Leserbriefe

  • From ali on Haste Hasche in der Tasche …

    nein, unser ziel ist es, dich aus den fängen satans zu reissen. wir lassen niemanden in ruhe in die hölle wandern.
    möge gott dir die augen öffnen. heute noch. weisst du, ob es ein morgen gibt?
    ali

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    2004/03/27 at 11:24 pm
  • From ali on God’n’Sex

    wahre sexualität sucht nicht die persönliche befriedigung, sie sucht aus liebe das glück und die erfüllung des anderen.
    sex ohne liebe ist eine egoistische begierde,die aussieht wie liebe. in wahrheit ist sie genau das gegenteil der echten liebe.
    ali

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    2004/03/27 at 11:27 pm
  • From ali on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    ich kann deine zeilen nur betroffen zur kenntnis nehmen. aber ich hoffe dennoch, dass du alle innere not mit der hilfe gottes und der hilfe von menschen aufarbeiten kannst.
    versuch es immer wieder und bring deine not zum herrn. er nimmt dich ernst und er nimmt dich an. er ist dir viel näher als ich es sein kann.
    gott segne dich. er liebt dich
    ali  
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    In dieser Rubrik finden Sie Artikel aus der Arbeit der Katholischen Beratungsstellen für Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Erzbistum Köln.

      “Seelenkratzer” – Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

      

    Nadine (14 Jahre) ist ein Mädchen das sich schneidet. Lange Jahre hatte sie ein (traumatisches) Ereignis verdrängt. Dann wächst der innere Druck durch eine aktuelle belastende Situation so stark, wird unerträglich, “sie hat das Gefühl zu platzen.” In dieser Situation schneidet sie sich in der Küche aus versehen an einem Messer. “Zuerst bin ich total erschrocken, weil es so stark geblutet hat, aber ich habe gemerkt, dass es mir Erleichterung verschafft, dass die Spannung nachlässt. Deshalb schneide ich immer wieder”, erzählt sie und zeigt dabei ihre Unterarme. “Bin ich jetzt verrückt?” Das Messer nehme ich auch mit zur Schule, “für den Notfall”. Sie weiß, danach geht es ihr erst einmal besser.

    Bei 10% der Jugendlichen die im Berichtsjahr beraten wurden, war der Anmeldegrund Schnippeln, Ritzen und Kratzen. In der Regel sind es Mädchen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.

    Besorgte Eltern, Freundinnen und Pädagogen in der Schule und im Freizeitbereich, stehen diesem Phänomen meist hilflos, schockiert gegenüber. “Wieso verletzen sich diese Mädchen selbst?” Früher haben sie sich den Kopf kahl geschoren, tätowiert. Ist Ritzen heute der neue Modetrend?”

    “Man sollte das alles nicht so ernst nehmen, die wollen doch nur auf sich aufmerksam machen”, auch diese Stimmen bekommen die Beraterinnen und Berater zu hören. Unsere Hilfe brauchen vor allem die Jugendlichen, deren selbstverletzendes Verhalten nicht gesehen wird, aber die körperlichen Verletzungen kaum zu übersehen sind. Oft wissen nicht einmal die nächsten Angehörigen von den “verborgenen” Problemen.

    Was bedeutet es, wenn Jugendliche sich Hautschnitte auf ihren Armen oder Beinen zufügen, wenn sie sich ritzen, schneiden, mit Nadeln stechen? Wollen sie ihre Umgebung schockieren oder sich interessant machen oder handelt es sich dabei nur um eine Mutprobe (Aufnahmeritual)?

    Untersuchungen weisen darauf hin, dass Jugendliche mit diesen Verletzungstendenzen versuchen, eine tiefe seelische Verzweiflung durch Schädigung ihres Körpers zu kompensieren. Sie suchen Erleichterung von seelischen Schmerzen, indem sie sich körperlichen Schmerz zufügen. Jede Verwundung ist zugleich ein Schrei um Hilfe, ein Appell um Beachtung. Selbstverletzung dient der Beruhigung, der Abfuhr von Wut, der Unterbrechung depressiver Leeregefühle. In der Regel kann man sagen, je heftiger die Selbstverletzung, desto schlimmer der seelische Schmerz und das Erlebte. Betroffene erzählen uns in der Beratung, dass, wenn sie mit starken Emotionen oder erdrückenden Situationen konfrontiert sind, sie die Selbstverletzung als Bewältigungsmittel wählen, weil es ihnen eine schnelle Erleichterung von der Angst und der Anspannung bringt.

    Die Mädchen und jungen Frauen die sich selbst verletzen, neigen dazu, niedergeschlagen zu sein. Sie sind oft sehr unruhig und sensibel für Ablehnung. Selbstverletzung hilft ihnen, wenn auch nur kurzfristig, sich von intensiven Gefühlseindrücken und Empfindungen, wie Ärger und Wut, Traurigkeit, Einsamkeit, Scham, Schuld zu befreien.

    Was erfahren wir in der Beratung über die Ursachen?

    Körperliche und sexuelle Gewalterfahrung, seelische Vernachlässigung, schwierige Fa-milienverhältnisse, Entzug elterlicher Liebe, Trennungs- und Scheidungsdramen sind die Hauptgründe für das selbstverletzende Verhalten. Nicht selten mussten diese Kinder allzu früh selbstständig werden oder gar in eine Elternrolle schlüpfen wie zum Beispiel bei einer psychisch kranken Mutter. Ein schlimmes Ereignis kann zu seelischem Chaos führen. Bekommt man dann nicht die richtige Unterstützung, Fürsorge und mentale Stabilität der Eltern, muss das Kind alleine damit fertig werden. Oftmals kommt es dabei zu Gefühlen von Vernachlässigung und Wertlosigkeit. Oft auch werden die Ereignisse verdrängt, scheinbar vergessen. Auslösefaktoren für die Selbstverletzungen können dann schulisches Versagen, eine zu hohe Leistungsanforderung oder der Verlust einer wichtigen Person sein.

