| Aktuell könnte man den Eindruck bekommen, Sterben sei nicht mehr erlaubt. Es sterben nach wie vor 2.700 Personen pro Tag, aber es wird alles getan, dass wegen Covid (fast) keiner sterben muss. Das führt für uns Christen dazu, dass wir über die Frage nach Leben und Sterben nachdenken. |
Der Mensch musste nicht sterben!
Sterben gehörte nicht immer zum Leben des Menschen. Adam und Eva wurden nicht geschaffen, um sterben zu müssen. Das unterscheidet sie von den Tieren. Von diesen heißt es: „Diese aber, wie unvernünftige, natürliche Tiere, geschaffen zum Fang und Verderben“ (2. Pet 2,12). Tiere sind geschaffen worden für den Menschen. Sie leben und sterben. Gott sagt das von ihnen. Nicht vom Menschen.
Adam und der Tod
Adam musste erst sterben durch die Sünde. „Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben“ (1. Mo 2,16.17). Adam hätte nicht sterben müssen. Aber durch das Essen von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen unterlag er dem Todesurteil und nach ihm alle Menschen.
Heute
Auch heute gibt es keinen Menschen, der nicht sterben muss. Früher oder später. Dass es das Wunder der Himmelfahrt bei Henoch und bei Elia gab, dass es dieses Wunder für alle diejenigen geben wird, die auf der Erde leben, wenn der Herr Jesus wiederkommen wird (1. Thes 4), ist eine göttliche Ausnahme. Aber sie entkräftigt nicht die Regel für alle (anderen) Menschen. Sie müssen sterben.
Das heißt, das einzige, was wir tun können, ist dieses Sterben aufzuschieben. Mehr kann der Mensch nicht. Seine Ohnmacht im Blick auf den Tod erweist sich aktuell auf sehr deutliche Weise. Alles wird getan, um den Tod aufzuschieben. Und doch sterben täglich weiter 2.700 (oder mehr oder weniger) Menschen. Ob mit Impfstoff oder ohne, ob mit Lockdown oder ohne. Ob mit geschlossenen Altenheimen oder ohne.
Schlussfolgerung
Heißt das man soll leben, wie man will? Heißt das, jede Schutzmaßnahme zum Bewahren des Menschen ist sinnlos? Natürlich nicht. Uns ist doch auch nicht egal, ob unsere Häuser einem Wind und Sturm standhalten oder nicht. Uns ist auch nicht egal, ob unsere Felgen an dem Auto festgemacht sind oder jeder Zeit wegrutschen können.
Aber wir müssen anerkennen, dass wir den Tod nicht verhindern können. Wir können ihn – womöglich – ein stückweit aufschieben. Dadurch gibt es für den einen noch eine weitere Zeit Jesus Christus als Retter anzunehmen, für andere, zu Gott umzukehren, für wieder andere, ein Leben zur Ehre Gottes fortzuführen. https://www.bibelpraxis.de/index.php?article.4374&fbclid=IwAR2qVScSBC0z1s1wPKrafYCTaAjZffjjwcxgJlUhv4RlEg6PDwWmsPPc5tM
