Leserbriefe

  • From A. Crowley on Ein Satanist kommt zu Jesus

    herzlichen glückwunsch

    hey, gibt´s hier keine erfahrungsberichte über bekehrte david hasselhoff- oder daniel küblböck-fans? und was “stimmen hören” angeht: die meisten begeben sich in so einem fall in psychiatrische behandlung.

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    2006/07/31 at 7:09 pm
  • From ali on Ein Satanist kommt zu Jesus

    Seit Jahren überschlagen sich die Berichtserstatter im In- und Ausland. Ein Sensationsmeldung jagt die andere. Da wird von Schwarzen Messen auf den Friedhöfen, Gräberschändung, rituellem Missbrauch, Tier-, ja sogar Menschenopfern geredet. Ganze Schulen sollen von einer unheimlichen Welle okkulten Interesses ergriffen worden sein. Zeitungsüberschriften wie „Immer mehr Jugendliche gehen zum Teufel“ schockieren, ängstigen, rufen Fragen hervor.
    Als Pastor einer freikirchlichen Gemeinde kam ich zum ersten Mal mit dem Satanismus Mitte der Achtziger Jahre direkt in Berührung. Jemand hatte jemand die Außenwand unseres Gemeindehauses mit  antichristlichen Sprüchen und satanistischen Symbolen verschmiert. Meine Recherchen führten mich bald auf die Spur einer Gruppen von Jugendlichen die ab und zu in der Teestube der Gemeinde auftauchten. Sie fielen längst durch ihre auffällige Kleidung und herausforderndes Benehmen auf. Ich sprach sie auf Ihr Treiben an und sie überhäuften mich mit Hasstyraden. Satanisten seien sie und in unser Kirche nur, weil sie einen Auftrag haben unsere Kirche zu zerstören. Ein vernünftiges Gespräch schien unmöglich. Alarmiert durch dieses Gespräch schrieb ich den Jugendlichen einen Brief indem ich Sie auf die Konsequenzen eines Paktes mit dem Satan hinwies. Es dauerte nicht lange und zwei völlig schwarz gekleidete junge Männer tauchten eines Tages unangemeldet vor meiner Wohnungstür auf. Im Namen Luzifers verlangten sie von mir sie in die Wohnung zu lassen. Und ohne auf eine Antwort zu warten drängten sie sich in mein Haus. Ich ging ihnen nach und als wir im Wohnzimmer angekommen waren, hatte ich mich wieder gefangen, hob meine Hand und befahl ihnen im Namen Jesu sich zu setzen. Dieser Name versetzte die noch eben so majestätisch erschienenen Herren in eine große Unruhe. Sie wollten wieder gehen, aber ich zwang sie zu bleiben und den Grund ihres Kommens zu verraten. Alt bekannte Haß-Tyraden und persönliche Drohungen folgten. Später riefen mich jede Nacht irgendwelche Störer an und spülten über mich einen Fluch nach dem anderen. Meine persönliche Begegnung mit Satanisten begann.
    Viele Jahre sind seither vergangen. Aus dieser ersten Begegnung ist ein Dienst geworden. Denn Menschen, jung und alt, die sich zur Satansanbetung bekennen, begegnet man heute überall da wo man sich mit dem Thema paranormaler Erfahrungen in Vorträgen auseinandersetzt. Man muß nicht erst die Sensationsberichte in der Presse lesen, um zu verstehen, daß Satanismus zu einer festen Größe auf dem Markt religiöser Möglichkeiten in Deutschland geworden ist. Freilich sollte man sich nicht nur auf Grund der Veröffentlichungen in den Boulevardblättern ein Bild über das Phänomen machen, wie Eckhard Türk mit Recht gefordert hat.  Aber ob es sich hierbei nur um ein gesellschaftliches Randphänomen handelt, wie er es sieht,  daß kann ebenso angezweifelt werden. Die Worte des Begründers der Kirche Satans Anton Szandor LaVey: „Das ist das Zeitalter des Satans! Der Satan regiert auf der Erde“  mögen übertrieben pathetisch klingen, sieht man sich jedoch die rapide Ausbreitung satanischer Kulte in der Welt an, so beginnt man sie ernst zu nehmen. Freilich muß ein solches Ernstsnehmen vor allem von einer weitestgehenden realistischen Beurteilung des Phänomens ausgehen. Beides, übertriebener Sensationismus wie gefährliche Verharmlosung helfen am Ende nicht weiter. Christen sollten sich um die Wahrheit bemühen, weil nur sie am Ende zur Freiheit führen kann (Joh. 8,32). Diese Broschüre ist von einem solchen Verlangen, so objektiv wie möglich das Phänomen Satanismus zu beschreiben, getragen.
    Doch wie gelangt man zu einem realistischen Bild einer in Geheimtuerei und unzähligen Geheimcodi operierenden Bewegung, die keineswegs zentral organisiert und deshalb sehr unterschiedlich auftritt? Die Gefahr der Verallgemeinerung ist kaum zu vermeiden. Hier ist nicht nur darauf zu achten, daß man nur authentisches Informationsmaterial zur Beurteilung heranzieht und sich prinzipiell von jeder Sensationsberichterstattung fernhält (allerdings ohne die Gefahr zu laufen, dieses Heft zu einer Quelle für esoterisch-okkulte Veröffentlichungen zu machen), sondern auch das sorgfältig selektierte Material „geistlich“ deutet. Der Gemeinde Jesu wurde dafür die Gabe der Geisterunterscheidung gegeben. Diese, heute leider so rar geworden Gabe des Heiligen Geistes ist bei der Beurteilung dämonischer Wirklichkeit unerlässlich.
    Es ist daher meine Bitte an jeden Christen, der diese Broschüre ließt, den Herrn um eine solche Gabe der Geisterunterscheidung zu bitten. Und natürlich erst recht dann, wenn einem  Begegnungen mit Menschen, die satanischen Inhalten anhängen, zugemutet werden. Schnelle Beurteilungen können zu unzuläßlichen Verurteilungen führen. Das Ziel der christlichen Existenz in dieser Welt kann aber niemals Verurteilung der Welt sein, sondern die Erlösung der Menschen. Wer sich mit den Satanisten aus missionarischem Interesse beschäftigt, wird vom tiefen Verlangen, diesen verirrten Seelen zu helfen, getragen. Ein solches bewusstes, aufgeklärtes Vorgehen zu ermöglichen – dafür ist dieses Heft geschrieben worden. Es will aufklären und ermutigen in den Kampf für Menschen zu ziehen, die im Sumpf der Finsternis stecken geblieben sind.

    Was ist und woher kommt Satanismus

    Was ist Satanismus?
    Es ist wahrlich nicht einfach das Phänomen Satanismus in wenigen Sätzen zu fassen. Zu unterschiedlich geben sich die verschiedenen Bewegungen, die diese Bezeichnung für sich wahrnehmen. Während die einen eine Anbetung Satans verneinen,  sehen andere in Satan – Gott, dem jede Anbetung gebührt. Bob Passantino hat Satanismus wie folgt definiert:
    Moderner Satanismus ist eine Form religiösen Glaubens und Ausdrucks, die sich der Anbetung Satans bedient, wobei Satan als übernatürliche Person, Gottheit, Teufel, eine übernatürliche Macht, eine  natürliche Kraft, oder auch meistens als das Selbst begriffen wird.
    Andere glauben, daß man den Satanismus viel enger fassen müsse und nur solche Kreise als satanisch verstehen, die den Satan als wahrnehmbare Realität begreifen und anbeten.  Klöckner/Tworuschka schreiben: „Als Satanismus im engeren Sinne sind Menschen zu verstehen, die sich ausdrücklich positiv auf Satan als eine individuelle religiöse Instanz beziehen.“  Die weitergefasste Definition Passantinos erscheint mir jedoch gerechtfertigt, auch wenn es dabei um einen „Satanismus mit und ohne Teufel“   gehen kann.
    Sicher darf man dabei den Satanismus nicht einfach mit anderen okkulten Erscheinungen unserer Tage verwechseln: Heidentum, Götzendienst, Hexenkult oder die New Age Bewegung. Zweifelsohne sind in diesen Bewegungen okkulte Erscheinungen vorhanden, und zum Teil sind sie fest im Okkultismus verankert, und sie stellen eine wahre Gefahr satanischer Beeinflussung dar. Auch funktionieren sie oft als Vorhöfe für den Satanismus. Zum Satanismus im engeren Sinne gehören sie dagegen nicht. Beim Satanismus geht es um unmittelbare Verehrung Satans, auch wenn Jugendliche, die den Satans- Kult praktizieren sich oft überhaupt nicht sicher sind, ob Satan in Wirklichkeit existiert. Aber ihr Kult funktioniert und deshalb gehen sie dem nach. Nur sehr wenige Satanisten praktizieren ihren Kult deswegen weil sie bewußt von der Existenz Gottes und des Satans ausgehen und sich nun einmal für den Satan entschieden haben. Biblisch gesehen, ist Satanismus die Anbetung des gefallenen Engels namens Luzifer, der hebräisch satanas (Mr. 1,13; Luk. 22,3), griechisch diabolos (Joh. 6,70; 8,44) genannt wird und als Widersacher Gottes und Verführer der Menschen gesehen wird. Er ist der Führer der von Gott abgefallenen Engel (Luk. 10,18) und „der Böse“ (Mt.5,37). Wer sich mit dem Satan einlässt und unter seine Kontrolle gerät, steht grundsätzlich in Opposition zu Gott (Eph. 2,1-3).Woher kommt der Satanismus? Satanismus als organisierte Anbetung des Satans ist eine relativ moderne Erscheinung. Sie baut vor allem auf den anti-religiösen Gefühlen, die mit der Aufklärung ins Leben der europäischen Gesellschaft einzogen und Grund für eine Anti-Religion legten, die sich oft nicht nur atheistisch, sondern auch antikirchlich gab.  Passantino formuliert richtig: „Die Anti-Religion der Aufklärung legte mit der sekulären Philosophie und der Ablehnung des Christentum den Grund für den modernen Satanismus.“  Inwieweit diese Anti-Religion mit dem Hexenwahn zu Beginn der Neuzeit zu tun hat, ist umstritten, und wird hier nicht behandelt.  Dagegen ist der geheime Satanskult in den höchsten Gesellschaftsschichten in Paris der Zeit des Ludwig XIV gut belegt.  Hier versuchte man sich besondere Kräfte durch Schwarze Messen und blasphemisch-obszöne Riten anzueignen. Die Schwarze Messe ist bewußt der christlichen „weißen“, Römisch-Katholischen Messe, nachempfunden. Es fällt auf, daß die satanistische Anti-Religion sich vor allem gegen die Riten der Katholischen Kirche formierte. Haaks haben Recht wenn sie schreiben: „Einen ´protestantischen Satanismus´ dieser Art hat es nicht gegeben.“  Der Grund hierfür wird vor allem in der eher rationalistischen Glaubensweise der Protestanten liegen, deren schlichte und  „verkopfte“ Gottesdienste wenig Raum für Mystik und mystische Erfahrungen geben, während das in der Katholischen Messe eher der Fall ist.
    In den satanischen Messen wurden auch schwere Verbrechen begangen. So gilt als belegt, daß bei den Riten Blut von ermordeten neugeborenen Kindern verwendet wurde. Ein anschauliches Beispiel hierfür stellt die Geschichte von Madame de Montespan, Maitresse Ludwigs XIV, und Mutter einer Reihe seiner Kinder. Vernachlässigt vom König, versuchte sie seine Gunst zurück zu gewinnen in dem sie zu schwarzmagischen Mitteln griff. Dabei wurden während der Schwarzen Messen auch Kinder geopfert.  Es ist anzunehmen, daß dererlei Kulte nicht nur in Paris praktiziert wurden.

