Wie manipuliert uns Musik?

Ein Phänomen der heutigen Welt ist die permanente Beeinflussung durch Musik. Man kann gar nicht mehr weg laufen vor der, auf den Konsumenten perfekt abgestimmten Musik, egal ob im Kaufhaus, im Kino oder aus dem i-Pod.

Man weiß, dass man durch Musik Menschen manipulieren kann. Kaufhäuser z.B. lassen gerne seichte Fahrstuhlmusik erklingen, damit die Leute sich richtig wohlfühlen, sich lange bei ihnen aufhalten und möglichst viel Produkte kaufen.

Wenn man sich mit der Wirkung von Musik befasst, dann ist es bemerkenswert, was Aleister Crowley über Musik sagte. Crowley wirkte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und war der Vater des modernen Satanismus. Sein oberstes Gebot war: „Tue was du willst! Dein Wille ist das ganze Gesetz.“ Die meisten Rockstars haben sich genau diese Maxime auf die Fahnen geschrieben. Aleister Crowley starb 1947 und hat den Beginn der Rock’n Roll Ära nicht mehr miterlebt, dennoch bereitete er sie vor. Er war der Meinung, dass man als Satanist zum Musikgenie werden könne. Der Blues-Musiker Robert Johnson, der vorher ein miserabler Musiker war, soll in den 40er und 50er Jahren zu einem Star geworden sein, weil er an einer Straßenkreuzung dem Teufel seine Seele verkauft hat.

Crowley setzte sich gewisse Ziele, mit denen er das sogenannte christliche Abendland verändern wollte. Dazu gehörten:



  • Die Durchsetzung der Maxime: „Tue, was du willst! Dein Wille ist das ganze Gesetz!“

  • Der Start einer Drogen-Revolution

  • Der Beginn einer Sex-Revolution

  • Die Verbindung der östlichen Mystik mit dem westlichen Okkultismus

  • Die Untergrabung jeglicher Autoritäten und Auflehnung gegen etablierte Ordnungen, vor allem die des Christentums

  • Die Herbeiführung einer neuen Weltordnung unter dem Antichristen

 

So sagte er dann auch wörtlich: „Ich sage heute: Zur Hölle mit dem Christentum… Ich werde mir einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, ich will Lästerung, Morde, Vergewaltigungen, Revolution, überhaupt alles Schlechte.“

Wenn man sich diese Ziele anschaut, dann war es wohl vor allem durch die Musik, durch die diese Dinge versucht wurden durchzusetzen. Durch kaum etwas anderes lassen sich die Menschen so gut beeinflussen.

Bestes Beispiel sind die Beatles. Man nannte sie auch die „4 Evangelisten der Rockmusik“. Sie waren es die Rock’n Roll und die ich-bezogene Lebenseinstellung für jedermann schmackhaft machten.

George Harrison, der später das Lied „My Sweet Lord“ sang schilderte einmal ganz offen, wie Manipulation erreicht wurde: „Weil „My Sweet Lord“ wie ein Pop-Song tönte, hatte ich die Idee, mich ein wenig ans Thema heranzuschleichen. Das Wichtigste war, die Zuhörer nicht zu beleidigen. Also sangen wir zuerst „Hallelujah“ und wenn wir dann mit der Zeit zu „Hare Krishna“ übergingen, hatten sie schon angebissen. Sie schlugen den Takt mit den Füßen und sangen „Hallelujah“. So wogen wir sie in falscher Sicherheit und wenn dann „Hare Krishna“ ertönte, sangen sie auch das mit, bevor sie realisierten, was geschehen war…“

Auch Anton LaVey, der Gründer der „Church of Satan“ sagt: „Satan hatte schon immer die beste Musik; Musik kann Menschen dazu bewegen zu morden und zu vergewaltigen. Es kann sie inspirieren, ein Einkaufszentrum voll von Menschen in die Luft zu sprengen.“

Und David Bowie: „Rock war schon immer die Musik des Satans; niemand kann mich vom Gegenteil überzeugen.“

