Uschi Obermaier feiert heute am 24. September ihren 75. Geburtstag. Unser Bruder Franz hat ihr oft den Herrn bezeugt.

“Obermaier kam am 24. September 1946 in München zur Welt – mit einem Hüftdefekt. Lange musste sie in einer Schiene eingezwängt liegen, damit ihre Knochen nachwachsen konnten. Bis heute bekomme sie deshalb manchmal klaustrophobische Zustände, schrieb Obermaier in ihrer Biografie. „Ich denke, mein unbändiger Freiheitsdrang hat mit diesem Eingeschlossensein zu tun.“Der Freiheitsdrang gesellte sich zu einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung. Ihre Mutter zog sie allein auf, doch trotz der Trennung vergötterte Obermaier ihren aus einer gehobenen Münchner Familie stammenden Vater. Um seine Aufmerksamkeit zu erhaschen, wollte sie in die Zeitungen.

Eine Lehre zur Retuscheurin schmiss sie. Durch das ständige Tingeln durch Münchner Clubs wurden Fotografen auf die hübsche Heranwachsende aufmerksam. Obermaier schaffte es wie ersehnt in die Zeitungen – und das für gutes Geld.„Zu meiner Zeit hießen Models Tausendmarkmädchen, weil man tausend Mark pro Tag bekommen hat“, erinnerte sie sich einmal in der „Süddeutschen Zeitung“. Für sie gab es allerdings zwei Unterschiede: Sie bekam sogar 1200 Mark und war damit das bestbezahlte Model Deutschlands – und sie sah sich selbst gar nicht als Model. „Ich habe mich nur fotografieren lassen.“Zu den Fotos kam die Musik. Obermaier reiste Bands hinterher und lernte dabei auf den Essener Songtagen im Ruhrgebiet Rainer Langhans aus der Kommune 1 kennen. „Ich habe mich sofort verliebt“, sagte Obermaier.

Mit den Inhalten der Kommune konnte sie sich nicht auseinandersetzen – „ich kannte nicht mal den Unterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus“.Dafür hatte sie ihre sexuelle Anziehungskraft – und mit Langhans einen eifersuchtsfreien Partner. Mick Jagger, Keith Richard, Jimi Hendrix – Weltstars der Musik teilten während der Kommunenzeit das Bett mit Obermaier.

Lange nach dem Ende der Kommunenjahre zerstritten sich Langhans und Obermaier – doch mittlerweile sollen sie sich ausgesprochen haben.Auf die Kommune folgten Jahre als Hippie. Obermaier verliebte sich nach Langhans in die Hamburger Reeperbahngröße Dieter Bockhorn.

Mit ihm zog sie ab Mitte der 70er Jahre um die Welt. Doch das Hippieleben zerbrach 1983 – Bockhorn verunglückte betrunken tödlich mit seinem Motorrad. „Von einem Moment auf den anderen veränderte sich alles“, erinnerte sich Obermaier.” Berliner-Kurier.de

Später zog sie in die USA und hat dort Schmuck gemacht. Franz, der sie vom Sehen hier in der Stadt kannte, hat ihr später öfter Briefe und Karten geschrieben. Darin hat er ihr bezeugt, dass Gott ihn von Drogen befreit hat.

Franz Hubers Lebensgeschichte: Beginn unserer Drogenarbeit

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