    Das der Teufelskult der Pariser Elite keine europäische Zufallserscheinung gewesen war, zeigt die Wiederbelebung des Interesses für den Satanismus im 19. Jahrhundert, hier vor allem in der Form literarischer Dichtung. Besonders wichtig scheinen die Satanslitaneien Charles Baudelaire  und der 1889 in Paris erschienen Roman des Joris K. Huysmans „La-Bas“, einem Freund des gewissen Abbe Boullan, der nachweislich Schwarze Messen, auch mit Menschenopfer abhielt.   In Huysmans Roman wird eine Schwarze Messe beschrieben, die bedenkt man die Beziehung des Autors zu Boullan, wohl keine Ausgeburt seiner eigener Phantasien, sondern eine Beschreibung konkreten Geschehens, sein durfte. Die Verherrlichung des Satans ist hier verbunden mit massiven Lästerungen des Herrn Jesus Christus. Es wird deutlich, daß hier das Interesse für den Satan auf dem Hintergrund einer grundsätzlichen Protesthaltung dem Christentum, Gott und Jesus Christus gegenüber, begründet ist. Bernhard Wenisch spricht an dieser Stelle daher auch vom Protestsatanismus.  Protest ist es auch bis heute was viele, besonders jungen Satansverehrer zu aller erst ausdrücken wollen.
    Zwischen den historischen satanistischen Erscheinungen und dem modernen Satanismus gibt es allerdings nur wenige Verbindungen. Der Amerikaner J. Gordon Melton schreibt: „Der Gegenwärtige Satanismus scheint wenig organisatorische Verbindung zum früheren Satanismus zu haben. Bücher über schwarze Magie, Satanismus und das Psychische  generell scheinen für ihn die Quelle zu sein und die gegenwärtige Psychoszene dient als Vorgabe für satanische Praktiken. Die magischen Schriften Aleister Crowleys haben in vielen Bereichen Einfluß gehabt …“

    Aleister Crowley – der Ideologe des modernen Satanismus

    Oft als Vater des modernen Satanismus gepriesen, hat der Britte Aleister Crowley (1875-1947)  wie kein anderer die verschiedenen Strömungen im modernen Satanismus beeinflußt. Crowley entstammte einem überaus frommen Elternhaus, das zu den Brüdergemeinden (Plymouth Brethren) in England gehörte. Gut gebildet, lehnte er bereits früh den Glauben seiner Eltern ab und benahm sich ausgesprochen antichristlich, was seine Mutter dazu bewegte, in ihm das „große Tier“ aus der Offenbarung zu sehen, was ihn nur noch dazu anstachelte, diese Bezeichnung für sich selbst in Anspruch zu nehmen.  Mit 20 Jahren begann Crowley ein Studium der Geisteswissenschaften am angesehenen Trinity College in Cambridge, das er jedoch drei Jahre später 1898, ohne Abschluß wieder verließ. Noch im gleichen Jahr schloß sich Crowley einer okkulten Gruppe an, die sich Hermetic Order of Golden Dawn (HOGD – Hermetischer Orden der Goldenen Dämmerung) nannte, um hier sein Interesse für Magie und Okkultismus zu befriedigen. Er wurde in den Orden als Bruder Perdurabo aufgenommen. Der junge Mann war mittlerweile zu festen Meinung gelangt, eine besondere Lebensberufung zu haben: „… das Universum zu dem Zustand trunkener Unschuld und spiritueller Sinnlichkeit zu erlösen.“  Er ließ sich in London nieder und begann hier als Magier zu praktizieren, wobei er immer wieder zu Drogen, Haschisch und Kokain, zurückgriff, um so seine Visionen zu erhalten. Crowley reiste viel. Auf Reisen nach Mexiko, Hawaii, Japan und Ceylon wird er neben seiner Suche nach okkultem Wissen vor allem seiner Rauschgiftsucht gefrönt haben.
    Im Jahre 1903 heiratete der selbsternannte Magier Rose Kelly, die Tochter eines alten Studienfreundes. Die Hochzeitsreise führte das frischverheiratete Paar nach Ägypten. Hier erhielt Crowley am 8., 9. und 10. April des Jahres 1904 jeweils zwischen 12 und 13 Uhr Mittags seine berühmte Offenbarung durch ein ausserirdisches Wesen namens „Aiwaz“. Auf Grund dieser Offenbarung formulierte Crowley sein legendäres Buch Liber Al Vel Legis   (Das Buch des Gesetzes). Darin proklamiert er das eingesetzte Ende der „christlichen Sklavenmoral“ und den Anbruch eines magischen Zeitalters das unter dem „Gesetz des Theleme“ (Tue was du willst – das ist das ganze Gesetz)  durch die Einführung einer „Force and Fire“ Religion.
    Sein ganzes folgendes Leben trachtete Crowley nun danach die Anweisungen dieser Offenbarung im praktische Leben umzusetzen. Er verließ den HOGD wegen Meinungsunterschiede mit deren Leiter Samuel Liddell Mathers und gründete 1907 einen eigenen Orden, den er Argenteum Astrum (Orden des Silbersterns) nannte. Die 90 Mitglieder dieses Ordens übten sich vor allem in der Sexualmagie, die in unvorstellbaren Orgien ausartete. Seine Frau Rose verfiel in Trunksucht und 1909 ließ der Magier sich von ihr scheiden. Zwei Jahre später wurde sie in eine Nervenklinik eingeliefert.
    Um die Jahrhundertwende lernte er den in Deutschland von dem Wiener Fabrikanten Dr. Carl Kellner (1850-1905) und dem deutschen Theosophen Dr. Franz Hartmann (1838-1912) gegründeten Ordo Templi Orientis (O.T.O) kennen, einen Geheimorden, der eher gnostischen Vorstellungen anhing. Bekannt wurde der Orden vor allem unter dem Nachfolger Kellners Theodor Reuß (1855-1923), der sich intensiv der Sexual-Magie des Hinduismus beschäftigte. Reuß lud Crowley im Jahre 1910 ein sich dem O.T.O anzuschließen und bestellte ihn gar zu seinem Nachfolger. 1912 wurde der Britte zum „National Grand Master General“ bestellt. Er selbst nannte sich „Master Therion“ und verstand sich bald als „Bruder Baphomet“ als der eigentliche Führer des O.T.O.
    Während des Ersten Weltkrieges hielt Crowley sich in Nord Amerika auf und kehrte nach dem Ende des Krieges nach Europa zurück. 1920 zog er nach Sizilien. Hier in der nähe des Fischerdörfchens Gefalu gründete er die Abtei „Thelema“, eine Art Gegenkloster „der Lebensfreude und Lebensbejahung“. Es wurde zu einem Ort der grenzenlosen sexuellen Perversion. Sodomie, Homosexualität, sexuelle Magie und Gewalt jeder Art gehörten zum Tagesprogramm des „Klosters“. Das Schicksal der Frauen, die sich auf Crowleys Sexwahn einließen war immer wieder das gleiche: sie landeten in den Nervenanstalten, verfielen der Trunksucht oder begangen Selbstmord.  Die Exzesse in der Abtei drangen nach außen und die italienische Regierung ließ Crowley 1923 ausweisen. Jetzt folgten Jahre der Wanderung durch Deutschland, wo er 1929 Maria Teresa Ferari heiratete, und England. Als die Nationalsozialisten 1935 den O.T.O verboten, ließ Crowley sich im englischen Hastings als Gast eines exzentrischen Lords nieder. Hier starb der „gottloseste Mensch des Jahrhunderts“ am 1. September 1947. Sein geistiger Einfluß sollte aber erst jetzt an Kraft gewinnen.
    Die Philosophie Crowley ist gnostisch festgelegt. Er glaubt, daß der Mensch in seinem Kern mit dem Urprinzip identisch ist. Im Unterschied zu den fernöstlich beeinflussten Neugnostikern versteht er das Urprinzip nicht geistig, sondern als Lebensdrang, der sich in unendlicher Lust ausleben will. Daher seine schrankenlose Zügellosigkeit bei der Auslebung seiner Leidenschaften. Bald folgten bodenlose Experimente in allerlei Richtung, wobei sexuelle Ausschweifungen den wichtigsten Platz einnahmen.
    Crowley´s Philosophie ist grundlegend für den modernen Satanismus. Sie zeichnet sich durch drei wichtige Prinzipien aus:
    1. Radikale Ablehnung des Christentums;
    2. Annahme der absoluten Vorrangigkeit seines eigenen Selbst;
    3. Gebrauch der Magie im Interesse eigener Bedürfnisbefriedigung.
    Dabei spielt die Vergötterung Satans keine Rolle, was immer wieder dazu geführt hat, daß man in Crowley keinen Satanisten zu sehen vermochte. Crowley verehrte weniger Satans, sondern verstand sich selbst als Gott. Folgendes Zitat des Magiers spricht für sich: „Ich bin ebenfalls ein Stern im Raum, einzig und aus mir selbst lebend, eine individuelle, unzerstörbare Essenz; ebenfalls bin ich eine Seele, ich bin identisch mit allem und Nichts. Ich bin in Allem, und alles ist in mir. Ich bin getrennt von Allem und Herr von Allem und eins mit Allem. Ich bin ein Gott, Ich wahrer Gott vom wahren Gott; ich gehe meinen Weg, um meinen Willen zu tun …“
    Bezeichnend ist dabei, daß Crowley diese seine Göttlichkeit glaubte der in ihm verwirklichten Inkarnation Satans zu verdanken. Im Anschluß an Off. 13 nannte er sich „das große Tier – 666“.  Eckhard Türk bezeichnete die Glaubenswelt Crowley mit Recht einen „satanistischen Pantheismus“.
    Eine Reihe von miteinander konkurrierender Organisationen sind aus dem O.T.O Crowley´s nach seinem Tod entstanden. Bis heute streitet man sich über seine rechtmäßige  Nachfolge.  Aber der Einfluß Crowley´s läßt sich sicher nicht mit den O.T.O. Spaltgruppen allein messen. Vielmehr trifft man überall im Satanismus heute auf Spuren seines Denkens. Das gilt sowohl für den organisierten Satanismus als auch für die populär-satanistische Szene.

    Eugen Grosche – der deutsche Großmeister
    Die Ideen Crowley´s wurden in Deutschland vor allem vom Berliner Buchhändler Eugen Grosche (1888-1964) alias Gregor A. Gregorius  umgesetzt. Viele Grundanschauungen, sowie liturgische Texte im heutigen Satanismus stammen von diesem selbsternannten Großmeister des Okkulten.
    Grosche, der sich schon früher in verschiedenen esoterischen, spiritistischen und Freimaurerlogen umgetrieben hatte, traf Crowley im Sommer 1925 in Weida, Thüringen und war von dessen Gedankengut seither schwer beeinflußt. Am 8. Mai 1926 gründete er mit vier weiteren Gesinnungsgenossen die „Fraternitas Saturni“, eine Gesellschaft die „einen seltsamen Synkretismus aus vielfältigsten Quellen: Theosophie, Freimaurerei, Luziferianismus, Astrologie, Crowleyanismus, Sexualmagie des O.T.O., indisches Yoga und mittelalterliche Alchemie“  vertritt. Das Herzstück dieser Vorstellungen ist die Annahme, daß die materielle Welt nicht durch einen Gott des Lichtes, sondern einen Demiurgen, der als Abfall einer Weseneinheit von diesem Gott des Lichtes verstanden wird, geschaffen wurde. Der Mensch ist dabei ein Mischwesen, der sich durch Erkenntnis (Gnosis) von der Materie befreien kann und sich in ein Lichtwesen zurückentwickeln kann. Der Weg dahin ist mit 33 Weihestufen verbunden. Eine wesentliche Hilfe erhält er dabei vom Lichtträger, dem Luzifer-Saturn, der nicht als Gegengott, sondern als der aus der Lichtsphäre kommender Lichtträger verstanden wird. Er ist darauf bedacht dem Menschen die befreiende Erkenntnis zu vermitteln.
    Unmissverständlich identifiziert Grosche Luzifer mit der biblischen Vorstellung des Satans.  So wird die Schlange aus 1Mo 3, die Eva versuchte durchwegs positiv und als weiblicher Aspekt des Satans interpretiert, gab sie doch der Eva Wissen, während der biblische Gott, der hier als Demiurg verstanden wird, dieses Wissen zu verhindern suchte.
    So sucht Grosche auch im rituellen Akt der Weihen die Einheit zwischen dem Lichtträger, der Wissen zu geben vermag, und dem nach Erleuchtung trachtenden Menschen zu erzielen. Eine Reihe solcher Rituale orientieren sich an der Sexualmagie Crowley´s.
    Die Fraternitas Saturni ist seit ihrer Gründung ständig an Zahlen gewachsen. Eine Reihe von Logen operieren heute in Deutschland. Im Jahre 1980 spaltete sich ein Teil des Ordens ab. Die neue Organisation nennt sich Ordo Saturni und stellt sich in der Öffentlichkeit als bewußt nicht satanistisch dar. Lehrmäßig ist jedoch kaum ein Unterschied zu der Muttergesellschaft zu erkennen.    

