Wie der 15jährige Charles Spurgeon zu Gott findet. Aus diesem Jungen wurde der „Fürst der Prediger“.

Der Morgen des 6.Januar 1850 war sehr kalt und verschneit. Alles lag unter einer dichten, weißen Decke. Ein ungemütlicher Scheesturm setzte ein und keiner wusste, wie lange er anhalten würde. Es war Sonntag.
Der 15jährige Charles wollte wie immer den Gottesdienst besuchen. Normalerweise ging er mit seinem Vater zu der 15km weit entfernten Kirche. Aber heute hielt ihn das Wetter davon ab. Er beschloss, ausnahmsweise in den nahen Ort Colchester zu gehen. Unterwegs wurde der Schneesturm so heftig, dass Charles nicht weitergehen konnte. Er flüchtete in eine schmale Nebenstraße und fand dort eine kleine Methodistenkapelle. War das Zufall gewesen? Aber nein, es war Gottes Plan, dass Charles ausgerechnet diese Kapelle betrat. Charles hatte Platz genommen, aber der Prediger schien nicht zu kommen. Sicherlich wohnte er weiter entfernt, und die verschneiten Strassen hinderten ihn daran, pünktlich in der Kapelle zu erscheinen. Wer würde nun den Gottesdienst leiten? Endlich stand ein sehr hagerer Mann auf, ging nach vorne auf die Kanzel und begann zu predigen. Er sprach über den Bibeltext: „Seht auf mich, und ihr werdet gerettet!“ Der Mann hatte das Predigen nicht gelernt, und es fiel ihm sogar schwer, die Worte richtig zu betonen, aber das war nicht wichtig. Charles spürte, dass die Botschaft ganz besonders ihm galt, und hörte gespannt zu. Schon lange hatte er sich über das Evangelium Gedanken gemacht, und in diesem Moment spürte er in seinem Herzen ein Sehnen nach der Antwort auf die eine Frage: „Was muss ich tun, um errettet zu werden?“
Was der Prediger sagte, war sehr einfach. Zuerst sprach er über das Wort „seht“. Zu sehen sei ganz einfach, das könne sogar ein Kind. Dann brachte er es mit dem Wort „mich“ im Verbindung. Es hat keinen Wert, auf irgendjemand anderes zu sehen als auf den Herrn Jesus Christus. Sieh auf den Herrn, wie er am Kreuz hing, wie er starb und wiederauferstand und jetzt zur Rechten Gottes im Himmel thront. Nachdem der gute Mann etwa 10 Minuten über diesen Vers gesprochen hatte, wusste er anscheinend nicht mehr weiter.
Plötzlich richtete er seine Blicke auf Charles, der ganz allein unter der Empore der Kapelle sass und sagte: „Junger Mann, du siehst sehr unglücklich aus.“ Charles war darüber sehr erstaunt, aber schon sprach der Mann weiter: “ Und du wirst für immer unglücklich sein, wenn du meine Worte nicht befolgst. Junger Mann, sieh auf Jesus Christus. Du musst nichts weiter tun, als auf ihn zu sehen, und du wirst leben. “

Auf einmal sah Charles den Weg der Erlösung ganz klar vor sich. Im einfachen Glauben sah er auf zu Jesus Christus, nahm ihn als seinen Erlöser an und wurde errettet.

Bevor Charles Spurgeon mit 57 Jahren starb, verkündigte er das Evangelium Millionen von Menschen. Und durch seine Predigten führte er Tausende dazu, selbst auf den Herrn Jesus Christus zu sehen.

Ein sehr glücklicher Junge stapfte an diesem Sonntagmorgen durch den Schnee nach Hause. Charles wusste nun genau, was die Worte aus Ps. 51,9 bedeuten:

„Wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee! (aus dem Büchlein „wenn das Eis singt“)

 

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