    Selbstverletzendes Verhalten löst bei den Angehörigen, Freunden der Betroffenen vielfältige Reaktionen und Gefühle wie Angst, Schuld, Hilflosigkeit, Wut und manchmal auch Ekel aus.

    Was raten wir?

    Die meisten betroffenen Jugendlichen wünschen sich mehr Beachtung, Zeit, Anteilnahme und Anerkennung von den Elte dass diese sich für ihre Sorgen interessieren, ihnen mit Verständnis, Vertrauen und Unter-stützung begegnen. Andrerseits fühlen sich die Eltern, Erzieher oder sonstige wichtige Bezugspersonen durch das selbstverletzende Verhalten der Jugendlichen in die Enge ge-trieben, enttäuscht, überfordert oder hilflos.

    In solchen Fällen können Erziehungsberatungsstellen Rat und Hilfe für die Betroffenen geben.

    Für Eltern, Erzieher oder andere Bezugspersonen ist innerhalb der Beratung zunächst Aufklärung über das selbstverletzende Verhalten angezeigt. Ihr Kind ist weder krank noch verrückt. Reaktionen der Eltern wie Panik, Vorwürfe oder Drohungen helfen in diesen Fällen nicht, sondern können das selbstverletzende Verhalten noch ver-schlimmern. In einem zweiten Schritt ist der Beziehungsaufbau zum Jugendlichen ein zentraler Leitgedanke unserer Beratung. Ziel ist es, durch eine Verbesserung der familiären Beziehung, Entlastung für alle Beteiligten zu schaffen. Dabei Bedarf es Geduld und Stetigkeit in der Zuwendung, um das Gleichgewicht in der Beziehung zwischen den Betroffenen Jugendlichen und seiner/ihrer Bezugsperson aufzubauen bzw. wieder herzustellen. Eine sichere und stabile Beziehung in der Gegenwart stellt eine wichtige Voraussetzung dar, um Geschehnisse aus der Vergangenheit erfolgreich zu verarbeiten. Bei fortwährenden Selbstverletzungen ist therapeutische Hilfe dringend erforderlich.

    Nach unserer Erfahrung stellt die Beratungsarbeit in Fällen von selbstverletzenden Verhalten eine effektive und wertvolle Hilfe für alle Betroffenen dar.

    “Es ist wie eine Sucht, die man mit Hilfe von Beratung, viel Liebe und Zeit beheben kann.” (Zitat einer Betroffenen)

    Dieser Artikel wurde von der Beratungsstelle in Hermeskeil ( Bistum Trier) zur Verfügung gestellt.

    Weitere Informationen im Internet unter: www.lebensberatung.info

      

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    2004/03/28 at 12:34 am
  • From Veri on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    Hol Dir Hilfe

    Hallo!
    Du steckst nicht alleine in diesem Sumpf!!! Ihc kenne ein paar junge Menschen, die sich ebenfalls sebst verletzten- aus diversen Gründen!
    Ich möchte Dir sagen, ich wünsche Dir ganz viel Kraft und mut einen Schritt vorwärts zu gehen ; ich finde es ein wenig verantwortungslos, dass man Dir hier nur immer sgat, wie sehr Gott Dich liebt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese gewissheit im Inneren verankertsein kann und man immer versucht sich daran festzuhalten und daraus kraft zu schöpfen, jedoch alleine kann man den Berg nicht bezwingen. Auch nicht wenn GOTT uns noch so sehr hilft. Such Dir psychologische Hilfe! Jemand der etwas von seinem fach versteht undd er Dir verushcen kann zu helfen und Dir Tipps zugeben.  Deine Glaube wird Dir dabei eine große Stütze sein. GOTT ist auch in der schwersten Zeit für Dich da – oftmals durch andere Menschen um Dich herum! Nimm diese Hilfe in Anspruch! Ich wünsche ir alles Gute und Gottes segen!

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    2004/03/28 at 3:54 pm
  • From ali on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    ich kann euch immer nur ermuntern, den weg aus dieser lebenshaltung zu suchen.
    leider bin ich weit von euch weg. aber der herr ist euch nahe und er kann euch zu menschen führen,die sich mit euch persönlich unterhalten können. dass ist unheimlich nötig.
    ali

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    2004/03/28 at 9:21 pm
  • From ladyd on MTV's Dismissed! – Möge der Bessere gewinnen?

    just dismissed

    hallo ali!
    meist stimme ich deinen artikeln hier zu und ich finde auch, das man sich gar nicht genug auf gott konzentrieren kann bzw. s(m)ein “weltbild” muss von ihm neu geprägt werden. trotzdem ist es schlimm, das auch unter uns “frommen” diese “dismissed” seuche um sich greift. nenn mir einen frommen mann der nicht lieber ein schnittchenformat a la mtv zur freundin hätte statt einer “bratze” mit X kg übergewicht… sorry, aber wenn es darum geht dann sind wir “heiligen” leider keinen funken besser.

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    2004/03/29 at 1:42 pm
  • From ali on MTV's Dismissed! – Möge der Bessere gewinnen?

    leider.
    ali

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    2004/03/29 at 5:23 pm
  • From Naomi on Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

    Frage

    Hallo Ali,
    finde den Artikel total genial und wollte Fragen, ob ich ihn vervielfältigen darf, denn Freunde und ich wollen einen evangelistischen Straßeneinsatz machen und den Artikel als Flyer verteilen.
    Ich danke unserem Herrn, daß er Menschen wie dich gebraucht, um Zeugnis zu geben und für IHN zu sammeln. Ich bete für dich um Kraft, Weisheit und Ausharren. Sei herzlichst gegrüßt, Vanessa.