Jimi Hendrix war sich bewusst: „Durch Musik kann ich alles besser ausdrücken. Du hypnotisierst Menschen und wenn du sie an ihrer schwächsten Stelle erwischst, kannst du ihnen ins Unterbewusstsein predigen, was wir sagen wollen.“

Ebenso Marilyn Manson: „Ich weiß nicht, ob irgend jemand überhaupt verstanden hat, was wir zu tun versuchen…nämlich Menschen anzulocken. Wenn wir sie einmal haben, können wir ihnen unsere Botschaft eintrichtern.“

Wir leben in einer Zeit, die durch eine große Orientierungslosigkeit gekennzeichnet ist. Die Bibel geht von Satan als einer realen Person aus (ebenso wie die hier zitierten Rockstars) und warnt vor seinen Täuschungen und Lügen. Martin Luther nannte ihn den „Affen Gottes“, der das Gute von Gott ins Böse pervertiert. So belügt er uns Menschen auch darin, dass er sagt: Lebe deinen Willen aus! Doch ein Blick auf das Leben der meisten Rockstars zeigt, dass dieser Weg oft überhaupt nicht im Glück endet.

Wirklichen Durchblick erhalten wir nur dann, wenn wir uns dem Erschaffer des Lebens zuwenden. Gott hat uns Menschen geschaffen und weiß, was wir brauchen und wie es uns geht. Lies doch ein paar unserer Lebensberichte, damit du siehst, wie eine Beziehung zu Gott aussieht!

Kommentare

  1. ali

    schade, dass dein himmel, die hölle ist, denn der irdisch gesonnene mensch hat in seinem drang, die welt zum egohimmel zu machen, unseren planeten in eine hölle voller leid blut und tränen gemacht.
    mach die augen auf und schau aus dem fenster deiner verblödungsdisco, dann siehst du die nöte, das leid und
    die tränen.
    aber der moderne mensch kümmert sich erst um sein leben, wenn er schon tot ist.

    dein gesicht möchte ich sehen, wenn du erkennst, für wie wenig du die ewigkeit im himmel verpasst hast.

    ali
    http://himmelverpasser.de/

  2. tepesz

    nicht Musik sondern ihr manipuliert

    Hallo ihr tollen Leute,

    ihr behauptet also dass musik die welt beinflusst? Richtig doch was tut ihr mit eurer hirnlosen Propaganda? Ausserdem bevor ich euch in eurem Sumpf zurücklasse. Ich würde gerne euer gesicht sehen wenn ihr tot seid und merkt dass es keinen Himmel gibt……

  3. ali

    musik kann auch zur droge werden. moderne christliche musik ist meinst nur grosses geschäft, mehr nicht. siehe usa.
    der grösste biblische musiker war david. sein leben war anders als das leben der heutigen pseudochristlichen popstars.
    ich kann mit dem ganzen nicht viel anfangen. ich liebe eben den gesang der heiligen in der versammlung. gott gefällt das auch.
    schallplattenmillionäre und möchtegernstars hat gott nie gewollt.

    ali

  4. togu

    Bis zum Abwinken…

    Danke, ich kenne und besitze dieses Buch.
    Was Dan Lucarini schreibt, find ich zum Teil total gut und wichtig. Auch sein Anliegen – er sagt er will seine Bedenken zu modernem Worship biblisch begründen.
    Das Problem ist nur: Er tut das dann nicht. Die eigentlichen Begründungen entnimmt er nämlich nicht der Bibel sondern sie entstammen zum Großteil seiner persönlicher Biografie – womit wir wieder beim Einzelschicksal wären, dass sich weder auf andere noch auf die Sache an sich generalisieren lässt. Somit haben seine Begründungen für mich keinen festen Grund und Boden.
    Natürlich tut es mir leid, wie die Sache für ihn gelaufen ist und ich denke, so kann man das Buch auch lesen: Als Warnung, die es ernst zu nehmen gilt, z.B. wenn man persönlich ähnlich vorgeprägt ist wie Lucarini.
    ABER nicht als das, wie es leider verkauft wird – dass moderne Musik grundsätzlich eine geistliche Gefahr darstellt.

