“Wir Christen waren schon für Lebensschutz, als es noch nicht cool war”

Palmer hatte gemeint: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“ Er wollte jedoch niemals älteren oder kranken Menschen das Recht zu leben absprechen. Aber er hat seinen Shitstorm kassiert. Jetzt treten ganz interessante Lebensschützer auf den Plan.

Sogar der stellvertretende Chefredakteur der WELT zeigt sich erstaunt, dass alle, die der Meinung seien, dass Leben ein absoluter Wert habe, jetzt plötzlich überall Mitstreiter haben. Er erinnerte aber daran, dass man als in Deutschland das Verfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe kippte, nichts gehört hatte und dass es auch viele im deutschen Bundestag für richtig fanden, Kinder mit Trisomie 21 vor der Geburt durch einen Blutest aufzuspüren.

Abschließend schrieb Alexander: “Eine Mehrheit möchte sogar das Werbeverbot für Abtreibungen kippen. Christliche Aktivisten, die jährlich 100.000 Schwangerschaftsabbrüche für eine Tragödie halten, trauen sich nur einmal im Jahr zur Demo ins Regierungsviertel und werden dabei von Gegendemonstranten verhöhnt und bespuckt. In diesem Jahr sollten sie vielleicht T-Shirts tagen: ‚Ich war schon für Lebensschutz, als es noch nicht cool war.‘“ Kath.net

Boris Palmer ist wahrscheinlich für eine konsequentialistische Moral, die sich von den Folgen abhängig macht. Das ist aber keine Moral, die sich nach Gottes Geboten richtet, sondern von menschlichen Abwägungen geleitet wird. Hier steht Wert gegen Wert, wie bei Abtreibungen, Sterbehilfe u. ä. auch: Selbstbestimmungsrecht der Frau gegen das unantastbare Recht auf Leben.
Robert Spaemann sagt dazu: Werte sind gegeneinander abwägbar, die Menschenwürde aber ist mit nichts anderem abwägbar. Sie ist unantastbar.
Ihr oberster Garant ist der Schöpfer. Christen sind auf Gottes Seite. Sie sind immer ihrer zeitgeistlichen Welt voraus, weil sie auf der richtigen Seite sind.

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