Darf ein Christ töten?

Die Tötung von Osama bin Laden, dem Anführer des Terror-Netzwerks al-Qaida, durch ein US-Sonderkommando hat weltweit heftige Diskussionen ausgelöst: Kann es – im Lichte der Bibel – rechtmässig sein, einen Menschen zu töten? Der Theologe Klaus Jürgen Diehl hat in der Kirchengeschichte geblättert.

«Du sollst nicht töten!» In geradezu lapidarer Kürze ermahnt Gott seine Geschöpfe, niemanden umzubringen (Die Bibel, 2. Mose, Kapitel 20, Vers 13). Verpflichtet dieses Gebot also dazu, das Leben von anderen unter keinen Umständen anzutasten? Wäre es so, dann stünde dieses Verständnis im Widerspruch zu anderen Aussagen der Bibel, in denen Gott die Vollstreckung der Todesstrafe (1. Mose, Kapitel 9, Vers 6), das Töten von Menschen in teils sehr grausamen Kriegen (5. Mose, Kapitel 20, Verse 11–18) oder auch das Schlachten von Opfertieren (3. Mose, Kapitel 1–7) anordnet. Tatsächlich müsste jedoch das 5. Gebot exakter mit «Du sollst nicht morden!» übersetzt werden. Das im Hebräischen verwendete Verb «ratsach» bezieht sich von seiner Wurzel her auf eine verbrecherische Tötungshandlung. Ist das Töten somit im Krieg, in Notwehr oder als Todesstrafe gerechtfertigt? Das könnte man so sehen – gäbe es nicht auch das Neue Testament.

Gott selbst rüstet ab …

Hatte Gott noch im Alten Testament seinem Volk immer wieder den Auftrag erteilt, diesen König oder jenen Volksstamm «mit der Schärfe des Schwertes» zu vernichten, vollzieht er mit der Verheissung des künftigen Messias eine Kehrtwende. Der neue Davidsohn soll die Sache Gottes als «Friedefürst» (Die Bibel, Jesaja, Kapitel 9, Vers 5) durchsetzen; für die messianische Heilszeit prophezeit Jesaja: «Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn daherkommt, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt» (Jesaja, Kapitel 9, Vers 4). Jesus nimmt diese Weissagung auf, indem er für das Gottesreich auf äussere Gewalt verzichtet und seinen Jüngern einschärft, lieber Gewalt zu erleiden als anzuwenden (Matthäusevangelium, Kapitel 5, Vers 38).

… aber ruft nicht zum Verzicht auf Militär auf

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APOSTEL PAULUS.Allerdings haben weder Jesus noch später die Apostel die Christen ausdrücklich zum Verzicht auf den Militärdienst aufgerufen. Offensichtlich hatten sie gegen den Soldatenstand grundsätzlich nichts einzuwenden. Biblisch überliefert ist nur ein Wort Johannes des Täufers: «Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!» (Lukasevangelium, Kapitel 3, Vers 14), lautet seine Antwort auf die Frage von Soldaten «Was sollen wir tun?». Bereits hier wird also schon unterschieden zwischen dem Reich Gottes und der Ordnung in der (sichtbaren) Welt – Jahrhunderte später veranschaulicht durch Martin Luther mit seiner «Zwei-Reiche-Lehre».

Die friedensbewegte frühe Kirche

Getreu der Ermahnung des Apostels Paulus, der staatlichen Obrigkeit untertan zu sein (Römerbrief, Kapitel 13, Vers 1), waren die ersten Christen darauf bedacht, sich im Römischen Reich als loyale Staatsbürger zu bewähren. Dennoch sprachen sich die Kirchenväter mehrheitlich gegen den Kriegsdienst aus. So schrieb etwa der Kirchenvater Origines 248 n. Chr.: «Wir sind gekommen, den Ermahnungen Jesu gehorsam zu sein, die Schwerter zu zerbrechen … Wir leisten dem Kaiser in unserer geistlichen Waffenrüstung durch unsere Gebete Hilfe.» Und in einer ägyptischen Kirchenordnung aus jener Zeit steht: «Wer ein Amt übernommen hat, das ihm die Vollmacht zu töten gibt oder wer Soldat ist, soll nicht in die Gemeinde aufgenommen werden.» Soldaten, die sich bekehrten, wurden aber trotzdem nicht genötigt, den Militärdienst zu quittieren.