    Ich wiederhole mich: Wenn du Rockmusik wie Lucarini automatisch in Zusammenhang bringst mit Sachen die dich dich von Gott wegbringen – dann akzeptiere ich deine Meinung und verstehe es, wenn sich Leute wie er (wie du?), sich von gewissen Musikgruppen und -stilen distanzieren. Diese aber grundsätzlich zu verurteilen – das ist in meinen Augen nicht okay.

  5. ali

    besorg dir doch mal das buch:
    Worship bis zum Abwinken    5,00 EUR
    Dan Lucarini
    Worship bis zum Abwinken
    Bekenntnisse eines ehemaligen Lobpreisleiters

    Paperback, 128 Seiten,
    _
    Bevor Dan Lucarini Christ wurde, war Rockmusik sein Leben, und auch nach seiner Bekehrung wirkte er musikalisch in Anbetungsteams mit, komponierte und arrangierte moderne christliche Songs und wurde schließlich Lobpreisleiter. Dann jedoch erfuhr seine Einstellung zu christlicher Musik eine erstaunliche Wende. In diesem Buch berichtet er von seiner geistlichen und musikalischen Entwicklung und legt seine heutige Überzeugung dar: Die moderne christliche Musikszene, insbesondere die „zeitgemäße”, von Rockmusik beeinflusste Anbetungsmusik, ist eine große geistliche Gefahr für die Gemeinden und für das Leben als Christ. Und letztlich geht es um die Frage: Wird Gott durch diese Musik geehrt und angebetet – oder bedeutet sie für Gott womöglich das Gegenteil? Lucarini zeigt auf, was die Bibel dazu sagt– auch zu den üblichen Argumenten wie: „Jede Musik ist an sich gut”, „Durch solche Musik erreichen wir Nichtchristen besser”, „Es kommt auf das Herz an und nicht auf den Stil” usw.

    http://www.soulbooks.de

  6. togu

    Musik ist was Schönes…

    Hi Ali,
    also erstmal vielen Dank für deine Mühe, die vielen Belegstellen und die Wiederholung aus der Musikgeschichte.
    Jetzt hast du mich aber herausgefordert; bitte verzeih wenn meine Kommentare nicht ganz so strukturiert rüberkommen wie dein Text.

