Erinnerung an Märtyrer: An diesem Tag im Jahr 1536 wurde William Tyndale auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Erinnerung an Märtyrer: An diesem Tag im Jahr 1536 wurde William Tyndale auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er die Bibel ins Englische übersetzt hatte.

Seine letzten Worte waren: “Herr, öffne die Augen des Königs von England. ” Für Tyndale bedeutete eine Bibel “für das Volk”, dass alle aus Gottes Wort trinken konnten, ohne Druck oder Vorwand und ohne einen Priester zum Lesen oder Interpretieren. Zwei Jahre nach Tyndales Tod autorisierte König Heinrich VIII. die Verteilung der Matthäus-Bibel. Das war Tyndales Werk. Heute feiern wir Tyndales Leben und die Auswirkungen, die er auf die Bibelübersetzung und den Zugang zur Schrift gemacht hat.

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The Voice of the Martyrs

“Transzendenzoffener Naturwissenschaftler” Zeilinger erhält Nobelpreis.

Wiederholt referierte Zeilinger auch dezidiert zum Thema “Vernunft und Glauben”. 2017 zitierte er dabei einen anderen Physiknobelpreisträger, nämlich Werner Heisenberg (1901-1976): “Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch, aber am Grunde des Bechers wartet Gott.” Die Physiknobelpreis-Zuerkennung an Zeilinger war am Dienstag in einer Pressekonferenz in Stockholm bekanntgegeben worden. Gemeinsam mit dem 77-jährigen Oberösterreicher wurden auch der Franzose Alain Aspect und der US-Amerikaner John F. Clauser als weitere Preisträger verkündet. Die drei hätten bahnbrechende Experimente mit verschränkten Quantenzuständen durchgeführt, bei denen sich zwei Teilchen wie eine Einheit verhalten, auch wenn sie getrennt sind, so die Begründung der Jury. Die Ergebnisse hätten den Weg geebnet für auf Quanteninformation basierende Technologien wie etwa den Quantencomputer. Das Verhältnis von Wissenschaft und Glauben sei für Zeilinger “immer ein Thema” gewesen.

Zeilinger stammt aus Ried im Innkreis (OÖ-) und gilt als Pionier der Übertragung von Quanteninformation zwischen Photonen, bei der er in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Durchbrüche erzielt und Übertragungsrekorde aufgestellt hatte. Die Quantenphysik habe mittlerweile den Schritt von der philosophischen Disziplin in die technologische Anwendung geschafft, viele Grundfragen seien aber weiter unbeantwortet, wies der neue Nobelpreisträger hin. Die mit zehn Millionen schwedischen Kronen (knapp 920.000 Euro) dotierte Auszeichnung wird Zeilinger zusammen mit Aspect und Clauser am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm entgegennehmen.

KATHPRESS

Abtreibung? – „Die meisten Menschen wissen nicht, wie barbarisch das Kind geschlachtet wird“

Aber wer ist der Mensch? Die Bibel offenbart den Menschen als „die Krone der Schöpfung“. Wenn wir es für möglich halten, dass Gott in seiner Herrlichkeit Schmerz spürt, dann ist es sicher sein größter Schmerz, wenn der Mensch zerstört wird.

Wir sind heute hier, weil wir gegen das himmelschreiende Unrecht aufstehen, dass das wehrlose, unschuldige Kind millionenfach im Mutterleid getötet wird, vom Staat gesetzlich legitimiert. 73 Millionen Kinder pro Jahr, nach den neuesten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation.

Eine Decke der Blutschuld liegt über der Erde, über den Nationen, über den Familien, über Millionen von Personen, die selbst abgetrieben haben, oder in irgendeiner Weise daran beteiligt waren, aktiv oder schweigend, als Mutter, als Vater, als Arzt, als Krankenschwester, als Politiker, als katholischer Politiker, als Bischof, gar als Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Ko-Präsidentin des deutschen Synodalen Weges, Frau Stetter-Karp. Sie forderte „sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff des Schwangerschaftsabbruchs flächendeckend ermöglicht wird.“ Sie behält ihre Ämter.

