Leserbriefe

  • From wirbelwind on Shelley - Out of Porno

    Für gott ist niemand verloren

    Wow…mich fasziniert es jedes mal, wie mächtig ER ist! wir menschen gehen schnell dazu über jemanden abzuschreiben.Aber für unseren Herrn ist nichts unmöglich! Er kennt das Herz von jedem einzelnen und hat den Schlüssel zum Herzen…solche Zeugnisse sind echt der Hammer und beweisen sein Gnade und Liebe zu uns!

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    2006/02/25 at 2:41 pm
  • From ali on Shelley - Out of Porno

    lasst uns den herrn anbeten, denn er liebt uns sünder.
    ali

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    2006/02/25 at 2:52 pm
  • From andrea on Totale Überwachung kommt

    Es wird tatsächlich so kommen, dass man sich entscheiden muss zwischen dem einen Malzeichen des Tieres und dem Siegel des lebendigen Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat.
    In der Offenbarung steht geschrieben, dass nur der kaufen und verkaufen können wird, der das Malzeichen des Tieres hat.
    Also bitte heute schon darauf achten, was bleibt, was erste wichtigkeit hat.
    Heute das Leben mit Jesus suchen, um morgen auf die krasseste bedrängnis vorbereitet zu sein.
    es wird dann so weiter gehen, dass sich alle Völker versammeln werden, um gegen das Lamm Krieg zu führen. Es wird siegen und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.

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    2006/02/25 at 4:22 pm
  • From Asuka on Wer ist Aslan?

    aslan – oh aslan…

    Oh, ich fand diesen Artikel über Aslan wirklich interessant. Zuerst wurde ein Brief von Lewis an ein Mädchen gezeigt, und ich wusste nicht was Lewis damit wohl gemeint habe. Doch dann dachte ich scharf nach und als ich das Wort “Lamm” las, dachte ich sofort an das “Lamm Gottes”. Und dann habe ich Lewis’ Auflistungen mit Jesus Christus verglichen und wusste sofort, wer Aslan in unserer Welt ist. In bin nicht sehr gläubisch, nein, überhaupt eigentlich gar nicht doch trotzdem hat mich dieser Artikel sehr berührt. Aber mein persönliches Kommentar dazu: Ich glaube lieber an einen  unzahmen aber guten Löwen namens Aslan, der Jesus verkörpert, als an einen Mann der von der Erbsünde (ich meine, Maria hat nicht mit Josef geschlafen, sie hat ihn einfach so “empfangen”. Deswegen sind im Christentum auch alle Leute mit der Erbsünde bestraft da Mutter und Vater ja miteinander schlafen, bevor Mutter das Neugeborene bekommt. Aber sofern ich weiß verschwindet die Erbsünde bei der Taufe!) befreit worden ist und “auferstanden” ist und nie im Leben S.e.x gehabt hat und sich nie verliebt haben soll… Das gibt es nicht, dass mit Jesus! Klar, Jesus hates sicher einmal gegeben. Aber er hat bestimmt genauso gelebt wie andere, hat eine Frau oder Geliebte gehabt und sich auch mal Nachts ausgetobt…. Ja, an Aslan würde ich lieber glauben als an Jesus….

    MFG ASUKA

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    2006/02/26 at 9:36 pm
  • From ali on Wer ist Aslan?

    wenn du jesus kennenlernen willst, dann

    www.wer-ist-jesus.net

    ali

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    2006/02/27 at 12:31 am
  • From joice on "Sex and the City" bringt so einiges durcheinander

    also ich weiß net…

    leute, bei aller freundschaft, ich finde,i hr seht das alles zu pathetisch. es handelt sich hier immerhin um eine FERNSEHSERIE. “gott wird sie richten” scheint hier weniger angebracht. aber gut, selbst wenn es sich um die realität handeln sollte oder einige menschen sich an der serie ein beispiel genommen haben, sehe ich keinen grund,warum gott überhaupt “richten” solle. sex ist nichts schlimmes, sondern eine der schönsten sachen auf der welt&deshalb in keinster weise zu verurteilen. sei es nun in der ehe oder eben nicht.sei es nun einmal im jahr oder eben 105 mal.
    dies als sünde zu bezeichnen, können nur leute, die entweder noch niemals in ihrem leben sex hatten oder immens schlechte erfahrungen gemacht haben!

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    2006/02/27 at 9:07 pm
  • From ali on "Sex and the City" bringt so einiges durcheinander

    In 1.Mose 1, 27 heißt es: „So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie.“ Die beiden Geschlechter sind von Ihm geschaffen.
    Gott gibt in diesem Zusammenhang die Anweisung: „Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz.“ Ohne Sexualität ist dieser Akt schlecht nachvollziehbar. Gott macht nicht viel Wind um dieses Thema. Sexualität gehört zum Menschen, wie seine Haut- und Augenfarbe oder seine Nase.
    Paulus schreibt an Timotheus (1.Tim.4,4): „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut.“ Punkt.
    Auf unsere Frage bezogen heißt das: Du bist vollkommen o.k. vor Gott, als Junge oder Mädchen so gewollt und in Gottes Augen absolut gelungen. Dazu zählt dein ganzes Wesen, demzufolge auch deine Sexualität.