    1. Jubal und seine Geschichte  ist wiederum ein Einzelschicksal; unzählige „Beweise“ für positiven Einsatz von Zithern und Flöten findet man in den Psalmen, z.B. Ps. 92:3+4  Es ist gut, am Morgen von deiner Gnade zu erzählen und in der Nacht von deiner Treue, begleitet von Harfe und Flöte und zum Klang der Zither.
    -> Musik ist lediglich Mittel zum Zweck – gerade weil sie den Menschen in seiner Ganzheit anspricht (darin gebe ich dir voll und ganz Recht). Das kann positiv ausfallen ODER negativ (je nachdem was dahinter steckt!!!)
    2. Ich kenne viele Christen die mit großer Freude und Begeisterung altes Kirchenliedgut singen – das muss nicht unbedingt schlecht klingen!
    3. Du erwähnst sehr positiv J.S. Bach – das freut mich. Für ihn war Musik übrigens nur dann eigentliche Musik, wenn sie „zu Gottes Ehre und Recreation des Gemüths“ war.  Aber wusstest du dass Bach  aus musikalischer Sicht zu seiner Zeit sehr umstritten weil modern war? Gern wird von ihm als erstem Jazzer gesprochen…
    4. Ich bin auch kein Fan von Zwölftontechnik und serieller Musik – aber glaub mir, ich kenn keinen einzigen christlichen Musiker, der damit arbeitet; ganz im Gegenteil sind die meistens extrem harmonisch, da hat sich der gute Johann Sebastian weit mehr erlaubt!
    5. Auch deine Argumentation zur modernen Musik ist etwas einseitig – neben der afrikanischen Götzenmusik darfst du nicht die unzähligen afrikanischen Gospels und Spirituals vergessen, die ganze Generationen von Christen geprägt haben!  
    6. Die Kombination Rockmusiker – Drogen – Pornografie – Okkultismus ist bekannt. Aber auch da liegt meines Erachtens nicht die Musik als großes Übel zu Grunde sondern einfach der Versuch, ein riesiges Loch in der Seele mit allem möglichen Mist zu füllen. Klar spiegelt sich dass dann in Musiktexten z.B. nieder, die dann wiederum andere negativ beeinflussen können – ABER darin ist nicht der Musikstil per se schuld und es gibt eben auch die andere Seite – dass nämlich gerade über die (auch moderne) Musikkultur Menschen erreicht werden können, eben auf Grund ihrer guten Eigenschaften!
    7. Zum Schluss erwähnst du „biblische Normen“ als Maßstab für Gott ehrende Musik.
    Ps 81:3 Stimmt Lieder an und schlagt die Pauken! Laßt die Saiten von Zither und Harfe erklingen! – Hast du schon mal live jemanden die Pauke schlagen hören? Das ist zum Beispiel extrem laut!
    Klar ist Gottes Wort unser Maßstab! Aber schau dir mal eure Arbeit bei Soulsaver an – ich kenn Christen für die ist das WWW reines Teufelswerk! Aber nein – man kann auch Gutes damit tun;
    Und genauso wie ihr multimediale Möglichkeiten nutzt statt nur handgeschriebene Zettel zu verteilen, lassen sich die Anbetung & der Auftrag des HERRN auch auf musikalisch „modernem“ Weg ausüben! Hätte Josua zu seiner Zeit schon elektronische Verstärker gehabt, würde es mich nicht wundern wenn er diese vor den Mauern Jerichos aufgebaut hätte…
    8. Klar ist Musik zur Ehre Gottes das was bleibt! Sind wir froh und freuen uns drüber! Und seien wir gespannt welche Musikstile da in der Ewigkeit alle zusammenkommen werden – eins ist gewiss, es wird wunderbar!

    + kurze Schlussfrage: War das alles deine eigene Meinung oder hast du´s von wem übernommen? Wenn ja, bitte Quellenangabe, würd´ mich interessieren!

    Togu

  7. ali

    mach dir bitte grundlegende gedanken:

    Musik und Bibel

    Die erste Stelle in der Bibel, die über Musik spricht, findet sich in 1.Mo 4,21. Dieser Vers handelt von Jubal, einem kreativen Musiker aus der Anfangszeit der Menschheitsgeschichte. Jubal gehörte zur sechsten Generation nach Kain, dem Brudermörder. Leider erwies sich die Nachkommenschaft Kains als höchst unerfreulich. Die Kainiter entwickelten eine Kultur, in der Gott, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, weitgehend überflüssig gemacht werden sollte. Wie bewerkstelligten sie dies? Durch erstaunliche Entwicklungen auf allen möglichen Gebieten des menschlichen Strebens: Städtische Zivilisation (4,17), wirtschaftliche Neuerungen (4,20), Technologie (4,22), Musik (4,21) und Gewalt verherrlichende Dichtung (4,23.24). In diesem Zusammenhang entwickelten sie auch eine von Gott losgelöste Ethik (Wertung von Gut und Böse): Lamech führte die Polygamie ein, indem er sich einfach zwei Frauen nahm (4,19). Des weiteren versuchte er auf elegante, poetische Art, einen brutalen Mord auf eigenwillige Art zu rechtfertigen.

