Pünktlich zum Fasching: Der SPIEGEL über die 7 Todsünden

Zur sündigsten, „fünften“ Jahreszeit titelt der Spiegel passend: „Triumph der Sünde – von Wollust, Habgier und anderen Versuchungen“. Der Autor Matthias Matussek will uns vermitteln was diese sogenannten „Todsünden“ uns heute noch zusagen haben. Ein spannendes Thema für ein säkulares Magazin wie dieses.. und noch vielmehr für eine säkulare Zeit wie diese. Matussek hält die Sünde zwar trotz seiner Vergangenheit als Jesuitenschüler für eine Erfindung der Bibel, versteht es aber die „Sündhaftigkeit“ unserer Gesellschaft mit ihren Auswirkungen treffend auf den Punkt zu bringen. Er tut das anhand der (nicht in dieser Form in der Bibel vorkommenden) sieben Todsünden, hier mal von Wikipedia kopiert:

* Superbia: Hochmut (Übermut, Eitelkeit, Stolz)
* Avaritia: Geiz (Habgier, Habsucht)
* Luxuria: Genusssucht, Ausschweifung (Wollust)
* Ira: Zorn (Wut, Vergeltung, Rachsucht)
* Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
* Invidia: Neid (Missgunst, Eifersucht)
* Acedia: Trägheit des Herzens/des Geistes (Faulheit, Feigheit, Ignoranz)

Matussek nennt sie „lauter gute Bekannte, so vertraut, dass sie nicht mehr groß auffallen im Maskenball unserer Zeit. Sie fallen nicht auf, weil sie universell geworden sind“. Überhaupt unterscheidt sich „das sündige Treiben, das uns der Karneval als fünfte Jahreszeit [..] beschert, [..] in seiner Sündhaftigkeit kaum von den übrigen vier. Der „Dämon des Begehrens“ hats nicht leicht: „Wo soll er noch wüten, wenn alle bereits im Swingerclub abhängen und sich dort zu Tode gähnen?“ – was vielleicht früher einmal eine Totsünde genannt wurde ist heute nur noch langweilig. Der Reiz ist verloren, die vermeintliche Freiheit, die Aldous Huxley in „Schöne neue Welt“ beschwört ist ausgelebt und ausgelaugt. Nicht nur das, sondern was früher einmal Makel war ist heute Ideal. Die Habsucht ist als Antrieb unseres Strebens nicht mehr wegzudenken – der Kommunismus, der – laut Matussek – „dem Menschen den Egoismus aus der Seele herauszuoperieren versuchte“ scheiterte in großen und tragischem Maßstab. Hochmut und Eitelkeit sind die großen Tugenden für die unsere modernen Star-Götter angebetet werden.

Wir leben in einer Welt, in der Sünde zur Norm geworden ist. (Fast) jede Regel wurde gebrochen, jede Rebellion ausgelebt, jede Freiheit ausgekostet. Die „Schöne neue Welt“ ist ausgeblieben und wir bleiben zurück mit unserer Schuld und Sünde – wohl dem, der es noch merkt. Die meisten merken aber dann doch noch, dass wir nicht das sind was wir sein sollten. Aber wir sehen nicht die Lösung, wir scheitern in dem Versuch unser eigenes Paradies aufzurichten. Folgerichtig fragt unser SPIEGEL-Autor in seinem Resumé wie wir mit unserer Schuld und Sünde überhaupt umgehen können. „Sündenfreiheit auf Dauer ist dem Menschen nicht möglich. [..] Das Böse kämpft immer wieder neu um Geltung. In diesem Doppel aus Auflehnung und Reglementierung sind wir alle gefangen“.

Solange wir die Lösung in uns selber suchen („Yes We Can“) werden wir vielleicht religiös werden, aber nicht frei. Unsere Not ist nicht, dass uns leider immer wieder lästige Ausrutscher passieren, dass wir einfach immer noch nicht gut genug sind, sondern dass wir durch unsere Sünde von Gott getrennt sind:

„Eure Ungerechtigkeiten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört.“ (Jesaja 59,1-2)

.. und es auch bleiben werden

„Es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes.“ (Römer 3,23)

Matussek macht seinen Lesern eine falsche und tödliche Hoffnung auf eine Allversöhnung am Ende der Tage – und bis dahin soll man „mit der Hölle vorliebnehmen [..], die wir uns selber bereiten.“ – lieber Leser, es gibt besser Nachrichten. Es gibt Freiheit von der Sünde, nicht nur Vergebung für die Schuld, die du auf dich geladen hast, sondern auch Kraft, um schon in diesem Leben verändert zu werden. Gott hat besseres für dich gedacht, als eine Hölle vor und nach dem Tod.

 “Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht. [..] Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein.“ (Johannes 8,34+36)

Ich bin froh Herrn Matussek mit seiner kurzen Skizzierung der biblischen Lösung das Schlußwort geben zu können: „Mit der Menschwerdung Gottes in Jesus ändert sich die Lage.“ Freiheit erhalten wir nur „durch das vorbehaltlose Vertrauen in Jesus und seine Auferstehung“. Amen.

 

Kommentare

  1. David

    Artikel: „Pünktlich zum Fasching: Der Spiegel über die 7 Todsünden“

    Alles was geschrieben wurde stimmt. Jedoch hast du das wichtigste vergessen.
    Gott liebt uns. Er will das wir den weg zu Ihm aus freiem Willen gehen und finden. Er lässt uns die Wahl Gutes oder Böses zu tun. Nur wer Jesus folgt ist frei. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist die Liebe, die Barmherzigkeit und Güte. Wer liebt ist frei, denn er sieht die Welt mit anderen Augen. Wer liebt ist nicht blind sondern er sieht. Darüber solltet IHR nachdenken. „Wer liebt, dem werden seine Sünden vergeben.“ Wer nicht liebt dem wird nicht vergeben. Wer wahrhaftig liebt ist nicht in der Lage einem Lebewesen etwas anzutun, weil er weis es ist doch nur ein Lebewesen es kann nichts dafür, was es ist.

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