Da stockt einem der Atem, man kann es nur noch mit dämonischer Verblendung erklären. Denn die häretischen Bischöfe und die schweigenden Bischöfe wissen, was in der Bibel steht, sie wissen, was die Kirche lehrt, sie haben bei ihrer Weihe gelobt, „das Evangelium Christi treu und unermüdlich zu verkünden“ und „das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut, das immer und überall in der Kirche bewahrt wurde, rein und unverkürzt weiterzugeben“.

Jesus sagt: Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden. Mit ihren Ohren hören sie schwer, und ihre Augen verschließen sie, auf dass sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen nicht zur Einsicht kommen und sich bekehren und ich sie heile.« (Mt 13,15)
„. . . und ich sie heile!“ Jesus kann uns nicht heilen, wenn wir uns nicht zu Ihm, der das Leben ist, hinwenden. Haben denn die Agenten des Todes nie in das Gesicht eines Säuglings geschaut und sein Lächeln in ihr Herz fallen lassen? Haben sie sich nie am unbändigen Kinderlachen erfreut? Haben sie nie die Liebe eines kleinen Kindes empfangen?

Als Großmutter von fünf Enkeln staune ich immer mehr über das Wunder des Menschen. Mit jedem Menschen wird die Welt neu. Jeder ist einzigartig. Jeder ist von Gott gewollt und hat eine einzigartige Aufgabe für diese Welt.

Aber bevor das Wunder Mensch das Licht der Welt erblickt, wird er millionenfach getötet, zerstückelt, die Gliedmaßen abgerissen, mit Salzlauge verätzt, mit einer Spritze ins Herz umgebracht. Die meisten Menschen wissen nicht, wie barbarisch das Kind geschlachtet wird. Sagen wir es ihnen! Ein „Menschenrecht auf Abtreibung“ soll es geben. Ist eine größere Perversion des Begriffes „Menschenrecht“ denkbar? Das sind die „Werte“, für welche die EU eintritt. Sie kann nur zerfallen.

In den USA hat der Supreme Court das Urteil Roe vs. Wade von 1973 zu Fall gebracht. Die Staaten Amerikas können nun wieder über ihre Parlamente entscheiden, ob sie gezeugte Kinder schützen oder zur Tötung freigeben wollen.

Seitdem wüten die Agenten des Todes gewalttätig gegen die Beschützer des Lebens: In den USA wurde eine ältere Frau, die pro-life Flyer verteilte, in den Rücken geschossen; die Polizei kommt lange nicht, wenn sie gerufen wird; das FBI stürmt aus fadenscheinigen Gründen ein Büro von 40-days for Life. Gerade läuft die Herbstkampagne von 40 Days for Life in weltweit 622 Städten. Vorarlbergs Gesundheitsrätin Martina Rüscher (ÖVP!) plant die Errichtung einer Bannmeile um die Abtreibungsklinik in Bregenz, um das Gebet und die seit 21 Jahren erfolgende Gehsteigberatung von schwangeren Frauen zu unterbinden.

An vielen Orten gibt es Gerichtverfahren, die das Beten vor Abtreibungskliniken verbieten sollen. Für so gefährlich halten sie das Beten. Zurecht! Hunderte von Abtreibungskliniken mussten schließen, weil vor ihnen gebetet wurde, und Tausende von Kindern wurden gerettet.

Die Blutschuld liegt wie eine Decke über der Erde, die von Gott trennt. Sie liegt auch über dem einzelnen Menschen, der daran beteiligt ist, wenn er sich nicht bekehrt und nicht bereut. Für den, der bereut, steht das Herz Gottes offen, denn er ist für die Sünder gekommen, nicht für die Gerechten.

Es ist fast nur von Frauen die Rede, wenn es um Abtreibung geht. Die autonome Freiheit der Frau soll über allem stehen. Ein Großteil der Frauen, die abgetrieben haben, leiden unter den verschiedensten Symptomen, die sie nicht erklären können. Erst tanzen sie auf den Straßen, weil sie ihr ungeborenes Kind töten dürfen, dann folgen Depression, Schlafstörungen, Beziehungsprobleme, Suizidrisiko.

Aber zur Zeugung eines Menschen gehören zwei, auch der Vater. Ohne Mutter kein Mensch, ohne Vater kein Mensch.