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    2004/03/29 at 9:44 pm
  • From ali on Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

    nimm ihn und gib ihn weiter. alles zur ehre gottes.
    ali

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    2004/03/29 at 9:59 pm
  • From azrahel on Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

    Missionierung

    Leben und leben lassen, warum ist das für manche nur so schwer… Freut eich doch des lebens, dass ihr euren Glauben gefunden habt und lebt ihn, aber zwingt doch andere nicht dazu… meint ihr durch so eine ironisch flapsige art und das immer wieder durchkauen von Vorurteilen zieht junge leute an? Ich wage zu zweifeln… Überzeugt doch mit argumenten. Es gibt menschen die ihr leben jenseits der Kirche finden und damit glauben glücklich zu werden. Jeder macht seinen weg im leben und jeder wiird glücklich wenn er es nur will. Und er wird bestimmt zu Gott finden, wenn ihn sein Weg dahin führt. Mit besten Grüßen

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    2004/03/29 at 10:23 pm
  • From azrahel on God’n’Sex

    Wooooord

    schön, das ist doch endlich mal ein artikel der nicht utopische wunschvorstellungen beeinhaltet… sehr kritisch und nah an der realität… und vorallem gute argumentationsweise… auch wenn ich den herrn lehmann etwas anzweifeln würde, denn sein Vergleich hinkt ein wenig.
    Wenn es doch in den anderen beiträgen auch so wäre… 🙁

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    2004/03/29 at 10:43 pm
  • From ali on God’n’Sex

    schön, dass dir auch mal was gefällt. da tut ja richtig gut.
    ali

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    2004/03/30 at 12:58 am
  • From ali on Den Himmel zu verpassen ist ganz einfach!

    nicht nur wir  und die bibel reden von jesus. auch andere bezeugen ihn. er ist eine wirkliche historische person. du kannst ihn kennenlernen.
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    Forum zu “Historisches”  
      
    Historisches
    Außerbiblische Quellen über Jesus

    Tacitus (römischer Historiker, geb. 52-54 n. Chr.):
    “Doch nicht durch menschliche Hilfe, nicht durch des Fürsten Spendungen oder durch Sühnungen der Götter ließ sich der Schimpf bannen, dass man glaubte, es sei die Feuersbrunst geboten worden.
    Um daher dieses Gerede zu vernichten, gab Nero denen, welche wegen ihrer Schandtaten verhasst das Volk Christianer nannte, die Schuld und belegte sie mit den ausgesuchtesten Strafen. Derjenige, von welchem dieser Name ausgegangen, Christus, war unter des Tiberius Führung vom Procurator Pontius Pilatus hingerichtet worden; und der für den Augenblick unterdrückte verderbliche Aberglaube brach wieder aus, nicht nur in Judäa, dem Vaterland dieses Unwesens, sondern auch in der Hauptstadt, wo von allen Seiten alle nur denkbaren Greuel und Abscheulichkeiten zusammenströmen und Anhang finden.”
    aus: Annalen XV.44

    Gaius Tranquillus Sueton (Römischer Beamter und Historiker, geschrieben ca. 120 n. Chr.):
    “Da die Juden unter ihrem Anführer Chrestos [=Christus] beständig Unruhe anstifteten, vertrieb er [Claudius] sie aus Rom.” aus: Sueton, Leben der Cäsaren, Claudius Par.25
    “…über die Christen, Menschen, die sich einem neuen und gefährlichen Aberglauben ergeben hatten, wurde die Todesstrafe verhängt.”
    aus: Nero, Par 16

    Gajus Plinius Caecilius Secundus = Plinius der Jüngere (Statthalter von Bithynien):
    “Es ist mir wichtig, Herr, alles, worüber ich im Zweifel bin, dir vorzutragen. Denn wer kann besser mein Zaudern lenken oder meine Unkenntnis belehren?
    An Gerichtsverhandlungen gegen Christen habe ich niemals teilgenommen; daher weiß ich nicht, was und wieweit man zu strafen oder nachzuforschen pflegt. […]
    Einstweilen bin ich mit denen, die bei mir als Christen angezeigt wurden, folgendermaßen verfahren: ich habe sie gefragt, ob sie Christen seien. Die Geständigen habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt. Die dabei blieben, ließ ich abführen. Denn ich war der Überzeugung, was auch immer es sei, was sie damit eingestanden, dass auf alle Fälle ihr Eigensinn und ihre unbeugsame Halsstarrigkeit bestraft werden müsse.
    […] glaubte ich freilassen zu müssen, da sie mit einer von mir vorgesprochenen Formel die Götter anriefen und vor Deinem Bild, das ich zu diesem Zwecke zusammen mit den Bildern der Götter herbeibringen ließ, mit Weihrauch und Wein opferten und außerdem Christus schmähten, Dinge, zu denen wirkliche Christen, wie man sagt, nicht gezwungen werden können. […] dass sie sich gewöhnlich an einem bestimmten Tage vor Sonnenaufgang versammelten, Christus wie einem Gott einen Wechselgesang darbrachten und sich durch Eid nicht etwa zu irgendeinem Verbrechen verpflichteten, sondern keinen Diebstahl, Raubüberfall oder Ehebruch zu begehen, ein Versprechen nicht zu brechen, eine angemahnte Schuld nicht abzuleugnen. […] Nicht nur über die Städte, sondern auch über die Dörfer und das flache Land hat sich die Seuche dieses Aberglaubens ausgebreitet.
    aus: Briefe X.96, Plinius Secundus/423

    Joseph ben Mathitjahu = Flavius Josephus (Jüdischer Historiker, 37-100 n. Chr.):
    “Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. Er war der Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhaenger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesagte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.”
    aus: Jüdische Altertümer XVIII.3.3
    (Der Text stammt wahrscheinlich nur zum Teil von Josephus selbst)

    Mara Bar-Serapion (Manuskript eines Briefes, Original im Britischen Museum):
    “Was profitierten die Athener davon, daß sie Sokrates töteten ? Hungersnot und Pest traf sie als Strafe für ihr Verbrechen.
    Was profitierten die Einwohner von Samus davon, dass sie Pythagoras verbrannten ? Kurze Zeit später war ihr Land unter einer Sandschicht begraben.
    Was profitierten die Juden davon, daß sie ihren weisen König hinrichteten ? Kurz danach wurde ihr Königreich total zugrundegerichtet.
    Gott hat diese drei Weisen in gerechter Weise gerächt: Die Athener verhungerten, Samos wurde vom Meer überschwemmt, und die Juden, ruiniert und aus ihrem Land vertrieben, leben jetzt in absoluter Zerstreuung. Aber Sokrates ist nicht tot. Er lebt weiter in der Lehre Platos. Pythagoras ist nicht tot. Er lebt weiter in der Statue der Hera. Und auch der weise König ist nicht tot. Er lebt in der Lehre fort, die er brachte.”