    Gott hat eine bestimmte Vorstellung davon, wie wir als Menschen miteinander umgehen sollen: z.B., dass wir uns mit Liebe und Respekt annehmen. Das ist nicht nur auf unsere „Sonntagmorgenlaune“ im Gottesdienst beschränkt. Im Alltag, in der Familie, in der Ehe, in der Schule, an der Arbeit entscheidet es sich, ob wir etwas von Gott begriffen haben.
    Mit Sex ist es genauso. In unserer Gesellschaft gibt es den Trend, Sex und Beziehung voneinander zu trennen. One-night-stands, Cybersex, Internetpornos z.B. sind Möglichkeiten, Sex auszuleben und dabei keine Beziehung eingehen zu müssen. Allerdings bleibt meist eine tiefe innere Leere zurück. Was fehlt?
    Der Mensch als Person, mit seiner Seele, kommt nicht darin vor. Wärme, Vertrauen, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Offenheit bleiben auf der Strecke. Gerade diese Merkmale machen aber eine Beziehung aus. Gott hat deine Sexualität mit seelischen Bedürfnissen verbunden wie z.B. dem Wunsch, geliebt und respektiert zu werden. In einer guten Beziehung werden diese Bedürfnisse befriedigt.

    Es gibt viele Möglichkeiten und gesellschaftliche Trends, sexuelle Bedürfnisse auszuleben. Nicht jede tut gut. Auch Gott hat sich überlegt, welche Hilfen er uns geben kann. Stell sie dir so ähnlich wie Leitplanken an der Autobahn vor. Sie können dir helfen, dass dein Leben wirklich gut wird! Wer als Christ leben will und daran glaubt, dass es Gottes Wunsch ist, dass unsere Beziehungen gelingen, kann sich beruhigt daran orientieren. Gott weiß, wie verletzlich wir in unserer Sexualität sind und wie wir andere damit verletzen können.

    Sexualität braucht so etwas wie ein Nest, damit sie sich richtig entwickeln und entfalten kann.
    Es ist schwieriger die körperliche Nähe zu einem Menschen zu genießen, wenn Ängste bestehen, wie z.B. verlassen oder schwanger zu werden.
    Die beste Voraussetzung für dieses Nest ist eine verbindliche Partnerschaft, in der Vertrauen, Treue und Verlässlichkeit einen Platz haben. Sex braucht Freiheit und Schutz. Intimität zwischen zwei Menschen entwickelt sich und unterliegt einem Prozess. Dieses Nest schuf Gott als Ehe.
    In unserer Gesellschaft fällt die Vorstellung schwer: Sex nur in der Ehe? Gerade auch dann, wenn Vorbilder von guten Beziehungen in deiner Familie und Gemeinde fehlen sollten. Doch ich bin davon überzeugt, dass Gott ein „Power-Team“ aus deiner Partnerschaft machen will und diese Beziehung segnen wird. Er will einem Paar helfen, nicht nur die Hoch-Zeiten, sondern auch die Tief-Zeiten zu durchstehen. Kannst du dir vorstellen, was es heißt, wenn Gott etwas segnet? Das ist die beste Basis, dass etwas gelingen kann!

    Aber eins nach dem anderen. Entdecke erst einmal deine Wünsche und Vorlieben. Entwickele Ideen und Träume darüber, was du gerne in deinem Leben verwirklichen willst. Du darfst gerne große Träume haben! Du hast alle Zeit der Welt, bevor du dich auf das Abenteuer einer Beziehung einlässt.

    Mehr Infos?
    1+1=SEX? Edition Weisses Kreuz. Diese Broschüre gibt Antworten auf Fragen zu Liebe, Sex und Freundschaft.
    Sie ist erschienen im Hänssler Verlag (ISBN 3-7751-8105-9)

    www.soulbooks.de

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    2006/02/27 at 9:17 pm
  • From joice on "Sex and the City" bringt so einiges durcheinander

    🙂

    mit deiner einstellung zu beziehungen stimme ich absolut überein. es ist vollkommen richtig, dass nach unverbindlichem sex oft eine innere lehre zurück bleibt, weil dieemotional nähe fehlt, aber das ist natürlich eine subjektive sichtweise. für viele menschen ist eine beziehung einfach nicht das wahre, sei es nun, weil sie sich langweilen oder weil sie enttäuscht wurden oder,oder,oder…das große ABEr ist jedoch deine definition des “nestes”. ich bin der meinung, dass man sex (und ich meine guten sex ohne die postcoitale depression)durchaus auch ohne die ehe haben kann, ohne sich zu verüsndigen. auch eine junge beziehung kann ein “nest” sein,es muss nicht immer gleich für immer,”bis das der tod euch scheidet”,sein

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    2006/02/27 at 9:25 pm
  • From ali on "Sex and the City" bringt so einiges durcheinander

    Richtig geahnt: Sex gehört ausschließlich in die Ehe und nicht davor. Wenn man bereits auf falschen Wegen unterwegs war, gibt es keinen guten Grund, darauf wankenden Schrittes weiterzugehen und dabei in der Fehlhaltung zu verharren.

    Dazu ein weiteres Beispiel: Die Bibel sagt, dass wir nicht lügen (kein falsches Zeugnis reden) sollen. Aus Lügen entsteht langfristig nichts Gutes. Wenn wir aber schon mal gelogen haben, bedeutet dies, dass wir dann ruhig so weitermachen können, weil ja ohnehin nichts mehr zu retten wäre?

    Wohl kaum – hier würde jeder von uns dazu raten, als falsch erkanntes Verhalten zu beenden, Gott um Vergebung zu bitten und dann dem Heiligen Geist die Möglichkeit zu geben, uns zu verändern.

    So ist das auch mit dem Sex vor der Ehe: Wenn man zu der Erkenntnis kommt, dass man damit etwas Falsches vor Gott getan hat, dann treibt einen die Buße dahin, die Schuld vor Gott zu bekennen, und alles dafür einzusetzen, mit dem falschen Verhalten nicht fortzufahren.

    Zu deiner konkreten Frage möchte folgende Geschichte, die belegt, dass eine sogenannte außereheliche Lebensgemeinschaft bei Gott nicht als Ehe gilt: In Johannes 4,4-30 wird die Geschichte einer Frau erzählt, die Jesus am Brunnen trifft, wo sie Wasser holen wollte und mit der er ins Gespräch kommt, um ihr von Gott und seinem Reich zu erzählen.