    Anton S. LaVey und Kirche des Satans
    So wichtig Crowley, Grosche und andere zum Verständnis des modernen Satanismus auch sind, eine konkret satanistische Bewegung haben sie nicht gegründet. Die Gründung der ersten Kirche Satans gebührt einem Amerikaner, Anton Szandor LaVey, der dich selbst als Hohepriester der Kirche Satans versteht. Geboren am 11. April 1930  erlebte LaVey bereits in seinen Teenagerjahren eine tiefe Enttäuschung mit der christlichen Kirche. Er reiste als Karnevalarbeiter durch die Lande und sah oft, wie Christen sich während der Woche an der Lüsten des Karnevals erfreuten, nur um dann am Sonntag im gleichen Zelt Gott anzubeten. Doch schon am nächsten Samstag konnte er die gleichen Gesichter unter den sündigenden Karnevalgästen erblicken. Für ihn stand bald fest – das Christentum erzieht die Menschen zu Heuchlern. Bald verließ er für immer die Kirche.  Er schloß sich für eine kurze Zeit den Teufelsanbetern, die zum Thelema-Orden der Nachfolger Aleister Crowley gehörten, an. Doch deren Ideen schienen ihn nicht zu befriedigen.
    In den 1950er Jahren versammelte LaVey in seinem Haus einen Kreis okkultinteressierter Personen, die sich „Magic Circle“ nannten und in deren Mitte der Meister seine magischen Künste präsentierte. In den 1960ern wurden diese Vorlesungen und Akte in die Öffentlichkeit getragen. Und schließlich kam es zur Gründung der Satanskirche im Jahre 1966. Wichtig für das Leben der Kirche Satans ist das satanische Glaubensbekenntnis das aus 9 Grundüberzeugungen besteht:
    1. Satan verkörpert Befriedigung von Begierden anstelle von Abstinenz.
    2. Satan verkörpert vitale Existenz anstelle von bloßen spirituellen Träumen.
    3. Satan verkörpert reine Weisheit anstelle von heuchlerischen Selbstbetrug.
    4. Satan verkörpert Zuneigung zu solchen die es verdienen anstelle einer Liebe die an Undankbare verschwendet wird.
    5. Satan verkörpert Rache anstelle des „auch die andere Wange Hinhaltens“.
    6. Satan verkörpert Verantwortung für die Verantwortungsbewusste anstelle der Sorge für psychische Vampire.
    7. Satan verkörpert den Menschen als einfach ein weiteres Tier – manchmal besser, viel     öfter aber schlechter als solche die auf allen Vieren gehen.
    8. Satan verkörpert alle sogenannten Sünden, weil sie alle zur physischen, mentalen und emotionalen Erfüllung führen.
    9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche je gehabt hat, weil er sie aktiv erhalten hat in allen diesen Jahren.

    LaVey und seine Kirche gibt sich zwar sehr rationalistisch und preist die eigene Philosophie als einen Weg gegen das Establishment, sonst aber völlig im Einklang mit dem Naturgesetz,  aber die Verherrlichung der Sünde und der Gewalt läßt nur allzu leicht erkennen, woher hier der Wind weht. Es ist daher sehr bedenklich, wenn auch christliche Autoren LaVey und seine Ideen eher verharmlosen.
    Die Church of Satan von LaVey stand Pate zur Gründung einer Reihe weiterer Kirchen, Synagogen und Bewegungen, die sich zur Anbetung Satans bekennen. Die herausragendsten dieser Gruppen ist der Temple of Set, geleitet vom früheren Mitarbeiter LaVeys Dr. Aquino.

    II. Satanismus in Deutschland heute
    Das wachsende Interesse für den Satan, Schwarze Messen, und was sonst alles mit Satanismus verbunden wird, kann überall in der Welt  und Europa, ob West, Ost, Süd oder Nord beobachtet werden. Der bunte Teppich satanischer Gruppen und Bewegungen ist schwer zu greifen. Von einer organisierten und zentral gesteuerten Bewegung kann auf jeden Fall keine Rede sein. Folgende Übersicht satanistischer Gruppierungen in Deutschland ist keineswegs vollständig, da sich die Szene in ständiger Bewegung befindet.
    Eckhard Türk hat fünf Hauptströmungen des Satanismus im deutschsprachigen Raum festgemacht:
    Okkulter Neo-Satanismus
    Synkretistischer Jugendsatanismus
    Sexualmagische Gruppen
    Grufties
    Künstlersatanismus
    Okkulter Neo-Satanismus
    Unter okkultem Neo-Satanismus versteht Türk die Wiederbelebung der konkreten Anbetung Satans, der dann auch als Widersacher Gottes verstanden wird.  Andere sprechen hier auch vom „Historischen Satanismus“.  Besonders verbreitet ist der Neo-Satanismus in den USA, aber auch in Süd-Afrika.  In Deutschland werden die Einflüsse okkulter Satanisten permanent herunter gespielt.
    Synkretistischer Jugendsatanismus
    Gemeint ist ein „Mix aus den verschiedensten okkult-magisch-spiritistischen Zusammenhängen“.  Satanismus selbstgemacht, bedient sich allerlei okkulter Praktiken, die oft bunt gemischt und lokal sehr unterschiedlich ausgeprägt, vor allem in der alternativen Jugendszene praktiziert wird. Hier wird der Protest der Jugend gegen das vorherrschende „kirchlich-christliche“ gesellschaftliche Ideal in geheime Rituale und Botschaften gekleidet, die nur selten von den Jugendlichen selbst verstanden oder nachvollzogen werden. Aber das mysteriöse zieht an. Es wird an bestimmten Symbolen, Musikrichtung (Black- und Heavy-Metal) und Ritualen, so zum Beispiel Tier- und Menschenopfer  festgemacht. Haack spricht hier mit Recht vom „ambulanten oder latenten Satanismus“.

    Meist öffnen irgendwelche klassischen Methoden der Geisteranrufung wie Gläserrücken oder Pendeln den Jugendlichen die Tür in die geheimnisumwitterte übernatürliche Welt des Satanismus.   Auch gewisse Subkulturen der Jugendszene stellen eine Ausgangsbasis für satanistische Experimente dar. Allen voran müssen hier die Grufties erwähnt werden, die an sich nicht zum Satanismus gerechnet werden dürfen, wenigstens nicht zum harten Kern. Aber der Protest gegen gesellschaftliches Angepasstsein wird hier bewußt mit einer Symbolik und Verhaltensweise zum Ausdruck gebracht, das okkult-satanischen Hintergrund verrät.
    Sexualmagische Gruppen
    Als solche gelten alle auf Crowley, Grosche und andere zurückgehenden Gruppen, Logen und Bewegungen, wie die weiter unten diskutierten O.T.O, Fraternitas Saturni und Ordo Saturni und der 1972 in Berlin von Michael D. Eschner (geb. 1949), der sich als Inkarnation Aleister Crowley´s ausgibt, gegründeter Thelema Orden.
    Künstlersatanismus
    Satanistisches Gedankengut findet heute eine schnelle Verbreitung. Schuld daran haben weniger die sich zum Satanismus direkt bekennenden Gruppen, sondern eine von teuflischer Faszination getragene Kultur, vor allem in Film und Musik. Okkultes, esoterisches und ausgesprochen satanistisches Gedankengut gehört mittlerweile nahezu zu jeder Produktion Hollywoods und anderer westlicher Filmstudios.
    Besonders im Jugendspiritismus und -satanismus stellt diese Kultur einen besonderen Einstiegpool für den Jugendlichen dar.

    III. Warum wird man Satanist?
    Machtdurst
    Warum werden Menschen Satanisten? Was bewegt sie sich in satanistisches Fahrwasser zu begeben? Was zieht sie im Satanismus an? Eckhard Türk glaubt, daß der angehende Satanist sich vor allem vom Verlangen nach Macht treiben läßt,  daß sich in rebellischer Haltung gegenüber der vorherrschenden Gesellschaft und ihrer Moral, aber auch im Erlebnisdefizit äußert. Der Satanismus scheint auf eine schnelle Art und Weise ein totales Ausleben seiner Selbst zu ermöglichen, wobei nahezu alle Tabus fallen. Das gilt vor allem für den Bereich der Sexualität.
    Immer wieder begegne ich Menschen, die sich mit dem Satanismus eingelassen haben, weil sie darin eine Quelle erblicken, schnell zu Bereicherung zu kommen. „Satan gibt mir halt alles“, dieser Satz ist Standart. Dann folgen Geschichten wie man zu Geld, zu Sex, zu Macht kommt. „Bei Gott da gibt es Bedingungen, bei Satan ist alles Gratis“, sagte mir ein Junger Mann, der seit Jahren in der Szene ist. „Wer will da nicht einem Herrn gehören, der einfach nur will, was ich will?“
    Nicht selten läßt man sich auch auf satanistische Experimente ein, weil man Rache üben will. Das ist besonders in der Gruppe von Menschen der Fall die selbst Leid zu ertragen hatten, oft missbraucht wurden und sich selbst nicht anders wehren können, als nur über die mystische Schiene. So werden dann schnell Opfer zu Tätern.
    Wissensdurst
    Ein anderes Motiv stellt das natürliche Verlangen des Menschen nach mehr Wissen dar. Wissen ist bekanntlich auch Macht. Und besonders schwerzugängliches, geheimes Wissen schafft schnell das Gefühl der Superiorität. Wenn dieses Wissen dann noch Themen abdeckt, die sich alle im Bereich des Übersinnlichen, Übernatürlichen befinden, dann glaubt der Wissende eine besonders hervorgehobene Lage gefunden zu haben. Das wenigstens ist das Fazit der heute in den Medien dargestellten Okkult-Möglichkeiten. Und sie machen neugierig.  Und nicht selten verspricht dieses neugewonnene Wissen Probleme zu lösen, die sonst nicht zu lösen wären. Gerade im Westen mit seiner technisierten Zivilisation, stehen besonders junge Leute oft vor dem totalen Verlust der Geborgenheit, einer dadurch ausgelösten Angst vor der unsicheren Zukunft. Das Leben erscheint auf einmal völlig sinnlos. Okkultes Wissen scheint in dieser Sachgasse der Existenz eine willkommene Rettung zu bieten.
    Ein gutes Beispiel hierfür bietet der Fall Sandro Beyer, der im Mai 1993 in seiner thüringischen Heimatstadt Sondershausen von drei Jugendlichen, die sich selbst „Kinder Satans“ nannten, umgebracht wurde. Wie die Journalisten Guido und Michael Grandt in ihrer Dokumentation anschaulich beweisen,  stand dieser Mord in direktem Zusammenhang mit den satanistischen Glaubensvorstellungen der Jugendlichen, die sich im Laufe der Jahre aus der Beschäftigung mit okkulten Praktiken formierten. Der Ortspfarrer von Sondershausen, der sich mit den Jugendlichen in seiner Stadt intensiv beschäftigte erzählt: „Damals waren sie Schüler der 6. Klasse. In diesen Jahren hat bei ihnen eine immer intensiver werdende Beschäftigung mit satanischer Literatur, satanischer Musik und satanischen Videos stattgefunden … Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Wende im Jahr 1989. Sie erleichterte den Zugang zu den Erzeugnissen dieser satanischer Subkultur. So tauchten in Sondershausen dann nach und nach satanische Symbole auf. Jugendliche trugen das Pentagramm oder das umgedrehte Kreuz, und oft wußten sie gar nicht um ihre Bedeutung. Geheimnisvolle Treffs auf Friedhöfen und Schwarze Messen folgten.“  Das Resultat dieser Beschäftigung war schrecklich – ein junger Mann mußte sterben.

    Auf der Suche nach Geborgenheit
    Der Fall von B. steht für viele andere. Ich lernte ihn am Rande einer evangelistischen Woche kennen. Das einzige Kind reicher Geschäftsleute, sah er sich von kleinauf mit Einsamkeit und Sinnlosigkeit konfrontiert. Freunde hatte er keine. Auch in der Schule nicht. Wenn es Menschen gab, die B. verstanden, so immer nur für eine kurze Weile. Oft dachte der Jugendliche über einen Ausstieg aus dem Leben. Wenn er bloß nicht so feige gewesen wäre … Da tauchte auf einmal in seiner Schule M., ein sehr vitales und lebensfrohes und merkwürdig schwarz gekleidete Mädchen auf. Irgendwie hatte sie es auf B. abgesehen. Sie verbrachten immer mehr Zeit zusammen. B. fühlte sich von ihr verstanden, auch wenn er nur wenig aus ihren vertraulichen Mitteilungen über die Powerquellen, kosmischen Energien, etc. verstand. Dann eines Tages folgte die Einladung zu ein „paar Freunden“. Der Weg in den engeren Kreis der Satanisten begann. Satanistische Vorstellungen machten für B. wenig Sinn, aber die enge Gemeinschaft mit den anderen füllte einen Vakuum. Sein Leben schien auf einmal wieder Sinn zu machen und da lohnte es sich auf jeden Fall die Schattenseiten des Geheimkultes in Kauf zu nehmen. Aber Satanismus hinterließ auch bei B. bald dunkle Spuren. Er bekam Angst und landete auf unseren Evangelisation, wo wir dem jungen Mann helfen konnten.
    Werner Küching von der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Essen hat Recht, wenn er feststellt, daß Jugendliche dann zu den Mitteln der Magie greifen „… wenn man sich mit üblichen Mitteln nicht mehr in der Lage glaubt, seines Lebens Herr zu werden. Die Jugendlichen leben in einer für sie unsicheren Zeit und versprechen sich durch diese Kulte Macht und Sicherheit.“
    Klassisch ist auch der Fall von Frau G. Ich lernte sie anläßlich einer Evangelisation in Westdeutschland kennen. Wie sie mir berichtete, hatte sie seit ihrer Kindheit ein sehr angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter. Zu allem Unglück hatte sie sich noch kurz vor dem Tod der Mutter mit dieser schwer gestritten und dann nicht mehr versöhnt. Die Mutter verstarb und zurück blieben schwere Gewissensbisse, die schlussendlich zur Depression führten. In ihrer Not wandte sie sich an Ärzte, aber nichts schien zu helfen. Da hörte sie eines Tages von einer Bekannten, daß man ihr ja auch ein Treffen mit der verstorbenen Mutter arrangieren könne. Die Frau griff zu, erhielt dann auch eine vom entsprechenden Medium vermittelte Begegnung mit der Materialisation ihrer angeblichen Mutter, sprach sich aus, und … war seither vom Spiritismus fasziniert. Es dauerte nicht lang und der Weg in den Dschungel des Satanismus begann. Nicht selten wird so und ähnlich das Interesse an okkulten Inhalten in der Schule und im Freundeskreis geweckt.
    Das in Deutschland am weitesten bekanntgewordene Beispiel ist das der Ricarda S.  Auch hier ist der Einstieg in den Satanismus durch die Sehnsucht nach Geborgenheit verursacht. Auch hier sind das die scheinbar harmlosen okkulte Spielchen, die das Interesse wecken und schließlich eine enorme Steigerung des gestörten Selbstwertgefühls verursachen, auch wenn dieses Gefühl von einer grenzenlosen Angst begleitet wird. Doch die Sehnsucht danach verstanden und angenommen zu werden überwiegt. Das Ergebnis ist schrecklich.