Der Feminismus hat es geschafft, Männer als Unterdrücker und verantwortungslose Sexisten darzustellen, die Frauen ein Kind machen und dann abhauen. Wenigstens zahlen sollen sie. Ja, solche Männer gibt es. Die Legalisierung der Abtreibung leistet dem Vorschub. Aber, das zeigen neue Studien, vier von zehn Männern, deren Kind getötet wurde, leiden ebenfalls unter Depression, Schuldgefühlen, Angst, verdrängten Emotionen, einem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Ihre männliche Identität wird verletzt, denn die primäre Aufgabe des Mannes besteht darin, Frau und Kinder zu beschützen. Männer sprechen nicht so gern über ihre Gefühle, wenn sie es aber tun, und öffentlich aussprechen, dass sie darunter leiden, dass ihr Kind vor der Geburt getötet wurde, dann werden sie als „Frauenhasser“ hingestellt. (Siehe den Artikel auf der Seite der US-amerikanischen Bischofskonferenz mit dem Titel: The Hollow Men: Male Grief and Trauma Following Abortion).

Liebe Freunde: Wir sind hier ein kleines Häuflein, und trotzdem ist es wichtig, dass wir hier stehen. Das zeigt der Hass, der Lebensschützern entgegenschlägt. Solange die Wahrheit ausgesprochen wird, und ausgesprochen werden kann, hat der Teufel nicht gesiegt. Eine erstaunliche Erkenntnis der Massenpsychologie ist: Erst wenn niemand mehr widerspricht, setzt die direkte Verfolgung ein. Sprechen wir, machen wir den Mund auf, bekennen wir mit erhobenem Haupt, dass wir Christen sind, Christen, von denen Jesus verlangt: Liebet eure Feinde! Wir lieben die Wahrheit, wir lieben das Leben, wir lieben Kinder und wir beten für unsere Feinde.

Wir werden nichts mehr rumreißen, aber Gott hat einen Plan. Nach dem Karfreitag kommt die Auferstehung. Die Prophezeiungen Jesu, die Offenbarung des Johannes, zahlreiche Erscheinungen der Muttergottes bereiten uns vor, damit wir nie zweifeln, dass über allem die Vorsehung Gottes waltet.

Propaganda oder der Mythos der Demokratie
Von Gabriele Kuby
2022 Hess, Bad Schussenried
Taschenbuch, 130 Seiten

Das waren einige der letzen Worte von Steve Jobs (56), er starb am 5. Oktober 2011 als Milliardär.

Das waren einige der letzen Worte von Steve Jobs (56) er starb am 5. Oktober 2011 als Milliardär mit einem Vermögen von ca. 7 Milliarden Dollar an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

′′In anderen Augen ist mein Leben die Essenz des Erfolgs, aber abgesehen von der Arbeit habe ich wenig Freude. Und am Ende ist Reichtum nur eine Tatsache des Lebens, an die ich gewöhnt bin.” ′′In diesem Moment, in dem ich auf dem Bett liege, krank und mich an mein ganzes Leben erinnere, erkenne ich, dass all meine Anerkennung und Reichtum, die ich habe, angesichts des drohenden Todes bedeutungslos sind. Du kannst jemanden einstellen, der für dich Auto fährt, Geld für dich verdient – aber du kannst niemanden mieten, der die Krankheit für dich trägt. Man kann materielle Dinge finden, aber es gibt eine Sache, die man nicht finden kann, wenn sie verloren geht – LEBEN”. (B.Dura)

Steht einzig die Jagd nach mehr und noch mehr im Zentrum, bleibt die Seele auf der Strecke. Jesus fragt denn auch: «Was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen, wenn er selbst dabei unheilbar Schaden nimmt?» (Markusevangelium, Kapitel 8, Vers 36)

Ähnlich wie im Matthäusevangelium (Kapitel 16, Verse 25-26) beschrieben: «Wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich einsetzt, der wird es für immer gewinnen. Denn was gewinnt ein Mensch, wenn ihm die ganze Welt zufällt, er selbst aber dabei Schaden nimmt? Er kann sein Leben ja nicht wieder zurückkaufen!»

Václav Havel hätte am 5. Okt. seinen 86. Geburtstag gehabt.