    Zur Kraft und Gewalt der Musik

    Kain hatte sich völlig von Gott entfremdet. Er ging weg von dem Angesicht des HERRN (4,16). Seine Nachkommen folgten ihm darin. Natürlich entstand dadurch eine innere Leere. Dieses Gefühl der inneren Friedelosigkeit versuchte man mit den eben genannten Errungenschaften zu überspielen. Dazu war die Musik ganz besonders gut geeignet. Weshalb? Musik vermag den Menschen in seiner Ganzheit anzusprechen: Der Mensch ist eine Einheit von Geist, Seele und Körper (1. Thes 5,23). Der formale Aufbau der Musik, der darin zum Ausdruck kommende künstlerische Ideenreichtum und der Text (falls es einen gibt) spricht insbesondere den forschenden und nach Erkenntnis trachtenden Geist des Menschen an (vgl. zum Begriff “Geist” Ps 77,6). Die Melodik und Harmonik in der Musik vermag die seelischen Empfindungen und Gefühle in Wallung zu bringen (vgl. zum Begriff “Seele” Ps 42,5). Der Rhythmus spricht den Körper an und drängt dazu, ihn in Bewegung zu bringen (Ps 150,4).

    Es gibt nur wenige Dinge im Leben, die wie die Musik den Menschen derart in seiner Ganzheit anzusprechen vermögen. Die Musik vermag daher leicht den täuschenden Eindruck einer die Leere verdrängenden Erfüllung zu vermitteln. Diese Tatsache erklärt auch die der Musik innewohnende packende und mitreißende Gewalt und Kraft.

    Musik ist älter als die Sünde

    Gott offenbart uns in der Bibel, daß es Musik schon vor Jubal gegeben hat. In Hes 28,1-10 wird über den Fürsten von Tyrus gesprochen. In den Versen 11 ff. geht es aber um den König von Tyrus, den Satan, der im Herzen des Fürsten von Tyrus wohnte und herrschte. Dieser “König” war ein Engel, “ein gesalbter Cherub”, der einst von Gott vollkommen erschaffen worden war. Später fiel dieser mächtige Engel in Sünde und wurde zum “Satan”. Dieser Sündenfall fand natürlich noch vor dem Sündenfall des Menschen statt (1.Mo 3). Hesekiel teilt uns mit, daß dieser Engel noch vor seinem Fall ein Künstler auf dem Gebiet der Musik gewesen war, insbesondere auf dem Gebiet der Schlag- und Blasinstrumente (vgl. den Ausdruck “Tamburine”, “Pfeifen” kann man auch mit “Flöten” übersetzen). Am Tag der Erschaffung dieses Engels waren auch seine Musikinstrumente bereitgestellt worden.

    Diese Enthüllungen haben uns viel zu sagen: Musik ist älter als die Sünde. Sie spricht von der herrlichen Zeit, als es das Böse noch gar nicht gab. Diese Einsichten können uns sehr behilflich sein, um zu einer unverkrampften, guten biblischen Haltung und Einschätzung im Blick auf die Musik zu gelangen.

    Musik in der Versammlung Gottes

    Gemäß Eph 5,18-20, Kol 3,16 und Jak 5,13 kommt dem Gesang in der Versammlung des lebendigen Gottes eine sehr große Bedeutung zu. Die Erlösten des Herrn drücken damit Anbetung, Dank, Ermutigung, Ermahnung und Belehrung aus, und dies auf eine Art, die den ganzen Menschen mit Geist, Seele und Körper fordert. (Wenn ich den Körper in diesem Zusammenhang ausdrücklich er wähne, sollte man doch beachten, welche zahlreichen Funktionen des Körpers beim Singen aktiv werden!)

    Biblische Musik erobert Europa

    Der Gesang der ersten Christen leitete sich vom Synagogengesang und von der Tempelmusik in Jerusalem her. Durch die Ausbreitung des Evangeliums kam die Musikkultur des alten Israel u.a. auch nach Europa. Die manchen Lesern vielleicht nicht ganz unbekannten einstimmigen Gregorianischen Choräle (um 600 n. Chr.) gehen, mindestens zu wesentlichen Teilen, auf die alttestamentliche, jüdische Musik zurück!

    Diese logozentrische (d. h. das Wort ins Zentrum stellende) Musik verdrängte die griechisch-römische Musik des Heidentums mit ihren z.T. ekstatischen und rhythmusüberbetonten Auswüchsen mehr und mehr. (Die Bibel lehnt ekstatische, trancehafte Erfahrungen entschieden ab; vgl. 1.Kor 15,34; 1.Thes 5,6.8; 1.Tim 3,2.11; 2.Tim 2,26; 4,5; Tit 2,2; 1.Pet 1,13; 4,7; 5,8).

