
Europa befindet sich am möglichen Beginn des Endstadiums einer Zivilisationskrise und stehe in Folge der Durchsetzung liberaler und progressiver Ideologien zunehmend existenziellen Herausforderungen gegenüber. Dazu gehören der demographische „Selbstmord“ des Kontinents, der „Zerfall der traditionellen Familie zugunsten von hedonistischem Egoismus“, die eskalierende Massenzuwanderung, gesellschaftliche Fragmentierung und Polarisierung, der bevorstehenden Kollaps der Sozialsysteme sowie der Raubbau an der Umwelt.
Die kommenden 20 Jahre werden in Europa voraussichtlich von einer Zuspitzung der beschriebenen Herausforderungen und der damit verbundenen Konflikte geprägt sein. Es gibt gegenwärtig keine Anzeichen dafür, dass die Regierungen Europas und die sie tragenden kulturellen und weltanschaulichen Strömungen diesen Herausforderungen gewachsen wären oder diese überhaupt richtig erkennen. Es gibt Parallelen zwischen bestimmten Phasen der römischen Geschichte und der aktuellen Entwicklung der westlichen Welt auf. Die auf Säkularismus und Materialismus beruhende Kultur, welche die USA und die Europäische Union der Gegenwart prägen, steht vor ihrem Ende. Was als Reformen verkauft wird, ist tatsächlich ein Ausdruck von „Niedergang, Selbstaufgabe, Auflösung oder gar Untergang“. (Nach Gedanken des Althistoriker David Engels)
Was passiert, wenn wir Menschen uns von Gott abwenden?
Dann sind Regierungen gottlos, Konferenzen endlos, Politiker charakterlos, Besprechungen ergebnislos, Schulden zahllos, Aufklärungen hirnlos, Lügen grenzenlos, Kirchen kraftlos, Sitten zügellos, Moden schamlos, Verbrechen schrankenlos, Völker friedlos und die Aussichten trostlos.
(nach Antoine de Saint-Exupèry)