Der Sündenfall nach der «Konstantinischen Wende»

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KAISER KONSTANTINNach der Anerkennung des Christentums als Staatsreligion unter Kaiser Konstantin 313 n. Chr. kam es allerdings bald zu jener für die Kirche unseligen Verknüpfung von weltlicher und geistlicher Macht, die als «Bündnis von Thron und Altar» bis Anfang des 20. Jahrhunderts fortbestand. Schon nach wenigen Jahren war der Kriegsdienst auch für Christen Pflicht. Augustinus (354–430 n.Chr.) lieferte die theologische Rechtfertigung für den Krieg und die Teilnahme von Christen: Er sah für sie keinen Grund mehr, sich vom Kriegsdienst fernzuhalten.

Augustinus‘ Lehre vom gerechten Krieg

Allerdings war damit kein «Persilschein» für Kriege jeder Art gemeint. Augustinus und Jahrhunderte später Thomas von Aquin (1225–1274) formulierten Kriterien für einen «gerechten Krieg»: Er musste dem Frieden dienen und diesen wiederherstellen. Er durfte nicht mit negativen Absichten geführt werden, sondern musste sich gegen tatsächlich Begangenes, dem Feind «vorzuwerfendes» Unrecht richten, das wegen dessen feindlichen Verhaltens fortbestand. Ausserdem musste ein «gerechter Krieg» nur von einer legitimen Autorität wie dem Kaiser angeordnet werden und durfte nicht die Vernichtung des Gegners zum Ziel haben.

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AUGUSTINUS.Von diesem hohen Anspruch blieb im Lauf der Jahrhunderte nicht mehr viel übrig. Bald schon beteiligte sich die Kirche an Kriegen, die alles andere als «gerecht» waren. Im Namen Gottes und mit dem Segen der Kirche wurden Sachsen und Slawen zwangsbekehrt, Jerusalem und das Heilige Land mit blutigen Gemetzeln von Muslimen und Juden «gesäubert», die Ureinwohner Lateinamerikas unterworfen. Nach den Religionskriegen zwischen katholischem Kaiser und lutherischen Fürsten lag halb Europa in Schutt und Asche.

So zieht sich nach der «Konstantinischen Wende» eine lange Blutspur durch die Kirchengeschichte. Immerhin finden sich auch in diesen gewalterfüllten Zeiten kleine christliche Gemeinschaften, die mit ihrem Pazifismus (Ablehnung von Krieg) dem Friedefürsten Jesus kompromisslos dienen wollten, etwa Waldenser, Mennoniten (ihr Begründer ist Menno Simons), Hutterer und Quäker. Sie wurden nicht selten für ihre radikale Einstellung wiederum selbst verfolgt.

Luther rechtfertigte Krieg und Kriegsdienst

Martin Luther (1483–1546) hingegen rechtfertigte Krieg und Kriegsdienst. Auf die Frage seines Freundes, des Söldnerführers Assa von Kram, «ob Kriegsleute in seligem Stande sein können» (so der Titel einer Schrift von 1526), schreibt ihm Luther: «Ebenso muss man auch dem Amt des Soldaten oder des Schwertes mit männlichen Augen zusehen, warum es so tötet und grausam ist. Dann wird es selber beweisen, dass es ein durch und durch göttliches Amt ist und für die Welt so nötig und nützlich wie Essen und Trinken oder sonst ein anderes Tun. Dass aber einige dieses Amt missbrauchen, ohne Grund töten und schlagen, aus lauter Mutwillen, ist nicht die Schuld des Amtes, sondern der Person.»

