Darf ein Christ Yoga machen?

Kurz gesagt: Die Artikel auf soulsaver.de raten Christen davon ab. Yoga ist nach ihrer Darstellung keine neutrale Gymnastik, sondern im Kern eine spirituelle Disziplin aus dem Hinduismus. Sie zielt darauf, das eigene Selbst als göttlich zu erkennen, und arbeitet mit Techniken wie Mantras, Sonnengruß und Trance. Das widerspricht dem christlichen Glauben an den einen Schöpfer und an Jesus als Retter (Quelle; Quelle).

Ist Yoga nur Sport?

Im Westen wird Yoga als Entspannung, Heilmethode oder neue Sportart angeboten, oft auch in Schulen und Kindergärten. In Indien dagegen ist Yoga eine religiöse Disziplin: Es soll zur Vereinigung mit Brahman, dem Göttlichen, führen, zu Erleuchtung, Erlösung und Befreiung („Was ist Yoga? Was ist Yoga wirklich?“).

Ein ehemaliger Yoga-Guru, der als Brahmane in Indien aufwuchs und zum Glauben an Jesus kam, sagt: Viele Yoga-Lehrer behaupten, Yoga habe nichts mit Religion zu tun. Das stimme nicht. Yoga sei das Herz des Hinduismus. Wer in sich schauen soll, um „das Selbst zu finden, um Gott zu finden“, befinde sich oft unbemerkt schon im hinduistischen Denken („Yoga ist das Herz des Hinduismus. Yoga-Guru kommt zum Glauben an Jesus“).

Was steckt hinter den Übungen?

Nach dem Artikel „Was ist Yoga? Was ist Yoga wirklich?“ soll Yoga eine Lebensenergie (Prana, Kundalini) wecken, die durch Energiekanäle und Chakren fließen soll. Die Übungen sollen den Geist zur Ruhe und Leere bringen und in einen tranceartigen Zustand führen. Dazu gehören unter anderem:

  • besondere Körperhaltungen (Asanas) und Atemtechniken
  • Mantras wie die Silbe OM, die nach dem Artikel Anrufungen von Gottheiten sind
  • der Sonnengruß, der als Anbetung einer Gottheit beschrieben wird
  • Handgesten (Mudras), Visualisierungen und Konzentration auf einen Punkt
  • Sätze wie „Ich bin Brahman“ oder „Ich bin Gott“

Warum sehen die Autoren Yoga kritisch?

Der Artikel fasst seine Kritik so zusammen (Quelle):

  1. Yoga führt über kurz oder lang in einen Zustand der Trance.
  2. Yoga ist eine spirituelle und religiöse Praxis. Die Techniken haben dieselbe spirituelle Wirkung, egal in welcher Verpackung sie angeboten werden.
  3. Yoga ist nicht ungefährlich und kann körperliches, seelisches und geistiges Wohl beeinträchtigen.
  4. Yoga hat okkulten Charakter und widerspricht dem christlichen Glauben.

Schöpfer oder Selbst-Vergottung?

Das höchste Ziel im Hinduismus ist Moksha, die Befreiung, verstanden als Selbstverwirklichung und damit „Gottverwirklichung“: Der Mensch soll erkennen, dass er selbst Gott ist. Die Bibel unterscheidet dagegen klar zwischen Schöpfer und Schöpfung: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1. Mose 1,1; Quelle). Schon die Schlange versprach Eva: „und werdet sein wie Gott“ (1. Mose 3,5). Die Bibel zeigt dagegen, dass unser Herz nicht göttlich ist: „Es ist das Herz ein trotzig und verzagtes Ding; wer kann es ergründen?“ (Jeremia 17,9). Nur Gott kann es durch die Wiedergeburt verändern, aus Gnade (Johannes 3,3; Epheser 2,5; „Warum sind Yoga, Buddhismus und Psychotherapie so angesagt?“).

Häufige Anschlussfragen

Und wenn ich nur die Dehnübungen mache?

Der Artikel „Was ist Yoga? Was ist Yoga wirklich?“ betont, dass alle Yogatechniken dieselbe spirituelle Wirkung haben, unabhängig davon, in welchem Zusammenhang sie verpackt sind. Eine „neutrale“ Form von Yoga sieht er darum nicht.

Wo finde ich echten Frieden?

Der frühere Yoga-Guru, der von Kind auf das Streben nach „Gottverwirklichung“ kannte, ist zum Glauben an Jesus Christus gekommen (Quelle). Nicht der Blick in das eigene Innere verändert das Herz, sondern Gottes Gnade (Quelle).

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