    Geh hin, ruf deinen Mann und komm hierher!Die Frau erwiderte ihm: Ich habe keinen Mann!
    Jesus sprach zu ihr: Zutreffend sagtest du: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; da hast du die Wahrheit gesagt!

    Die Frau hat also einen Mann wie einen (Ehe-)Mann, den Jesus und letztlich sie selbst auch, nicht als Ehemann anerkennt; obwohl sich ein solches Zusammenleben aus dem Text erkennen lässt.

    Das würde die Frage und Situation genauestens treffen. Man lebt mit einem Partner in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen, wie die Frau in dieser Geschichte – und Jesus erkennt dieses Zusammenleben eindeutig und klar nicht als Ehe an! Er spricht ihr ab, dass dieser Mann, mit dem sie zusammenlebt (in Geist, Seele und Leib), ihr Ehemann ist. Klar und deutlich!

    So kann man auch auf dem Hintergrund der Bibel sagen, dass Sex in die Ehe gehört! Gott erkennt eine Ehe erst dann als Ehe an, wenn sie öffentlich bezeugt und fest gemacht wurde. In Deutschland wäre dies die Unterschrift vor dem Standesamt. Erst dann ist eine Ehe eine Ehe und erst dann gehört der Sex dazu – nicht davor!

    Alles andere Tun in der Richtung nennt das Wort Gottes Sünde.
    Allgemein gilt: Verharren wir wider besseren Wissens in einer erkannten Sünde, rechtfertigen diese vielleicht sogar und geben dem Heiligen Geist nicht die Möglichkeit, uns zu verändern – dann machen wir nicht nur Gott traurig, sondern geben damit der Sünde weiterhin Raum, wodurch wir uns letztlich das Leben unnütz schwer machen.

    Meine dringende Empfehlung daher (entsprechend der eingangs formulierten Ahnung): Stoppe den Sex vor der Ehe und warte damit bis zur Hochzeit. Das mag schwer werden, weil man ja nun genau weiß, worauf man verzichtet – aber der Verzicht lohnt sich: Nicht nur, dass man Gott damit gehorsam wird – auch für die Beziehung ist es eine gute Sache, wenn man ganz bewusst aufeinander wartet. Damit zeigt jeder von Euch dem anderen, wie wichtig ihm der andere ist. Mit dieser Art von Wertschätzung drückt ihr die Liebe zueinander noch einmal in besonderer Weise aus.

    nikodmeus.net

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    2006/02/27 at 9:39 pm
  • From wolke on Buddhistischer Priester findet neues Leben durch Jesus

    Euer Beitrag über Buddha

    Liebe Soulsaver,

    euer Beitrag über den exbuddhistischen Mönch ist toll.

    Gott segne euch,

    Wolfram

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    2006/02/28 at 11:24 am
  • From ali on Buddhistischer Priester findet neues Leben durch Jesus

    danke an den norden
    ali

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    2006/02/28 at 11:55 am
  • From **** on God’n’Sex

    Schweres Thema

    Hallo!
    Ich habe den Artikel durchgelesen und finde es gut und wichtig das das Thema disskutiert wird. Ich halte nichts von ausprobieren, mal hier mal da, Erfahrungen sammeln usw…
    Allerdings finde ich das es sich schwer gestaltet wenn man noch jung ist und eine Beziehung führt. Was ist wenn man einfach ZU jung ist, aber schon geraume Zeit zusammen ist, und sich für den (wie ich finde sehr großen und wichtigen) Schritt in die Ehe noch nicht breit fühlt?

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    2006/02/28 at 10:45 pm
  • From ali on God’n’Sex

    auch da gibt uns die bibel rat:
    Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.
    1.mose.2,24

    hier steht, dass ein mann vater und mutter verlassen wird….
    von kinderbeziehungen redet die bibel nicht.

    übringens:
    Der Begriff Jugend ist historisch gesehen relativ jung und wurde erst ab den 1880er-Jahren verwendet.

    darum lassen wir den menschen erst reifen, dann kommt es auch zu reifen beziehungen, eben so wie gott es geplant hat. er hat ja immer einen guten plan für uns.

    ali

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    2006/02/28 at 11:33 pm
  • From Wolfgang on Vogelpest

    Amen.

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    2006/03/01 at 1:31 pm
  • From stine on Der Spruch des Tages

    finde ich nicht!
    nur weil ich nicht jeden tag bete, rede ich nicht mit meinem gott???
    glaube ich nicht.
    ich persönlich bete nicht sehr oft, finde aber, dass ich trotzdem immer in verbundung mit gott stehe.

    Antwort: Frag dich mal wirklich, kannst du behaupten, mit jemandem eine tiefe Beziehung zu haben wenn du nicht mit ihm jeden Tag redest oder ihn zuhörst?

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    2006/03/01 at 3:23 pm
  • From Kruttan on Wer ist Aslan?

    Narnia und Harry Potter

    Igrendiwe gehört dies sowohl in diese Narnia aber auch in die HP-Rubrik. Nachdem ich jetzt alle Narnia Bände verschlungen habe und dabei bin, mich ein wenig tiefgründiger mit den Büchern zu beschäftigen, bin ich durch Zufall auch auf diese Seite gestoßen. Auch wenns schon ein wenig her ist, ich muss einfach meinen Senf zu dieser Angelegentheit dazugeben. Hab inspiriert von der derzeit bekannten Diskussion eine relativ umfangreiche Stellungnahme zu dem Thema verfasst:

    Ich hab jetzt alle Narnia Bände und alle  bisher erschienenen Harry Potter Romane gelesen. Darüber hinaus noch haufenweise Sekundarliteratur, hier vor allem über Tolkien, Rowling, Fantasy, Märchen und Mythen. Auch viele der christlichen Schriften für und gegen Potter sind mir geläufig (Kuby, Abanes, Granger und Co). Das folgende, was ich schreibe, ist daher keine Widergabe von blind und unreflektiert aufgenommenen Meinungen dritter.