Allerdings räumte Luther dem einzelnen Christen das Recht ein, die Kriegsentscheidung seiner Obrigkeit kritisch zu überprüfen, ihr notfalls den Gehorsam zu verweigern, die dafür verhängte Strafe dann aber auch auf sich zu nehmen. Damit bejahte Luther, der ansonsten jede Auflehnung gegen die Obrigkeit scharf ablehnte, eine Verweigerung des Kriegsdienstes aus Gewissensgründen.

Wann Gewalt nötig sein kann – und wann nicht

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REFORMATOR MARTIN LUTHER.Zwar gestand Luther der Obrigkeit prinzipiell das Recht zur Kriegsführung zu und bejahte auch die Todesstrafe, doch findet die Macht des Staates – so der Reformator – an den Massstäben des Reiches Gottes ihre Grenze. So erklärt er in seiner «Zwei-Reiche-Lehre» die Bergpredigt Jesu für alle Christen als verbindlich: Jesus fordere von seinen Jüngern Feindesliebe, Vergebung und Gewaltlosigkeit untereinander, aber auch gegen Ungläubige, da man niemanden mit Gewalt zum rechten Glauben zwingen dürfe. Christen sollten daher lieber Unrecht erleiden als Unrecht tun – und darauf verzichten, ihren Glauben mit Gewalt zu verteidigen.

Da sie jedoch mit Nichtchristen in einer sündigen Welt zusammenlebten, müssten sie Gewalt bejahen – nicht für ihr eigenes Überleben, sondern zum Schutz der Schwachen und zur Bestrafung der Rechtsbrecher. Dies sei die Aufgabe der weltlichen Obrigkeit, durch die Gott die Welt bis zu ihrem Ende bewahre.

Abgesehen von den Friedenskirchen wie den Mennoniten haben die Kirchen jahrhundertelang das Recht des Staates anerkannt, auch von Christen den Kriegsdienst einzufordern. So segnete die Kirche noch im 1. Weltkrieg die Waffen und die Soldaten zogen mit dem Motto «Gott mit uns» auf ihren Koppelschlössern begeistert in den Krieg. Erst das Fiasko des 1. Weltkrieges und das nationalsozialistische Unrechtsregime brachten Christen dazu, die Grenzen des eigenen Gehorsams zu überdenken.

Bonhoeffer: «Dem Rad selbst in die Speichen fallen» …

Besonders der Theologe der «Bekennenden Kirche», Dietrich Bonhoeffer (1906–1945), hat diese Fragen radikal durchdacht und nach ethisch vertretbaren Antworten gesucht. Bereits als junger Theologe sprach er sich für absolute Gewaltlosigkeit aus. Schon 1934 forderte er ein großes ökumenisches Konzil mit dem Ziel, «dass die Kirche ihren Söhnen im Namen Christi die Waffen aus der Hand nimmt und ihnen den Krieg verbietet».

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DIETRICH BONHOEFFER.Er begründete seinen strikten Gewaltverzicht dabei streng christologisch (an Jesus orientiert): Christen «können nicht die Waffen gegeneinander richten, weil sie wissen, dass sie damit die Waffen auf Christus selbst richten». Doch die jungen Theologen, mit denen Bonhoeffer im Predigerseminar der «Bekennenden Kirche» zusammenlebte, teilten die pazifistische Haltung ihres Mentors nicht: Sie hatten kein Problem damit, dem «Führer» Adolf Hitler als Soldaten zu dienen und in den Krieg zu ziehen.
Bonhoeffer dagegen entzog sich der drohenden Einberufung zur Wehrmacht, indem er sich als Informant in der Spionage-Abwehr verpflichtete. Dadurch kam er in Verbindung zur Widerstandsbewegung, der er sich (mutmasslich) 1938 anschloss. Als die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes immer offensichtlicher wurden, drängte sich ihm und den Widerständlern des späteren «20. Juli» die Frage auf, ob man Hitler nicht gewaltsam beseitigen müsse, um dem Krieg und der systematischen Vernichtung der Juden ein Ende zu setzen.

