Wieder mal der “Spiegel” mit seinem alten “Judasmärchen”

Was war denn so schlimm, dass sein Name auf den Hitlisten der Namensgebung für Kinder so weit hinten rangiert? Wer war dieser berühmte, sagenumwobene Judas? Was wissen wir heute über ihn? Der "Spiegel" weiß es, denn Spiegelschreiber wissen mehr. Frei nach dem Motto:"Gott weiß alles, der Spiegel weiß es viel besser."
Folgendes könne wir festhalten:  Der Name Judas (griechisch Form für hebr. Jehuda) war im damaligen Israel ein häufiger männlicher Vorname, der auf einen der zwölf Söhne Jakobs, des biblischen Stammvaters der Zwölf Stämme Israels, zurückgeführt wird. Den gleichen Vornamen trug auch ein anderer Apostel Jesu (Judas Thaddäus).Der Beiname (nicht Nachname) Ischariot wird zum einen als Isch Qerijot (Mann aus Kariot), ein Dorf in Juda, gedeutet. Demnach wäre Judas der vermutlich einzige Judäer unter den zwölf Jüngern gewesen, die sonst alle aus Galiläa stammten. Zum anderen wird vermutet, dass Judas Mitglied der Sikarier („Messerkämpfer“) war: So nannten die Römer, die Israel damals militärisch besetzt hatten, jene Angehörigen der nationalen jüdischen Befreiungsbewegung der Zeloten, die nach Art eines Guerillakampfes Attentate gegen römische Beamten und Soldaten verübten.(Wikipedia)Judas Iskariot verwaltete im Jüngerkreis die gemeinsame Kasse (Joh.12). Eine typische Situation zeigt, dass er das Geld »zusammenhielt«: »Warum ist dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft worden und den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er nach den Armen fragte, sondern er war ein Dieb, denn er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben war.« (V.5+6)Heute wissen wir:"Geldgier frißt Hirn und Moral."Lesen wir mal, was uns in Luk.22,3-6 über ihn berichtet wird, wie Judas Jesus verrät:
"3 Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Iskariot, der zur Zahl der Zwölf gehörte. 4 Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten darüber, wie er ihn an sie verraten könnte. 5 Und sie wurden froh und versprachen, ihm Geld zu geben. 6 Und er sagte es zu und suchte eine Gelegenheit, dass er ihn an sie verriete ohne Aufsehen."
Doch der böse Judas sieht dann die Folgen seines erbärmlichen Verrats, nämlich, dass Jesus gefangen genommen, gequält, verurteilt wird, bald gekreuzigt werden soll. Judas bereut sein Tun, er will alles ungeschehen zu machen und das Geld zurückgeben.Ach wie löblich. Am Ende nimmt er sich in seiner Ausweglosigkeit das Leben.
Lies was in Mat.27,1-5 über sein trauriges Ende berichtet wird:
"1 Am Morgen aber fassten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes den Beschluss über Jesus, ihn zu töten, 2 und sie banden ihn, führten ihn ab und überantworteten ihn dem Statthalter Pilatus. 3 Als Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass er zum Tode verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Ältesten zurück 4 und sprach: Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Da sieh du zu! 5 Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging fort und erhängte sich." Das ist biblische Wahrheit über diesen geldgierigen Verräter.
Pünktlich zu Ostern kommt jetzt wieder der Spiegel mit dieser Superhelden-Geschichte:
Im diesem Judasevangelium, welches im Jahr 2006 der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, wird unser Judas sogar als der Jünger gesehen, der die Erlösungsgeschichte durch seinen ‘Verrat’ erst ermöglicht hat und damit im Dienst Jesu stand. Er sei der Einzige gewesen, der wirklich verstanden hat, was Jesus wollte: Nämlich am Kreuz den Körper, der von einem Anti-Gott geschaffen worden sei, wie alles körperliche und stoffliche, den Todesstoss zu versetzen und als rein geistiges Wesen wieder ganz frei sein zu können. Dagegen spricht jedoch, dass das darin enthaltene Glaubenssystem der Gnosis, der Esoterik von damals, Gedankengut aus dem 2.Jahrhundert nach Christus enthält und zeitlich sogar erst im 3. oder 4.Jahrhundert angesiedelt wird, insofern also keine authentische Quelle über Jesus und Judas ist, sondern lediglich eine kirchengeschichtliche Einsicht in diese Zeit der Esoterik ermöglicht(Christen-haigerseelbach.de)
Wann werden sich die Spiegelmacher bewusst, dass Sie nicht besser sind als Judas? Wird in diesem Augstein- und Anzeigenblatt, Jesus nicht immer wieder neu, anlässlich frommer Feste verraten und verkauft? Es geht doch hier auch nur wieder um Verkaufszahlen und den schnöden Mammon.Brawand (verfasste ein Biographie über Augstein)erzählte die Anekdote einer Chefsekretärin, die jahrelang freundlich gelächelt hatte, aber bei ihrem Ausscheiden Becker und Augstein ins Gesicht sagte: "Ihr beide seid die größten Arschlöcher, die ich je gesehen habe." Ist damit alles gesagt? Augstein, der einsame,sogar von seinen Angehörigen abgelehnte, Spötter.

Kommentare

  1. Rob

    Judas: “Ich habe Unrecht getan, dass ich unschuldiges Blut verraten habe.” (Mat 27)
    Mit dieser Aussage ist Judas immerhin der einzige der Jünger, der vor der Auferstehung erkannte, dass Jesus vollkommen unschuldig war. Petrus, Thomas, die Emmaus-Jünger usw. hielten es alle für möglich, dass Jesus nicht der Messias ist – also aus Irrglauben – handelte. Sie glaubten erst als der Auferstandene sich zeigte.

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