    Auf der Suche nach Identität
    Wo Kindern Geborgenheit verweigert wird, ob bewußt oder unbewußt, da sind Zweifel an den eigenen Fähigkeiten vorprogrammiert. Folgerichtig stecken viele, wenn nicht die meisten Satanismus-Einsteiger in Identitätskrisen.  Unfähig selbst Entscheidungen fürs Leben zu treffen und entsprechende Ziele zu setzen, greifen sie zu „höheren Kräften“, wobei Satan als das mächtigste Symbol für diese Kräfte steht.
    Wie wichtig die Identitätsfindung für den Prozeß der Okkultisierung der postmodernen Gesellschaften ist, kann vor allem im nachkommunistischen Osteuropa studiert werden. Gerade hier gewinnen die skurrilsten Kulte ihre Anhänger am leichtesten. Das durch den Zusammenbruch der kommunistischen Weltanschauung entstandene Vakuum wird rapide mit okkulten Inhalten gefüllt, weil man jedem rationalistisch anmutendem System mit großer Skepsis begegnet.
    Der Zusammenbruch der marxistischen Ideologie im Osten mit allen seinen Folgen kann im Westen nur mit dem massenhaften Misstrauen der Menschen den Kirchen gegenüber verglichen werden. Westeuropa lebt in einer nachchristlichen Zeit. Menschen jedes Alters, vor allem aber Jugendliche, verlassen die Kirche und das damit verbundene Christentum, weil sie von hier keinerlei Antworten auf ihre existenziellen Fragen und Bedürfnisse mehr erwarten. Sie suchen diese vielfach ausserhalb ihrer natürlichen Möglichkeiten. Die offizielle Kirche hat aber wenig bis gar nichts an solchen Möglichkeiten anzubieten. Jugendliche drücken das oft unverhüllt offen aus: „Beim Tischerücken kriege ich Antworten – beim Beten keine.“ Hans-Jürgen Ruppert hat Recht, wenn er den Kirchen „eine gewisse Mitschuld“ gibt an der Flucht der Jugendlichen in die Welt des Okkulten.  Anschaulich berichtet Ricarda S. von der völligen Hilflosigkeit der Pfarrer als sie sich ihnen mit ihrem Problem stellte. Sie versuchte einen dieser Pfarrer gar mit einer Pistole dazu zu zwingen Ihr zu helfen.  Vergeblich. Wen wundert es, wenn die junge Frau auch nach ihrem Ausbruch aus dem satanistischen Kult, keinen Zugang zur Kirche findet.
    Die Identitätskrise, die die Menschen in die Fangarme des Satanismus treibt, ist auch und vor allem eine Glaubenskrise. Harald Baer, der Referent für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Katholischen Sozialethischen Beratungsstelle in Hamm folgert daher mit Recht: „Die Okkultexplosion ist ein Protestphänomen gegen ein erstarrtes Christentum.“

    Abenteuer- und Sensationslust
    Zu diesen eher „vernünftigen“ Motiven mischen sich eine Reihe von typischen zeitbedingten Erscheinungen. Wir leben in einer Welt, die unterhalten werden möchte. Sensation, Spannung, Geheimnis, Grusel am Laufband – das sind doch die Elemente aus denen die heutige Unterhaltungsindustrie ihre Produkte strickt. Was ist schon ein Film ohne Mord, ohne Horror, ohne Nervenkitzel? „Fließt da auch genug Blut?“ fragte mich neulich ein Jugendlicher dem ich einen Film empfahl. Wenn nicht, dann lohnt es sich kaum so viel Zeit zu verschwenden. Was aber wenn aber Krimi- und Horrorstreifen nicht mehr „anzutörnen“ vermögen? Wo holt man dann den gewohnten Nervenkitzel her? Bietet da die geheimnisvolle Welt des Übernatürlichen nicht in der Tat eine Lösung? Hat nicht gerade der okkulte Nervenkitzel Schauder zu bieten, der unter die Haut geht? Spannung, Unterhaltung, Mutproben und dann immer wieder Erfahrung, die nirgendwo zu kaufen geht. Eigene Erfahrung. Selbst konsumiert. Auch wenn dabei die Folgen nicht zu übersehen sind. Was macht es schon aus – gerade die Unberechenbarkeit des Okkulten macht den eigentlichen Reiz aus.

    Die alte Frage nach Gott
    Warum werden also Menschen Satanisten? Was motiviert sie dazu? Harald Wiesendanger fasst seine gut fundierten Ausführungen dazu wie folgt zusammen: „Wieso ein Jugendlicher überhaupt für Okkultismus ´anfällig´ werden kann, ähnelt insofern der Frage, wieso einer der Durst hat, Wasser trinkt. Bestimmt hat´s ihm schon jemand vorgemacht, vielleicht sucht er darin Ersatz für eine andere Flüssigkeit, womöglich fasziniert ihn auch dieses durchsichtige kühle Nass. Doch in erster Linie trinkt er Wasser, weil aus Erfahrung weiß, daß es den Durst löscht. Was einen Großteil der Jugendlichen in den Okkultismus treibt, ist Wissensdurst: Gibt es übersinnliche Kräfte und Mächte in und über mir? Kann ich sie beeinflussen? Kontrollieren? Nutzen?“  In den Amtskirchen erhalten sie, wie übrigens auch viele Erwachsenen auf diese Fragen nur selten ein Antwort. Man spricht hier zwar über den Geist Gottes, behauptet sogar aus dem Geist zu sprechen, aber wie und was dieser Geist darstellt, darauf hat man nur sehr komplizierte theologische Formeln, die von den Menschen auf der Strasse nicht verstanden werden. Die einfachen Vorstellungen der Vertreter satanischer Kulte dagegen sind leicht zu verstehen. Und wenn sie dann noch funktionieren, dann ist die Verführung perfekt.

    IV. Verführer haben viele Gesichter
    Wie werden Menschen Satanisten? Was sind die Einfallstore des Satans in das Leben der Menschen im einst so christlichen Europa? Eine einfache Antwort ist hier sicher fehl am Platz. Und doch machen die Motive der Einsteiger, wie wir sie oben besprochen haben, deutlich, daß Satanismus nur deshalb eine so schnelle Verbreitung findet, weil die Menschen auf der einen Seite ihre religiösen Sehnsüchte in der Familie und Kirche nicht gestillt bekommen. Wenigstens glauben sie das. Satanisten dagegen versprechen Taten, Action. Das ist es auch, was besonders jungen Leute am Ende den Einstieg in den Dunstkreis des Satanismus ermöglicht. Ricarda S. beschreibt ihre Erfahrungen mit Worten: „Die Meute hing mir an den Lippen, und die kriegten große Kinderaugen, wenn ich ihnen von den schwarzen Messen erzählte, was da alles passierte und schon passiert war. Wie Tische durch die Luft geflogen waren, das manchmal Blut aus der Wand lief und ER selbst unzweifelhaft anwesend gewesen war. Ich schmückte meine Erzählungen immer ein bisschen aus, und wenn ich wirklich gut war, wußte ich selbst nicht mehr genau, was tatsächlich passiert war und was dabei nur Ausschmückung war. Die Hauptsache war doch, die Meute war fasziniert, und man motivierte sie für die Dienste an SATAN.“  An welchen Lippen hängen nun die Menschen in Europa? Wer sind die Verführer und welche Kanäle benutzen sie?

    Satanistische Kultur als Motivationsfaktor
    Satanistisches Gedankengut findet heute eine schnelle Verbreitung. Schuld daran haben weniger die sich zum Satanismus direkt bekennenden Gruppen, sondern eine vom teuflischer Faszination getragene Kultur, vor allem in Film und Musik. Okkultes, esoterisches und ausgesprochen satanistisches Gedankengut gehört mittlerweile nahezu zu jeder Produktion Hollywoods und anderer westlicher Filmstudios. Filme wie Ingmar Bergmanns Das Teufelsauge (1960), Roman Polanskis Rosemarys Baby (1968), Ken Russels Der Teufel (1970), William Friedkins Der Exorzist (1973), Richard Donners Das Omen (1976), Kenneth Angers Angel Heart (1986) und andere. Sicherlich ist nicht jeder Filmregisseur der satanistische Motive aufnimmt, Satanist. Ähnlich wie in der darstellenden Kunst, wird hier versucht das Prinzip des Bösen oder auch Rebellischen künstlerisch umzusetzen und findet im Satan das dafür am besten geeignete Symbol. Aber diese Darstellungen werden in der sonst so magisch-empfänglichen populären Kultur nicht immer intellektuell ausgedeutet, sondern konkret in den Erfahrungshorizont übertragen. So wird aus der Besinnung, magisches Experiment und aus der Kunst – Religion.
    Andere, allen voran Roman Polanski suchten mit ihrem Film bewußt satanistische Inhalte zu vermitteln. In Polanski´s Film Rosemary´s Baby spielte die Rolle des Satans nicht von ungefähr Anton LaVey selbst. Und die Gründung des Satanskirche am 30.04.1966 fiel auf den gleichen Monat in dem Polanski und Sharon Tate (spielte Rosemary) sich liierten. Ein Jahr später wurde Tate Opfer eines satanistischen Ritualmordes. Polanski´s Film verhalf dem Satanismus zur weltweiten Publizität.
    Auch Kenneth Anger, der seit seiner Jugend ein Schüler Aleister Crowley´s ist, vermittelt mit seinen Filmen ganz bewußt satanistische Inhalte.
    Die herausragende Bedeutung der Massenmedien für die Verbreitung okkulter und satanischer Vorstellungen ist seit Jahren bekannt. Schon 1988 wies das Landespresse- und Informationsamt der Landesregierung in Nordrhein-Westfallen darauf hin, daß die okkulte Medienschwemme vor allem für die wachsenden Probleme im Bereich des Jugendspiritismus verantwortlich gemacht werden muß.  Nach Kultusminister Schwier scheuen einschlägige Verlage „weder Mittel noch Geld, um einen bedrohlichen Kampf gegen die Vernunft zu führen.“
    Die Warnungen des Ministers, so scheint es nach mehr als zehn Jahren, verhallten ungehört. Mehr denn je zuvor konzentrieren sich die Massenmedien heute auf mystische, okkulte, ja gar direkt satanische Inhalte.
    Nicht direkt satanisch, aber auf jeden Fall als ein wichtiges Vorzimmer für satanistische Lust an Grausamkeit stellen die Horrorfilme dar. Die in diesen Filmen gezeigte Bestialität senkt die Verachtung des Menschen vor Mord und Lust am Mord und gaukelt dem Zuschauer einen über jede Kreatur erhabenen Menschentypen vor, der sich zum Herren über Leben und Tod erhebt. In der Regel fließt neben viel Blut in solchen Filmen auch eine unendliche Kette von übersinnlichen Ereignissen, die die abscheulichsten Verwandlungen von Personen und Tieren in Monster und Drachen der übelsten Art ermöglicht. Dieses Gemisch von Blut, Angst und Okkultismus macht heute etwa 20% aller im Handel und Verleih verfügbaren Videos aus.  Der Zusammenhang zwischen Rituellem Missbrauch im Satanismus und der Horrorfilmindustrie liegt auf der Hand.