    Lucian von Samosata (Satiriker, 120-ca.180 n. Chr.):
    Er bezeichnet Jesus Christus als “den in Palästina gekreuzigten Menschen”, der “diese neuen Mysterien in die Welt einführte”
    Weiter:: “Ferner beredete er sie ihr erster Gesetzgeber, dass sie alle untereinander Brüder wären, wenn sie einmal die hellenischen Götter abgeschworen hätten, jenen ihren gekreuzigten Sophisten anbeteten und nach seinen Gesetzen lebten”
    aus: Lucian Bd. 2/9

    Justin der Märtyrer (Philosph, Prediger, 100-166 n. Chr.):
    “Es ist das eine Ortschaft, im jüdischen Lande, 35 Stadien von Jerusalem entfernt, in der Jesus Christus geboren wurde, wie ihr auch aus den Zensuslisten ersehen könnt, die unter Quirinius, eurem ersten Landpfleger in Judäa, angefertigt worden sind.”
    Aus: Apologie I,34

    “Die Worte aber: >Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt [Ps 22.16]< deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Dass das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen." Aus: Apologie: II,12   Du kannst diesen Bereich auf deiner eigenen Homepage verlinken! Setze dazu einfach folgenden Link: http://www.jesus.de/go/jesus (c) Copyright 2003 Jesus.de   Jesus.de wird durch Sach- oder Dienstleistungen unterstützt von...            Mach mit!                               Klick hier... Unterstütze Jesus.de mit 1 € monatlich!   © 03/2004 Copyright by Bundes-Verlag GmbH | Impressum | Nutzungsbedingungen Jesus.de ist ein Service der Stiftung Christliche Medien. Kontakt: bitte hier klicken!

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    2004/03/30 at 1:03 am
  • From rumpelstielzchen on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    danke für die gebete

    vielen lieben dank für sie gebete. ich habe mich getraut mit jemanden über meine probleme zu reden. und ich wurde weder ausgelacht, noch für verrückt gehalten, oder sonst iergendwas. die person hat mich verstanden und ernst genommen. und will auch weiter für mich da sein. ich glaube ich bin auf dem weg der besserung. das wollte ich nur mal sagen. ich hatte gestern auch das erste mal seit langem nicht mehr so stark das bedürfniss mich zu verletzen. ich glaube jetzt wirkt gott in mir. :-)aber bitte bete weiter für mich, denn ich weiß, das ich noch einen langen und schweren weg vor mir habe, falls gott kein wunder geschehen lässt.

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    2004/03/30 at 5:09 pm
  • From ali on Schneiden, Ritzen, Stechen – was ist das mit der Selbstverletzung?

    bitte bete immer für dein problem. der herr ist am wirken. ich hoffe, du hast eine kompetente person gefunden.
    freut mich für dich.
    bleib dran und der herr sei mit dir.
    ali

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    2004/03/30 at 5:26 pm
  • From cheguevara199 on Moral und Ethik im 21. Jahrhundert

    verfall der ethik?

    ok dann schreib  ich ma den ersten leserbrief zu diesem thema. moral und ethik im 21. jahrhundert.
    vielleicht solltet ihr ganzen fanatiker euch mal fragen warum sich die jugend von gott und der kirchr abwendet. ihr sucht diese fehler natürlich bei den anderen, denn ihr seid die unfehlbaren, die unantastbaren. ihr seid nie schuld. das war ja schon früher so. stichwort hexenverbrennung etc.
    ich finde es beispielweise sehr daneben wie sich die kirche über die homoehen und die abtreibung aufregt. besonders ersteres bedarf meiner meinung nach keine diskussion oder ähnliches. es muss in der heutigen zeit einfach hingenommen und auch akzeptiert werden. jeder mench soll dasn recht haben seine/n geliebte/n heiraten zu dürfen egal ob es ein homopaar ist oder éin für die kirche nmormales. deshalb würde ich die welt nicht vorverurteilen bis ich meine eigenen fehler berichtigt habe.

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    2004/03/30 at 9:11 pm
  • From chegue199 on So hat alles angefangen …

    meine reaktion

    ich muss irwen auf jedenfall zustimmen da ich genauso denke wie sie. ich denke ich weiß auch wer sich hinter ihrem synonym verbirgt (ne clärle *ggg* haben uns heut im bus noch drüber unterhalten)
    mirwen und ich gehen beide auf ein evangelisches gymnasium das auch relativ angesehen ist. aber wie erklärt ihr es euch das selbst an so einer schule mehr als 5/6 nicht an gott glaubt??? in meiner und mirwens klasse gibt es an die 10 (!!) leute die vorhaben nach beendigung des 18 lebensjahres aus der kirche auszutreten. mehr als die hälfte von diesen 10 ist katholisch. ich gehöre dazu. weil ich für nichts bezahlen an das ich in keinster weise glaube und mich auch in keinster weise mit identifizieren kann. dafür passieren zu viele dinge die mir nicht gefallen. und die ganze sache mit jesus ist für mich gestorben empfinde ich als heuchlerisches blabla. tut mir leid aber es ist so. und wenn die kirche nicht endlich einen neuen weg einschlägt wird das auch so bleiben. ich bin der festen überzeugung das die bibel einfach erfunden wurde von einem fanatiker der dachte seine mutter wäre jungfrau… klar. was sonst meine auch.
    die hälfte der in der bibel als richtig dargestellten dinge sind mittlerweile wiederlegt und als falsch befunden worden.