    Lewis nennt in seinen Narnia Büchern einige Götter und Dämonen. Hauptsächlich müsste seine Inspirationsquelle die griechische Mythologie gewesen sein. So erwähnt er den Gott Bacchus und lässt ihn auch auftreten, wobei er keinesfalls auf der Seite der Bösen steht, sondern Aslan in seinem Kampf unterstützt. Die ihm unterstehenden Satyre, welche im Mittelalter für den Teufel Pate standen, sind Gefährten Aslans.
    Des Weiteren dürfte auch die sumerische, kanaanitische und auch semitische Mythologie für seine Werke Pate gestanden haben. Er erwähnt Götter der Kalormen, unter anderem auch Azaroth (Bd.3, S. 35), einer jener ca. 80 Dämonen, über die der mythologische Salomo befehligte und den er in Gestalt der Astarte angeblich sogar verehren lassen ließ. Dies sind sicherlich Wesen, die auch in der Bibel mit äußerstem Bedenken betrachtet werden. Lewis geht allerdings relativ neutral mit diesen Göttern um. Er verherrlicht sie keinesfalls, aber dennoch wird außer Tash kein Gott der Kalormen als negativ dargestellt, was aber auch daran liegen kann, dass außer Tash keiner personifiziert auftritt. Zu bemerken ist allerdings vor allem, dass in Narnia ein ganzer Haufen heidnischer Götter existiert.
    Daneben ist Lilith die Mutter der weißen Hexe, dies ist eben jene Mythologische Gestalt, die einerseits für die jüdische Emanzipation steht, weil sie als erste Frau Adams auch mal beim Sex oben liegen wollte (im Gegensatz zur Devoten, aus der Rippe geborenen Eva) . Andererseits steht Lilith aber auch für die Mutter der Vampire und anderer Dämonen, einer Bedeutung, die Lewis sicherlich für Narnia verwendet hat.
    Wir haben vor allem durch Bacchus, die Flußgeister und die Dryanen eine äußerst mythologisch geprägte Geisterwelt. Während das Christentum die Welt dieser Geister beraubte und deren Anhänger ihnen abschwören ließ, existieren diese Viecher in Narnia wirklich. Ein Inkontakttreten zu einer mythischen Geisterwelt, die dieser ähnelt, dürfte als Bestandteil des in der Bibel verurteilten Magiebegriffs stehen. Jenes ist auch die Art der Magie welcher man eine  deutliche Nähe zum Wicca-Kult und anderer okkulter Geheimlehren zuschreiben kann.

    Wobei hier „Geheimlehre“ das bedeutende Wort ist. Denn Lewis und auch Tolkien vertreten diese Geheimlehren nicht. Okkulte Lehren sind Religionen, die von Menschen überliefert und erlernt werden. In Narnia und Mittelerde sind diese Geister ganz normale Kreaturen, und selbst die elbische Magie bei Tolkien, welche starke Parallelen zu eben jener genannten Magieform aufweist und auch Praktiken wie Wahrsagerei beinhaltet, ist eine angeborene, unreligiöse Tätigkeit. Es werden keine Geheimlehren verherrlicht oder präsentiert, die Autoren schöpfen allerdings aus dem gleichen Fundus, aus dem auch okkulte Gesellschaften schöpfen. Anderseits wird selbst mit der Bibel Schindluder getrieben, weshalb der Fakt, dass manche die Mythologie missbrauchen, nicht ihre literarische Verwendung unangemessen machen sollte.

    Eine völlig vom geisterhaften und dämonischen abgekoppelte Form der Magie ist eben jene, die durch Tolkiens Zauberer Gandalf repräsentiert wird. Diese ist deutlich weiter vom Okkultismus entfernt als die oben beschriebene Form. Es ist eine rein technische, profane Magie. Sie ist völlig neutral und ist im Prinzip nichts anderes als unsere Technik. Dies wird sehr gut in den Harry Potter Büchern deutlich, die ausschließlich jene Form der Magie verwenden. Der Zauberstab kann als Taschenlampe und Mikrofon benutzt werden, man lässt Geschirr sich selbst abwaschen und statt einem fliegenden Surfbrett (wie in Zurück in die Zukunft) reitet man einen Besen oder sitzt auf einem fliegenden Teppich. Es geht nicht mehr um die Beschwörung von Geistern und auch nicht primär um eine Technik zur Machgewinnung über andere. Für diese Form der Magie gilt die gleiche moralische Einordnung und Neutralität wie für unsere reale Technik. Außerdem ist diese literarische Form der Zauberei nicht viel älter als 1000 Jahre, eine deutlich jüngere Erscheinung, die nicht mehr eine so deutliche Nähe zum okkulten aufweist.

    Während wir bei Lewis und Tolkien also sowohl die geisterhafte als auch die technische Magie haben, haben wir bei Harry Potter nur die technische. In dem Zusammenhang sind Tolkien und Lewis deutlich näher am Okkulten als Rowling. Dies soll aber nicht heißen, dass unsere beiden befreundeten Inklings okkulte Bücher geschrieben haben. Genauso finden wir Leute, die Tolkien und Lewis Rassismus vorwerfen. Und wieder kann man sagen, dass sich auch die Nazis aus nordischer Mythologie bedient haben. Aber dennoch ist die Intention eine andere.

