Johannes Hartl: „Gott ist total das Party-Tier.“ Welchen Gott und was feiert der Leiter des Gebetshauses?

„Stellen wir uns vor, wir geraten mehr oder weniger ungeplant in eine größere Feier. Dutzende von fröhlichen Menschen feiern einen Mann, der im Zentrum des Geschehens ist. Leider kann man nicht erkennen, warum dieser Mann gefeiert wird. Also fragen wir die erste Person, die uns über den Weg läuft. Sie antwortet uns: „Der Mann da vorne in der Menge wird heute 50 Jahre alt.“ Während wir zufrieden mit der Antwort gerade weitergehen wollen, dreht sich eine Frau um und meint: „Nein, Unsinn, der Mann wird heute 60.“ Wir müssen ein bisschen schmunzeln und zucken mit den Schultern. Um den Widerspruch zu klären, sprechen wir einen älteren Herrn an, der sich gerade etwas zu trinken holt: „Wie alt wird denn das Geburtstagskind heute?“ – „Er hat gar nicht Geburtstag, er ist gerade Großvater geworden“, bekommen wir zur Antwort. „Ach Schatz“, unterbricht ihn seine Frau, „das stimmt doch gar nicht.“ Und an uns gewendet sagt sie lachend: „Er ist zum Chef einer großen und wichtigen Abteilung in seiner Firma aufgestiegen. Deswegen wird heute gefeiert.“

Was würden wir nach diesem etwas skurrilen Erlebnis denken? Vermutlich würde jeder von uns kopfschüttelnd nach Hause gehen. Da feiert eine Gruppe von Menschen einen Mann. Aber die Gäste sind sich überhaupt nicht über den Anlass der Feier einig. Ähnlich ist es, wenn Katholiken und Protestanten versuchen, zusammen Gottesdienst zu feiern. Welchen Jesus beten sie an? Den römisch-katholischen Jesus oder den Jesus, den die Reformatoren im Evangelium wiederentdeckt haben?“

War die Reformation Sünde? Eine kritische Auseinandersetzung mit Johannes Hartl

Kommentare

  1. Martin Wieczorek

    Zur Ökumenischen Mehr-Konferenz 2018:

    Meine Hausgemeinde in Augsburg beschloss kurzfrsitig direkt vor dem Messegelände zu predigen und den Kontakt mit den Teilnehmern der Konferenz zu suchen, um den evangelikalen Christen anhand der Bibel einen “ Denkanstoß“ zu geben. Wir haben mit Lautsprecher und persönlichen Gesprächen, aus meiner Sicht mit biblisch fundierten Argumenten, die Ökumenische Mehr-Konferenz von Johannes Hartl in Zweifel gezogen. Es wurde von uns die gezeigte „Einheit der Christen“, die dort praktizierte Art von Gebet und die Feier des “ Gottesdienstes“ kritisiert. Es war nicht unsere Absicht ein „Johannes Hartl – Bashing“ zu betreiben. Bei den Gesprächen mussten wir trotzdem auf Aussagen aus der Vergangenheit von Johannes Hartl zurückgreifen, um den vor allem evangelikalen Christen ein klareres Bild von der Theologie des Veranstalter zu zeigen. Leider wurde immer wieder oberflächlich geantwortet: “ Aber wir lieben doch alle Jesus“.., “ David hat sich auch in Extase getanzt“.., “ Hier wird Maria doch nicht angebetet“.., “ Euer Wissen ist wertlos, da ihr keine Liebe hat..“..usw.. Es wäre sehr erfreulich gewesen mit Johannes Hartl ein persönliches Gespräch zu führen, welches wir uns insgeheim erhofft haben. Leider kam Johanne Hartl nicht vor das Gelände um seine ungeliebten “ Zaungäste“ persönlich zu begrüßen. Uns wurde auch der Wunsch verwehrt, für 2-3 Minuten auf die Hauptbühne zu kommmen, um wenige ernsthafte Fragen zu stellen. Diese Idee stammte übrigens von einem jüngeren Teilnehmer der Konferenz, der dies auch in die Wege leitete. Nach kurzer Beratung lies die Leitung der Mehr-Konferenz uns ausrichten, dass dies nicht möglich sei. Als Gründe wurden genannt, dass wir nicht im Besitz einer Eintrittskarte seien und der Zeitplan der Veranstaltung recht engmaschig und knapp sei – also keine Zeit für „Störenfriede“. Das einzige was Herrr Hartl zu seinen Zuschauer zu sagen hatte war: “ Wenn sich Christen über Christen aufregen ist es einfach uninteressant..“. Aus meiner Sicht ist dies auch nicht verwunderlich, da sich Johannes Hartl in jüngster Vergangenheit mit Kritik auch nie wirklich konstruktiv auseinandergesetzt hat, wie z.B auf den langen Aufsatz von Michael Kotsch, vom Bibelbund. Naja, wenigstens wurde ernsthaft vom Veranstalter darüber nachgedacht uns die Bitte zu gewähren. Meiner Meinung nach ist die überwiegende Gleichgültigkeit der bibeltreuen Christen, gegenüber dem Wort Gottes schon erschreckend und traurig zugleich. Die konfessionele Unterscheide werden gekittet und glattgebügelt, sowie die Ohren auf Durchzug gestellt, wenn man die bunte „Jesus- Ökumene -Party“ angreift. Aber zu guter letzt gibt es auch was Positives zu berichten von der Konferenz: Ein junger Mann aus dem Saarland verzichtete sofort auf die weitere Teilnahme an der Mehr-Konferenz und verbrachte mit uns einen schönen Gottesdienst am Sonntag.
    Fazit: Wir hoffen, dass wir doch ein paar Jesus-liebende-Herzen erreichen konnten und möglichst viele Christen wenigstens zum Nachdenken bringen konnten. …Für uns gilt: Nächste Jahr auf ein Neues! Der Veranstalter lies in der Presse bereits verkünden, dass der diesjährige Besucherrekord geknackt wird.

    Gruß

    Martin Wieczorek

  2. evastochter gegen sexismus

    Möchte hinzufügen : Auch Argula von Grumbach hat sich für das biblische Evangelium eingesetzt im 16.Jhdt ,sie hat einen hohen persönlichen Preis gezahlt. Wer kennt sie? Müßte man doch in der Grundschule oder besser noch im Kindergarten lernen u.a. …

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