Die Tragödie des Menschen besteht nicht darin, dass er im Grunde immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern dass ihn das immer weniger beunruhigt.
Václav Havel

Wir Menschen haben  drei Sehnsüchte in unseren Herzen, die ein Hinweis auf Gott sind.

  1. Liebe. In jedem Menschen schlummert die Sehnsucht, geliebt zu werden. Wir sind geradezu unersättlich danach.
  2. Sinn. In unserem Herzen sei eine Sehnsucht vorhanden, den Sinn unseres Lebens zu entdecken.
  3. Ewigkeit. Wir sehnen uns nach Leben ohne Verfallsdatum. Gott habe die Ewigkeit in unser Herz hineingelegt.

Doch viele Menschen glaubten an eine „endgültige Bedeutung des Lebens ebenso wenig wie an den Weihnachtsmann“. Da alles relativ sei, bastele sich jeder seinen persönlichen Lebenssinn aus Sinnfragmenten zusammen.

Leider halten wir uns an vergänglichen Sinnfragmenten fest.

  1. „Sinn meines Lebens ist mein Partner.“Die Liebe zu einem Menschen sei enorm sinnstiftend, würde den anderen aber total überfordern. Wir erwarten oft vom Partner, was letztlich nur Gott uns geben könne. Daran würden viele Partnerschaften zerbrechen. Und was ist, wenn der geliebte Partner stirbt? Oder man keinen Partner habe? Sei dann das Leben sinnlos?
  2. „Der Sinn meines Lebens sind meine Kinder.“Was ist dann mit den Paaren, die ungewollt kinderlos sind? Oder wenn die Kinder aus dem Haus sind? Hier werde die Sinnfrage nur in die nächste Generation verschoben.
  3. „Arbeit oder Karriere sind der Sinn meines Lebens.“Solche Menschen würden dann im Alter in ein tiefes Loch fallen, weil sie sich über die Leistung definierten wie eine Maschine und sich jetzt überflüssig vorkämen.

„Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, dass er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern dass ihn das immer weniger stört“, sagte einmal Václav Havel, tschechischer Schriftsteller und dort von 1989-2003 Staatspräsident.

Den ewig bleibenden Lebenssinn muss jeder Menschen selber finden.  Wir sind von Gott gewollt! Über unserem Leben stehe Gottes großes Ja: „Du bist gewollt! Ich liebe dich von deinem ersten Moment an! Du bist kein Zufallsprodukt!“(nach Buchautor Alexander Garth) Auf diese Liebe Gottes müssen wir ein deutliches Ja geben. Die Nachdenkenden unter den Menschen sind immer von der Frage fasziniert gewesen: „Warum gibt es überhaupt etwas und nicht einfach nichts?“ Weil Gott es wollte. Nur mit Gott wird uns der Sinn des Lebens klar.

„Layla“: Wenn Achtjährige von Prostituierten singen. Von der entchristlichten Gesellschaft zur unmenschlichen Gesellschaft.

Ist möglicherweise ein Bild von Text „Gott hat Sodom und Gomorrha für genau das zerstört, was wir heute in den Schulen lehren!“

“Eine Mutter erzählte mir neulich, dass sich die Klasse ihrer Tochter Luise im Musikunterricht ein Lied aussuchen konnte. Alle – bis auf Luise – entschieden sich für „Layla“.

Drittklässler. In der Schule. Die ein Lied singen wollten, das die Vorzüge einer Prostituierten preist. Schlimm genug.

Doch was die Mutter – und später mich – wirklich auf die Palme brachte: Die Lehrerin spielte das Lied tatsächlich im Unterricht ab.

Und so sangen die Achtjährigen, unterbrochen von der tapferen Luise („Das ist frauenverachtend!“) diese Zeilen, für deren Zitierung ich vorauseilend um Verzeihung bitte:

„Ich ging in den Laden und schon stand sie da
Geile Figur, blondes Haar
Er hat ‘nen Puff und seine Puffmama heißt Layla
Sie ist schöner, jünger, geiler
La-la-la-la-la-la-la-Layla“

Ich bin wirklich kein Kulturpessimist, glaube also nicht, dass unsere Gesellschaft grundsätzlich den Bach runtergeht. Zum Beispiel finde ich es gut, dass es allgemein verpönt ist, Frauen als Sexobjekte zu sehen. „No means no“ – das hat sich spätestens seit #metoo herumgesprochen.

