Darf ein Christ rauchen? Was sagt die Bibel?

Kurz gesagt: Nach dem Artikel von Michael Wollenschläger ist Rauchen eine Sucht, die den Körper schädigt, und kann deshalb kein Verhalten sein, das Gott wohlgefällt. Er begründet das mit Bibelstellen, nach denen unser Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist und wir Gott mit unserem Leib verherrlichen sollen. Jesus Christus kann von dieser Sucht befreien. Zum Schwören haben die Quellen auf soulsaver.de nichts. Zum Glücksspiel lassen sich nur wenige Hinweise geben.

Warum ist Rauchen für Christen ein Thema?

Das Wort „Rauchen“ steht nicht in der Bibel. Der Artikel „Rauchen – Genußmittel oder Droge?“ geht daher von grundsätzlichen Aussagen aus. Gott hat den Menschen wunderbar geschaffen (Psalm 139,14), und das ganze Leben soll zu seiner Verherrlichung dienen. Dazu gehört, mit dem eigenen Körper verantwortungsvoll umzugehen. Wollenschläger nennt dazu unter anderem diese Stellen:

  • 1. Korinther 3,16 und 6,19–20: Der Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes, wir sind um einen Preis erkauft und sollen Gott mit unserem Leib verherrlichen.
  • Römer 12,1: Wir sollen unsere Leiber als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer darstellen.
  • 1. Korinther 10,31: „Ihr esset nun oder trinket, oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre.“

Sein Schluss: Da das Rauchen den Körper zerstört und die Seele schädigt, könne es kein von Gott gebilligtes Verhalten sein. Wiedergeborene Christen, die rauchen, sollten ihr Verhalten anhand der Bibel ernstlich prüfen und sich fragen, wie weit sie es vor Gott verantworten können (Quelle).

Warum ist Rauchen mehr als eine Gewohnheit?

Der Artikel beschreibt Rauchen als Weg in die Sucht. Das Nervengift Nikotin werde in seiner psychischen Bindekraft mit Heroin und Kokain gleichgesetzt. Viele Raucher scheiterten wiederholt beim Aufhören, weil Entzugserscheinungen, innere Leere und Nervosität zu groß erschienen. Wenn der Kontrollverlust eingetreten ist, sei der Mensch nicht mehr frei zu entscheiden, ob er rauchen will. Auch gelegentliches Rauchen gilt dem Artikel zufolge als gesundheitsschädlich. Der Rauch schade zudem Nichtrauchern, besonders Kindern und Säuglingen, und ungeborene Kinder seien gefährdet, wenn die Mutter in der Schwangerschaft raucht (Quelle).

Ein weiterer Artikel mit Zahlen aus dem Bibelpraxis-Beitrag nennt, dass nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums mehr als 90 Stoffe im Tabakrauch krebserzeugend sind und es keine unbedenkliche Schwelle gebe. In einer Heidelberger Untersuchung hätten 76 % von 1.528 aktiven Rauchern versucht aufzuhören („Über 61,5 Prozent der jährlichen Drogentoten …“).

Gibt es Befreiung vom Rauchen?

Ja, sagt Wollenschläger, egal wie stark und wie lange jemand raucht. Er nennt zwei Voraussetzungen: Der Betroffene muss einsehen, dass es eine Sucht ist, und er muss sich persönlich entscheiden, dauerhaft ohne Tabak zu leben. Die Hilfe kommt von Jesus Christus. Dabei dürfe man auch seelsorgerliche und medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Entzugserscheinungen auftreten. Als Zuspruch nennt er Johannes 8,36: „So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei.“ Ein suchtmittelfreies Leben diene der Verherrlichung Gottes (Quelle).

Und Glücksspiel und Schwören?

Zum Schwören enthalten die Quellen nichts, deshalb bleibt die Frage hier offen. Zum Glücksspiel gibt es nur den Artikel „Nur wer mitspielt kann verlieren!“. Er schildert Lottogewinner, deren schnelles Geld nicht glücklich gemacht hat. Er nennt die Geldliebe laut Bibel die Wurzel allen Übels. Wahres Glück liege in der Beziehung zu Jesus, der ein neues Leben anbietet, wie Offenbarung 22,17 sagt. Eine ausdrückliche Antwort, ob Glücksspiel Sünde ist, gibt der Artikel nicht.

Häufige Anschlussfragen

Ist Rauchen Sünde?

Wollenschläger sagt, es sei kein Gott wohlgefälliges und von ihm toleriertes Verhalten, und verweist auf die Verantwortung vor Gott. Er ruft Raucher dazu auf, ihr Verhalten zu prüfen, und lädt sie zur Befreiung ein (Quelle).

Reicht es, weniger zu rauchen?

Der Artikel meint: Wer nur kontrollierter rauchen will, merke oft erneut, dass er es nicht schafft. Befreiung beginne mit dem Ja zur dauerhaften Abstinenz (Quelle).

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