    Als nicht ganz unwichtige Nebenbemerkung sei noch darauf hingewiesen, daß die Art und Weise, wie alt- kirchliche Gesänge heute vorgetragen werden (nämlich abgeklärt und freudlos), nicht den Schluß zulassen, daß die ersten Christen auch so gesungen hätten. Ein und dieselbe Melodie kann ja prinzipiell derart verschieden interpretiert werden, daß Welten dazwischen liegen. Ich bin überzeugt, daß der Gesang der ersten Christen von Freude und Leben gekennzeichnet war. Es fehlt aber das direkte Beweismaterial, weil zur Zeit der Apostelgeschichte noch keine digitalen Aufzeichnungen auf Kassetten gemacht worden sind.

    Christentum und europäische Kunstmusik

    Angetrieben durch den Wunsch, das Lob Gottes zu erhöhen, entwickelte man in Europa während Jahrhunderten aus der Gregorianik die mehrstimmige Musik bis hin zum vierstimmigen Choralsatz (bei J.S. Bach besonders eindrücklich ausgebildet). Der vierstimmige Tonsatz (dazu gehören auch die heute gesungenen vierstimmigen Versammlungs- und Kirchenlieder) bildet die Grundlage für die gesamte konzertante und symphonische Musik Europas. Diese Art der mehrstimmigen Musik hat sich in keiner Kultur der Welt entwickelt außer in Europa, und zwar unter direktem Antrieb und Einfluß des Christen- tums. Diese Tatsache verdient unsere ganz besondere Beachtung.

    Moderne E-Musik 1

    Ungefähr um die Jahrhundertwende, einer Zeit also, in der sich die westliche Welt immer deutlicher zu entchristianisieren begann, wurde die von Gott naturgesetzlich in der physikalischen Struktur der Oberton-reihen vorgegebene harmonische Musik zunehmend verworfen und ins Abseits gestellt, um der atonalen, dodekaphonen (Zwölfton-) und seriellen Musik 2 sowie vielen weiteren Richtungen Platz zu schaffen. Die moderne klassische Musik des 20. Jahrhunderts ist ein beredter Spiegel einer im tiefsten hoffnungslosen und Gott entfremdeten Kultur, deren Blick für eine Beziehung der Harmonie mit dem Schöpfer auf der Grundlage des Evangeliums verfinstert worden ist.

    Moderne U-Musik 3

    Ebenso um die Zeit der Jahrhundertwende entstand in Amerika der Jazz, eine Verknüpfung aus afrikanischer ekstatischer Rhythmik mit europäischer Harmonik. Daraus entstand vor vierzig Jahren der Rock’n’ Roll. Diese Art von Musik ist gekennzeichnet durch lautstarken und monotonen Rhythmus (wie er in der afrikanischen Götzenkultmusik seit Menschengedenken üblich ist). Sie besitzt daneben noch viele weitere erregende und steigernde Stilmittel, die in ihrer Zusammenwirkung und intensiven Anwendung den Hörer in Trance versetzen kann. Durch solche Erfahrungen wird der Mensch aber sensibilisiert und empfänglich für dämonische Einflüsse. Viele Rockstars haben sich ganz offen zum Okkultismus, zur östlichen Mystik und zur Dämonie bekannt. Ihr Lebensstil hat Millionen von Menschen geprägt. Die Rock- musik war ein wesentliches Mittel, um die Drogen- und die Pornowelle auszulösen (insbesondere in den 60er Jahren) und zu fördern, indem diese Dinge in den Texten z.T. ganz offen propagiert wurden/werden. Diese Musikkultur hat viel zur Gottentfremdung des modernen Menschen beigetragen.

