Regisseur Woody Allen führt als Atheist «ein trauriges Leben.

Er sei ein „strikter Atheist“, sagte Allen. Viele hätten vergeblich versucht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen – auch der Evangelist Billy Graham, mit dem Allen einst in einer Talkshow über den Glauben debattierte. Graham habe gesagt: Selbst „wenn es keinen Gott gibt, werde ich trotzdem das bessere Leben gehabt haben, weil ich glücklicher mit meinem Glauben war“. Damit habe er wohl recht gehabt, meint Allen in einem Interview, das die Süddeutsche Zeitung am Donnerstag veröffentlichte.
Er führe ein „trauriges Leben ohne Hoffnung, furchterregend und düster, ohne Ziel oder jegliche Bedeutung“. Menschen würden ohne Grund geboren, die Menschheit werde alle hundert Jahre ausgetauscht und irgendwann gebe es auch das Universum nicht mehr. „Ich wünschte, ich läge falsch“, sagt der Regisseur über seine Weltsicht.
Auch der Gedanke, dass seine Filme ihn überdauern werden, bedeute Allen nicht viel. „Was immer wir tun zu Lebzeiten, ist am Ende eine sinnlose Illusion, weil nichts von Bestand sein wird. Gar nichts.“
Das sage ihm der gesunde Menschenverstand. Das Universum sei nur zufällig entstanden und werde „wieder ins Nichts verschwinden“. Dass er Filme drehe, lenke ihn von diesen wenig erbaulichen Gedanken ab. Das gehöre zu seinem Überlebenstrieb. Zu Hause versuche er sogar, Optimismus zu verbreiten. Er wünsche sich, dass seine Kinder ihre Zeit genießen.
Wenn seine Frau über die Kürze und Traurigkeit des Lebens klage, sage er ihr, dass „es viel Wundervolles zu erleben gibt“. Aber eigentlich spiele Allen ihr damit etwas vor, gesteht er. (pro)

Kommentare

  1. ali

    Die Wissenschaftsgläubigen und Technokraten haben bislang noch keinen Gesellschaftsentwurf entwickelt, der nicht totalitär und menschenverachtend ist (siehe UdSSR, DDR, NS, Mao, Pol Pot, usw.). Da sind mir die Ergebnisse der Menschen, die auf die Bibel vertraut haben (von Bill of Rights bis Grundgesetz) dann doch lieber.

  2. ali

    „Über diesem Menschen leuchte nicht mehr der Glanz der Gottesebenbildlichkeit, der ihm seine Würde und Unantastbarkeit gebe, sondern nur noch die Macht menschlichen Könnens. Das System des Nationalsozialismus und des Kommunismus im vergangenen Jahrhundert hat uns gezeigt, wohin das führt: Nicht zu mehr Glück und Freiheit des Menschen, sondern an den Rand des Abgrunds, in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen. Dafür stehen die KZ’s und Gulags. … Die Kirche wird das Osterhalleluja noch singen, wenn der wissenschaftliche Atheismus vielleicht nur noch in den Geschichtsbüchern als Relikt menschlicher Verirrung vermerkt wird. Nun aber feiert dieser so genannte wissenschaftliche Atheismus fröhliche Auferstehung. Hoffentlich durchschauen die Menschen diesen uralten Dreh, mit dem sie den Gottesglauben verlieren sollen. Es sei nochmals daran erinnert, dass solche Unternehmungen keine harmlosen Experimente einiger Leute sind! Wie damals, so kann das auch heute viele Menschen buchstäblich das Leben kosten. … Ähnlich wie einst die Nationalsozialisten im einzelnen Menschen primär nur den Träger des Erbgutes seiner Rasse sahen, definiert auch der Vorreiter der neuen Gottlosen, der Engländer Richard Dawkins, den Menschen als „Verpackung der allein wichtigen Gene“, deren Erhaltung der vorrangige Zweck unseres Daseins sei.“ Meisner

  3. T.

    Pred 2,17 Da haßte ich das Leben; denn mir mißfiel das Tun, das unter der Sonne geschieht; denn es ist alles nichtig und ein Haschen nach Wind.

    Genau jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für Woody Allen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

* Ich stimme zu

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.