Body Modification

Verstümmelung des eigenen Körpers als neue Subkultur


Auch eine Art, sich die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen zu erhaschen. Ob Brandwunden, großflächige Schnitte, Implantate unter der Haut oder Piercings mit starker Hautdehnung, das brauchen die „Jungen Wilden“ heute. Kein Gedanke an Nebenwirkungen der teils operativen Eingriffe mit Teflon-Implantaten oder die Gefahr von Infektionen, Allergien, usw.


Einer der bekannten der Szene, Erik Sprague, sieht aus wie der Traum einer jeden Schwiegermutter: Er hat angespitzte Zähne, im wahrsten Sinne des Wortes eine gespaltene Zunge, ist überreich an Tätowierungen und hat Teflon-Implantate, die ihm ein Science-Fiction-artiges Eidechsenaussehen verleihen.


Ob die Bodymods psychisch krank sind, kann man so nicht sagen, sonst müsste man z.B. einige Naturvölker „als nicht ganz sauber“ bezeichnen: bei den Sara in Zentralafrika, die sich, klein angefangen, Teller in die Unterlippe einsetzen, die im Laufe der Jahre immer größer werden. Je größer der Teller, desto mehr Suppe … 😉 Oder die Penis-Perforation, die von den Mayas her bekannt ist. Ein anderes Naturvolk streckt die Damenhälse durch das Einsetzen von Ringen, bis sie richtig lang werden (bis zu 15cm). Ohne die stützenden Ringe könnte das Genick einer derart verlängerten Dame brechen, weil die Muskeln sich zurückentwickelt haben und den Kopf nicht mehr halten können. Von der größeren Angriffsfläche für Halsschmerzen ganz zu schweigen …


In Deutschland gibt es glücklicherweise noch keine Anzeichen von Bodymods. Vereinzelt gab es solche Erscheinungen auf Techno-Veranstaltungen, sonst erfreuen sich die Deutschen noch an kleinen Schmetterlings-Tattoos auf den Schulterblättern oder kleinen Ornamenten an den Fußgelenken. Wird aber sicher noch spannend werden, was sich unsere jungen Männer und Frauen noch so alles einfallen lassen werden. Aber ist schon interessant, wohin es führt, Menschen gefallen zu wollen.


So mancher hätte sich die Verstümmelung erspart, wenn er zuerst versucht hätte, seinem Schöpfer zu gefallen. Dann wäre auch sein Charakter „schön und begehrenswert“ für seine Mitmenschen. So hat er aber beides nicht: echte Freunde und echte Erlösung von seinem verfluchten Ego, das einen erstickt. Wie man sich davor bewahrt, erfährst du hier.

Kommentare

  1. chris

    Hallo waldo,
    du hast natürlich recht. Aber trotzdem vermischt du zwei Dinge: den Menschen und die Tat. Jesus liebt alle Menschen. Und wir können uns auch durch unsere vermeintlichen guten Taten da nicht weiter „hocharbeiten“. Aber Jesus/Gott hasst die Sünde. Das hat ihn jedoch nicht daran gehindert auf uns zuzugehen. Was sagt Jesus zu der Hure, die er gerade noch vor den religiösen Menschen verteidigt hat? „Geh hin und sündige nicht mehr.“
    Also Fanatik heißt Hirn ausschalten. Das ist schlecht. Das Gegenteil wäre also Hirn einschalten. Und wenn ich mit vollem Verstand Jesus annehme, dann resultiert daraus in der Konsequenz, dass ich auch sein Wort und seine Wünsche ernstnehme – warum hätte er uns sonst sein Wort hinterlassen? Eben weil es für uns wichtig ist.

    Lg, Chris

  2. waldo

    glaube kaputt

    ich denke, man kann den glauben auch dadurch kaputt machen, dass man unnötig auf nebensächlichkeiten herumreitet und menschen außerhalb der gemeinschaft platziert, nur um sich fanatisch an den bibeltext zu klammern. jesus aß mit den zöllnern und huren zusammen und kam, um uns die vergebung unserer sünden zu bringen. würde er wirklich sich an tätowierungen stören, da dies im AT erwähnt wird? wohl kaum. schließlich brach er auch mit anderen regeln des AT. er heilte am sabbath und seine jünger wuschen sich nicht die hände vor dem essen. jesus macht uns begreiflich, dass es ihm nicht auf kleinigkeiten ankommt, sondern ob wir den Vater lieben und ehren. und unseren nächsten. ich denke wir verfehlen dieses ziel, wenn wir zu selektieren anfangen. ich glaube, unserem Herrn sind tätowierte menschen, die sich um ihre mitmenschen verdient machen und die zehn gebote zu verinnerlichen suchen lieber als ein exklusivistischer, elitärer klub von saubermännern und bibelfanatikern.

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