    Musik und der Untergang des Abendlandes

    Wohin wird das alles führen? In Offb 16-19 wird das Gericht Gottes über unsere sterbende westliche Kultur beschrieben. In Verbindung mit ihrem Untergang heißt es in Offb 18,22.23 “Und die Stimme der Harfensänger und Musiker und Flötenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir gehört werden …; denn durch deine Zauberei (griech.”Pharmakeia” = Drogenmißbrauch und Okkultismus aller Art) sind alle Nationen verführt worden.”

    Musik zur Ehre Gottes bleibt

    Musik nach dem Sinn Gottes wird jedoch in alle Ewigkeit bestehen bleiben. Sie wird bestehen bleiben, um zur Herrlichkeit und Würde der Anbetung des Erlöser-Gottes gebührlich beizutragen (vgl. Offb 5,8-10).

    Schlußgedanken

    Uns allen, die wir heute in einer täglichen Beziehung zu dem ewigen Gott leben, wird dies alles wohl zu denken geben. Haben wir nicht einen Auftrag, um gerade in unserer verfinsterten Gesellschaft auch auf dem Gebiet der Musik zeugnishaft zu leuchten? Wir haben gesehen, daß sich die Musik durch alle Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch stets gewandelt hat. Zu allen Zeiten gab es Gott ehrende und Gott verunehrende Musik. Man kann daher nicht sagen, “wirklich Gott gemäße” Musik sei etwa speziell der Choralgesang des 17. und 18. Jahrhunderts. Nein, jede Zeit hat auch ihre eigene Musik. Aber damit die Musik einer bestimmten Zeit den Herrn ehren kann, muß sie sich an biblische Normen halten. Sobald Musik z.B. ekstatisch wird, steht sie im Widerspruch zu göttlichen Geboten. Ein “Musik-Problem” hat es immer gegeben. Es ist nicht eine ausschließlich moderne Erscheinung. Aber man muß sagen, daß die Musik wohl kaum je im Leben des einzelnen, allein schon zeitlich gesehen, eine derart große und gefährliche Rolle gespielt hat. Wir sind daher in besonderer Weise herausgefordert, um nicht als Massenmenschen dem Zeitgeist nachzulaufen, sondern vom Evangelium her gebotene glaubwürdige und ansprechende “Kontrapunkte” christlicher Musik” zu setzen.

  8. togu

    persönliche Meinung

    Lieber Ali,
    jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden
    Ich schätze eure Seite sehr, bewundere eure grafische Kreativität und bin begeistert von der Klarheit eurer Aussagen, die sich wohltuend abhebt von der verschwommenen Meinung vieler Christen, die nicht klar Position beziehen wollen.

    Über dieses so positive Image eurer Seite hat sich für mich ein kleiner Schatten gelegt, als ich deine Äußerungen zum Thema Musik gelesen habe.
    Wenn du persönlich damit ein Problem hast, kann ich das verstehen und akzeptieren. Nicht akzeptieren kann ich Allaussagen, die nicht zu begründen sind.

    Du schreibst: “Nicht jede Musik ist für die christliche Botschaft geeignet”  – wo steht das? In meiner Bibel nicht.
    Auch denke ich dass du nicht über andere urteilen darfst, auch dann nicht wenn sie Musik machen die dir nicht gefällt – das allein darf kein Grund sein, ihren Glauben anzuzweifeln!!

    Sicher gibt es Einzelschicksale und -aussagen, die deine Meinung bestätigen; du hast ja einige Beispiele gebracht. Es ist wichtig, sie zu kennen und sich möglicher Gefahren bewusst zu sein – die gibt es aber nicht nur im Bereich Musik.
    Abgesehen davon hat jede Münze immer 2 Seiten – und so gibt es genügend Gegenbeispiele, wo Gott (aus menschlicher und wohl auch musikalischer Sicht) ganz unmögliche Dinge gebraucht, um Menschen zu retten.
    Und das ist doch unser gemeinsames Ziel, oder?

    lg
    togu

  9. sunneblüemli

    super bricht

    Danke vielmals für diesen Bericht! Es ist wirklich eindrücklich, wie man Menschen manipulieren kann ohne dass sie es selbst bemerken. Ich wünsche mir, viele würden ihn lesen! Nochmals Danke, und macht weiter so!

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