    Wenn man nur über die Namen geht, so muss man ehrlich eingestehen, dass Lewis hier der okkultere ist. Bei Rowling handelt es sich meist um verunstaltete Lateinvokabeln oder mythologische Gestalten (wie Remus den Gründer von Rom). Tolkien hat haufenweise Namen aus alten Sagen geklaut (die Zwerge aus dem Hobbit inklusive Gandalf finden sich alle zusammen in einer Passage der Edda), weshalb man Rowling hier keinesfalls Vorwürfe machen kann, ohne auch die beiden Professoren ähnlicher oder schwerwiegenderer Vergehen beschuldigen zu müssen.
    Gerade das Argument, Tolkien und Lewis würden wissen, worüber sie schreiben, sollte eigentlich eher gegen die beiden sprechen, da man ihnen dann ja Mutwilligkeit zusprechen müsste, wenn das Nennen mythologischer Namen generell ein Verbrechen ist. Allerdings finde ich es auch seltsam, nur aufgrund einiger grober biographischer Informationen gleich über die Fähigkeiten des Autors und seine Intention im Klaren zu sein. Ich halte es für ein sehr pauschales Urteil, Rowling als minderwertige Autorin abzustempeln, weil sie eine Frau ist, weil sie hochhakige Schuhe trägt oder weil sie Geld hat. Der Erfolg der Bücher zeigt schon ganz gut, dass an den Büchern etwas dran sein muss. Und wenn man sie liest, dann wird einem auch klar, dass die Harry Potter Bücher zu den großen Werken der Jugendliteratur zählen und sich deutlich von vielem absetzen, was auf dem Markt ist. Rowling hat ein gutes Wissen über Mythologie, jemand, der sich selbst ein wenig mit der Materie auskennt, wird dies merken. Wer theoretische Arbeiten von Tolkien oder Lewis hierzu liest, der wird merken, dass die Beschäftigung mit Mythologie nicht wirklich unchristlich ist – genauso wenig, wie es faschistisch ist.

    Warum ist jetzt aber Rowling so verschrien? Warum wird Harry Potter ein derart okkulter Charakter zugeschrieben?
    Vor allem fällt auf, dass in der Harry Potter Sache nur von anderen abgeschrieben wird. Es werden Meinungen wiederholt, der „fromme Christ“, der gegen HP schreibt hat sich häufig gar nicht mit den Büchern beschäftigt.
    Wir leben in einem Medienzeitlater. Aus einem ähnlichen Grund, aus dem HP so populär wurde ist auch die christliche Anti-HP-Propaganda so schnell publik geworden und hat sich zu einer äußerst bedenklichen Sache entwickelt.
    Als der Herr der Ringe erschien, blieb die Kritik im Hintergrund, wie auch das Buch nicht über Nacht, sondern eher langsam zum Erfolg wurde. Eine so starke, weltweite Vernetzung existierte damals noch nicht. Beim HdR wäre es heutzutage wohl ähnlich verlaufen wie bei Potter, doch musste damals das Buch über Mund-Propaganda beworben werden, Bücher waren teurer, die ersten 10 Jahre war es nur in Englisch erhältlich und es war schwerer zugänglich. Mittlerweile können wir mit allem die ganze Welt erreichen. Bei Tolkien kamen biographische Vorteile hinzu und man konnte sich 50 Jahre lang an das Buch gewöhnen. Daher gibt es tatsächlich Menschen, die aus religiösen Gründen kein Problem mit Tolkien und auch Lewis, aber mit Rowling haben – was meines Erachtens völlig irrational und widersprüchlich ist.

    Wenn wir aber die absolut abstrusen Anschuldigungen abwerfen, die einzig und allein über die Person oder ähnliche nicht mit dem Text in Verbindung stehende Details gehen, so bleibt vor allem nur noch die Frage nach dem Weltbild. Ein weit verbreiteter Vorwurf, den ich gegen HP hörte, liegt darin, dass die Trennung und das Verhältnis zwischen Gut und Böse nicht stark genug ist. Dies sei unchristlich.

    Das Argument, Gut und Böse seien in HP gleich stark ist eine Behauptung, die dem Text nicht zu entnehmen ist. Eher das Gegenteil wird gesagt. Dadurch, dass Harry in der Lage ist zu lieben, Mitleid zu empfinden etc. ist er stärker als der böse Lord Voldemort. Auch wenn die Guten nicht von Voldemorts menschenverachtenden Künsten Gebrauch machen, sind sie trotzdem stärker. Oder würdet ihr etwa sagen, in unserer realen Welt sind böse Organisationen wie die Mafia stärker als das Gute, weil gute Menschen weder morden noch erpressen?

    Wenn wir natürlich per Dogma sagen, dass Harry und Co böse sind, weil sie zaubern, so haben wir nur zwei böse Mächte. Dieser von Frau Kuby vertretene Ansatz hat allerdings einige große Schwächen. Zum einen haben wir die Magie bereits als technische enttarnt, zum anderen reichen die moralischen Ideale der Seite von Harry wohl aus, um diese als gut zu bezeichnen. Darüber hinaus sagt die Frau, alle Geschichten, die dem Christentum nicht widersprechen, würden nur böse Magier enthalten. Gleichzeitig lobt sie den Herrn der Ringe – wohl ohne sich im Klaren zu sein, dass Gandalf der Zauberer die Guten führt. Es geht mal wieder nur über eine personelle Begründung: Tolkien = Katholik = gut.

