Ich hatte nie das Verlangen, Gott zu suchen. Beim Militärdienst hatte ich gelernt, an mich zu glauben, an die Stärke meines Willens, an meine verborgenen Potenziale. Ich kam ganz gut ohne Gott aus. Und doch wollte ich wissen, ob Gott existierte, ja oder nein. Vielleicht existierte Er ja tatsächlich.
Ich verbrachte viel Zeit damit, über diese Frage nachzudenken. Als ich einmal mit einer Freundin darüber sprach, sagte sie: „Warum bittest du Gott nicht, dass Er dir ein Zeichen dafür gibt, dass Er wirklich da ist?“ Daraufhin bat ich Gott, mir doch ein Zeichen als Beweis für seine Existenz zu geben. Ich schlug Ihm vor, Er möge mich um elf Uhr wecken. – Sonst stand ich jeden Morgen ohne Wecker früh auf. – Diese Bitte wiederholte ich mehrmals, aber ohne jeden Erfolg. „Es ist also wohl so, dass Gott nicht existiert“, sagte ich mir.
Dann aber traf ich einen Christen, der mir sagte: „Gott wird dir seine Existenz nicht auf solche Weise demonstrieren. Er will, dass du auf Ihn zugehst.“ Das gefiel mir gar nicht; und doch haben mich diese Worte zutiefst angesprochen.
Als ich ein paar Tage später in meinem Zimmer allein war, schlug ich das Neue Testament auf und bat Gott: „Wenn es Dich wirklich gibt, dann lass mich das Buch an der Stelle öffnen, die ich lesen soll.“ Ich schlug das Buch aufs Geratewohl auf, und meine Augen fielen auf die Zeilen: „Dieses Geschlecht … begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas“ (Lukas 11,29).
Ich war verblüfft. Mir wurde klar, dass ich kein besonderes Zeichen erwarten konnte. Gottes Wort war die Antwort auf meine Frage. Jetzt war es an mir, den entscheidenden Schritt zu tun, den Schritt des Glaubens.
Ich wusste, dass ich den Schritt des Glaubens tun musste, aber ich schob diese Entscheidung immer wieder auf. Doch dann kam der Abend, an dem ich Jesus bat, in mein Leben zu kommen. Das war wie ein Eintauchen in tiefe Wasser, ein Schritt vorwärts, von dem es kein Zurück mehr gab. Ich öffnete Ihm die Tür, und Er trat in mein Leben. An diesem Abend vollzog sich eine Kehrtwendung in mir. Ich verstand noch längst nicht alles, aber ich wusste: Gott existiert, und Jesus ist von Ihm gesandt, um für unsere Sünden zu sterben. – Er hat mir alle Schuld vergeben!
Das rabbinische Judentum stützt sich – wie auch die übrigen Religionen – stark auf Zeremonien und äußere Regeln, um die Natur des Menschen Schritt für Schritt zu verbessern. Man hofft, Gottes Gunst und Zustimmung durch eigene Bemühungen zu erlangen. Es ist der Versuch, sich das Heil und das ewige Leben zu verdienen. Doch es ist ein vergeblicher Versuch.
Jesus Christus hingegen bietet uns die Lösung an. Man kann sie so zusammenfassen: Gib mir dein Herz. Ich habe das Notwendige für dich schon getan. Durch mein Opfer will Ich dich von deinen Sünden reinigen und dir Vergebung schenken. Und Ich will dir ein neues Herz und ein neues Leben geben. (Lies 1. Johannes 1,8.9; Johannes 3,5-7; 1. Korinther 6,11).
Wer noch ganz von sich selbst überzeugt ist und meint, ohne Christus vor Gott bestehen zu können, wird dieses Angebot ablehnen. Wer aber an sich selbst verzweifelt, weil er weiß, dass er vor Gott als Sünder dasteht, der wird an den Erlöser Jesus Christus glauben und die Gnade annehmen, die Er uns in seiner großen Liebe anbietet. www.gute-saat.de/
