Hör doch endlich auf dich an Dinge zu erinnern, die Gott schon vergessen hat.

Gute Gedanken zu dieser Überschrift:

„Wir sündigen ja immer in zweifacher Hinsicht: wir versündigen uns an Gottes Geboten und an seiner Heiligkeit und werden immer wieder, täglich und reichlich, an Menschen schuldig, die ja Gottes Geschöpfe sind. Aber durch Jesus sieht uns Gott so, als hätten wir nie eine Sünde begangen. Er vergisst tatsächlich alle unsere Übertretungen; bildlich gesprochen, hat er sie in die tiefste Stelle des Meeres versengt, denn Gott ist hier, der uns durch Jesus Christus gerecht macht. Durch den Glauben werden wir dieser Vergebung teilhaftig, indem wir darauf vertrauen, dass Jesus auch meine Sünden getragen hat und er auch an mich gedacht hat, als er rief: „Es ist vollbracht!“

So behandelt Gott unsere Sünden aller Art, als seien sie nie da gewesen, ja, sie sind vollständig aus seiner Erinnerung verschwunden. Mögen sie auch Spuren in unserem Gedächtnis hinterlassen haben und Wunden in unserer Seele verursacht haben. Das Wunder der Gnade und Barmherzigkeit und Vergebung ist größer als das alles, seit das Opfer Jesu am Kreuz die vollständige Vergebung bewirkt hat, und in der Ewigkeit werden auch die letzten Spuren und Verletzungen der Sünde komplett verschwunden sein – auf ewig.

Durch die Vergebung sind wir Christen zu Gottes Kindern geworden, die nun nicht mehr unter dem Zorn Gottes stehen, denn er sieht uns als sündlose Menschen an, so, als ob wir vollkommen heilig wären. Ja, Gott geht noch viel weiter: Er macht uns sogar zu seinen Vertrauten, denn er vertraut uns das Evangelium an, er macht uns zu Sachwaltern der frohen Botschaft von der Liebe Gottes und der Vergebung der Sünden, die allen Menschen gelten soll. Er vertraut uns das Amt an, das die Versöhnung predigt, denn dieses Wort von der Versöhnung mit Gott ist an alle Welt gerichtet. So vergisst er alle unsere Sünden und Verfehlungen und behandelt uns so, als wären wir nie in die Irre gegangen.

Das ist ein rechtes Trostwort für den heutigen Tag an alle, die doch immer wieder so sehr unter ihren Sünden leiden.     (Pfarrer i. R. Bernd Schlottoff, Erf)

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