    Das Problem liegt nicht an dem Verhältnis von Gut und Böse und auch nicht an der moralischen Zeichnung, viel eher scheint es ein generelles Problem mit der Zuordnung der Menschen zu einer der beiden Seiten zu geben.
    Der wichtigste Satz aus HP, der hier das in Harry Potter vertretene Weltbild darstellt, ist hier wohl ein Zitat des Schulleiters aus dem Ende des zweiten Buches: „Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, Harry, die zeigen wer wir wirklich sind.“

    Auch wenn manche den Potter-Büchern Rassismus unterstellen, so muss man sagen, dass dies sicherlich weit von der Intention des Buches entfernt ist. Vielmehr wird gerade das Böse durch diktatorische und rassistische Züge gezeichnet. Schwarze Magier in HP verehren die Reinheit des Blutes. Lebensunwerte Menschen sind ihres Erachtens die so genannten Schlammblüter, die nicht aus den reinblütigen, alten Zaubererfamilien abstammen. Harrys beste Freundin gehört zu den Opfern dieser Ideologie. Während die Seite, auf der Harry und sein Schuldirektor sind, für Gerechtigkeit und Toleranz kämpft, vertreten die schwarzen Magier ein von der Prädestinationslehre geprägtes Weltbild. Der Stand in den man geboren wird, die soziale und ethnische Zugehörigkeit machen für die Bösen den Charakter des Menschen. Die Guten in HP vertreten eher die Meinung, dass die Entscheidungen, die der Mensch im Laufe seines Lebens trifft, ihn zu einem besseren oder schlechteren Menschen machen. Aber keinesfalls ist seine Ausrichtung durch Geburt oder andere äußere Gegebenheiten bereits gegeben.

    Während wir also bei Lewis turbantragende, dunkelhäutige, säbelschwingende Menschen als Bösewichte haben und auch bei Tolkien das Volk der Orks ein von Grund auf böses Volk ist, haben wir bei Harry Potter keine Pauschalverurteilung einer bestimmten Gruppe. Einzig und allein könnte die Zugehörigkeit des Hauses des dunklen Magiers Slytherin ein Merkmal sein, das fast alle Bösen aufweisen. Dennoch wird die Einteilung in die Häuser bei der Einschulung stark kritisiert und Last der Tradition angesehen. Wir haben außerdem auch mit Wormtail einen Bösewicht aus dem Hause Gryffindor, weshalb dies keine Pauschalverurteilung ist.

    In Betrachtung dieses Weltbildes ist beispielsweise Harrys Patenonkel Sirius ein interessanter Charakter. Aufgewachsen in einer der schwärzesten magischen Familien ertrug er als Jugendlicher nicht mehr den Rassismus und lief von zuhause fort. Die Eltern seines besten Freundes nahmen ihn auf und sorgten für ihn. Somit ist er, obwohl seine Eltern schwarze Magier waren, einer der guten. Er hat sich selbst für die Sache der Guten Fraktion entschieden.
    Bloß weil euer Opa Nazi war, sind es eure Eltern und ihr noch lange nicht. Ihr könnt selbst entscheiden, selbst wenn ihr in einem sozial schwierigen Umfeld aufwachst. Es gibt trotz alledem die Möglichkeit, sich auf die andere Seite zu stellen. Der Mensch ist also selbst für seine Entscheidungen verantwortlich und er ist nicht zwangsläufig durch seine Geburt bereits einer Seite klar zugeteilt.
    Dieser Patenonkel von Harry wird später eines Verbrechen beschuldigt, das er nicht begangen hat. Als sich die Wahrheit herausstellt, decken ihn seine Freunde – auch wenn der Staat weiterhin Jagd auf ihn betreibt.
    Für Frau Kuby ist es unwesentlich, dass Sirius in Bezug auf dieses Verbrechen Unschuldig ist. Er ist von Staatswegen her verurteilt. Folglich ist er ein Verbrecher (betrachten wir dies bis zum äußersten ist bei dieser Einstellung auch jeder Mensch, der im dritten Reich gegen Hitler kämpfe, ein Verbrecher, da er gegen staatliche Gesetze verstieß). Während bei Rowling jemand ein Verbrecher ist, weil er ein Verbrechen begeht, so ist bei Frau Kuby jemand schon ein Verbrecher, wenn er verurteilt aber unschuldig ist.
    Darüber hinaus beschreibt Frau Kuby seinen Charakter als einen äußerst negativen. Sie führt dabei sein Elternhaus und seine Verwandtschaftsverhältnisse an. Weil er aus einem Haus schwarzer Magier stammt, ist es für sie völlig klar, dass er auch einer ist. Dass er etwas gegen die Ideologie seiner Eltern hat, verschweigt sie gekonnt, bzw. führt es in dem Sinne ebenfalls als Argument für seinen negativen Charakter an: sie schreibt lediglich, Sirius hasse seine Mutter.
    Natürlich müssen für eine solche Argumentation, wie sie Frau Kuby durchführt, um „fromme Christen“ aufzuklären, viele Fakten unter den Tisch fallen. Die Akzente werden ein wenig anders gesetzt, wir drehen ein wenig herum… kurz: es liegt bei dem Anti-HP Buch von Frau Kuby eine deutliche Lenkung des Lesers vor. Sie tut genau das, was sie Rowling unterstellt. Es handelt sich bei dem Buch von Frau Kuby um eine äußert manipulativ geschriebene Propaganda.
    Klar ist auf jeden Fall, dass diese Frau das Weltbild in HP nicht versteht bzw. es (mehr oder weniger) gekonnt umzudeuten versucht. Jedenfalls scheint sie gerade das zu stören, bzw. sie scheint das nicht zu verstehen, was viele an HP schätzen. Während John Granger am Beispiel von Sirius gerade den Widerspruch zur Prädestinationslehre lobt, findet Kuby anhand dieser Biographie des Charakters nur negative Eigenschaften. Weil sie eben nicht auf die Entscheidungen, sondern auf äußerliche Merkmale achtet. Das tut die Frau häufiger. Viel wichtiger als die Handlungen und Entscheidungen scheinen ihr bei einer Charakteristik äußerliche Merkmale, wie z.B. auch die Haustiere oder der Türklopfer an einer Bürotür zu sein. Die Idee einen Charakter aufgrund seines Handelns zu beurteilen ist ihr fremd und scheint auch im Sinne ihres als christlich bezeichneten Weltbildes etwas ungewohntes zu sein.

