Heiko Herrlich wird heute 48 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

„Gottes Liebe ist der Mittelpunkt meines Lebens“, bekennt Heiko Herrlich, Ex-Torschützenkönig der Fußballbundesliga und jetziger Fußball-Trainer, auch noch Jahre nach seiner spektakulären Heilung eines inoperablen Hirntumors. Der 76-fache Bundesliga- Torschütze und vielfacher Nationalspieler war um die Jahrtausendwende der gefeierte Star bei Borussia Dortmund: Zweimal Deutscher Meister, Champion-League- und Weltpokal-Gewinner. Auf dem Höhepunkt seiner Fußballkarriere (2000) traf er nicht mehr das Tor. Niederschmetternde Diagnose: Bösartiger Tumor im Kopf.
Szenenwechsel: Ich lernte den hochtalentierten 18-jährigen Juniorennationalspieler Heiko Herrlich bei Bayer Leverkusen kennen, wo auch der brasilianische Weltmeister Jorginho anfangs spielte. In seinem Hausbibelkreis fragte ich Heiko Herrlich nach seinem Verhältnis zu dem Superstar Jorginho: „ Als Siebzehnjähriger kam ich nach Leverkusen. Es gab eine große Kluft zwischen mir , dem gerade flügge gewordenen Hinterwäldler, und den routinierten Fußballprofis. Als Jorgi in die Mannschaft kam, kümmerte er sich um mich und motivierte mich, wenn ich mal niedergeschlagen war. Im Training wurde mir oft das Versagen der älteren Spieler in die Schuhe geschoben. Jorgi stand zu seinen Fehlern. Ich fragte mich, warum ausgerechnet der beste Spieler, der es am wenigsten nötig hat, sich so vorbildlich verhält.“
Der Jungprofi war fasziniert von der fürsorglichen Haltung des Brasilianers und möchte hinter das Geheimnis seiner vorbildlichen Einstellung und Ausstrahlungskraft kommen. Deshalb besuchte er den von Jorginho privat organisierten Bibelgesprächskreis. Ich fragte Heiko, welchen Eindruck dieser christliche Hauskreis auf ihn mache: „In den ersten Wochen habe ich die Leute überhaupt nicht verstanden, wenn sie von ihren Glaubenserfahrungen sprachen und am Ende sich mit Gott im Gebet so unterhielten, alas sei er ihr bester Freund. Trotzdem zog es mich immer wieder dorthin, weil diese Christen etwas hatten, was mir fehlte. An einem Abend trafen mich die Worte Jesu aus der Bergpredigt: ´Sorget euch darum, dass Gott bei euch geehrt wird und dass unter seiner Herrschaft etwas Gerechtes unter euch geschieht. Das übrige wird er euch dazugeben.` Allmählich wuchs mein Vertrauen zu Jesus, bis ich es wagte, meine Sorgen und meine Schuld vor ihm auszusprechen, wie ein Kind mit seinem Vater redet. Ich habe Gott mein Leben ordnen lassen und in ihm meine Freiheit gefunden. Frei von Angst vor dem Tod, frei von Menschenmeinungen, frei von Schuld durch Vergebung, frei auch zur Nächstenliebe.“
Szenenwechsel: Aus dem Jungprofi bei Bayer Leverkusen wurde ein Fußballstar bei Borussia Mönchen-Gladbach, der von Borrusia Dortmund für eine Ablösesumme von 4,5 Millionen DM verpflichtet wurde. Hier fiel der 29-jährige Gipfelstürmer in die tiefsten Tiefen seines Lebens. Aufgrund der schockierenden Krebsdiagnose sagte ihm sein Mannschaftsarzt, es gehe um Leben und Tod. Herrlich erinnerte sich an diesen Moment: „Ich bin aufgestanden, ans Fenster gegangen und habe mir gesagt: ´Ích habe bisher immer auf der Sonnenseite gelebt, war behütet und hatte so viel Glück…Wenn das nun der Weg ist, den Gott für mich bestimmt hat, dann nehme ich ihn an – so hart er auch sein mag.`
Der mehrfache Millionär war und ist immer noch verheiratet mit der hübschen Sangita, deren Eltern aus Indien kommen; sie war im dritten Monat schwanger. Das glückliche Paar freute sich auf sein erstes Kind. Trotz seines Gottvertrauens stand Heiko einige Tage unter Schock. Nun galt es für Heiko Lebensbilanz zu ziehen und bestehende Konflikte mit Freunden und Kollegen auszuräumen.. Schließlich konnte der Todeskandidat sagen: „Ich habe alles geklärt und bin bereit zu gehen.“ Unmittelbar danach konnte er trotz Trauer und Abschiedsschmerz sagen: „Das war die schönste Woche meines Lebens.“ Heiko hatte alles losgelassen und gewusst: ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.“
In der Heidelberger Klinik ergab eine Biopsie, dass der Hirntumor zwar bösartig, aber wider Erwarten sensibel für eine Bestrahlung sei. Und dann geschah das unerwartete Wunder: Der Tumor löste sich in Wohlgefallen auf. Heiko Herrlich konnte nur noch staunen: „Das war die Hand Gottes. Er hat mich getragen.“
Günther Klempnauer /www.facebook.com/gunther.klempnauer.3

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