Schon 1934 hatte Bonhoeffer gemahnt, die Kirche müsse angesichts der immer offensichtlicher werdenden staatlichen Willkür gegen die Juden «nicht nur die Opfer unter dem Rad verbinden, sondern auch dem Rad selbst in die Speichen fallen». Bonhoeffer litt darunter, dass sich die «Bekennende Kirche» zwar mutig gegen ihre staatliche Gleichschaltung zur Wehr setzte, angesichts der Judenvernichtung jedoch stumm blieb.
So sah sich der radikale Pazifist Bonhoeffer unweigerlich vor die Entscheidung gestellt, entweder weiterhin konsequent am Gebot «Du sollst nicht töten!» festzuhalten und dadurch mitschuldig an den Opfern der Naziherrschaft zu werden – oder aber sich an einem Tyrannenmord zu beteiligen. Zwar bleibe auch dieser ein Mord – und bedeute damit Schuld vor Gott. Doch letztlich werde derjenige, der dem Treiben Hitlers tatenlos zusehe und die Opfer ihrem Schicksal überlasse, in noch höherem, unverantwortlichem Masse schuldig.

… und die Tötung Hitlers in Angriff nehmen

Daher entschied sich Bonhoeffer zur Unterstützung eines Attentats auf Hitler als einem «Akt der Notwehr» und vertraute sich und seine Mittäter der Gnade Gottes an. Während seiner Haftzeit in Berlin-Tegel – Bonhoeffer wurde im April 1943, ein Jahr vor dem Anschlag auf Hitler, verhaftet – verdeutlichte er einem Mithäftling gegenüber noch einmal seine Haltung: «Wenn ein Wahnsinniger auf dem Kurfürstendamm sein Auto über den Gehweg steuert, so kann ich als Pastor nicht nur die Toten beerdigen und die Angehörigen trösten; ich muss hinzuspringen und den Fahrer vom Steuer reissen.»
Wann immer sich die Kirche zu sehr mit dem Staat und der Obrigkeit verbündet hat, ist sie der Gefahr erlegen Jesu Friedens-Botschaft zu verraten und stattdessen Gewalt zu legitimieren. Das Spannungsfeld zwischen Töten und Verhindern von weiterer Gewalt muss sie jeden Tag aufs Neue aushalten. Dass sich die Kirche zur Tötung von Osama bin Laden nicht allzu lautstark geäußert hat, wird ihre Glaubwürdigkeit als verantwortungsbewusste und zugleich friedliebende Gemeinde stärken.

Meine persönliche Ansicht:

  1. 5. Gebot: Du sollst nicht töten
  2. Matthäus 5,39: Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar
  3. Matthäus 7:1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.

Das Neue Testament stellt klar, dass Gewalt keine Lösung ist und Töten nicht der Wille Gottes ist.

Die Frage ist somit nicht einfach zu beantworten, aber ich denke ich habe meine Antworten gefunden.

Woher wissen Sie, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist?

An einem Ostertag hielt der Evangelist D. Torrey in London vor einer riesigen Menschenmenge eine Straßenpredigt. Ein Mann aus der Zuhörerschar unterbrach den begeisterten Redner mit der Frage: „Woher wissen Sie, dass Jesus wirklich von den Toten auferstanden ist?“ Als sich Torrey eben anschicken wollte, die Frage zu beantworten, trat ein Unbekannter nach vorn und rief mit lauter Stimme: „Ich bin Maschinist und habe die Dampfstärke zu beobachten. Woher weiß ich, welchen Druck der Dampf ausübt? Ich sehe den Dampf gar nicht, aber wie groß die Kraft ist, sehe ich an dem kleinen Zeiger, der sich dementsprechend bewegt. Nun, ich war ein Trunkenbold, ein hoffnungsloser Sklave des Alkohols, und die Kraft Christi hat sich als groß genug erwiesen, mich aus der Gosse zu ziehen und mein ganzes Leben zu verändern. So weiß ich aus eigener Erfahrung ganz gewiss, dass Christus von den Toten auferstanden ist.“Dies einfache Zeugnis des Maschinisten wirkte mehr als noch so viele mit großem Scharfsinn des Geistes vorgebrachte Einwände. Der auferstandene Heiland offenbart sich persönlich denen, die an ihn glauben. Ein jeder, der seine Rettung bei ihm sucht, wird dies an sich selbst erfahren.