    Bei HP kann man Gut und Böse allerdings nicht nach äußeren Faktoren trennen. Es gibt nicht die böse Haarfarbe oder die bestimmte Volkszugehörigkeit. Bei Harry Potter wird also nicht nach Rasse getrennt. Weil der Mensch durch seine Entscheidungen selbst wählt, ob er gut oder böse ist, liegt hier tatsächlich ein Widerspruch zu einer christlichen Prädestinationslehre vor. Die Frage ist nur, ob es wirklich christlich ist, solche Teile der Prädestinationslehre zu vertreten. Die Frage ist auch, ob Lewis oder Tolkien durch ihre krasse Zeichnung des Bösen eben jene Lehre unterstützen wollten. Lewis sicherlich nicht, denn auch unter eben jenen türkenähnlichen Bösewichten gibt es die ein oder andere gute Seele, wenn auch sehr wenige. Und die Orks sind auch nicht das einzige Volk bei Tolkien. Mit den Orks hat Tolkien einen Gegner geschaffen, aber es gibt auch Menschen bei Tolkien, die auf der Seite des Bösen kämpfen und durch Lügen und falsche Vorstellungen manipuliert wurden.

    Auch ist die Pauschalverurteilung eines Volkes durchaus etwas, das mit Bedenken gesehen werden sollte. Der Mensch sehnt sich danach, eine klare äußere Trennung zwischen den Guten und den Bösen zu haben. Warum hatte Hitler so einen Erfolg? Warum hat selbst die Kirche Mitte des letzten Jahrtausends Antisemitismus verbreitet? Wer den letzten Band der Narnia Chroniken liest, könnte besonders zu diesem letzten Punkt einen großen Denkanstoß bekommen. Lewis kritisiert jene, die im Namen eines falschen Aslans Kontrolle über die Leichtgläubigen ausüben. Bloß weil jemand meint, er würde im Namen Gottes handeln, heißt das noch lange nicht, dass er es wirklich tut.

    Pädagogen und ein Großteil der Theologen lobt gerade diese Entscheidungslehre. Die meisten, die Harry Potter unter christlichen Aspekten gelesen haben, stimmen der vor allem durch das Netz verbreiteten Pauschalverurteilung nicht zu. Es gibt jene, die in HP die Behandlung höchst theologischer Problemstellungen wieder zu finden glauben; es gibt sogar jene, die versuchen durch HP das Evangelium zu verkünden – doch die meisten stellen es als ein nettes Buch da, von dem man bestenfalls von den Themen des Buches ausgehend eine Beschäftigung mit theologischen Problemen herbeiführen kann. Dies liegt aber vielmehr darin, dass HP viel Entwicklungspsychologie enthält, sich mit dem Erwachsenwerden, Zugehörigkeit und anderen Themen beschäftigt, die Jugendliche einfach bewegen. Gerade hier liegt ein großer Faktor für den Erfolg und die Qualität der Bücher.

    Warum sind jetzt allerdings diese Anti-HP-Schriften im Netz anscheinend verbreiteter als die Pro-HP Schriften? Es fällt bei den Anti-HP-Schriften einiges auf:

    1. Die meisten, die diese Schriften verbreiten, haben die Bücher nicht gelesen.
    2. Das erkennt man auch daher, dass viele Fakten einfach falsch sind (z.B. die Behauptung in Harry Potter käme ein „trimagischer Zauberstab“ vor. Das einzige, was annähernd daran erinnert, ist die magische Variante der Bundesjugendspiele, das „trimagische Turnier“, dabei tri = drei, Turnier zwischen 3 Schulen)
    3. Viele der Argumente sind absolut nicht tragbar (aufgrund der Nennung des „trimagischen Zauberstabs“  verherrliche Harry Potter die Trinität, diese sei aber aus christlicher Sicht etwas Böses)
    4. Es werden gerne Sachverhalte umgedreht (Behauptung: Hermine dealt mit Drogen – tatsächlich kassiert sie als Vertrauensschülerin aber ein Aufputschmittel ein und vernichtet es)
    5. Dies kann vor allem daraus resultieren, dass einfach abgeschrieben und Gerüchte rezitiert werden
    6. Einige der Anti-HP Schriften waren Satire. Die Interviews, in denen sich Rowling als Satanistin bekennt, sind von einer Satirezeitung erfunden worden. Einige christliche HP-Gegner haben dies allerdings für ihren eigenen Feldzug gegen HP verwendet.
    7. Viele der Argumente sind, da die Bücher nicht gelesen wurden, äußerlicher Natur. Darüber hinaus werden Dogmen verwendet, über die man wirklich nachdenken sollte (z.B. da eher ein Kamel durchs Nadelöhr geht, als dass ein reicher in den Himmel kommt, handle es sich bei reichen Menschen um böse Menschen. Da Rowling eine sehr reiche Frau ist, ist sie folglich auch sehr böse)
    8. In der Umgebung mancher Anti-HP Schriften findet sich auch weiteres vermeintlich christliches Material, das mir Magenschmerzen bereitet,  so z.B. Schriften gegen Moslems oder Katholiken, die auch bei mir als Lutheraner ziemliche Magenschmerzen hervorrufen. Schaut euch mal auf der Seite um, auf der ich das mit den Namen gefunden habe: www.wort-des-kreuzes.de (Anmerkung: leider wurde anscheinend die Rubrik über den Islam entfernt, ich sollte aber besser sagen: zum Glück)