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    2004/03/30 at 9:20 pm
  • From ali on Moral und Ethik im 21. Jahrhundert

    Leseprobe aus Das Fundament 1/97

    Man gönnt sich ja sonst nichts – die Erfahrungswelt der Moderne

    Beitrag von Dr. Stephan Holthaus

    (Freie Theologische Akademie Giessen, Dekanatsleiter)

    Unsere westliche Welt ist facettenreich und vielfältig. Sie ist wegen ihrer Komplexität in wenigen Zeilen kaum zu beschreiben. Für Christen ist wichtig zu wissen, in welcher Welt sie leben. Nur so können sie sich selbst vor den Verfüh-rungen des modernen Zeitgeistes schützen und Menschen von heute mit der lebensbringenden Botschaft von Jesus erreichen.

    I. Säkularismus

    Säkularismus meint “Verweltlichung”. Darunter versteht man die Abkehr von christlichen Werten und Normen in der modernen Gesellschaft. Säkulare Tendenzen beobachtet man seit dem aufklärerischen Toleranzdenken des 18. Jahrhunderts. In einer Welt, in der es kaum noch letzte Normen und Wertanschauungen geben durfte, war der Mensch auf sich alleine gestellt. Hinzu kam bald ein Pluralismus der Werte und Meinungen im Gefolge des Emanzipationsstrebens des 19. Jahrhunderts. Der Rationalismus feierte Triumphe. Im Gegensatz dazu trat der Einfluß der Kirche immer mehr in den Hintergrund. Nicht nur wur-den deren materielle Güter säkularisiert”, vielmehr wurde schon im 19. Jahrhundert ihre gesellschaftsregulierende Funktion in Frage gestellt. An die Stelle der Kirchen traten Ideologien wie Marxismus, Materialismus, Nationalismus oder Atheismus. Auch in unseren 90er Jahren setzt sich dieser Trend fort. Der christliche Glaube spielt in unserer Gesellschaft keine Rolle mehr. Der moderne Mensch ist stark auf das Materielle fixiert: Auto, Haus und Urlaub bestimmen sein Leben. Schon junge Leute geben als Lebensziel an, dass sie Karriere machen wollen. Die Arbeit ist nicht mehr Berufung”, sondern quälende Last, die man zwangsweise auf sich nehmen muss, um das Leben genießen zu können. In der Luxusgesellschaft der westlichen Welt kommt es immer mehr zu einer finanziellen Überschuldung der Menschen. Bargeldloses Bezahlen macht das Leben zwar einfacher, aber auch gefährlicher. Konsum ist alles, verzichten will keiner.

    Die Vielfalt der Angebote bei Waren und Meinungen ist nicht mehr überschaubar. Immer neue Trends und Moden lösen sich in immer kürzerer Zeit ab. In einer hochgezüchteten Computerwelt meint auch jeder, er müsse auf dem neuesten Stand der Technik sein. Eine Vielzahl von Medien überschüttet uns mit Banalem unter der obersten Prämisse der totalen Unterhaltung. Die reine Effizienz scheint oberstes Gebot der Wirtschaft zu sein, der Faktor Mensch bleibt dabei auf der Strecke. Spezialisierte Technik führt aber zum Rückgang der Ganzheitlichkeit. Die zunehmende Mobilität auf der Kommunikationsebene überrollt uns; man denke nur an die Fortschritte bei der Datenübertragung. Alles wird schneller und hektischer. Uns fehlt die Ruhe, Ausgeglichenheit und die Übersicht.

    Säkularismus meint Rückgang des kirchlichen Einflusses. Die Zahlen für 1994: nur noch 3% aller Protestanten be-suchen regelmäßig einen Gottesdienst. Kirchliche Feiertage können protestlos gestrichen werden, die Kruzifixe verschwinden aus den Klassenzimmern. Christen haben kaum noch öffentlichen Einfluß. Die Protestanten protestieren nicht mehr.

    Vom Säkularismus ist insbesondere die Ethik betroffen. Die Gebote Gottes werden heute von demokratischen Mehr-heiten einfach abgeschafft. Abtreibung, Homosexualität und Nudismus sind nur die sichtbarsten Ausdrücke einer entchristlichten Gesellschaft. Der Grund dafür: man hat Gott als Mitte aller Ethik verloren und bastelt seither mit einer selbstgezimmerten Konstruktion, welche ständig den wechselnden Mehrheiten angepasst werden muss.

    Nun wäre es für Christen zu einfach, den Zeigefinger nur auf die böse Welt zu richten. Auch innerhalb der Gemeinde Christi ist die Säkularisierung vorangeschritten. Hinkten Christen vor Jahren dem Zeitgeist meist zehn Jahre hinterher, wollen sie heute möglichst alles mitmachen. Nur ja nicht auffallen als Christ! Die Anpassung an den Zeitgeist äußert sich dabei nicht in erster Linie in Kleidung oder anderen Äußerlichkeiten, sondern in weltangepassten Denk- und Verhaltensstrukturen. Andere Christen basteln sich eine christliche Scheinwelt und wollen gar keinen Einfluss in der Gesellschaft gewinnen. Sie meinen, die Gebote der Bibel wären nur für Christen gegeben – ein fatales Missverständnis, das in eine Passivität und Rückzugsmentalität mündete. Gerade das ist ja das Ziel der Säkularisten, die Gemeinde aus der Öffentlichkeit herauszudrängen und auf ein Abstellgleis zu schieben. Dort steht die Gemeinde, beschäftigt mit nebensächlichen Gemeindeinterna, und sieht nicht mehr, dass kein Volk existieren kann ohne die Botschaft und die Gebote Christi.