Autor unbekannt

2 Timotheus 1:10

jetzt aber offenbart durch die Erscheinung unsers Heilandes Jesu Christi, der dem Tode die Macht hat genommen und das Leben und ein unvergänglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium

Freuet euch, das Grab ist leer!

Freuet euch, das Grab ist leer!
Er ist auferstanden!
Dem Tode ist die Macht genommen!
Jesus ist der Herr! Jesus ist der Herr!

1) Der Tod war bisher für alle das Ende,
auch dann, wenn man noch die Gräber verziert.
Doch unser Herr lebt,
und man kann ihm begegnen,
die ganze Welt wird von ihm regiert.

2) Er wurde gesehn, man hat ihn gesprochen,
er aß mit den Jüngern Fische und Brot.
Er hat ihnen Auftrag und Vollmacht gegeben,
dem Petrus half er aus seiner Not.

3) Wir brauchen nicht leeren Worten zu glauben!
So wie er gesagt hat, ist es geschehn.
Nun ist er der Sieger, der Fürst allen Lebens!
Wenn er ruft, werden wir auferstehn.

4) So wollen wir unser Leben ihm leben,
ihm dienen und ihm gehorchen allein.
Der Kommende wird auch das letzte Wort sagen.
Er wird der Richter und Herrscher sein.

Der Schatten eines Kreuzes hat diesem Mann zweimal das Leben gerettet

Ein Mann hatte die Gewohnheit, im Hallenbad zunächst zum Wasser hinzulaufen und nur gerade seine große Zehe einzutauchen. Und dann ging er zum höchsten Sprungbrett und sprang mit einem prächtigen Kopfsprung ins Wasser.
Als er einmal darauf angesprochen wurde, erzählte er: Ich glaube, dass es eine Frage der Gewohnheit ist, aber es gibt doch einen Grund dafür, und den will ich Ihnen verraten. Vor einigen Jahren war ich Schwimmlehrer für eine große Männergruppe. Meine Aufgabe war, ihnen gründlich Schwimmen und Tauchen beizubringen.
Eines Nachts konnte ich nicht einschlafen. Darum beschloss ich, ins Schwimmbad zu gehen, zu dem ich als Kursleiter einen Schlüssel besaß, und ein wenig zu schwimmen, um danach besser schlafen zu können. – Ich machte kein Licht, denn ich kannte den Raum genau. Das Dach war aus Glas, und der Mond schien hindurch. Als ich auf dem Sprungturm stand, sah ich den Schatten meines Körpers an der gegenüberliegenden Mauer. Durch meine ausgestreckten Arme bildete meine Silhouette ein prächtiges Kreuz. Anstatt zu springen, blieb ich stehen und betrachtete dieses Bild.
Während ich regungslos so stand, kam mir der Gedanke an das Kreuz von Christus und seine Bedeutung. Ich war kein Christ, hatte aber als Junge einst ein Lied gelernt, dessen Worte mir plötzlich in den Sinn kamen:
Er starb, damit wir könnten leben,
Er starb, um uns dadurch zu retten.
Wir gehn zum Himmel frohgemut,
gerettet durch sein kostbar Blut.
Ich weiß nicht, wie lange ich dort mit ausgestreckten Armen auf dem Sprungbrett stand und warum ich nicht ins Wasser sprang. Auf jeden Fall ging ich schließlich auf dem Brett zurück und stieg vom Turm hinunter. Ich begab mich am Rand des Schwimmbeckens entlang zur Treppe, um dort ins Wasser einzutauchen.
Ich erreichte den Grund des Beckens – aber meine Füße berührten den harten, glatten Fußboden … Am Abend zuvor hatte man das Wasser aus dem Becken abgelassen, ohne dass ich davon erfahren hatte!
Ein kalter Schauer lief mir den Rücken hinunter. Wäre ich gesprungen, würde es mein letzter Sprung gewesen sein. Das Kreuzzeichen an der Mauer rettete mich in dieser Nacht. Ich war so dankbar, dass Gott mir in seiner Gnade das Leben erhalten hatte, dass ich am Rand des Beckens niederkniete.
Mir wurde bewusst, dass außer meinem natürlichen Leben auch meine Seele gerettet werden musste. Dafür war ein anderes Kreuz nötig gewesen, das Kreuz, an dem Jesus Christus starb, um Sie und mich zu retten. Und Er hat mich auch gerettet, als ich meine Schuld vor Ihm bekannte und mich Ihm übergab.
In jener Nacht wurde ich zweimal gerettet. Ich habe jetzt noch einen gesunden Körper, aber viel wichtiger ist, dass ich für die Ewigkeit errettet bin.
Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum ich immer zuerst meine große Zehe ins Wasser strecke, bevor ich hineinspringe.