    Mehr als nur Teenie-Spaß
    Eine herausragende Rolle bei der Verbreitung satanistischer Inhalte unter Jugendlichen spielen die Jugendzeitschriften wie „Bravo“, „Mädchen“, „Bravo Girl“, „Coupe“ und andere. Seit Mitte Achtziger führen diese Zeitschriften eine regelrechte okkulte Aufklärung der Jugendlichen durch. So stellte die Zeitschrift „Mädchen“ in ihrer November 1986 dreizehn Okkultpraktiken vor. Und „Bravo“ versorgte ihre jungen Leser mit Themen wie „So empfangt ihr Botschaften aus dem Jenseits – Tischerücken“; „Das Pendel sagt die Wahrheit“; „Blitzkurs im Kartenlegen – Blickt in eure Zukunft.“ Als besonders raffinierte Masche erwiesen sich die hier veröffentlichten Foto-Love-Storys, obskure Pseudoreportagen, die aus dem Leben und der Praxis der Hexen, Kartenleger und sonstigen okkulten Praktikern berichten. Welche verheerende Wirkung solche Veröffentlichungen auf ihre jungen Leser haben, dokumentieren die Journalisten Grandt anschaulich.  Immer wieder erlebe auch ich im Gespräch mit Jugendlichen, daß sie Ihr Interesse für okkulte Phänomene der Lektüre solcher Veröffentlichungen verdanken.
    Warum ziehen solche Darstellungen die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf sich? Es ist die Faszination des Übernatürlichen, des erfahrbaren Übernatürlichen, die hier am Werke ist. Weitergegeben wird sie nicht zuletzt von solchen Lebenserinnerungen, wie sie in den Zeitschriften veröffentlicht werden, auch dann wenn diese Veröffentlichungen auf authentische Erfahrungen zurückgreifen, wie es am Beispiel der Aussteigerin Ricarda S. deutlich wird. Man brauch nur einmal die Internetseiten konsultieren, um zusehen, wie hoch solche Berichte von den Satanisten gehandelt werden.

    Rock my soul in die Hände Satans
    Ähnliches muß auch von der seit den 60er Jahren die Jugendkultur dominierende Rockmusik gesagt werden. Hier waren es vor allem Mick Jagger und seine Rolling Stones, die beeinflußt von Kenneth Anger, 1967 mit dem Titel „Their Satanic Majestic Request“ und dem späteren „Sympathy for the Devil“ eine fatale Entwicklung anstießen. Viele Konzerte, vor allem im Bereich der Hardrocks sind seither zu okkulten und satanischen Happenings degradiert worden. Eigene Musikrichtungen, wie Black-, Trash-, und Death-Metal entwickelten sich. Musiker und Gruppen wie Black Sabbath, Black Widow, Ozzy Osborne, Living Death, Slayer,  AC/DC,  Demon Eyes, Iron Maiden, Alice Cooper, Venom und andere haben eine eigene okkult-satanische Kultur geschaffen, die heute kaum wegzudenken ist.
    Nicht immer sind die satanistischen Musiker auch wirklich Satanisten, wie das am Beispiel von den Musikern der Black-Metal Gruppe Slayer deutlich wird. Bob Larson berichtet von einer Konzerttournee der Gruppe durch Deutschland, die er als christlicher Journalist begleitete. Dabei fiel ihm die tiefe Kluft zwischen den dämonischgeladenen Konzerten und dem konzertfreien Alltag der Gruppe auf.  Slayer-Musiker seien keine Satanisten, stellte der Journalist am Ende der Tournee fest. Die satanischen Inhalte ihrer Lieder ist für sie nur eine Antwort auf ein entsprechendes Interesse der Jugend heute und somit ein Weg gutes Geld zu verdienen. Klingt harmlos, die Folgen bei den so bedienten Jugendlichen, sind jedoch nicht zu übersehen. Bob Larson führt in seinem Buch Fälle von Jugendlichen an, die gerade über Slayer zur bewussten Satansverehrung gekommen sind.
    Oft verstehen sich die jeweiligen Musiker auch als Missionare einer bestimmten Satanismus-Richtung wie folgendes Zitat eines Venom-Mitglieds anschaulich beweist. Auf die Frage, warum sie sich ein Satans-Image geben, antwortete er: „Unsere Texte sind vor allem beeinflußt durch ein Buch von Anton LaVey. Er gründete in Amerika die ´Church of Satan´ und das Buch heißt „In a Satanic Bible´  Dieses Buch ist mit Recht die Bibel des Satanismus. Wir verwenden keine Zitate aus diesem Buch, aber wir werden davon stark beeinflußt.“
    Besonders im Jugendspiritismus und -satanismus stellt diese Kultur einen besonderen Einstiegpool für den Jugendlichen dar.
    Erzieher als Verführer
    In seiner bereits oben erwähnten Presseerklärung warnte Minister Schwier die Lehrer in den Schulen davor, ihre Zöglinge leichtfertig mit okkulten Inhalten zu konfrontieren.  Der Verdacht des Ministers war keineswegs aus der Luft gegriffen. Im Oktober 1987 berichtete Der Spiegel von einem spiritistischen Kreis im Raum Bielefeld, der nur aus Pädagogen bestand.  Im gleichen Zeitraum kam es zu einer direkten Konfrontation zwischen eine Reihe von Eltern und einem Religionslehrer im Gymnasium Oerlinghausen, in der Nähe Bielefelds, weil diese die Schüler im Unterricht zum Pendeln und anderen okkulten Praktiken anleitete. Als Pastor einer evangelischen Freikirche in der Gegend war ich damals unmittelbar in die Ereignisse involviert. Auch aus anderen Orten wurden ähnliche Vorkommen bekannt.

    Ein Spiel mit dem Feuer
    Als eine der stärksten Verführungsmechanismen unter Jugendlichen erweisen sich heute die Fantasy-Rollenspiele, die seit der Amerikaner Gary Gygax Anfang des Siebziger Jahre das Prinzip erfand, heute den Spielemarkt überall in der westlichen Welt beherrschen. „Dungeons and Dragons“, ein Phantasiespiel für 2-6 Personen, daß die Teilnehmer durch eine Reihe von mystische Erfahrungen leitet und dabei eine breite Palette okkulter Praktiken ganz nebenbei vorstellt, ist seit seiner Erscheinung im Frühjahr 1974 immer noch ein Hit unter den Jugendlichen.  Und vor allem unter den Jugendlichen, wie entsprechende Studien in der Bundesrepublik Deutschland beweisen.  Gerade diese Altersgruppe vermag noch nicht immer zwischen der Wirklichkeit und der Fantasy-Welt unterscheiden. Die übernommene Rolle wird hier immer wieder in der realen Welt weitergelebt. Bob Larson zitiert einen der vielen Jugendlichen, der seine Erfahrungen auf den Punkt bringt: „Es bereitete mir geradezu ein sadistisches Vergnügen, meine Gegner zu töten. Wenn mich eine böse Gestalt bedrohte, behandelte ich sie unbewußt so, wie mich einer dieser Yuppies in der Schule fertiggemacht hatte. Ich benutzte das Spiel, um meine wirklichen Probleme in der Fantasie zu lösen. In dieser Welt hatte ich die Möglichkeiten, die Ereignisse zu beeinflussen.“
    Der Versuch Fantasy-Rollenspiele solcher Machart als harmlose Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt darzustellen muß entschieden zurückgewiesen werden. Gygax warnt die Spieler: „Die Beschwörungs- und Zauberformeln sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Spiels. Sie müssen unbedingt laut gesprochen werden.“ Er rät sie daher auswendig zu lernen.  In der Tat „D & D läßt sich nur dann mit Erfolg spielen, wenn man den Spielern erlaubt, Gewalt und Magie anzuwenden.“
    Fantasy-Rollenspiele führen den Spieler in eine Faszination des Okkulten ein, stellen ohne weiterer Erklärung okkulte Praktiken vor und zwingen die Teilnehmer in ihrer Fantasie zum Mitmachen. Die scheinbar harmlosen Begegnungen mit Dämonen entpupen sich jedoch bald als Realitäten und das magische Instrumentarium als willkommenes Instrument sich solcher Kräfte auch in der Realität zu bedienen. Der Einstieg in eine Beziehung mit satanischen Mächten beginnt.
    Neben den Fantasyspielen werden seit längerem auch direkt spiritistische Utesilien in Form von Spiel vermarktet. Das Ouija-Board ist dafür ein klassisches Beispiel. Aufgebaut auf dem Prinzip des Gläserrückens, werden hier Geister herausgerufen und zu verschiedenen Themen befragt. Gerade über das Gläserrücken kommen heute viele Jugendlichen in den Dunstkreis des Satanismus.

    V. Ein Vertrag mit dem Satan

    Nicht jeder Mensch, der sich mit okkulten Inhalten auseinandersetzt, ja gar Okkultismus praktiziert wird notwendigerweise zum Satanisten. Aber jeder der Satanist wird beschäftigt sich auch mit okkulten Praktiken. Was ist nun der Weg von bloßer Neugier zur Mitgliedschaft in schwarzen Kultgemeinschaften? Vereinfacht kann hierfür die berühmte Formel Marilyn Fergusons, der amerikanischen New Age Prophetin angewandt werden. Die Einweihung geschieht, nach Ferguson, nach einem Vier  Stufen-Plan. Die einzelnen Stufen werden als
    EINSTIEG,
    ERFORSCHUNG,
    INTEGRATION,
    VERSCHWÖRUNG
    bezeichnet. Es ist eine Art Selbstheilungs- oder Selbsterlösungsweg. Ferguson schreibt dazu: “Während der transformativen Entwicklung werden wir zu den Künstlern unseres eigenen Lebens”. Mit der vierten Stufe hat der Mensch dann die “Vollendung”, oder auch die totale “Selbstverwirklichung” erreicht. Er wird durchströmt vom neuen, nie vorher gekannten Bewußtsein  und Fähigkeit. Nach dem Willen der New Age Propheten hat er nun seine “Göttlichkeit” wieder erreicht.
    Hier schließt sich der Kreis  um die alte Lüge der Schlange im Paradies mit der sie Eva und Adam erfolgreich  zu Fall brachte. Auch die Schlange hatte behauptet: “Ihr werdet sein wie Gott”(1.Mo.3,15). Der Weg der Transformation ist daher ein schlau ausgeklüngelter Weg der Versuchung, der seine verführerische Schlagkraft bereits unzählige Male bewiesen hat. Ihn zu kennen, bedeutet die Gefahr rechtzeitig zu erkennen und somit fähig zu werden sich dagegen wehren.
    Der sanfte Einstieg in die Hölle
    In den seltensten Fällen beginnen Menschen ihre satanistische Karriere als Kinder von Satanisten. Natürlich gibt es diese Fälle auch, aber heute gilt immer noch, daß die große Mehrheit der praktizierenden Satanisten zum Satanismus konvertieren, sprich aus der grauen Masse der „Meute“, wie Ricarda S. sie nennt  dazugewonnen werden. Über Wege und Mittel der Verführung haben wurde bereits gesprochen.  Nicht selten die ersten Erfahrungen eher harmlos. Wer aber dann Interesse an mehr Nervenkitzel zeigt, gerät bald in die geschickten Hände der Verführer und der Weg nach unten beginnt.
    Mit gesteigerten Interesse zum Sinneswandel
    Was mit Gläserrücken beginnt, weckt schnell Lust auf mehr. Wer einmal die übersinnlichen Kräfte gespürt hat, der wird ständig versucht sein, sie besser beherrschen zu können. Wer einmal mit dem Jenseits Kontakt hatte, hat einen Spalt im Fenster geöffnet, der immer weiter wird. So und ähnlich beschreiben Menschen, die sich mit okkulten Phänomenen beschäftigen, ihre Erfahrungen. „Ich hatte immer wahnsinnige Angst vor den Begegnungen mit den Geistern, aber es ist wie eine Sucht“, sagte mir eine praktizierende Magierin, „je mehr du die von dort kennst, desto stärker wird der Zug.“ Und informieren kann man sich heute an jeder Ecke. Ein Meer an okkulter und spiritistischer Literatur ist bereits offen zugänglich. Das Internet bringt durch einen Mausklick detallierte Anleitungen in die Einsamkeit der Wohnstuben. Viele der hier beschriebenen satanischen Gruppierungen sind offiziell registrierte religiöse Vereine, die offen und ungeschminkt ihre düstere Propaganda verbreiten dürfen. Interessierte Leute haben schnell Kontakt gefunden. Und der Weg nach unten setzt sich fort.

    Jetzt gehörst Du zu uns
    Okkulte Erfahrungen, intensiver Austausch über satanische Verehrung, ermächtigt noch niemand zur Mitgliedschaft in einer satanistischen Gruppe. Im Fall Sandro Beyer handelte es sich offensichtlich um einen okkult interessierte jungen Mann, der jedoch keinen Zugang in die Gruppe fand. Je „satanistischer“ eine Gruppe, je mörderischer die Rituale, desto schwieriger der Zugang. Das bestätigen alle Berichte. In der Regel gelangt man nicht gleich auf eine schwarze Messe, sondern wird über eine Reihe von Erfahrungen dahin geführt. Erst wenn das Vertrauen hergestellt ist, gelangt man in den inneren Kreis der Gruppe. Die Aufklärungsjournalisten Guido und Michael Grandt weisen ausdrücklich darauf hin, daß der Zugang zu den inneren Zirkeln des satanistischen Treibens sehr schwer ist und nur über Vertrauen gelingt.  Ist aber ein solches Vertrauen aufgebaut, so beginnt der Weg nach innen, der über Satansweihen, verbunden mit Rituellem Missbrauch, Altarsex, bis hin zum Blutvertrag mit Satan geht.