    II. Humanismus

    Unsere Welt ist nicht nur säkularisiert, sondern vor allen Dingen humanisiert. Der Humanismus, dessen Wurzeln in der Renaissanceepoche liegen, stellt den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt allen Geschehens. Jeder Mensch ist sich selbst erste und letzte Autorität und Instanz. Alles dreht sich nur um ihn und seine Sinne. Er ist selbstverliebt und narzistisch veranlagt.

    Ausdruck des Humanismus unserer Tage ist ein zunehmender Individualismus, der selbst von Nichtchristen beklagt wird. Die Ein-Mann-Haushalte sprechen hier eine deutliche Sprache (ca. 6 Millionen). Die modernen psychologischen Schulen, wie zum Beispiel Humanistische Psychologie, Selbstverwirklichung, haben daran kräftig mitgewirkt. Jeder stellt sich das Leben so zusammen, wie es ihm passt. Die Wirtschaft hat sich darauf eingestellt: Egonomics” heißt das auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden eingestellte Management.

    Dem Wollen und Wünschen des Men-schen wird alles untergeordnet. Der Hedonismus, das heißt, die eigene Glücksbefriedigung und Genusssucht, ist Ausdruck der Zentrierung auf den Menschen. Man gönnt sich ja sonst nichts” – das scheint die Parole dieser Tage zu sein. Die moderne Soziologie spricht von einer Erlebnisgesellschaft”: der Mensch will ständig irgendetwas erleben und dreht sich dadurch noch viel mehr um sich selbst. Erlebnisparks unterstreichen die Gier nach Genuss und Vergnügen. Durch das dauernde Drehen um sich selbst kommt es bei vielen Menschen jedoch immer häufiger zu Depressionen und Psychosen – man ist gefangen in der Todesspirale des Ichdenkens.

    Parallel dazu entdecken wir einen immer stärker werdenden Rückzug in die individuelle Subkultur des einzelnen. Man schottet sich in den eigenen vier Wänden ab und will nicht gestört werden. Die zunehmenden Umsatzzahlen von Videorekordern, Anrufbeantwortern, von Knabbereien und Gerichten zum Mitnehmen sind klare Indikatoren für eine zunehmende Isolationsmentalität. Versandhäuser und Home-in-Service” liegen im Trend – der Mensch wird gemeinschaftsunfähig, er vereinzelt, lässt sich nichts mehr sagen, ist auf sich selbst zurückgeworfen. Die egoistische Gesellschaft lebt keine Gemeinschaft mehr. Jeder will Zuschauer sein, gaffen, keiner will für andere Verantwortung übernehmen.

    Auch Theologie und Gemeinde sind vom neuen Humanismus betroffen. In der Auslegung der Bibel spricht man von tiefenpsychologischer Erfahrung à la Eugen Drewermann. Ein Blick auf den frommen” Büchermarkt bestätigt den Trend: auch hier drehen sich die erfolgreichen Titel um die menschliche Bedürfniswelt. Eine amerikanische Studie belegte erst kürzlich, dass die meisten evangelikalen Predigten sich heute um den Menschen drehen, nur am Rande noch um Gott und seine Gebote. Sie sind zudem butterweich geworden, ohne Biss und Zugkraft. Jeder will es jedem rechtmachen.

    In der Gemeinde findet man kaum noch verantwortungsbereite Mitarbeiter, aber viele Zaungäste. Der Rückzug in die eigene Innerlichkeit zeigt sich auch daran, dass man sich von Ältesten nichts mehr sagen lassen will. Das geht die doch gar nichts an!” ist oft zu hören und beweist doch nur die fromme Ichbezogenheit. Der zunehmende Individualismus zeigt sich auch in einer abnehmenden Gemeindebindung. Durch die zunehmende Flexibilität ist man eher bereit, auch schneller in andere Kirchen zu wechseln, als das früher der Fall war. Zudem entdeckt man Subkulturen in den Gemeinden, die völlig beziehungslos nebeneinander herleben. Andere gehen gar nicht mehr zum Gottesdienst, sondern haben ihre TV-Church – frei Haus jeden Sonntag per Satellitenschüssel. Der Gottesdienst selbst wird zur Unterhaltungsshow oder aber zum Konsumerlebnis: ich will mich (von anderen) bedienen lassen.

    III. Spiritualismus

    Aus dem oben Gesagten darf jedoch nicht gefolgert werden, dass der moderne Mensch religionslos sei. Das Gegenteil ist der Fall. Aus Enttäuschung über die kalte Effizienz und den Rationalismus wendet sich der (post)moderne Zeitgenosse wieder übernatürlichen Werten zu, er wird wieder spirituell”.

    Ausdruck dieser Wende ist die neue Sanftheit und Bequemlichkeit. Nach den ideologiegetränkten 70er Jahren mit Demos und langen Haaren finden wir heute die Rückkehr der Softies. Alles wird weich, rund und kuschelig. In den Medien sind Heimatfilme, Volksmund und Familienserien in”. Kuschelrock prägt die Musikszene. Romane von Rosamunde Pilcher sind nicht umsonst die Verkaufsschlager. Gleiches gilt für Fantasy-Geschichten. Man läuft auf der Welle der Gemütlichkeit, der Romantik, der Gefühle, der Nostalgie und Bequemlichkeit. Stoff- und Haustiere sind in”, ebenso Meditationsformen. Die Sprache wird weich: irgendwie”, knuffelig”. Die Gummibärchengeneration liebt das Samtige”, Flauschige”. Zeichentrickfilme werden nicht für Kinder, sondern neuerdings für Erwachsene produziert. Jugendliche wohnen heute so lange wie möglich zu Hause (Hotel-Mama-Syndrom”). Man geht Kontroversen aus dem Weg, scheut sich vor der Auseinandersetzung.

