Wir Christen haben auf dieser Welt immer Auswärtsspiel. Darum brauchen wir enge Gemeinschaft.

Vor Jahren hatte ein Bekannter Fußballtickets seiner Firma für ein Fußballderby bekommen und mich eingeladen, mitzufahren. Selbstverständlich trug ich Schal und Mütze in den Farben meines Vereins. Das Spiel fand allerdings im Stadion der gegnerischen Mannschaft statt.

Nun muss man wissen, dass so ein Derby eine brisante Sache ist. Es ist ein Spiel zweier Mannschaften, deren Orte nicht weit voneinander getrennt sind, wie zum Beispiel Köln und Mönchengladbach. Es können sogar 2 Mannschaften aus derselben Stadt sein, wie zum Beispiel Manchester City und Manchester United in England oder Hertha BSC Berin und Union Berlin.  

Als mein Bekannter und ich zum „gegnerischen Stadion“ kamen, konnten wir bereits eine Hundertschaft der Polizei erkennen, die viele Fans der Gastmannschaft zu ihrem eigenen Schutz ins Stadion eskortierten.

Da wir Karten für die Tribüne hatten, waren wir in einem Bereich, in dem es etwas gesitteter zuging. Als wir allerdings ins Stadion hineingingen, wurden wir aus den oberen Rängen wüst beschimpft. Meine Vereinsfarben erregten den Zorn anderer Fans. Ich war froh, dass ich in Gemeinschaft mit anderen war. Während des Spiels waren wir zwar deutlich in der Minderheit und von Anhängern des gegnerischen Vereins umgeben, aber hier und da saßen auch Fans mit meinen Farben – und so haben wir uns gegenseitig ermutigt.

Als Gotteskinder tragen wir die Vereinsfarben Jesu (Galater 5:22): Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Sanftmut und Enthaltsamkeit. Die passen allerdings nicht in das Stadion dieser Welt. Wir werden ausgepfiffen, denn wir jubeln Jesus zu, den die Welt ablehnt!  Wir stehen auf für die Ziele Jesu – während die Mehrheit sitzen bleibt.

Irgendwann wird das anstrengend. Wir brauchen Ermutigung. Wir brauchen Unterstützung und Bestätigung, dass wir nicht alleine sind. Wir brauchen Gemeinschaft – so nennt es die Bibel!

Keiner kann darauf verzichten. Jeder von uns hat nur ein bestimmtes Maß an Kraft. Wenn wir nicht in der Gemeinschaft mit anderen Gotteskindern gestärkt werden, werden wir schwach. Wir hören auf zu wachsen, und wir übernehmen mehr und mehr die Farben des gegnerischen Teams – manchmal, ohne es zu merken (oder ohne es merken zu wollen). Die ersten Christen blieben beständig in Gemeinschaft!

Wer ernsthaft im Glauben und in der Liebe zu Jesus wachsen möchte, dem zeigt Gottes Wort, dass es nicht ohne Gemeinschaft geht. Gotteskinder sind Familie – Brüder und Schwestern, die einander lieben und deren Gemeinschaft miteinander in der Gegenwart Gottes etwas ganz Besonderes ist – unerlässlich für gesundes Wachstum. Davon spricht auch Hebräer 10:25:

Lasst uns unsere Zusammenkünfte nicht versäumen, wie einige es tun, sondern ermutigt und ermahnt einander, besonders jetzt, da der Tag seiner Wiederkehr näher rückt! https://ccfg-neunkirchen.blogspot.com/2022/01

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