Die katholische Kirche gehört zu den Mitorganisatoren des Karl-Marx-Jubiläums 2018 in Trier, und ihr oberster Repräsentant in Deutschland, Kardinal Marx hat Gefallen an den Gedanken seines Namesvetters.
Denkt der Kirchenführer nicht an das unendliche Leid von Marxens Gesellschaftstheorie?
Diese Sympathie für Karl Marx und die Mitwirkung an den Feierlichkeiten ist schon eine Art Verhöhnung dervielen Opfer.
Karl Marx war ein Wegbereiter des Totalitarismus, der sogar den revolutionären Terrorismus „predigte“.
Karl Marx war ein Antisemiten und Rassist.
Marx hat die Arbeiter der damaligen Zeit als „Esel“ verunglimpft.
Karl Marx bezeichnete den Parlamentarismus als „demokratische Pissjauche“.
Das sollte der Kardinal auch wissen, als der damalige Mainzer Bischof Ketteler sich Gedanken um das schwere Los der Arbeiter machte und sich für ihr Wohlergehen engagierte, hätte Karl Marx – der davon erfuhr – eigentlich darüber erfreut sein müssen. Stattdessen sprach er über Ketteler so: “…dieser Hund”.
Karl Marx war ein reiner Theoretiker, der vom Geld anderer Personen, die ihn finanziert haben, gelebt hat.
Das Leben der Arbeiter und leibeigenen Bauern in Russland hat er nie persönlich kennen gelernt und geteilt.
Lieber Kardinal Marx, sie sollten wissen, dass sich Christentum und Marxismus von ihrem Menschenbild kategorisch ausschließen. Der Marxismus betrachtet Menschen nicht als Einzelwesen, sondern als soziale Klasse oder Kollektiv, das Christentum hingegen zielt auf jeden einzelnen Menschen in seiner eigenen persönlichen Beziehung zu Gott. Während das Christentum den Menschen als für das eigene Tun verantwortlich ansieht, ist bei Marx „das menschliche Wesen kein dem Individuum innewohnendes Abstraktum“, sondern „das Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse“ (MEW 3, 534). Und während Ehe, Familie und Privateigentum integrale Bestandteile des Christentums sind (siehe nur die 10 Gebote), lehnte Marx diese Institutionen ab“.
Die Verwirklichung des Marxismus war weltweit verheerend. Stalinismus, “Killing Fields”, “leuchtender Pfad”, Nordkorea, die Mauer gegen “Republikflucht”, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber beim Kirchenpolitiker Reinhard Marx wundert mich ohnehin nichts mehr.
Aus Ansgar Neuhofs Gedanken bei „Tichys Einblick“.