    Hinter allem steckt die Sehnsucht nach der Wärme, nach dem Paradies. Der Erfolg des Romanes Sofies Welt” ist kaum anders zu erklären: der verunsicherte Mensch der 90er Jahre stellt wieder letzte Fragen, er ist auf der Suche nach Sinn in einer sinntötenden Welt. Man lässt den anderen stehen, toleriert in einer gefährlichen Gleichgültigkeit die Werte des anderen. Das scheint nur auf den ersten Blick ein Fortschritt zu sein. Aber: man ist nicht mehr bereit zum Opfer, man lebt keine Gesinnungen. Es gibt keine Überzeugungstäter mehr.

    Die New-Age-Welle war gleichfalls eine Gegenbewegung zur Aufklärung und dem kalten Materialismus. Tausende suchten ihr Heil in Trance und Bewußtseinserweiterung – jenseits der etablierten Kirchen und Freikirchen. Jesus- und Engelbücher waren 1994 die Bestseller auf dem religiösen Buchmarkt – ihr Inhalt hatte aber nichts mit der Bibel zu tun.

    Die neue Sanftheit zeigt sich in verschiedenen Formen auch in der Gemeinde Jesu. Es gibt kaum noch Kampf für die Wahrheit wie noch in den 60er Jahren. Überhaupt ist die Lehre out”, sie scheint alt und verstaubt zu sein. An ihre Stelle treten Erfahrung und Erlebnisse, besonders in der charismatischen Frömmigkeit. Gefühle werden unkontrolliert losgelassen. Von der sanften, konturlosen Predigt sprachen wir schon. Im Gottesdienst soll alles gemütlich sein; Wohlfühlen wird zu der obersten Priorität. Christliche Verlage passen sich diesen Trends an und bieten die gleiche Literaturgattung an – nur mit christlichem Anstrich. Bei Missionsgesellschaften hört man immer wieder die gleichen Klagen: kaum Dienstmentalität bei den Bewerbern, wenig Leidensbereitschaft, wenig geistliche Standfestigkeit.

    Mag sein, dass die Gemeindeanalyse etwas überzeichnet ist. Es wäre auch zu wenig, nur in die Kassandrarufe der Welt ob der schlimmen Situation einzustimmen. Hier gilt es, anhand der Heiligen Schrift einen wahrhaft biblischen und damit alternativen Lebensstil zu entwickeln, der sich im Denken und Verhalten nicht den gängigen Zeitströmungen anpasst, sondern die Gebote Gottes ernstnimmt. Zudem ist es heute geboten, dass Christen echt” und ehrlich als Vorbild danach leben.

    Diese große Herausforderung kann die christliche Gemeinde nur gemeinsam durchstehen, nicht als Individualisten! Ihr kommt damit in einer säkularisierten, humanistischen und einer sanften Welt unglaublich große Verantwortung und Bedeutung zu. Sie ist der Hoffnungsträger in einer sterbenden Welt. Als Salz und Licht in der Welt müssen Menschen an dem Lebensstil der Christen erkennen, dass diese nicht von der “Welt” sind, auch wenn sie mit beiden Beinen in der “Welt” stehen. Der moderne Mensch, der säkularisiert und humanisiert ist, sucht nach spirituellen Werten – wie notwendig ist es, dass seine Sehnsüchte bei Christus gestillt werden!

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    ali

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    2004/03/30 at 11:56 pm
  • From ali on So hat alles angefangen …

    ich kann dir sagen, die bibel ist das wort gottes. es ist für uns alle verbindlicher wille unseres schöpfers und erlösers.
    ich habe mein leben mit der bibel nie bereut.
       Wer schrieb die Bibel ?
      

    Daran war eine größere Anzahl verschiedener Menschen beteiligt: Ein israelitischer König und ein griechischer Arzt, ein Prophet aus Juda und ein Fischer aus Galiläa, ein Bauer, ein ausgezeichneter Theologe, ein Diplomat, ein Zollbeamter … Eine bunte Schar von Männern schrieb in einem Zeitabschnitt von etwa 2000 Jahren die 66 Bücher, die in unserer Bibel zusammengefaßt sind.

    So ist die Bibel also kein einheitliches Buch ?

    Nein, sie gleicht sogar eher einer Bibliothek … oder einer Sammlung. Aber dennoch hat sie nur ein Thema – eigenartigerweise – auch nur eine Botschaft. Natürlich sind die Bücher nicht alle in ein und derselben literarischen Form geschrieben. Die Bibel enthält viel Geschichtsschreibung, voraus- und zurückschauende Prophetie, einige Gesetzesbücher und ein wenig Dichtkunst, vor allem in einem Teil mit geistlichen Liedern, den Psalmen. Trotz der Tatsache, daß im Laufe der Zeit fast vierzig verschiedene Schreiber daran mitarbeiteten, behielt sie eine bemerkenswerte Einheitlichkeit. Es entstanden keine vierzig verschiedenen “Botschaften”, sondern nur eine.

    Warum aber soll man den Schriften dieser Männer besondere Aufmerksamkeit widmen ?

    Aus demselben Grunde, aus dem man auch auf das Wort eines Richters hört …. Hinter dem, was er sagt, steht Vollmacht. Im Privatleben kann er sein wie alle anderen Menschen, aber von seinem Richterplatz aus spricht er mit uneingeschränkter Autorität.
    Diese hat er nicht von Geburt an oder aufgrund seines glänzenden Auftretens, sondern sie ist ihm von der gesetzgebenden Staats-ordnung verliehen worden.