    Die meisten die HP gelesen haben, sehen keine akute Gefahr, die von den Büchern ausgeht. Diejenigen, die die Gefahr sehen, haben die Bücher meist nicht gelesen, wohl aber jene äußerst bedenklichen Propagandaschriften oder Teile jener Propagandaschriften gehört.
    Wenn jemand die Bücher aus persönlichen Gründen nicht lesen möchte, dann ist das seine Sache. Ich will niemanden zum Lesen überreden. Genauso wenig wie ich jemanden dazu überreden möchte, außerhalb der Kirche Musik oder sogar Rock- oder Popmusik zu hören. Wenn jemand merkt, dass ihn solche Sachen zu schlimmen Taten anstiften, dann sollte er diese auch unterlassen. Er sollte aber nicht versuchen, es anderen zu verderben oder panische Angst vor diesen Sachen zu verbreiten. Vor allem in der Harry Potter Sache macht mir der pure Hass, der aus manchen angeblich christlichen Schriften trieft, deutlich zu schaffen. Manipulation kann im Übrigen auch als eine Art von biblisch verurteilter Magie gesehen werden. In der Hinsicht ist in der Anti-HP-Bewegung deutlich mehr schwarze Magie enthalten, als in den Büchern, gegen die sie gerichtet ist. Wenn also der Antichrist tatsächlich bei der Sache irgendwo seine Hand in Spiel hat, sollte man vielleicht darüber nachdenken, wo…

    Weitere relativ umfangreiche Behandlungen des Themas:
    http://www.kult-co-tirol.at/docs/kathnet_harrypotter.zip
    http://d5.yousendit.com/E/3LOMXJRTI8PAN3PV6CFBBIF018/bachl_harry_potter.pdf

    Anti-HP:
    http://www.gnade.de/index_l/brisant/013.htm sowie weitere Texte auf der Seite
    http://www.wort-des-kreuzes.de/Glaeubige/HPnamen.htm sowie weitere Texte auf der Seite
    http://www.gabriele-kuby.de/harry_potter.html

    Starke Pro-HP (ebenfalls nicht unbedingt neutral):
    http://www.hogwartsprofessor.com/home.php
    http://www.sippe-w.de/html/harry_potter.htm

    Exkurs zur Vertiefung: Christliche Stimmen/Bedenken gegen Lewis und Tolkien
    http://www.betanien.de/Material/ermahnendes_Artikel/tolkien.htm
    http://www.glaube.de/modules.php?op=modload&name=XForum&file=viewthread&tid=5310
    http://www.bibelkreis.ch/forum/frage408.htm
    http://www.bibelkreis.ch/forum/frage324.htm

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    2006/03/02 at 11:19 am
  • From ali on Wer ist Aslan?

    danke für deine mühe. muss dir dennoch sagen, wir sind auf keinen fall fette fantasiefans, die total auf diese denkschiene  abfahren.
    für uns ist es mehr eine hilfe, menschen zu dienen, richtung jesus zu denken. paulus hat dies ja auch auf dem areopag in athen gemacht.

    gottes segen, du fleissiger studierer

    ali

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    2006/03/02 at 11:37 am
  • From ErRettet on Die Suche

    hey
    ein tolle Geschichte, die man sich merken sollte. Das ist eine von den geschichten, die man menschen sagen kann, die Gott suchen und kurz vor ihm stehen, aber einfach nicht nach ihm greifen…
    errettet

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    2006/03/02 at 3:44 pm
  • From andrea on Das Ewige

    es ist auch gewiss dass wir uns hier im Endlichen, in der Zeit, entscheiden muessen und es zwangsläufig tun werden, ob wir in der Ewigkeit leben oder sterben wollen.

    Das was fest steht und bleibt wenn alles fällt und Himmel und Erde vergehen ist allein Gottes Wort.

    “Siehe ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende dieser Weltzeit.” Matthäus-Evangelium (letzter Satz)

    “Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.” Johannes-Evangelium und dort das fünfte Kapitel

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    2006/03/02 at 6:44 pm
  • From Thorsten Schimannek on Christian - ein Evolutionist denkt um

    Die Zukunft einer Autosuggestion

    Hallo,
    Leider muss ich ihnen von Angst um mein Seelenheil erfüllt gestehen dass ihr Glaube meiner “objektiven” Prüfung nicht stand hielt, womit ich auch schon bei einem ersten Kritikpunkt angelangt wäre:
    wie kommen einige, oder besser (bzw. erschreckenderweise) gesagt viele Menschen eigentlich dazu sich eine objektive Betrachtung anzumaßen?
    Wie sollte diese beschränkte Kreatur “Mensch” zu etwas derart metaphysischen wie Objektivität in der Lage sein wo sie sich von ihren mikrigen sechs Sinnen täuschen lässt wo sie nur kann?
    Welche erkenntnisse soll man überhaupt aus dieser kastrierten Perspektive gewinnen können?
    Doch ganz sicher nicht die der Existenz eines Gottes!
    Man muss doch nur unser Verhalten im Traum betrachten um zu dem Schluss zu kommen dass dieses filigrane Konstrukt “Realität” allein in unserem Geist steht und fällt, also kann man sich doch letztendlich nur an Wittgenstein halten:
    “Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen”.
    Darüber hinaus würde mich auch brennend interessieren welche Ungereimtheiten sich denn “bei genauerem Hinsehen” in der Evolutions-Theorie ergeben sollen welche die eines “Schöpfers”, welcher (scheinbar) uralte Fossilien in der Gegend versträut um uns zu verwirren und von der Tatsache abzulenken dass die Erde erst for ca. 10000 Jahren entstanden sei, überbieten?
    Als letztes wäre ich ihnen sehr verbunden wenn sie mich über die zahlreichen “biblischen Prophezeihungen” aufklären könnten, welche “nachweisbar weit vor deren Erfüllung aufgeschrieben wurden”.
    Mein vom einzig wahren Weg abgekommener Geist hofft auf Aufklärung.
    Agnostisch nihilistische Grüße,
    Thorsten Schimannek

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    2006/03/02 at 10:57 pm