Rockmusik macht taub

Warnung

ali

Kaufbeuren (bbm). – Dass Rockmusik von Natur aus alles andere als leise ist, darüber bestand in einem Zivilprozess vor dem Amtsgericht durchaus Einigkeit. Gestritten wurde darüber, ob eine 36-jährige Frau beim Auftritt einer Rockgruppe in der Kaufbeurer Zeppelinhalle vor vier Jahren einen Hörschaden – einen sogenannten permanenten Tinnitus – erlitten hat, und ob der Veranstalter dafür haften muss. Die Klägerin fordert von dem Unternehmen, dessen Versicherung bereits eine Zahlung von 2000 Euro geleistet hat, noch weitere 4000 Euro Schmerzensgeld. Der Rechtsanwalt der Gegenpartei verwies darauf, dass die bisherige Zahlung lediglich aus Kulanzgründen erfolgt sei und keinerlei Anspruch begründe. Der Ausgang des Verfahrens ist noch völlig offen.
Auslöser des Prozesses war ein Konzert einer so genannten Gothic-Rockgruppe in der Kaufbeurer Zeppelinhalle im April 2002. Die Klägerin empfand die musikalischen Darbietungen zunächst als „laut, aber ganz normal“. Dies habe sich in dem Moment geändert, als fünf Dudelsack-Spieler auf der Bühne erschienen und mit massiver Bassverstärkung loslegten.
Sie habe zunächst zwar keine Beschwerden registriert, so die 36-Jährige. Als sie dann aber bei Konzert-Ende die Halle verließ, habe sie „ein starkes Rauschen“ in den Ohren gehabt und an Kopfschmerzen gelitten. Ihre Freundin – sie befindet sich ebenfalls im Rechtstreit mit dem Veranstalter – schilderte jetzt als Zeugin ähnliche Beschwerden.

Kommentare

  1. Satan

    Oh Scheisse ! Hab ich richtig gelesen oder brauch ich ne stärkere Brille ?
    Musik soll nur über Gott handeln dürfen und ihn loben und Preisen ?
    Naja !
    Ich geh nächste Woche aufs Amon Amarth Konzert und frag mal die Jungs was die davon halten !
    Arme Welt

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