Heroin (Teil 2) – Befreiung statt Freigabe

In Heroin (Teil 1) haben wir uns etwas mit der Geschichte des Heroins beschäftigt. Nun möchten wir uns der aktuellen Diskussion über Legalisierung bzw. Substitution zuwenden.


Viele der folgenden Aussagen werden heute als Argumentation für eine Legalisierung (kontrollierte Abgabe) herangezogen. Folgende Argumente werden heutzutage akzeptiert und für wahr befunden:































1) „Reines Heroin ist unschädlich“
2) „Haschisch ist ungefährlich“
3) „Jeder hat die persönliche Freiheit, Rauschgift zu nehmen, damit schadet er niemandem“
4) „Das Verbot und nicht die Droge führt zur Verelendung“
5) „Durch Fixerräume, Notschlafstellen, Suppenküchen, usw. kann den Junkies geholfen werden“
6) „Ein kontrollierter Umgang bewirkt, dass die Süchtigen nach einer zeitlich begrenzten Suchtphase von alleine wieder aufhören“
7) „Andere Länder haben doch auch Erfolg mit liberaler Drogenpolitik“
8) „Bei einer Legalisierung geht die Kriminalität zurück“
9) „Die Drogenmafia kann mit einer Legalisierung ausgeschaltet werden“


zu 1) „Reines Heroin ist unschädlich“


Heroin führt in „reinem“ Zustand zu schwerster Abhängigkeit. Es wirkt direkt auf das Gehirn, wo Schmerzempfinden unterdrückt und das Atemzentrum gehemmt wird. Heroin zerstört die Persönlichkeit des Abhängigen. Es macht passiv und antriebslos. Heroinsüchtige vernachlässigen zwischenmenschliche Beziehungen zu Familie und Freunden. Sie kapseln sich ab und beschränken sich immer mehr auf oberflächliche Kontakte im Drogenmilieu. Sie verlieren das Verantwortungsgefühl für sich und andere und können oft den Ansprüchen des Berufslebens oder der Schule nicht mehr genügen. Heroin führt zum Tod durch Ersticken. Man spricht dann von Tod durch Überdosis. Wie hoch diese Überdosis im Einzelfall ist, kann aber im voraus nicht genau berechnet werden. Todesfälle treten aber auch ohne Überdosierung auf, zum Beispiel durch ein Lungenödem (Wasserlunge) oder durch Unfall. Auch die Selbstmordrate ist erhöht. All diese Schädigungen sind Folgen des Heroins selber, unabhängig von dessen Reinheitsgrad und unabhängig davon, ob es legal oder illegal ist. Selbstverständlich kann auch eine ärztlich kontrollierte Abgabe von Heroin diese Schäden nicht verhindern.


zu 2) „Haschisch ist ungefährlich“


Dazu lies doch bitte den Artikel übers Kiffen „Haste Hasche in der Tasche …“!


zu 3) „Jeder hat die persönliche Freiheit, Rauschgift zu nehmen, damit schadet er niemandem“


Süchtige sind nicht frei, sie können nicht entscheiden, ob sie mit oder ohne Rauschgift leben möchten! Gerade viele junge Menschen geraten aus Unwissenheit in einen tiefen Abhängigkeitssumpf. Substitution und Legalisierung macht aus frischen Drogenkonsumenten erst richtige Junkies, die erst dann keine Möglichkeit mehr haben, auszusteigen. Abhängige schädigen sich aber nicht nur selbst, sie sind beziehungsunfähig und ziehen ihre Familie und engsten Freunde ins Elend mit rein.


zu 4) „Das Verbot und nicht die Droge führt zur Verelendung“


Nicht das Verbot, sondern die Rauschgifte selbst bewirken eine gefühlsmäßige und körperliche Verelendung und Verwahrlosung. Das Drogenverbot hingegen nützt einem Süchtigen, der abstinent leben will, wesentlich mehr. Für einen Alkoholiker ist es fast unmöglich „trocken“ zu bleiben, weil er an jeder Ecke seinen Stoff angeboten bekommt.


zu 5) „Durch Fixerräume, Notschlafstellen, Suppenküchen, usw. kann den Junkies geholfen werden“


Ein Süchtiger kann sich nicht mehr frei entscheiden. Er braucht Hilfe, um frei zu werden. Was er nicht braucht (aber natürlich nur zu gerne möchte) ist jegliche Unterstützung seiner Lebensweise. Eltern, die ihren süchtigen Kindern Geld geben, sind genauso aufgefordert, ihr Verhalten zu überdenken, wie soziale Einrichtungen, die den „armen“ Süchtigen ein Bett und ein Essen geben.


zu 6) „Ein kontrollierter Umgang bewirkt, dass die Süchtigen nach einer zeitlich begrenzten Suchtphase von alleine wieder aufhören“


Abhängigkeit von Drogen wie Heroin und Kokain kann jederzeit zum Tod führen. Alles andere ist Verharmlosung und Selbstbetrug.


zu 7) „Andere Länder haben doch auch Erfolg mit liberaler Drogenpolitik“


Die umgekehrte Aussage wäre richtig! Gerade die negativen Erfahrungen mit liberaler Drogenpolitik sollten die Verantwortlichen dazu veranlassen, vernünftige Drogenpolitik zu betreiben. Beispiel: In bezug auf die Liberalisierung des Haschischrauchens liegen aus Holland folgende Zahlen vor: Von 1984 bis 1988 verdoppelte sich die Zahl der 15jährigen Haschischraucher. Von 1988 bis 1992 verdoppelte sich die Zahl der 14-17-jährigen Kiffer nochmals, und die der 12-13jährigen verdreifachte sich gar (als ehemaliger Heroinabhängiger möchte ich zu gerne mal konkret wissen, wer von diesen Kids später heroinabhängig wurde!). Die Gewalt-Kriminalitätsrate ist in Holland europaweit am höchsten und nimmt weiter zu.


