Kurz gesagt: Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen (1. Mose 1,27). Das biologische Geschlecht ist darum eine Vorgabe des Schöpfers und nicht etwas, das wir selbst neu bestimmen. Christen sollen Menschen, die mit ihrer geschlechtlichen Identität ringen, nicht allein lassen, sondern sie mit Liebe begleiten und unterstützen. Sie sollen sie aber nicht ermutigen, ihr Geschlecht zu verändern. Entscheidend ist, sich von Gott geliebt zu wissen und anzunehmen, wie er uns geschaffen hat.
Was sagt die Bibel über Mann und Frau?
„Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib“ (1. Mose 1,27). Nach dem Artikel „Welcher Zusammenhang besteht zwischen Klimaalarmismus, Abtreibung und Transgenderismus?“ gehört dazu eine zweite Wahrheit: Gott formte den Menschen aus Erde (1. Mose 2,7). Wir sind nach Gottes Bild geschaffen und haben darum große Würde. Wir sind aber auch Geschöpfe mit Grenzen und keine Götter (Quelle).
Wo liegt der Kern des Problems?
Schon im Garten Eden lautete die Versuchung: „werdet sein wie Gott“ (1. Mose 3,5). Der Mensch wollte selbst festlegen, was gut und böse ist. Nach soulsaver.de liegt hier die gemeinsame Wurzel vieler heutiger Fragen: Menschen versuchen neu zu definieren, was Gott als Schöpfer bereits definiert hat. Der Transgenderismus geht davon aus, dass Gottes „Fingerabdruck“ in unserer Biologie keinen Einfluss darauf hat, wie wir leben sollen (Quelle).
Ein anderer Artikel beschreibt echte Freiheit mit einem Bild: Wer einen steilen Berg besteigt, ist nicht frei, weil er ohne Seil klettert. Frei ist er, weil ihn das Seil hält. Dieses Seil ist die Verbindung zu Gott (Quelle).
Menschen in Not nicht allein lassen
Manuel Seibel räumt ein: Es gibt Menschen, die infolge des Sündenfalls anders empfinden, als sie geboren wurden, und Menschen, die Merkmale beider Geschlechter aufweisen. „Ihnen müssen wir helfen und sie unterstützen“, schreibt er. Das soll aber nicht dadurch geschehen, dass man versucht, ihr Geschlecht zu verändern (Quelle). Besonders junge Menschen in der Pubertät brauchen Unterstützung, wenn sie solchen Gedanken offen gegenüberstehen. Entsprechende Operationen sind im Allgemeinen nicht umkehrbar (Quelle).
Ehrlich bleibt auch ein anderer Autor des Blogs: Er gibt zu, dass er als Christ wenig Antworten hätte, wenn sein eigenes Kind sich als anderes Geschlecht verstehen würde (Quelle).
Ein Erfahrungsbericht
Soulsaver.de dokumentiert den Weg von Jamie Shupe. Er begann 2013 eine Hormontherapie, um als Frau zu leben, und ließ sich später als „nicht-binär“ eintragen. Im Januar 2019 ließ er sein Geschlecht wieder auf „männlich“ ändern. Rückblickend sagt er, die Ärzte hätten ihn nie nach seinen Beweggründen gefragt. Er fand zum Glauben an Gott und schrieb: „Jetzt ist es Zeit, Gott und meinem neu gefundenen Glauben eine Chance zu geben“ (Quelle).
Was können Christen konkret tun?
- Zuhören und begleiten, besonders Jugendliche, die mit ihrer Identität ringen (Quelle).
- Gottes Schöpfung klar benennen: Er hat uns als Mann und Frau geschaffen (Quelle).
- Zur Annahme ermutigen: Im richtigen Gottesbild kann man annehmen, was Gott gegeben hat, auch mit Empfindungen, die wechselhaft sind (Quelle).
- Auf Gottes Liebe hinweisen: Wer sich von Gott geliebt weiß, hat es besser. Das kann man nicht immer fühlen, aber Gott sagt es uns in seinem Wort (Quelle).
Häufige Anschlussfragen
Kann man sein Geschlecht ändern?
Nach Manuel Seibel können Operationen Identität und Geschlecht nicht wirklich verändern (Quelle). Jamie Shupe kam nach Jahren zu dem Schluss: „Das biologische Geschlecht ist unveränderlich“ (Quelle).
Was sagt die Bibel über Kleidung des anderen Geschlechts?
Der Artikel „Immer mehr Jugendliche wollen den Weg von Transgender gehen“ verweist auf 5. Mose 22,5. Dort wird untersagt, dass eine Frau Männerkleidung und ein Mann Frauenkleidung trägt.
