Die Anti-Kilo-Anti-Akne-Super-Busen-Pille: Unsere Mädchen “pillen” sich ins Grab.

„Woran man merkt, dass man alt geworden ist? Daran, dass man eine Anti-Baby-Pille für eben das hält: eine Pille, die frau einnimmt, damit sie Sex haben kann, ohne ein Baby zu bekommen.
Dieses „Sex haben, ohne ein Baby zu bekommen“ war einmal ein Skandal. Damals, bei Einführung der Pille vor einem halben Jahrhundert. Heute ereifert Mann sich darüber nur noch innerhalb der in diesem Fall so scheuklappenartigen Mauern des Vatikans.
Ist die Pille heute wieder gut für einen breit angelegten Skandal? Das jedenfalls suggeriert der Nischenkanal Arte. „Die Pille und ich“ heißt die Dokumentation, in der Arte von einem besonders „modernen“ Umgang mit der Pille berichtet. Einem Umgang, bei dem die Verhütungsfunktion der Pille nur noch eine Nebenwirkung ist. Ein Skandal? Der Film lässt Mädchen von ihrem Leben mit der Pille berichten. Eine Pubertierende erzählt von Freundinnen, denen die Pille angeblich eine schönere Haut, schönere Haare und schönere – sprich: größere – Brüste bescherte. Ach ja, und schlank machen soll sie auch. Eine Teenagerin beschwört ihre Frauenärztin, ihr doch bitte jene gewisse Pille zu verschreiben – es gibt 50 verschiedene auf dem deutschen Markt –, die bei ihren Freundinnen eine so segensreiche Wirkung entfaltet habe. Ein Mädchen namens Marlene berichtet, wie sie früh anfing, die Pille zu nehmen, nicht etwa, um zu verhüten, sondern wegen schlimmer Pickel. Auch Chiara griff einst wegen ihrer Akne zur Pille, verband die kleine weiße Tablette bald nur noch mit diesem Effekt und vergaß darüber völlig die baby-verhindernde Wirkung, so dass sie mit ihrem Freund ein halbes Jahr lang mit Kondom verhütete, ehe ihr das wieder einfiel.

Die Doku lässt Experten sagen, dass Teenager, die so mit der Pille umgehen, ihren Körper unnötig manipulieren. Ja, gefährlich manipulieren. Sie führen ihm einen Hormoncocktail zu, der dem Organismus eine Schwangerschaft vorgaukelt, damit es zu keiner wirklichen kommt. Heutige Pillen arbeiten zwar mit niedrigeren Dosierungen als frühe Exemplare. Aber, so warnt der Arte-Film, es kam bei den vermeintlichen Wundermitteln der dritten Generation ein neues Risiko hinzu: Die Pille kann Trombose auslösen.
Ein Arzneimittelkritiker darf mitteilen: Die Pille werde heute vermarktet als eine Art Kosmetikum, mit dem Versprechen einer Schönheit, die von innen komme. Beides tauche in der Werbung der Pharma-Branche auf. Ja, die Pharma-Branche – sie hat die Arte-Doku als Feinbild Nummer eins ausgemacht. Sie wird als geradezu diabolischer Mega-Pillendreher dargestellt, der sein Produkt um des maximalen Profits willen rücksichtslos und schick verpackt in netten Döschen inklusive Schminkspiegel der Jugend unterjubelt.“  www.focus.de/kultur/kino_…lem-pille_aid_740575.html
Woher kommt das hohe Schlaganfall- und Infarktrisiko bei Einnahme der Pille? Die Pille gaukelt durch hohe Hormongaben dem Körper vor, eine Schwangerschaft sei eingetreten. Jetzt sorgt der Körper für schnelle Blutgerinnung. Bei der Geburt und Nachgeburt ist das wichtig, damit Blutungen rasch aufhören. Geschieht dies jedoch über Jahre hinweg, so werden die Wände der Blutgefäße porös. Es können Blutgerinnsel entstehen, die sich lösen und Blutgefäße verstopfen können. Es kommt zur Embolie oder zum Infarkt. Das kann sich in der Lunge, im Gehirn oder in anderen Organen ereignen. Die Augen können betroffen sein oder auch der Darmbereich. Das Risiko besteht unabhängig vom Alter und der Gesundheit der Frau (lediglich Übergewicht stellt immer ein besonderes Risiko dar). (Dr. Gabriele Marx)

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