    Vertrag mit dem Satan
    Im Gespräch mit Menschen, die sich auf satanistische Rituale eingelassen haben, fällt mir seit einigen Jahren auf, daß diese Menschen eine Art Vertrag mit dem Teufel geschlossen haben, der ihnen den Einstieg in den Satanismus ermöglicht. Auch wenn die Vertragstexte in den Wortformulierungen variieren mögen, ihr Inhalt orientiert sich meist an aus dem Mittelalter stammenden Teufelspakten, wie die Haacks mit Recht bemerken.  Folgende Grundmerkmale sind charakteristisch:
    Der Vertrag wird mit eigenem Blut geschrieben, oder wenigstens unterschrieben.
    Der Vertrag sieht vor, daß man Christus und seiner christlichen Kirche abschwört und sich bewußt von den sakramentalen Handlungen der Kirche, so z.B. der Taufe, lossagt.
    Der Unterzeichnende verspricht dem Satan blinden Gehorsam, wobei dieses Versprechen oft mit konkreten Verpflichtungen satanische Sabbate und Schwarze Messen zu besuchen, Opfergaben dem Satans zu bringen und anderes mehr, verbunden ist. In einigen dieser Verträge findet sich gar das Versprechen, jeden Monat ein Kind dem Satan zu Opfern.
    Der Unterzeichnende verpflichtet sich so viele wie möglich Menschen dem Satansdienst zu zuführen.
    Als Zeichen der Unterordnung bringen Satans Vertragspartner gewisse Symbole an ihrem Körper an, an Augenlidern, in den Achselhöhlen, auf den Lippen, den Schultern oder auf dem Gesäß und bei den Frauen auf den Brüsten und den Schamlippen.
    Verträge dieser Art müssen sowohl in der Seelsorge als auch generell sehr Ernst genommen werden, weil sie gegebenenfalls, besonders unter Einwirkung von Drogen und Alkohol zu Verbrechen führen können.

    VI. Was glauben Satanisten?

    Dogmatischer Anarchismus als Prinzip
    Was glauben Satanisten? Eine Antwort auf diese Frage würde Bücher füllen, da gemeinsame Glaubensvorstellungen dem Satanismus, der sich prinzipiell individualistisch und ikonoklastisch gibt, fremd sind. Im Satanismus herrscht in der Tat so etwas wie ein dogmatischer Anarchismus, der sich nicht zuletzt aus Crowleys Gesetz des Teleme ergibt. Nur sehr wenige Ansichten der Satanisten können als Allgemeingut der meisten Vertreter des Teufelskults gelten. Andere Ansichten, die von führenden Satanisten wie LaVey und Manson vertreten werden, sind zwar nicht allgemein akzeptiert, finden aber große Verbreitung. Und diese wenigen Grundsätze soll es nun hier gehen.
    Ein Buch der Offenbarung gibt es nicht
    Das Christentum so wie andere Weltreligionen sind Schriftreligionen, d.h. sie bauen ihre Vorstellungen auf einem Text, der als autoritative Basis allen Glaubens gesehen wird. Nicht so im Satanismus. Mit der Ablehnung Gottes als letztgültigen Autorität, lehnen sie auch jede Offenbarung ab, die eine solche Autorität beansprucht. Das gilt nicht nur im Bezug auf die Heilige Schrift, sondern auch im Bezug auf die von LaVey verfasste Satanische Bibel  oder den in satanistischen Kreisen so verbreiteten Schriften Crowleys.
    Die Satanische Bibel wurde, ähnlich der in Rußland von J. Jaroslavskij verfassten Bibel für Gläubige und Ungläubige, vor allem geschrieben, um sich über das Christentum und seine Glaubensvorstellungen lustig zu machen. Erst an zweiter Stelle bietet die Satanische Bibel Grundlagen zum Glauben und Leben eines Satanisten. Diese finden allesamt in der Förderung der Eigeninteressen des Einzelnen ihre Zuspitzung. Crowley´s Grundgesetz wird hier in aller Schärfe angewandt. Wollte also jemand die Anweisung der Satansbibel ernstnehmen und danach leben, so mußte er bald die Autorität dessen, was dieses Buch besagt, in Frage stellen und sich gegen diese und jede andere Autorität erheben.
    Gott ist …
    Wer jede Offenbarung ablehnt, wer so anarchistisch denkt, kann sich natürlich auch kein Absolut vorstellen. Auch wenn die satanistischen Gottesverständnisse sehr unterschiedlich ausfallen, so scheinen sich doch vier Grundtendenzen doch deutlich abzuzeichnen.
    1. Es gibt keinen Gott. Burton H. Wolfe schreibt: „Es gibt keinen Gott. Es gibt keine absolute, allmächtige Gottheit im Himmel die sich da um die Geschicke der Menschen kümmert. Da oben gibt es niemand der dir auch nur ein Stück Scheiße gäbe. Der Mensch ist der einzige Gott. Der Mensch muß belehrt werden sich vor sich selbst und den anderen Menschen für seine Taten zu verantworten.“
    2. Gott ist die Macht der Natur, eine unpersönliche Urwirklichkeit. LaVey schreibt dazu: „Es ist ein weitverbreitetes Missverständnis, daß der Satanist nicht an Gott glaube. Die Vorstellung von einem ´Gott´, wie die Menschen es verstanden haben, hat sich im Laufe der Zeit so oft geändert, so daß der Satanist meist die Definition akzeptiert, die ihm am besten persönlich passt. Menschen haben immer ihre eigenen Götter geschaffen, viel eher als das ihre Götter sie gemacht hätten. … Für einen Satanisten ist ´Gott´ – mit welchem Namen er auch immer genannt wird, oder auch überhaupt ohne jeglichen Namen – eine ausgleichenden Kraft in der Natur, und nicht ein Wesen daß sich mit dem Leid beschäftigt. Diese mächtige Kraft die das Universum durchzieht und ausgleicht ist viel zu unpersönlich um sich für das Glück oder Misere der aus Fleisch und Blut bestehenden Kreaturen auf diesem Ball aus Dreck, auf dem wir leben, zu kümmern.“
    3. Gott ist das eigene ich. LaVey schreibt: „Ich bin ein Satanist! Verbeuge dich, denn ich bin die höchste Verkörperung menschlichen Lebens.“  Unumwunden bekennt der Leiter der Satanskirche Gott zu sein. Hendrik M., einer der Mörder von Sandro Beyer aus Sondershausen, schrieb aus dem Gefängnis an seine Freunde: „… Böse sein bedeutet noch viel mehr, als nur ein anderes Image zu haben. Es ist eine Lebenseinstellung … was wäre dazu angebrachter als eine Religion. So viele Menschen bekennen sich zu irgendwelchen lächerlichen Religionen, warum nicht auch wir. Warum sich nicht zur stärksten Religion bekennen, eine Religion mit sich selbst als Gott, eine Religion, die wirklich Macht und Kraft verleiht …“
    4. Satan ist Gott. Diese Vorstellung findet sich so in den wenigsten Dokumenten der Satanisten wieder. Im Jugendsatanismus dagegen wird Satan oft göttliche Verehrung zuteil.

    Satan – ein Mittel zum Zweck
    Auch in ihrem Satansverständnis unterscheiden sich die Satanisten von einander. Vier Vorstellungen dominieren allerdings:
    1. Die einen stellen sich den Satan als eine natürliche, nicht-materielle Kraft oder Wirklichkeit vor, die entweder neutral, oder auch grundsätzlich schwarz gedacht wird. Burton H. Wolfe beschreibt ihn „nicht als einen stereotypen Genossen, gekleidet in roten Überhang, mit Hörner, Schwanz und Mistgabel, sondern als  schwarze Kräfte in der Natur, die die Menschen erst beginnen zu erfassen.“  Diese Kräfte lernen die Satanisten für sich zu instrumentalisieren, weil sie „ein Reservoir“ von Kraft darstellen, die bis jetzt der Menschheit verschlossen geblieben sind.
    2. Andere beziehen die Bezeichnung Satan auf sich selbst. So hat sich Aleister Crowley als die Inkarnation Satans verstanden, weil das die logische Folgerung seiner Philosophie der Selbstverwirklichung zu sein schien. Bob & Gretchen Passantino erwähnen einen Fall, wo ein Satanist, gefragt, ob er jemals zu Satan gesprochen habe, antwortete: „Sie sehen Satan gerade an und sprechen zu ihm“.
    3. Wieder andere, sehr oft Jugendliche, die mit dem Satanismus spielen, glauben an den Satan so wie er in der Bibel vorgestellt wird, jedoch mit der einen Ausnahme, daß sie ihm alle Qualitäten zuschreiben, die die Heilige Schrift Jesus zuerkennt. Ich erinnere mich noch gut, wie mich zwei völlig in Schwarz gekleidete Jugendliche besuchten und sich als Priester des Satans vorstellten. Gefragt, ob sie denn noch nie die Bibel gelesen haben und nicht wüssten, was die Heilige Schrift solchen Menschen in Aussicht stellt, die sich mit

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    2006/07/31 at 8:01 pm
  • From ali on Jennifer Nitsch – Mysteriöser Todesfall

    „Alles ist bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben“
    (Hebr. 4, 13).

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    2006/07/31 at 8:36 pm
  • From Lichtträger on Freundschaft kann leben retten

    _Sprüche 17,17_:
    “Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren.”

    Dieser Bibelvers hat sich auch in meinem Leben total bewahrheitet. Gott möchte nicht, dass wir allein unser Leben leben, er lässt Menschen unseren Weg kreuzen, durch die er uns verändern will, die uns lieben und die da sind, wenn wir nicht weiter wissen! Gott begegnet mir so oft durch andere Menschen und dann kann ich ein Stück seine unendliche Liebe zu mir begreifen!

    “Danke, Vater, dass du Menschen zu Freunden machst und du mit echten Freunden so viel tun kannst! Danke, dass du mir Freunde schenkst, obwohl ich die nicht verdient habe und danke, dass du so unheimlich gnädig bist! Ich wünsche mir so sehr, dass jeder die Freundschaft mit dir erfährt und die ihm auch Freunde hier auf der Erde schenkst! Danke, dass du der allerbeste Freund bist, den wir je bekommen können und das die Freundschaft mit dir wirklich Leben rettet! Amen.”

    Ich wünsche jedem, der dies liest Gottes Segen, dort, wo er ihn am meisten benötigt!
    Er wird euch immer beistehen, wenn ihr ihn braucht!

    Lichtträger

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    2006/08/01 at 4:54 pm
  • From rastarrcool on Tuff Gong´s dead! Warum Bob Marley so früh sterben musste

    eat this!

    ihr verurteilt in eruem artikel rastafari, doch eure homepage ist mit den typischen farben ausgeschmückt!
    ihr verurteilt das ganja, dass gott uns gegeben hat (siehe in der bibel!!!!) und auf unserer heiligen erde wächst und nicht durch den menschen wie irgendeine andere droge hergestellt wird.
    ihr verurteilt die tatsache, dass bob sich bis zu seinem tode an die regeln seines glauben hielt? wieso durfte bob nicht das glauben, andass er glaubte?? wollt ihr mir sagen, dass rastafari die falsche religion sei? wenn ja, dann beweist es mir bitte!!!! bis dahin will ich keine urteile mehr über andere religionen hören! denn im grunde predigen die meisten religionen doch nur eins: liebe!
    und wie es (ich glaube er war es) lutan fyah einmal gesagt hat: meine mutter lehrt mich 3+4, die mutter meines freundes lehrt 1+6  und deine mutter lehrt dir 2*5. und falls ihr ohne taschenrechner nicht auf das ergebnis kommt: 7! LIEBE!

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    2006/08/03 at 12:18 am
  • From chris on Tuff Gong´s dead! Warum Bob Marley so früh sterben musste

    2*5 ist 10

    Wir mögen Farben und auch den Konsum der Produkte dieser Erde. Wir mögen auch die Liebe. Aber wir mögen keine tödlichen Giftpilze. Wir mögen auch nicht den Mißbrauch und die Perversion von Liebe, die Menschen zerstört. Wir mögen auch keine Religionen. Alle Religionen sind von Menschen ausgedacht und machen Menschen zu Sklaven dieser Idee. Religion bedeutet, dass der Mensch versucht aus sich selbst zu Gott zu kommen.

    Wir lieben Jesus Christus, der obwohl Er Gott ist, zu uns kam, indem Er sich zum Menschen gemacht hat und Seine grenzenlose Liebe darin bewiesen hat, dass Er sich selbst aufgegeben hat für uns. Hier ist die Liebe. Hier ist die Schönheit. Hier ist die Freiheit. Hier ist der Genuss. Hier ist der Schöpfer, der alles das gemacht hat.

