Wer hat die Bibel geschrieben und wer bestimmte, was hineingehört?

Kurz gesagt: Die Bibel hat zwei Urheber: Gott ist ihre Quelle, Menschen haben sie aufgeschrieben. Mehr als 40 Verfasser schrieben über rund 1.500 Jahre – Könige, Fischer, ein Arzt, ein Zöllner und andere. Was in die Bibel gehört, hat keine Kirche und kein Konzil bestimmt: Die biblischen Bücher wurden schon kurz nach ihrer Abfassung als Gottes Wort erkannt.

Wer hat die Bibel geschrieben?

An der Bibel waren mehr als 40 Autoren beteiligt, die sich bis auf wenige Ausnahmen nicht kannten. Sie schrieben in einem Zeitraum von etwa 1.500 Jahren (ca. 1.400 v. Chr. bis 95 n. Chr.), in drei Erdteilen und in drei Sprachen: Hebräisch, Aramäisch und Griechisch. Unter ihnen waren ein Politiker (Daniel), ein Soldat (Josua), Könige (David, Salomo), ein Fischer (Petrus), ein Arzt (Lukas), ein Zollbeamter (Matthäus) und ein jüdischer Gelehrter (Paulus). Obwohl sie sich nicht absprechen konnten, zieht sich ein roter Faden vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung („Ist die Bibel menschliches Gedankengut oder Gottes Wort?“).

Wer schrieb das Neue Testament?

Der Artikel „Wer hat nun das Neue Testament geschrieben?“ ordnet jedes Buch einem Verfasser zu:

  • Evangelien: der Apostel Matthäus, Johannes Markus, der Arzt Lukas und der Apostel Johannes
  • Apostelgeschichte: Lukas
  • Briefe: vor allem der Apostel Paulus, außerdem Petrus und Johannes sowie Jakobus und Judas, nach dem Artikel Brüder des Herrn Jesus; der Hebräerbrief nennt keinen Verfasser
  • Offenbarung: der Apostel Johannes auf der Insel Patmos

Das Neue Testament entstand demnach etwa zwischen 40 und 96 n. Chr. Die Verfasser waren Augenzeugen oder enge Mitarbeiter von Augenzeugen. Petrus schreibt, sie seien keinen klug ersonnenen Legenden gefolgt (2. Petrus 1,16), und Johannes bezeugt, was er mit eigenen Augen gesehen und mit den Händen betastet hat (1. Johannes 1,1; „Auf die Bibel kannst du dich verlassen“).

Wie kann Gottes Wort von Menschen stammen?

Gott hat die Bibel nicht Wort für Wort diktiert – mit Ausnahmen wie den Zehn Geboten. Er wachte über die Schreiber und lenkte sie so, dass sie ihren eigenen Stil und Verstand behielten und trotzdem genau das aufschrieben, was er wollte. Lukas etwa hat gründlich nachgeforscht (Lukas 1,1–4). Das Ergebnis enthält nicht nur Gottes Wort, sondern ist Gottes Wort. Diese Sicht heißt „uneingeschränkte Verbalinspiration“ („Die Inspiration der Heiligen Schrift“). Die Bibel sagt selbst: „Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre“ (2. Timotheus 3,16; Quelle).

Wer hat bestimmt, was in die Bibel gehört?

Die Schriften wurden innerhalb kurzer Zeit nach ihrer Abfassung von den Empfängern als Wort Gottes erkannt (Quelle). Konzilien haben den Kanon später nur noch anerkannt, nicht festgelegt („Ist die Bibel zuverlässig?“).

Der Artikel „Woher wussten die frühen Christen, welche Bücher von Gott inspiriert waren?“ erklärt: Sie erkannten es auf dieselbe Weise wie bei den Schriften des Alten Testaments – durch den Heiligen Geist. Paulus schreibt, wer geistlich ist, erkenne, dass seine Worte ein Gebot des Herrn sind (1. Korinther 14,37). Jesus sagt: Seine Schafe hören seine Stimme (Johannes 10,27). Schon Petrus zählt die Briefe des Paulus zu den Schriften (2. Petrus 3,15–16). Sie waren also anerkannt und im Umlauf, lange bevor ein Konzil die 27 Bücher des Neuen Testaments auflistete.

Häufige Anschlussfragen

Gehören die Apokryphen oder das Thomasevangelium zur Bibel?

Nein. Schriften außerhalb des Alten und Neuen Testaments sind nach dem Artikel „Wer hat nun das Neue Testament geschrieben?“ nicht von Gott inspiriert, etwa die Apokryphen, das Judas- und das Thomasevangelium.

Sind auch Übersetzungen Gottes Wort?

Inspiriert sind die Urschriften (Quelle). Gute Übersetzungen nach dem Grundtext sind nach dem Bekenntnis von soulsaver.de ebenfalls Gottes Wort (Quelle).

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