Und wer sich am Ballermann ums Bewusstsein saufen will, möge sich einen Schund wie „Layla“ antun. Auf Schulhöfen oder gar in Klassenräumen hat das Lied wie alle anderen jugendgefährdenden Inhalte aber nichts zu suchen.

Auch in anderen Kreisen scheint es gerade cool zu sein, das Mitgrölen von „Layla“ als Bollwerk gegen Cancel Culture zu verstehen. Beim Gillamoos, wo Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein NRW-Amtskollege Hendrik Wüst (CDU) gemeinsam auftraten, lief neben der Winnetou-Titelmelodie tatsächlich auch „Layla“. Und zwar ohne dass es zu einem nennenswerten Aufschrei gekommen wäre.” pro-Medienmagazin.de

Noch vor wenigen Jahren haben Sektenbeauftragte vor gefährlichen Weltuntergangssekten gewarnt, die mit Angstmache alles durchdrücken können – und jetzt?

Haben wir jetzt einem autoritären apokalyptischen Ökofundamentalismus mit der Bewegung „Fridays for Future“ ? :

Wieder einmal unterstützen evangelische Kirchen vorbehaltlos den „Klimastreik“ von „Fridays For Future“ (FFF). In der Pressemitteilung „Fürs Klima und die Gerechtigkeit“ heißt es dazu: „Die evangelischen Kirchen in Hessen rufen ihre Mitglieder zur Beteiligung an Aktionen und Demonstrationen zum ‚Klimastreiktag’ am Freitag, 23. September 2022, auf … ‚Unsere Welt ist uns von Gott mitanvertraut. Aus diesem Glauben heraus wünschen wir und fordern wir sehr konkret gerade jetzt noch mehr Engagement für den Ausbau erneuerbarer Energien’, fasst der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung die Sicht der Kirchen (sic!) zusammen.“

Glaube entscheidet sich nicht am Klimastreik

Ich als Kirchenmitglied und fröhlich bekennender Christ sehe das anders und wage den Widerspruch, selbst wenn ich nach dieser Pressemitteilung damit außerhalb der Kirche gerückt werde. Doch zum Glück bestimmen nicht Bischöfe, Pressereferenten oder bestimmte politische Einstellungen, wer zur Kirche Jesu Christi gehört.

„Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus“ (Römer 5,1). Allein an dieser Frohen Botschaft entscheidet sich Kirche Jesu Christi, und nicht, ob man den FFF-Klimastreik für gut oder für unsinnig hält. Christen dürfen in dieser politischen Sachfrage durchaus unterschiedlicher Meinung sein und sich dennoch im Abendmahl an der Gemeinschaft mit Gott und untereinander freuen.

Sie berechnen nicht, was sie tun

Für mich persönlich muss eine verantwortungsvolle Energiepolitik drei Kernanliegen austarieren:

1. Die Nachhaltigkeit im Blick auf unsere Schöpfung.

2. Die Bezahlbarkeit, damit sich nicht nur Pfarrer und Kirchenpräsidenten den Strom leisten können, sondern auch ärmere Menschen.

3. Die Verfügbarkeit, denn die deutsche Industriegesellschaft, wo allein der Chemieriese BASF mehr Energie verbraucht als ganz Dänemark, braucht nicht nur Energie, wenn der Wind weht und die Sonne scheint.

Die selbsternannte Klimabewegung „Fridays For Future“ als moralistisch-apokalyptische Speerspitze der Energiewende setzt den Schwerpunkt fundamentalistisch allein auf die Nachhaltigkeit: Raus aus allen fossilen Energieträgern, koste es, was es wolle! Frei nach dem Motto von Herbert Grönemeyer: „Gebt den Kindern das Kommando! Sie berechnen nicht, was sie tun.“

Grüner Strom ist unzuverlässig

Und heraus kommt eine höchst unsoziale Rechnung: Die erneuerbaren Energien erzeugen nur unzuverlässig Strom, weil die Sonne nun mal nachts nicht scheint und der Wind auch nicht immer weht. Hinter dem grünen Flatterstrom muss daher als Reserve ein zweiter grundlastfähiger Kraftwerkspark für Zeiten der Dunkelflaute stehen.