Autor unbekannt

Kristos voskres!

Ich bin Landwirt. Meine Frau ist in Russland geboren. Seit vielen Jahren bewohnen wir unseren eigenen Hof in Yorkshire. Damals suchten wir eine Haushaltshilfe, und meine Frau äußerte den Wunsch, eine russische Emigrantin einzustellen. Drei Wochen vor Ostern trat ein junges Mädchen bei uns ihre Stellung an, ungefähr sechzehnjährig und stets mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen. Wie wohltuend war ihre frische Art, weil damals in unserer Familie, besonders zwischen uns Eheleuten, nicht eitel Friede herrschte. Am Ostermorgen hatten wir einen heftigen Streit. Ein böses Wort gab das andere, bis ich schließlich sogar Mühe hatte, mich äußerlich zu beherrschen. Ich hatte Lust, alles kurz und klein zu schlagen. So saß ich denn am Frühstückstisch mit geballten Fäusten. Als es an der Tür klopfte, sprang ich auf. Aber herein trat das Mädchen mit dem Tablett, und mit sanftem Lächeln sagte es: “Kristos voskres!” Der Gegensatz war unbeschreiblich. Da waren wir beide, meine Frau und ich, mit zornroten Köpfen und Herzen voller Hass, und daneben dieses Mädchen, das Frieden ausstrahlte. Meine Frau wandte sich um, bedeckte das Gesicht mit den Händen und begann zu weinen. Ich sah diese Tränen, fragte mich überrascht, was hier passiert sei, und sagte: “Was hat das Mädchen gesagt?” Denn ich verstehe nur wenig Russisch. Meine Frau blickte auf – ich werde das nie vergessen. Als ich sie ansah, las ich in ihrem Blick etwas von der Liebe, die sie mir vor Jahren entgegengebracht hatte. Ganz einfach sagte sie: “Christus ist auferstanden. Das hat Anna gesagt!” Plötzlich verstand ich den Zusammenhang. Es war ja Ostern, und an Ostern grüßte man sich in Russland mit den Worten: “Christus ist auferstanden. “Was für traurige Erinnerungen musste dieser Gruß in meiner Frau geweckt haben. Ich erkannte, dass sie sich im Geist zurückversetzte in längst vergangene Zeiten. Wortlos trat sie zu mir, legte die Hände auf meine Schulter und sagte: “Es tut mir Leid, mein Lieber, bitte verzeih mir, wenn du kannst.””Ich dir verzeihen? Wir haben Vergebung nötig, auch ich.”Sie können sich kaum vorstellen, welche Veränderung das in unserem Haus bewirkt hat. Wahrhaftig, Christus war in unseren Herzen auferstanden. Wir schauten auf zu ihm und begannen gemeinsam, ihm zu dienen.Es würde zu weit führen, wenn ich alles berichten wollte, was seither geschehen ist. Ich weiß nur, dass wir heute zu den glücklichsten Menschen gehören, und das, weil uns jemand im rechten Augenblick an die große, herrliche Botschaft erinnert hat: “Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!” (N.N.)

