Es wird immer wieder behauptet, dass Ost-Jerusalem einst rein arabisch gewesen sei und deshalb dieser Teil die Hauptstadt der Palästinenser werden müsse.
Fakt ist jedoch, dass es in Ost-Jerusalem länger Juden gegeben hat als Araber, und dass die Juden auch zuerst da waren, bereits lange vor unserer Zeitrechnung.
Als der König David etwa 1000 v.Chr. Jerusalem eroberte, handelte es sich bei den Bewohnern der Stadt um Jebusiter (2.Sam. 5,6-9). Sie waren keine Araber im heutigen Sinn, sondern eine kanaanitische Bevölkerungsgruppe, die längst nicht mehr existiert (1.Mose 10,16; 15,21; 2.Mose 3,8).
Die Jebusiter waren genauso wenig arabisch wie die anderen kanaanitischen Völker, die in jener Zeit in dieser Region lebten: die Amoriter, Hetiter, Peresiter und Hewititer. Diese Völkergruppe, samt den Philistern, stammten vom Ham ab und nicht von Sem (1.Mose 10,6-21). Die typischen Araber dagegen sind eine semitische Ethnie. Von einem Jebusiter namens Ornan (auch Arawna genannt) kaufte David die Tenne in Ost-Jerusalem, auf der später der jüdische Tempel gebaut wurde (2.Samuel 24,17-25; 1.Chromik 21,15-29; 2.Chronik 3,1).
Nach der Wegführung der Juden aus ihrer Heimat um 70 n.Chr. war das Land zunächst von den Römern besetzt. Erst 638 n.Chr. eroberten es die Muslime. Aber selbst während dieser Zeit waren Israel und Jerusalem nie vollkommen “judenleer”. Ab 1844 bildeten nachweislich wieder die Juden die größte Bevölkerungsschicht in Jerusalem.
1882 kam es zur ersten großen Rückkehr und Einwanderungswelle der Juden in ihrer Heimat. Erst im Krieg des Jahres 1948 eroberte die Arabische Legion Ost-Jerusalem, vertrieb die jüdische Bevölkerung, plünderte jüdische Wohnhäuser, zerstörte Synagogen und schändete bewusst jüdische Gräber am Ölberg.
Hier müsste man sich um der Gerechtigkeit willen fragen, wer in Wahrheit Ost-Jerusalem besetzt hat, das 1967 lediglich wieder von den Israelis befreit wurde? Jedes seriöse Geschichtsbuch wird über die Fakten Auskunft geben, die Frage ist nur, ob man sich diesen historischen Tatsachen objektiv stellen will.
Nachfolgende Statistik macht deutlich, dass die kanaanitische Zeit durch die Israeliten, die Gott ins Land führte, abgelöst wurde. Da die Kanaaniter völlig aus der Geschichte verschwunden sind, kann niemand außer Israel Besitzanspruch auf das jüdische Land erheben. Alle anderen aufgeführte Nationen hatten das jüdische Land lediglich zwischenzeitlich besetzt, bis die Juden 1948 den Staat wieder für sich gewannen, der ihnen und niemandem sonst bereits vorher gehörte.
• 3300 v.Chr. – Kanaaniter
• 1600 v.Chr. – Israel
• 586 v.Chr. – Babylonier
• 538 v.Chr. – Perser
• 332 v.Chr. – Hellenisten (Griechen)
• 63 v.Chr. – Römer
• 324 n.Chr. – Byzantiner (Konstantin)
• 638 n.Chr. – Araber (Muslime)
• 1099 n.Chr. – Kreuzzüge
• 1260 n.Chr. – Mameluken (Kaukasus u. Russl.)
• 1517 n.Chr. – Ottomanen (Türkei)
• 1917 n.Chr. – Briten
• 1948 n.Chr. – Israel
Auszug aus: “Warum gerade Israel?” Aus der Zeitschrift: “Nachrichten aus Israel”
