da weder die Moderatoren noch deren Experten oder die Zuschauer begreifen, was geschehen ist und warum es geschah, wird geredet, noch mal geredet, wiederholt und erneut geredet. Solange die Zuschauer mitmachen, zeigt dies ein Bedürfnis, über da zu reden.Leider ist diese Welt ist ein Irrenhaus geworden. Überall Mord und Totschlag. Ich habe die Nase voll. Nein, es ist Hopfen und Malz verloren. Die Menschheit steuert auf eine Katastrophe zu. Ehrlichkeit, Seriösität, Anstand und Friedlichkeit sind uns abhanden gekommen. Egoismus, Selbstüberschätzung, Arroganz und Schlechtigkeit beherrschen inzwischen die Welt. Die Menschen sind krank geworden, und zwar im Kopf und vorallem im Herzen. Die krasse Zunahme der Depressionen hat auch was mit der veränderten Lebenswirklichkeit zu tun. Befristete Jobs, keine Perspektive, Arbeitsverdichtung, fehlende Anerkennung, Konkurrenzkampf untereinander.  Und die Daumenschraube wird weiter zugedreht. Der real existierende Kapitalismus ist mitnichten besser als es der real existierende Sozialismus war.

Ein Rabbi sitzt an seinem Schreibtisch und bereitet den Synagogengottesdienst vor. Er ist umringt von Büchern und Kommentaren, da klopft es an der Tür.

“Herein.”

Einer seiner Söhne betritt das Büro. “Papa, ich möchte spielen.”

Aber der Rabbi hat keine Zeit. Er muss noch heute fertig werden. Trotzdem möchte er seinen Sohn nicht enttäuschen. Also nimmt er eine Zeitschrift und reißt eine Seite heraus. Die Seite zeigt eine Karte der Welt. Er zerreißt das Blatt in viele kleine Stücke und gibt sie seinem Sohn. “Guck mal, das ist ein Puzzle. Erst sind es bloß ganz viele einzelne Stücke. Aber wenn du sie wieder zusammensetzt, gibt es ein großes Bild. Und wenn das Bild wieder heil ist, dann gehen wir nach draußen und spielen.”

Der Sohn nimmt die Puzzleteile und verschwindet. Jetzt hat der Vater seine Ruhe. Denn sein Sohn ist noch ziemlich jung. Er weiß gar nicht, wie die Welt aussieht. Er weiß nicht, wo Amerika liegt, wo Australien ist. Genauso wenig kennt er die Berge oder weiß, wo welches Meer liegt. Der Vater hat nun also alle Zeit der Welt. Er nimmt seinen Stift und arbeitet weiter.

Fünf Minuten später klopft es wieder an der Tür.

“Herein.”

Wieder kommt sein Sohn in das Arbeitszimmer. Auf den Händen balanciert er eine Unterlage, auf der das fertige Puzzle liegt. “Hier, Papa. Fertig.”

Der Vater ist erstaunt. Jedes Puzzleteil liegt am richtigen Ort. “Wie hast du das gemacht?”

“Das war ganz einfach, Papa. Ich habe alle Teile umgedreht. Auf der Rückseite war das Gesicht eines Menschen zu sehen. Und wie ein Mensch aussieht, weiß ich. Da war ein Auge. Augen habe ich auch. Da war eine Nase. Eine Nase habe ich auch. Da war ein Mund. Einen Mund habe ich auch. Also habe ich das Gesicht wieder zusammengesetzt.

Und als der Mensch heil war, war auch die Welt wieder heil.”

„Dies ist gut und angenehm vor unserem Heiland-Gott, welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (1.Tim. 2,3.4)

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