Die Passion auf RTL

Millionen Menschen haben sich am Mittwoch die RTL-Show über den Leidensweg Christi angesehen. “Die Passion” sorgte für Lachen und Weinen, im guten und im schlechten Sinne. Florian Helbig ist vom Format nicht überzeugt.

Es war eine Mischung aus der Schauspielkunst von “Berlin – Tag & Nacht”, populären Musikeinlagen wie beim ZDF “Fernsehgarten” und einem Hauch von “Wetten dass…?” (zwar ohne Wetten, aber immerhin mit Thomas Gottschalk und einem Außengeschehnis). Und auch viele weitere Promis haben sich zum mitmachen überreden lassen.

Jesus, gespielt von Alexander Klaws, dem ersten Sieger der RTL-Castingshow “Deutschland sucht den Superstar”, kommt zusammen mit seinen Jüngern mit dem Bus in Essen an, wandert durch die Straßen der Stadt und sitzt in einer Kneipe und trinkt Wein. Ein normaler Alltags-Jesus, der sogar mal zur Pommesbude geht und sich Fladenbrote und zweimal geschnittene Currywurst abholt.

Ziemlich blöd geguckt

“Ich glaube, das lässt auch Menschen aufhorchen, die nicht viel mit Religion anfangen können”, erklärte der Passions-Jesus Alexander Klaws vor der Show zur Szene an der Pommesbude. Reiner Calmund hat dabei jedenfalls blöd geguckt. In der Szene steht Calmund selbst an der Pommesbude und isst, während Jesus seine Bestellung abholt. Genauso blöd geguckt haben wahrscheinlich auch viele zu Hause vor dem Fernseher, als sie selbst nicht so richtig wussten, was sie da eigentlich gerade gucken.

Später wird Jesus noch von Judas, gespielt von Mark Keller, an die Polizei verraten. Die kommt mit zig Autos und Blaulicht und verhaftet den Jesus, der dann später von Pontius Pilatus, gespielt von Henning Baum, auf der großen Bühne verurteilt wird. Zwischendurch werden immer wieder passende Popsongs von den Schauspielern gesungen – und auch von Maria, gespielt von Ella Endlich, die immer auffällig alleine ist, bis sie Jesus das letzte Mal zu sehen bekommt und auch da nur auf Abstand singt.

Wertevermittlung am leuchtenden Kreuz

Gleichzeitig beim “Außenereignis”, bemüht sich RTL-Moderatorin Annett Möller, die Glaubensgeschichten einiger Menschen auf der Straße mitzunehmen, während die gleichzeitig ein riesiges, weißleuchtendes Kreuz durch die Straßen Essens tragen. “Die Kollegen von RTL haben gesagt, dass es ihnen vor allem um die übergreifenden Werte gehe”, erklärte Dr. Theresa Kohlmeyer, vom Bistum Essen vor der Show. Wahrscheinlich waren diese kurzen Glaubenszeugnisse damit gemeint. Ein bisschen christlicher Glaube und ein paar christliche Werte konnte der Sender damit über den Bildschirm bringen und ans Publikum vermitteln.

Das Bistum Essen war selbst nicht an der Gestaltung der Show beteiligt. Mit Religion sollte “Die Passion” sowieso nicht viel zu tun haben. “Wir wollen die Geschichte frei von Religion sehen”, sagte Schauspieler Alexander Klaws. Jesus sollte im Hier und Jetzt gezeigt werden und “nicht als Gottheit”. Daran hat sich auch Erzähler und Showlegende Thomas Gottschalk größtenteils gehalten. Er hat immer die Handlung der Show mit der Geschichte der Passion verknüpft. Gut so, denn ohne die biblischen Einordnungen hätte die Sendung für die Zuschauer wahrscheinlich keinen Sinn ergeben. Quelle: Domradio

Als Gläubiger Christ ist es kaum zu ertragen wie in dieser RTL Show Jesus dargestellt wird. Es ist beschämend und macht unsäglich traurig. Der Abfall von Gott schreitet immer weiter fort. Es scheint als ob es keine Grenzen mehr gibt. “Die Geschichte von Jesus sollte frei von Religion erzählt werden?”