Diese doppelte Struktur ist sehr teuer. Zudem ist die Speicherung des grünen Flatterstroms in die Scheunen der Batterien oder des Wasserstoffs ebenfalls extrem teuer. Deutschland hatte schon vor dem Ukraine-Krieg die höchsten Strompreise der Welt; Tendenz steigend.

Das trifft besonders hart die ärmeren Menschen. Und jetzt schreit die ökofundamentalistische Klimabewegung nach „Gerechtigkeit“, obwohl sie selber zum Problem der ungerechten Strompreise beigetragen hat. Hier spielt sich der Brandstifter zum Feuerlöscher auf.

Nicht ohne Nebenwirkungen

Obendrein stellt sich immer mehr heraus, dass die grüne Energiewende noch nicht einmal ihr einseitig anvisiertes Ziel der Nachhaltigkeit erreicht: Energieintensive Industrien müssen das energieteure Deutschland verlassen und wandern aus in Länder mit günstigeren Energiepreisen und weit geringeren Umweltauflagen, um international konkurrenzfähig zu bleiben.

Zudem verwandeln bereits heute 30.000 Windturbinen in Deutschland naturnahe Wälder und bäuerliche Kulturlandschaften in Energie-Industriegebiete. Ihre Zahl soll noch verdreifacht werden. Die schädlichen Auswirkungen der Windräder auf die Luftströme und damit auf das Wetter/Klima werden auch immer mehr diskutiert.

Wenn der Flügelschlag eines Schmetterlings nach den Aussagen der Meteorologen schon wetterentscheidend sein kann („Schmetterlingseffekt“), dann dürften 30.000 Windräder der Megawattklasse nicht ohne klimatische Nebenwirkungen bleiben.

Im Winter 22/23 könnten die Nebenwirkungen einer öko-fundamentalistischen Energiewende ihren vorläufigen Tiefpunkt erreichen. Wladimir Putin kann die deutsche Abhängigkeit vom Gas, in die uns die „dümmste Energiepolitik der Welt“ (Wall Street Journal, 2019) getrieben hat, gnadenlos für seinen Angriffskrieg ausspielen. Das könnte uns in große gesellschaftliche Schwierigkeiten bringen, denn eine instabile und unbezahlbare Energieversorgung zerstört das Fundament einer jeden Gesellschaft.

Vom Zeitgeist benebelt?

Umso verwunderlicher ist es für mich, dass viele Kirchenfürsten sich immer noch unkritisch und undifferenziert mit der ökofundamentalistischen Klimabewegung FFF solidarisieren. Haben sich die Kirchen so sehr von der grünen apokalyptischen Weltuntergangsstimmung anstecken lassen, dass auch sie vor lauter Panik und Angst den rationalen Diskurs vernachlässigen und nicht mehr nach wirklich nachhaltigen, sozialen und wohlstandsverträglichen Lösungen suchen?

Haben sich die Kirchen so sehr von der zeitgeistigen Ideologie benebeln lassen, dass sie darüber ihre Kernkompetenz vernachlässigen – die Auslegung der Heiligen Schrift und die Frohe Botschaft von Jesus Christus, die zugleich einen heilsamen und fruchtbaren Abstand zu den Ideologien des Zeitgeistes schenken?

Nicht mit Ökofundamentalismus verschmelzen

Jede Presseerklärung, in der Kirche sich mit FFF gemein macht, ist für mich ein Hinweis darauf, dass Kirche eine naturwissenschaftliche und theologische Reformation braucht. Der Schatz des Evangeliums darf nicht länger mit einem autoritären apokalyptischen Ökofundamentalismus verschmolzen werden.

Stattdessen darf uns der in Christus geschenkte Friede mit Gott dazu befreien, in irdischen Dingen mit Vernunft und Offenheit einen energiepolitischen Weg zu suchen, der den Dreiklang von Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit besser zusammenbringt. Ich bezweifle, dass Schulstreiks bei diesem Weg eine Hilfe sind, selbst wenn Bildungsstreiks von Kirchenleuten mit salbungsvollen Presseerklärungen spirituell beweihräuchert werden.  Achijah Zorn/idea