    Lg, Chris

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    2006/08/03 at 3:21 pm
  • From GOLDFISCH on Freundschaft kann leben retten

    Für mich wurden Freunde auch schon wirklich zu Lebensrettern! Und ich habe oft erlebt, dass gerade dann Freunde aus meiner Gemeinde von Gott gedrängt wurden, zu mir zu kommen, wenn ich innerlich oder insgesamt in Not war und das war jedesmal auch ein Vertrauensstärkung!
    Und das wird weiterhin so sein. Es ist so ein Gewinn, zu Gottes Familie gehören zu dürfen! Mir fällt zu dem Thema ein Text ein, den ein Freund von Jesus aufgeschrieben hat. Wenn er von sich sprach, nannte er nicht unbedingt seinen Namen, sondern bezeichnete sich mehrfach als den Jünger, den Jesus besonders liebte, Johannes (in seinem Evangelium kommt das zum Ausdruck)! Er hat auch die Johannesbriefe ziemlich weit hinten im Neuen Testament verfasst und schreibt da: “Die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, lautet: Wir sollen einander lieben! Wir sollen nicht sein wie Kain, der vom Teufel stammte und seinen Bruder ermordete. Warum hat er ihn ermordet? Weil seine eigenen Taten schlecht waren, aber die seines Bruders gut.
    Wundert euch also nicht, meine Brüder und Schwestern, wenn die Welt euch hasst. Wir wissen, dass wir den Tod hinter uns gelassen und das unvergängliche Leben erreicht haben. Wir erkennen es daran, dass wir unsere Glaubensgeschwister lieben.
    Wer dagegen nicht liebt, bleibt im Tod. Wer seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst, dass in keinem Mörder ewiges Leben sein und bleiben kann.
    Christus gab sein Leben für uns hin; daran haben wir erkannt, was Liebe ist. Auch wir müssen deshalb unser Leben für unsere Brüder und Schwestern einsetzen. Angenommen, jemand hat alles, was er in der Welt braucht. Nun sieht er seinen Bruder oder seine Schwester Not leiden, verschließt aber sein Herz vor ihnen. Wie kann da die Liebe Gottes in ihm bleiben und er in ihr? Meine Kinder, unsere Liebe darf nicht nur aus schönen Worten bestehen. Sie muss sich in Taten zeigen, die der Wahrheit entsprechen: der Liebe, die Gott uns erwiesen hat. Daran werden wir erkennen, dass die Wahrheit Gottes unser Leben bestimmt. Damit werden wir auch unser Herz vor Gott beruhigen können, wenn es uns anklagt, weil unsere Liebe doch immer Stückwerk bleibt. Denn wir dürfen wissen: Gott ist größer als unser Herz und weiß alles, er kennt unser Bemühen wie unsere Grenzen. Ihr Lieben, wenn unser Herz uns nicht mehr anklagt, dann können wir mit Zuversicht zu Gott aufschauen. Wir erhalten von ihm, worum wir bitten, weil wir seine Gebote befolgen und tun, was ihm gefällt. Sein Gebot ist: Wir sollen uns zu seinem Sohn Jesus Christus bekennen und einander so lieben, wie er es uns befohlen hat. Wer Gottes Gebot befolgt, bleibt mit Gott verbunden und Gott mit ihm. Durch den Geist, den er uns gegeben hat, wissen wir, dass Gott in uns lebt. (Johannes 3,11-24)
    Das gibt meinem Leben eine ganz tiefe Geborgenheit. Super!
    goldfisch

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    2006/08/03 at 4:29 pm
  • From cordobesaleman on Buddhisten sind die besseren Christen

    Bedenklich!

    Sicher hat sich der Autor bei diesem Artikel viel Mühe gegeben. Für eine objektive Gegenüberstellungen fehlen aber jegliche literarischen Bezugspunkte und Quellenangaben. Mit Zitaten könnte man diesen Artikel um einiges aufbessern. Zur Zeit kann ich leider nicht zwischen der persönlichen Meinung des Autors und wirklichem Fachwissen differenzieren. Sehr Schade!!! Aber ist es am Ende nicht eher wichtig DAS wir glauben und nicht über welchen Weg wir zu Gott gekommen sind???

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    2006/08/04 at 12:58 am
  • From on Freundschaft kann leben retten

    Danke für die Texte, mußte grad weinen wo ich das gelesen habe….

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    2006/08/04 at 11:40 am
  • From ali on Buddhisten sind die besseren Christen

    Keine Religion rettet, auch nicht die christliche, wenn sie sich als Religion gebärdet. Es gibt nur einen Gott, nämlich den, der Himmel und Erde gemacht hat. Nur die Bibel berichtet von diesem Gott. Nur er kann uns darum verbindlich sagen, was zu unserer Rettung dient. Wäre irgendeine Religion in der Lage, uns vor der ewigen Verlorenheit retten zu können, so hätte Gott uns diese genannt. Der Kreuzestod Jesu wäre dann nicht erforderlich gewesen. Da aber das Opfer von Golgatha erbracht wurde, war es zur Rettung unbedingt nötig. Somit gibt uns das Kreuz Jesu den eindeutigen Hinweis, dass es keine billigere Methode gab, um die Sünde vor dem heiligen Gott zu tilgen. Im Kreuzestod Jesu hat Gott unsere Sünde gerichtet, so dass uns nun allein die persönliche Hinwendung zu Jesus Christus und die Übergabe unseres Lebens an ihn retten. In allen Religionen muss sich der Mensch durch eigene Anstrengung selbst erlösen; nach dem Evangelium hat Gott alles durch seinen eigenen Sohn getan, und der Mensch nimmt das Heil nur noch im Glauben in Empfang. Darum heißt es in Apostelgeschichte 4,12 auch so ausschließlich: „In keinem andern ist das Heil, ist auch kein anderer Name (außer Jesus) unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden.“ Außer Jesus gibt es keine andere Brücke in den Himmel!

    Alle Religionen sind nur glitzernde Fata Morganen in der Wüste einer verlorenen Menschheit. Einem Verdurstenden hilft kein Wahnbild einer Wasserquelle. Ebenso bringt die Toleranzidee gegenüber allen Phantasiegebilden den Menschen letztlich zu Tode (Spr 14,12). Er braucht frisches Wasser. Die Bibel zeigt mit großer Eindeutigkeit auf die einzige reale Oase, auf die einzige Überlebenschance, auf Jesus Christus:

    „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6). „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1 Kor 3,11). „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht“ (1 Joh 5,12).

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    2006/08/04 at 11:43 am
  • From tzjr on Steffen & The Sound Of Eternity

    srth

    Friedrich Nietzsche,

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    2006/08/04 at 6:29 pm
  • From ali on Steffen & The Sound Of Eternity

    starb wahnsinnig.
    ali

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    2006/08/04 at 6:41 pm
  • From Kalle Kompost on Steffen & The Sound Of Eternity

    Ich mag Nietzsche

    Kannste mal sehen, Ali – da hatte Gott in Bezug auf Nietzsche genauso viel Humor wie du …oller Spielverderber.

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    2006/08/04 at 6:57 pm
  • From dafresl on Buddhisten sind die besseren Christen

    Letzte Worte

    Die letzten Worte Buddhas:

    “Ich habe es nicht geschafft.”

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    2006/08/04 at 7:03 pm
  • From Natchen on Warum hast du Angst?

    Es stimmt viele Menschen bauen eine künstliche Fassade vor ihr Herz. Aber um ehrlich zu sein, diese Schicht kann einen vor großen Schmerzen bewahren. Oder vielleicht sind die Schmerzen vorhanden, aber dann zumindest nicht für jeden sichtbar. So ist es auch bei mir. Ich möchte nicht, dasss jemand sieht, dass er mich verletzt oder getroffen hat. Dass er es getan hat ist schmerzlich genug, dann muss er nicht auch noch die Genugtuung haben, das zu merken. Diese Einstellung ist falsch und ich wirke auf Fremde oft gefühlskalt, aber ich brauche diese innere Fassade einfach.

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    2006/08/04 at 10:36 pm
  • From ali on Steffen & The Sound Of Eternity

    nietzsche knutschte mit pferden. der hatte humor.
    da sind wir nichts dagegen.
    ali

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    2006/08/05 at 1:25 am
  • From ali on Buddhisten sind die besseren Christen

    Buddha war Atheist. Er glaubte nicht an Götter, Geister oder ähnliches. Er glaubte auch nicht an die Existenz von Materie, oder von einem tatsächlich existierenden “Ich”. Als Prinz an einem reichen Hof aufgewachsen war er schockiert, als er das Leiden außerhalb der Gartenmauern des väterlichen Palastes entdeckte. Dieses Leiden war so sinnlos, so unerklärlich, wie es auch heute vielen Menschen ist, die Gott fragen, warum er das Böse in der Welt zulässt. Buddhas Antwort auf das Leiden ist deshalb auch, dass es kein Leiden gibt. Und keine Erde und keinen Menschen. Alles ist Illusion, und der Weg zur Befreiung aus dieser Illusion ist die Einsicht, dass es mich und alles andere gar nicht gibt.

    Buddha lebte einen sogenannten mittleren Weg, zwischen strenger Askese und normalem Leben. Er sammelte, ähnlich wie Jesus, eine Reihe von Jüngern um sich. Mit 80 Jahren starb er im Kreis seiner Jüngern, friedlich und “erlöst”. Jesus beanwortete die Frage nach dem Leiden von Gott her, Buddhas von einem Schicksal her, dass er dharma nannte. Jesus reagierte auf das Leiden mit der Bereitschaft, selbst zu leiden, Buddha zeigte, wie er dem Leiden entkam. Jesus überwindet den Tod und degradiert ihn zu einem flüchtigen Übergangsstadium in eine Welt in ohne Tränen, Buddha integriert den Tod und betrachtet ihn als die Befreiung selbst, das erlösende Nichts. Buddhas Lehre ist uneinheitlich, unscharf und im Laufe der Geschichte des Buddhismus vielen Ergänzungen und Veränderungen unterworfen. Jesu Lehre ist Grundlage aller Kirchen und in Form der Bibel hervorragend bis heute erhalten geblieben. Erlösung im Buddhismus kann auf vielen verschiedenen Wegen geschehen, Erlösung bei Jesus geschieht nur am Kreuz.

    Viele Menschen in der westlichen Welt sind Sympathisanten des Buddhismus. Das liegt unter anderem an der sehr großen Offenheit dieser Religion gegenüber anderen Ideen. Diese Offenheit entspricht der Mentalität postmoderner Menschen. Man kann Jesus von hier ausgehend zu Recht den Vorwurf machen, dass sein Ansatz zur Erlösung der Menschen sehr eng und schmal ist. Solange Religion nur ein System ist, eine nützliche Lehre oder eine interessante und in Dogmen gefasste Lebenserfahrung, ist dieser Vorwurf auch berechtigt. Es gibt nur einen Umstand, der die Haltung Jesu entschuldigen kann: wenn das, was Jesus sagte und tat, wirklich die Wahrheit ist.

    Jesu Wahrheitsanspruch bestätigt sich in den Zeichen, die er tut. Die Wunder Buddhas sind seine Erleuchtung, seine erste Predigt und sein Tod. Jesu Wahrheitsanspruch bestätigt sich in seiner Auferstehung. Buddhas Leichnam ist bis heute nicht mehr lebendig geworden.

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    2006/08/05 at 1:29 am
  • From Markus Kenn on Gandhis Erben

    Ich habe den bericht über “Gandhis Erben” gelesen. Ohne die religiösen Gefühle eines anderen verletzen zu wollen, ist es mir ein Rätsel, warum man Menschen danach beurteilt, wo sie hineingeboren sind. Sicher: Bei uns im Abendland war es oft auch nicht besser; der älteste Sohn eines Königs war der Kronprinz, ob er dazu geschaffen war oder nicht. Die ältesten Söhne mussten auch bei uns den Beruf des Vaters übernehmen; keiner fragte sie nach Eignung oder Neigung, und auch heute urteilen auch “wir” im Abendland oft nach Äusserlichkeiten. Ich muss zugeben, dass ich mich auch noch oft genug vom Schein täuschen lasse. Aber so darf es nicht sein.

    Wir dürfen sicher sein, dass es bei Jesus keine Klassen oder Standesunterschiede gibt, keine höheren oder niederen Kasten. Jeder einzelne Mensch hat seine Aufgabe, und der “einfache Mann von der Strasse” ist in den Augen Gottes genauso viel wert wir der Superreiche. Allen Menschen in Liebe begegnen, das ist unsere Aufgabe.

    Im Gegensatz zum Hinduismus – wie auch zu den anderen Religionen – hat unser Gott, der Gott der Bibel, Freude nicht am Oopfer, sondern an der Barmherzigkeit. Wenn ich einem anderen helfe, dann ist das mehr wert als Fastentage, als gestiftete Kerzen oder Buß- und Gebetsübungen. Der barmherzige Samariter ist im Gleichnis das Beispiel für praktischen christlichen Glauben: Tätige Liebe.