Die Worte von Jesus am Kreuz waren:

Herr, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun.

Kirchen bitten Putin und Selenskyi um Waffenruhe zu Ostern

Spitzenvertreter der europäischen Kirchen haben Russlands Präsident Wladimir Putin und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi zu einer einwöchigen Waffenruhe ab Ostersonntag aufgerufen.

Eine Waffenruhe ist sicherlich ein wichtiger und erster Schritt für Frieden. Ostern ist das zentrale Fest von uns Christen. Der Tod wurde durch Jesus am Kreuz besiegt, der Vorhang des Tempels zerrissen und der Weg für uns Sünder freigemacht. Jesus ist der Mittler zwischen Gott und den Menschen. Wer seine Sünden bekennt und an Ihn glaubt wird ewiges Leben ernten und ins Reich Gottes eingehen.

Das neue Testament spricht davon, dass wir für unsere Feinde beten sollen. Wir sollen nicht richten, nicht töten, nein wir sollen sogar unsere andere Wange hinhalten. Wer das neue Testament kennt, weiß das Krieg niemals eine Lösung ist.

Wir würden uns wünschen, dass es nicht nur eine Waffenruhe an Ostern gibt, sondern generell. Verurteilen wir Krieg nur an Ostern oder in bestimmten Ländern haben wir die Friedensbotschaft von Jesus nicht ganz verstanden. Auch darüber zu urteilen wer an was Schuld hat ist sehr schwierig und man sollte niemals vorschnell Stellung beziehen. Es ist nötig sich den Hintergrund der Ereignisse anzuschauen und am besten anhand der Bibel einzuordnen.

Wer erkennt welch Sünder er ist, der weiß die Gnade Gottes zu schätzen und fängt nicht an die Fehler bei anderen zu suchen.

Herr Jesus, schenke Umkehr und ein bußfertiges Herz den Lenkern dieser Welt. Mögen Sie beschämt sein an Ostern mit Blick auf Golgatha und mit dem Blick auf das leere Grab.

Herr komm bald!

Am Karfreitag alles zu Ende schien

Am Karfreitag alles zu Ende schien,
als Gottes Sohn, Jesus, am Kreuze hing.
Es sah aus, als hätte der Tod gesiegt
und alles Leben ihm unterliegt.

Als Jesus starb den Kreuzestod,
Er, der allen half aus der Not,
dachten die Jünger, es ist alles aus,
sie liefen mit großer Angst nach Haus.

Gefolgt waren sie Ihm Schritt für Schritt,
gaben alles auf, nahmen nichts mit.
War ihre Hoffnung nun am Ende?
Kaum einer glaubte noch an die Wende.

Am 3. Tag gingen sie mit Salben zum Grab,
doch der Stein war weg, der vorher da lag.
Ein Engel sprach, stand in sehr hellem Licht:
“Jesus lebt! Ihr findet Ihn bei den Toten nicht!

Er ist auferstanden, wie die Schrift es gesagt.
Das müsst ihr glauben, seid unverzagt!”
Es hat sich erfüllt, was sollte gescheh’n,
der Wille des Vaters – für alle zu seh’n.

Verschlungen der Tod, gesiegt hat das Leben
durch Jesus, der sich für uns hingegeben,
damit gerettet, was verloren auf Erden,
Gott kann allen Gläubigen Vater werden.

Wenn Jesus nicht vom Tod auferstanden,
wäre geblieben das Leben in Todesbanden.
Christen würd’ es keine mehr geben heute
und Jesus-Gläubige wären die dümmsten Leute.

Mensch, höre! Jesus lebt! Er ist das Leben!
Nur Er kann dir Vergebung geben!
Kehr endlich um und beug deine Knie,
ergreife die Rettung, du bereust es nie!

Dann hat dein Leben Inhalt und Sinn,
lebend’ge Hoffnung erhältst du durch Ihn.
Er schenkt dir Liebe, Geborgenheit
und Frieden, wonach du gesucht alle Zeit.