Veli – wie man Hoffnung finden kann

Mein Name ist Veli. Nach einer normalen Kindheit (das heißt, ich wurde weder misshandelt noch waren meine Eltern geschieden; ich hatte Freunde und die Schule war auch kein größeres Problem), erreichte ich das Teenageralter bzw. die Pubertät. In der Realschule wurde der Stoff immer schwieriger bzw. ich immer fauler – aber ich schaffte (knapp!) doch den Abschluss. Ich schloss mich, da ich keine Ahnung hatte, was ich werden wollte, einigen Schulfreunden an, und meldete mich an der Fachoberschule für Technik an. Man kann sagen, dass mir in dieser Zeit (ich war ungefähr 18 Jahre alt) die wichtigste Sache im Leben eines Menschen abhanden gekommen war: die Hoffnung.

Arbeitslosigkeit, weltweite Seuchen, die unser Leben bedrohten, Ozonloch – andauernd wurde darüber diskutiert, ob wir in 40 Jahren überhaupt noch eine Mark (bzw. Euro) Rente bekommen würden; dazu kam, dass sich meine besten Freunde so sehr hängen ließen, dass sie (außer Drogen zu nehmen) nichts mehr machten. In dieser Situation konnte ich keine Perspektive für mich sehen – mir war der Gedanke „In zehn Jahren möchte ich …“ völlig fremd. Also, da ich nicht an meine Zukunft glaubte, war die Schule für mich nur noch die elend-langweilige Unterbrechung zwischen zwei Wochenenden, an denen ich mich so richtig besaufen könnte – so, dass ich absolut nichts mehr checkte. Oder wir kifften den ganzen Tag, was aber noch viel unangenehmer war, da meine Prallheit mich noch mehr zum Überlegen über (und zur Angst vor!) der Zukunft brachte.

Nach etwa zwei Jahren in diesem Zustand schenkte mir jemand den ich kannte ein Buch. Dieser Typ wuchs in meiner Gegend auf und ich kannte ihn nur flüchtig. Einige Jahre vorher nahm er noch sehr viele Drogen und war aggressiv, aber inzwischen war er ein ganz anderer Mensch geworden: er war nun drogenfrei und freundlich. Ich wusste, dass er jetzt an Jesus glaubte – was ich aber damals eher für die Spätfolgen von LSD-Konsum hielt.

In diesem Buch stand, dass Jesus für alles, was ich falsch gemacht hatte gestorben ist. Beim Lesen begriff ich, dass die Leute, die das glaubten ein wirklich schönes Leben führen mussten: befreit vom schlechten Gewissen, um das Gute zu tun!

Ich dachte mir: „Das würde ich auch gerne glauben.“ Etwa einen Monat später hörte ich schlagartig zu rauchen und zu trinken auf. Wenige Tage später auch mit dem Kiffen. Da ich mir es absolut nicht vorgenommen hatte und es wirklich so plötzlich und wie von alleine ging, weiß ich jetzt, dass Gott selber in mein Leben eingegriffen hatte: er half mir aufzuhören.

Dann kam mich dieser Christ, der mir das Buch geschenkt hatte, besuchen. Ich interessierte mich sehr für den Glauben an Jesus und für das, was in der Bibel stand. So lasen wir zusammen im Neuen Testament – eine Woche lang, jeden Tag. Ich merkte immer mehr, dass das, was Jesus zu bieten hatte, genau das war, was mir fehlte! Der Glaube an ihn gibt Hoffnung (sogar über den Tod hinaus); da war auch einer, der mich durch und durch kannte (Jesus ist ja schließlich Gott – und Gott kennt mich!) und mich auch so annahm, wie ich war.

Nach dieser Woche war mir klar, dass ich dieses Leben, das mir Jesus bot, – richtiges, ewiges Leben- haben wollte. Und so machte ich meinen Anfang mit Gott. Ich war alleine und redete mit Jesus. Ich sagte ihm, dass ich weiß, dass ich eigentlich alles falsch gemacht hatte. Ich lebte ohne ihn, glaubte nicht an ihn – und so sah ja auch mein Leben aus: ohne Gott. Ich bat ihn, in mein Leben, in mein Herz zu kommen und mein König zu sein (ja richtig! Der Gott, der mich liebt, und selbst am Kreuz für mich gestorben ist, diesen Gott wollte ich als den König meines Herzens).

Die Tage, Monate und Jahre danach sind für mich eine Freude. Ich freue mich, weil Gott mir Hoffnung gegeben hat. Er hat auch alles, was ich falsch gemacht habe, wo ich falsch gelebt habe, vergeben. Natürlich gibt es als Christ auch mal schwere Zeiten in denen nicht alles sonnig erscheint – aber ich habe einen Gott, der alles kann und der mir immer wieder hilft! Er holt mich auch aus meinen Tiefs heraus. Und er gibt mir ein sinnvolles Leben. Ich arbeite jetzt in einem Beruf, der mir Spaß macht. Ich nehme keine Drogen mehr wie damals, als ich mich immer betäuben wollte. Außerdem setze ich jetzt meine Zeit und Energie für das Gute ein.

Wenn du eine ähnliche Sehnsucht nach dem echten Leben, nach einem befreiten Gewissen hast, dann mach’ das gleiche wie ich! Jesus ist eine unsichtbare Realität. Du kannst mit ihm reden und er hört dich. In einer Stelle im Alten Testament sagt eine Frau: „[…] Du bist ein [lebendiger] Gott, der mich sieht […]“ (1. Mose 16,13)

Wenn du Jesus in dein Herz lässt, nimmt er dich an, damit du mit ihm leben kannst.

… hier noch mein Lieblingsvers: “Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.” Jeremia 29,11

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