    Schliessen wir die nationalistischen hinduistischen Priester mit in unser Gebet ein, damit sie auch den wahren Gott erkennen dürfen. Indiens Probleme rühren doch gerade daher, dass viele Hindus resigniert sich in ihr vermeintliches Schicksal, das Karma, fügen. Wer Indien wirklich helfen möchte, tut gut daran, die christliche Mission zu stärken und Menschen dort zu Jesus zu führen, denn wer sich von Gott geliebt weiss, der liebt auch seinen Nächsten. Das verändert grundlegend.

    Mission aber tut überall not: Leidet Russland mit seinem Alkoholismus nicht auch daran, dass sie den Gott der Bibel – trotz orthodoxer Kirche – kaum kennt? In Afrika sind die Menschen durch den Ahnenkult wie gelähmt. Die Krise Japans rührt unter anderem daher, dass sie an Feng Shui und anderen fernöstlichen Praktiken glauben statt mit gesundem Menschenverstand die Probleme anzugehen.

    Aber auch hier in Europa erleben und durchleben wir ähnliche Probleme: Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und in den Verbänden befragen Wahrsager und Zeichendeuter statt sich auf fundierte Quellen zu stützen. Immer mehr unserer Mitbürger wenden sich fernöstlichen Religionen und Praktiken zu wie Akkupunktur, Yoga und dgl. Wer bei Kampfsportarten wie Judo, Karate oder Kung Fu nicht aufpasst, wird von fernöstlichen Lehren “durchseucht”.

    Das eigentliche geistige und geistliche “Aids” sind unbiblische und damit unwahre, lähmende Einstellungen. Wer sich z. B. dem Okkulten zuwendet, leidet oft an Depressionen, Psychosen und Verfolgungswahn.

    Mit freundlichen Grüssen
    Euer

    Markus Kenn

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    2006/08/05 at 3:57 pm
  • From wellvita on Gandhis Erben

    Es sind dies vermutlich genau jene Kräfte, die letztlich auch den Tod von Mahatma Gandhi verursacht haben.

    Immer wieder geht es um Macht, wenn Menschenrechte verletzt werden.

    Da Gandhi seinen Leuten die SATYAGRAHA gelehrt hat wäre es gut denkbar, dass die Christen in Indien sich dieses Vermächtnisses erinnern, was für mich so viel wie… “und wer auf Deine rechte Wange schlägt, dem halte auch die linke entgegen”… bedeuten könnte.

    Satyagraha

    Satyagraha ist der Begriff im Zentrum von Gandhis Philosophie der Gewaltlosigkeit. Er selbst erläutert den Begriff folgendermaßen:

    Den Begriff Satyagraha habe ich in Südafrika geprägt, um der Kraft einen Namen zu geben, mit der die Inder dort für volle 8 Jahre (1906- 1914) gekämpft haben. Ich sprach von Satyagraha, um diese Kraft von der Bewegung zu unterscheiden, die damals in Großbritannien und Südafrika unter dem Namen des passiven Widerstands lief.

    Die Satyagraha ist vom passiven Widerstand so weit entfernt wie der Nordpol vom Südpol. Der passive Widerstand ist die Waffe der Schwachen und dabei ist die Anwendung von physischem Druck oder verletzender Gewalt nicht grundsätzlich ausgeschlossen, um das Ziel zu erreichen. Dagegen ist Satyagraha eine Waffe für die Stärksten. Hierbei ist die Anwendung von Gewalt in jeder Form ausgeschlossen. (…) Dieses Gesetz der Liebe ist nichts anderes als das Gesetz der Wahrheit. Ohne Wahrheit gibt es keine Liebe. (…)

    Satyagraha wird auch die Kraft der Seele genannt, weil die Gewissheit einer allem innewohnenden Seele notwendig ist, wenn der Satyagrahi daran glauben soll, dass der Tod nicht das Ende, sondern den Höhepunkt des Kampfes bedeutet. (…) Und im Wissen, dass die Seele den Körper überlebt, brennt er nicht ungeduldig darauf, den Sieg der Wahrheit im gegenwärtigen Körper zu erleben. (…) Trotzdem wurde dagegen eingewandt, dass die Satyagraha — wie wir sie verstehen — nur von einer auserwählten Minderheit praktiziert werden könne. Meine Erfahrung beweist das Gegenteil. Werden ihre einfachen Grundsätze — Festhalten an der Wahrheit und durch eigenes Leiden dafür Einstehen — erst einmal begriffen, kann jeder die Satyagraha praktizieren. (…)

    Doch auf politischer Ebene besteht der Kampf im Namen des Volkes vorwiegend darin, dem Irrtum in Form ungerechter Gesetze entgegenzutreten. Wenn es misslungen ist, dem Gesetzgeber den Irrtum durch Petitionen und dergleichen eindringlich vor Augen zu führen, bleibt einem als einziges Gegenmittel — wenn man sich nicht unterwerfen will —, ihn zu zwingen, die Gesetze aufzuheben, indem man durch Verletzung des Gesetzes eine Bestrafung herausfordert und dadurch selbst Leiden auf sich nimmt. Deshalb erscheint die Satyagraha der Öffentlichkeit weiterhin als ziviler Ungehorsam oder ziviler Widerstand. “Zivil” ist in dem Sinne aufzufassen, dass dieses Vorgehen nicht kriminell ist.

    Der Salzmarsch von 1930

    Im Jahre 1930 begann Gandhi eine neue Kampagne, die Salz-Satyagraha. Gandhi und seine Anhänger machten sich vom Ashram Ahmedabad auf den Weg zum über 200 Meilen entfernten Arabischen Meer, wo er einige Salzkörner aus dem Ozean auflesen wollte. Diese Aktion war der symbolische Brennpunkt einer Kampagne bürgerlichen Ungehorsams, bei der zunächst das staatliche Salzmonopol übertreten wurde. Vor Beginn hatte Gandhi einen Brief an den Vizekönig gesandt “Lieber Freund (…) Ich halte die englische Herrschaft für einen Fluch (…) Ich beabsichtige nicht, auch nur einem Engländer ein Leid zuzufügen oder ihn in einem legitimen Interesse zu beeinträchtigen, das er hier in Indien verfolgen mag (…) Mein Ehrgeiz besteht in nichts Geringerem als darin, das englische Volk durch Gewaltlosigkeit zu bekehren und zu der Erkenntnis zu führen, welches Unrecht es Indien angetan hat. Ich beabsichtige nicht, verletzend zu Ihrem Volk zu sein. Vielmehr möchte ich ihm ebenso dienen wie meinem eigenen (…)”

    Doch der Vizekönig antwortete nicht einmal persönlich. Am Abend des 11 März 1930 hielt Gandhi seine letzte Gebetsversammlung vor dem Marsch ab. “Nach allem, was ich während der letzten zwei Wochen erlebt habe, bin ich geneigt zu glauben, dass der Strom derer, die bürgerlichen Widerstand leisten wollen, nicht abreißen wird. Doch lasst auch nicht den geringsten Anschein entstehen, als wolltet ihr den Frieden brechen, selbst dann nicht, nachdem wir alle verhaftet worden sind. Wir haben beschlossen, alle Reserven für die Verfolgung eines ausschließlich gewaltlosen Kampfes einzusetzen. Lasst nicht zu, dass jemand im Zorn unüberlegt Handlungen begeht. Das ist meine Hoffnung und inständige Bitte. Ich wünschte nur, dass diese meine Worte jeden Winkel und jede Ecke des Landes erreichten.”

    Die Aktion sollte sich über ganz Indien ausbreiten. Wo immer dies möglich war, sollte mit bürgerlichem Ungehorsam gegenüber den Salzgesetzen begonnen werden Es galt für gesetzwidrig, Salz herzustellen, wo auch immer die Voraussetzungen dafür gegeben waren. Der Besitz und Verkauf von geschmuggeltem Salz (das natürliches Salz oder Salzerde mit einschloss) galt gleichfalls als Verstoß. Jedermann, der solches Salz verkaufte, machte sich strafbar. Von den natürlichen Salzablagerungen an der Küste etwas zu entnehmen und fortzutragen, galt nicht minder als Gesetzesbruch.

    Für die Aktion standen Gandhi eine umfangreiche Gruppe gut ausgebildeter Satyagrahi zur Verfügung, gleich gut geschult zur Überwachung wie zur Propagandaarbeit in der breiten Menge. Sie wurden zusammengehalten durch ein gemeinschaftlich abgelegtes Gelübde und durch die Lebensregeln des “Ashram-im-Aufbruch”, die drei Punkte umfassten: Gebet, Spinnen und das Führen eines Tagebuches. Sie hatten eine einheitliche Kleidung (eine Art Uniform aus Khaki) und trugen die Kopfbedeckung von Gefängnisinsassen.

    Nach 24 Tagen Marsch am Indischen Ozean angekommen, hob Gandhi einige Brocken Salz auf — ein Signal, überall auf dem Subkontinent Gleiches zu tun. Das Rohmaterial wurde ins Landesinnere getragen, wo man es auf Hausdächern in Pfannen weiterverarbeitete und dann verkaufte. Über 50.000 Inder wanderten ins Gefängnis, weil sie gegen das Salzgesetz verstoßen hatten. Die ganze Aktion verlief ohne nennenswerte Gewalttätigkeiten, gerade dies erregte jedoch die Polizei.

    Der Bericht des englischen Journalisten Webb Miller, der eine Auseinandersetzung miterlebt hatte, ist zur klassischen Schilderung von Satyagraha in vorderster Kampflinie geworden. 2.500 Freiwillige marschierten auf die Salzwerke von Dhrasana zu:

    “In vollkommenem Schweigen rückten Gandhis Männer vor und machten etwa hundert Meter vor den Absperrungen halt. Eine ausgewählte Kolonne löste sich aus der Menge, durchwatete die Wassergräben und näherte sich den Stacheldrahtverhauen (…) Auf ein Kommandowort stürzten sich plötzlich eine große Meute einheimischer Polizisten auf die vorrückenden Marschierer und ein Hagel von Schlägen, ausgeteilt mit stahlbeschlagenen Lathis (Schlagstöcken) ging auf ihre Köpfe nieder. Nicht ein einziger Marschierer erhob auch nur einen Arm, um die Schläge abzuwehren. Wie umgestürzte Kegel fielen sie zu Boden. Von dort aus, wo ich stand, konnte ich das Übelkeit erregende Aufkrachen der Knüppel auf ungeschützte Schädeldecken hören. Die wartende Menge stöhnte und sog bei jedem Schlag in nachempfundenem Schmerz scharf die Luft ein. Diejenigen, die niedergeschlagen wurden, fielen gleich zu Boden, bewusstlos oder sich windend, mit gebrochenen Schädeldecken oder Schultergelenken (…). Die bisher verschont Gebliebenen marschierten; ohne aus ihren Reihen auszubrechen, still und verbissen vorwärts, bis auch sie niedergemacht wurden. Sie schritten gleichmäßig voran, mit erhobenen Köpfen, ohne die Aufmunterung durch Musik oder anfeuernde Rufe und ohne dass ihnen die Möglichkeit gelassen wurde, schweren Verletzungen oder dem Tod zu entgehen. Die Polizei machte weitere Ausfälle und schlug auch die zweite Marschkolonne nieder. Es gab keinen Kampf, keine Handgreiflichkeiten; die Marschierer schritten einfach weiter vorwärts, bis auch sie niedergeschlagen wurden (…)”

    Nach diesem Einsatz fiel den Männern in Uniform, die sich mit all ihrer überlegenen Ausrüstung schutzlos fühlten, nichts anderes mehr ein, als was uniformierte Männer in ähnlichen Situationen gleichsam wie eine “natürliche” Eingebung überkommt: wenn es ihnen nicht gelingen konnte, den Freiwilligen die Schädel einzuschlagen, so traten und schlugen sie ihnen jetzt in die Geschlechtsteile. “Stunde um Stunde wurden Ströme von bewegungslosen, blutenden Leibern auf Tragbahren zurückgetragen”, so Webb Miller.

    Was hatten die Satyagrahi erreicht? Sie konnten die Salzwerke nicht einnehmen; noch wurde die Salt Act in ihrer Gesamtheit formell aufgehoben. Doch dies, so begann der Welt langsam aufzugehen, war nicht der entscheidende Punkt. Die Salz-Satyagraha hatte der Welt den nahezu makellosen Gebrauch eines neuen Instruments friedlicher Militanz demonstriert.

    Was… wenn die Christen in Indien Ähnliches machen…

    Man stelle sich vor… an die 30 bis 30 Millionen Menschen (die angebl. Zahl der Christen in Indien) erheben sich und machen eine SATYAGRAHA >>PRO<< Jesus Christus!!!

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    2006/08/05 at 5:22 pm
  • From Natchen on Seesterne

    Wie wahr!

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    2006/08/06 at 10:41 am