Hat sich dieser uralte Atheist doch noch bekehrt.

Er war 97 Jahre alt, sah aus wie das blühende Leben und brauchte weder Brille noch Hörgerät. Ein bemerkenswerter alter Herr!

Ich saß ihm gegenüber und sagte ihm, dass ich mit ihm über Gott und die Bibel reden wollte. Er unterbrach mich: „Die Mühe können Sie sich sparen. Ich glaube weder an Gott noch an Himmel und Hölle. Ich bin 97 Jahre alt, und ich muss mich bei keinem bedanken, außer bei mir selbst. Denn ich habe auf mich aufgepasst. Ich habe vor, 100 Jahre alt zu werden. – Dann habe ich alles erreicht und kann ruhig sterben.“

Ich zitierte den Bibelvers: „Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27). Wieder unterbrach er mich: „Alles Unsinn! Wenn ein Mensch tot ist, dann ist es aus.“ Und dann zitierte er pausenlos seinen atheistischen Lieblingsschriftsteller und dessen Lieblingsgedanken. Und ich saß da – fast eine Stunde lang – und hörte zu und dachte: Er ist ein netter, alter Herr, und er hat nicht mehr lange zu leben: Wie gern würde ich ihm ein paar Worte aus der Bibel vorlesen!

Endlich machte er eine Pause, und ich sagte ihm, dass er mir jetzt auch einmal zehn Minuten zuhören müsste. Mir war bewusst, dass ihm nur das Wort Gottes helfen konnte. Es ist ja „wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert“. Deshalb las ich ihm aus der Bibel vor: „Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott.“ – „Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ – „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe“ (Jeremia 23,29; Psalm 53,2; Markus 16,16; Johannes 3,16).

Ob die Worte Gottes sein Herz erreichen würden?

Als ich endlich zu Wort kam, las ich ihm einige Bibelverse vor. Und ich betete mit ihm: Ich bat Gott darum, dass sein Wort diesem Mann zum Segen wird, so dass er die Gefahr, die ihm drohte, erkennt und davor errettet wird – damit ich ihn einmal im Himmel wiedersehen.

Als ich mich verabschiedete, sagte der Mann: „Wenn es einen Himmel gibt, dann möchte ich dahin kommen. Sollten Sie falschl iegen und sollte ich recht haben, dann haben wir beide gewonnen. Sollten Sie aber recht haben und ich falsch liegen, dann haben Sie gewonnen und ich habe verloren. Sie haben zwei Pfeile im Köcher – ich nur einen.“

Drei Wochen später wollte ich ihn wieder besuchen, doch ich kam zu spät. Er hatte drei Jahre geplant … und noch nicht einmal drei Wochen überlebt.

Seine Frau erzählte mir, dass ihr Mann nach meinem Besuch keine Ruhe mehr gefunden hätte. Seine Freunde und sein Hausarzt hätten ihn deshalb ausgelacht: So, wie er gelebt hätte, könne er doch auch dem Tod unerschrocken ins Auge sehen. Aber ihr Unglaube gab ihm keinen Trost. – Als es mit ihm zu Ende ging, ergriff er die Hand seiner Frau, sah ihr fest in die Augen und sagte: „Ich glaube an Gott, den Vater, und an Gott, den Sohn, und an Gott, den Heiligen Geist. Ich glaube an den Himmel und an die Hölle.“ Das waren seine letzten Worte.

Ich gehe davon aus, dass ich den alten Herrn im Himmel wiedersehen werde! Ein Glaube, der echt ist, kann Frieden schenken und sagen: „Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir“ (Psalm 23,4).

Bernhard Dura

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