zu 8) „Bei einer Legalisierung geht die Kriminalität zurück“


Die Legalisierung macht aus einem Süchtigen keinen braven Bürger. Rauschgifte enthemmen den Menschen und lassen ihn sozial verantwortungslos handeln. Das beste Beispiel hierfür ist immer noch der Alkohol, der legal viel Leid und Elend bewirkt.


zu 9) „Die Drogenmafia kann mit einer Legalisierung ausgeschaltet werden“


Es ist naiv zu glauben, das organisierte Verbrechen, die Mafia, lasse sich die Riesengewinne aus dem Rauschgifthandel so leicht entgehen. Im Gegenteil, die Drogenkartelle würden ihr Geschäft noch so gerne legal und damit ungestört weiterführen. Gerade das vielzitierte, meist völlig verzerrt wiedergegebene Beispiel des Alkoholverbots in den USA zeigt dies. Nach dessen Aufhebung 1933 brach die Mafia nicht etwa zusammen, sondern sie dehnte ihre Machenschaften aus. Nebenbei bemerkt stieg der Alkoholkonsum, der während der Prohibition stark gesunken war, wieder an, was auch mit einer erneuten Zunahme der gesundheitlichen Schäden einherging.


Legalisierung und Substitution sind in unseren Augen eine Kapitulation vor dem Problem der Drogensucht. Tatsache ist aber auch, dass ein Süchtiger nicht so ohne weiteres damit aufhören kann. Selbst wenn er dies geschafft hat, dann scheitert er an einer Reintegration in die Gesellschaft, weil er darin keinen Sinn findet. Job, Beziehungen, Wohnung, Auto, Urlaub, Sport und Geld befriedigen nicht die Sinnfrage und bieten auch keine Sicherheit. So ist die Möglichkeit eines Rückfalls sehr groß, wenn der Job mal wieder weg ist oder die Beziehung zur Freundin in die Brüche gegangen ist. Die Erfahrung zeigt, dass dann kein Therapeut und auch nicht die Gesellschaft diesen Menschen zurückhalten kann. Nur die Droge, das was er kennt, tröstet in dem Moment über den Verlust hinweg und verdrängt quälende Fragen und Ängste.


Doch wo sind die Antworten? Wer bietet eine definitive Lösung? Wer kann dauerhaft diese Menschen von ihrem Elend befreien?


Kein Politiker, kein Mediziner, kein Therapeut, kein Sozialarbeiter, kein Ehepartner, keine Eltern oder Geschwister vermögen dies und der Süchtige selbst am allerwenigsten! Das ist eine bittere Wahrheit, die sich alle Betroffenen eingestehen müssen.


Nur einer vermag zu helfen: Gott allein kann Menschen von ihrer Sucht befreien. Bitte lies hierzu unsere Lebensberichte von Befreiten Ex-Usern wie Franz, Markus, Bianca, Thorben, Claudia und anderen; außerdem kannst du auch Literatur zu diesem Thema von uns kostenlos bestellen oder runterladen.


Hier einige Bibelstellen, die zu diesem Thema passen und die jeder Süchtige im Glauben an Gott in Anspruch nehmen darf:


„[…] Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“ (Johannes 5,24) – Jesus allein kann dir das wahre Leben geben.


„[…] Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird niemals dürsten.“ (Johannes 6,35) – nur Jesus kann die wahren Bedürfnisse befriedigen (und somit auch von Sucht befreien).


„[…] wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Johannes 6,37) – zu Jesus kann man die schönste und dauerhafteste Beziehung haben.


„[…] Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke.“ (Johannes 7,37) – nur Jesus stillt unsere Sehnsüchte.


„[…] Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8,12) – Süchtige leben in der Finsternis. Sie haben keine Hoffnung und kein wahres Leben. Jesus möchte in ihr kaputtes Dasein scheinen.


„Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8,31-32) – Die Bibel ist Gottes lebendiges Wort und sie vermag Menschen freizumachen, wenn sie daran glauben.


Das sind jetzt nur einige wenige Stellen und auch nur aus dem Evangelium des Johannes. Die ganze Bibel spricht von der Befreiung und Erlösung des Menschen. Ich habe das erfahren, ich weiß, wovon ich rede, denn ich war selbst lange genug heroinabhängig (und politox!). Wenn du Fragen hast, Anmerkungen machen möchtest oder wenn du Hilfe brauchst, dann schreibe mir einen Leserbrief!




Quellen- und Literaturnachweis können bei mir erfragt werden.

Kommentare

  1. Love_Jesus

    Informationen

    Hi,
    ich finde den Arktikel sehr interessant. Ich kenne jemand der sehr viele Probleme hatte mit Drogen und besonders Heroin. Er hat vor kurzem erst eine Entgiftung gemacht und möchte jetzt weiterhin eine Therapie besuchen. Es wäre sehr toll wenn es eine christliche Hilfegruppe oder Therapie gäbe. Kannst du mir da vielleicht ein paar Adressen geben? Wäre sehr hilfreich!
    Gottes Segen

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