    Von sich aus waren auch die Schreiber der Bibel keine herausragenden Männer. Petrus zum Beispiel hatte an keiner Universität studiert. Millionen von Menschen aller Jahrhunderte stellen sich aber unter die Autorität ihrer Worte, weil diesen Männern für eine besondere Aufgabe eine Vollmacht gegeben wurde, die sie aus sich heraus zunächst nicht hatten. Wir lesen weder deshalb in der Bibel und gehorchen ihr, weil ihre Schreiber intellektuelle Genies waren, noch wegen ihres literarisch kunstvollen Stils, noch wegen der schönen Prosa. Wir lesen in ihr, weil sie im Auftrag Gottes geschrieben wurde.

    Warum kann man darauf vertrauen, daß auch die Schreiber des Alten Testamentes von Gott geleitet wurden ?
    Hauptsächlich deshalb, weil die Bibel selbst diesen verblüffenden Anspruch stellt. Das treffendste Beispiel steht dafür im 2. Petrusbrief 1, 21, wo der Anspruch erhoben wird, daß die Schreiber des Alten Testaments “vom Heiligen Geist getrieben” wurden, das “Wort Gottes” zu sagen. Immer wieder bewiesen dies auch die Propheten Israels: Sie verkündeten in ihrem Reden nicht eigene Meinung, sondern was ihnen als göttlicher Auftrag klar wurde, dem sie sich dann auch nicht einfach entziehen konnten 1. “So spricht der Herr …” 2 verkündeten sie mit Nachdruck. Wir würden stattdessen vorsichtiger gesagt haben: “Meiner Meinung nach …”

    Diese Überzeugung finden wir auch in der Verkündigung Jesu Christi. Er beachtete die ihm als Israelit bekannten Schriften des Alten Testamentes eindeutig als von Gott inspiriert. Daher hatten sie auch für ihn volle Autorität: “Die Schrift muß erfüllt werden.. “3.

    Das sagte Jesus immer wieder. Mehr als 250 mal – soweit es in den Evangelien festgehalten wurde – zitierte er sogar aus dem Alten Testament. Wenn er das kommende Gericht Gottes ankündigte, berief er sich auch auf heute umstrittene Stellen, wie zum Beispiel die Sintflut und den Propheten Jona 4. Mit anderen Worten: Er behandelte auch die historischen Erzählungen als Tatsachenberichte. In seiner berühmten Stellungnahme zum Heiraten zitierte er einen Auszug aus dem 1. Buch Mose mit dem Hinweis, daß Gott es gesagt habe 5. Für Jesus ist selbstverständlich, daß das, was in der Schrift steht, Gott sagt! Und wenn wir leugnen würden, daß auch das Alte Testament von der Autorität Gottes getragen ist, so würden wir uns damit in direkten Widerspruch zur Verkündigung Jesu Christi setzen.

    Gilt das gleiche auch für das Neue Testament?

    Der Anspruch der Inspiration (der Vermittlung der Texte durch den Heiligen Geist) ist dort sogar noch deutlicher. Jesus Christus ist der Sohn Gottes, dessen Autorität auch das ganze Neue Testament durchzieht. Die Männer, die von ihm schrieben, waren im Berichten der Geschehnisse und im Blick auf die historischen Daten peinlichst genau. Das beweisen Vergleiche mit Aussagen ihrer Zeitgenossen. Solche Parallelen sind in der Literatur jener Zeit bei jüdischen und römischen Schriftstellern gefunden worden.

    Christus hatte die Schreiber beauftragt. Er versprach den Aposteln, daß der Heilige Geist – sein “anderes Selbst” – ihnen gegeben werden sollte und seine Worte wieder in ihr Gedächtnis zurückbringen 6 und sie in alle Wahrheit leiten würde 7.

    Jedes Buch des Neuen Testamentes weist die Vollmacht der Apostel aus. Einer der Autoren ging sogar so weit, daß er sagte: “So jemand etwas anderes predigt, als ihr es von uns gehört habt, der sei verflucht 8!” Außerdem ist es eine bemerkenswerte Tatsache, daß auch die neutestamentlichen Schriften, die von Paulus her stammen, mit den alttestamentlichen verbunden sind und das ganze als Heilige Schrift bezeichnet wird. Um alle Mehrdeutigkeiten und Mißverständnisse dieses Anspruchs zu beseitigen, geben die letzten Worte der Offenbarung eine Warnung von eindringlichem Ernst. Sie sind an jeden gerichtet, der den Berichten etwas hinzufügen will, weil sie ihm nicht ausreichend erscheinen, oder der etwas abstreichen will, weil es ihm unzutreffend vorkommt. Wer das tut, dem werden nicht nur Plagen auferlegt, sondern dem wird auch das ewige Leben vorenthalten werden 9.

    Am Ende des 1. Jahrhunderts dokumentierte die christliche Gemeinde, daß die Schriften sowohl des Alten als auch des Neuen Testaments von Gott inspiriert wurden, das heißt, daß sie von Männern unter der direkten Anleitung des Heiligen Geistes geschrieben wurden und daß diese Schriften für Fragen des Glaubens und der Lebensführung uneingeschränkt maßgebend seien.

    So darf man also wirklich darauf vertrauen, daß die Bibel vom Heiligen Geist geschrieben wurde ?

    Ja, wenn dies auch mit menschlicher Hand geschah. Den Schreibern blieben ihre individuellen Gaben, ihr persönlicher Stil und ihre Charaktere zu eigen, und sie illustrierten die Wahrheit durch ihre Erfahrungen. Wenn aber Paulus die Heilige Schrift als “von Gott eingegeben” 10 charakterisiert, so zieht er aus allem, was wir über die Bibel zu sagen versuchten, das Fazit: Sie ist Gottes Wort an die Menschen.

    Gerade deshalb ist es so wichtig, auf das zu hören, was Gott gesagt hat – und dann zu gehorchen. Denn durch die Bibel macht Gott sein Angebot der Vergebung und des neuen Lebens all den Menschen bekannt, die ihre Schuld bereuen und glauben, daß sein Sohn für sie starb 11. Lies in den Evangelien! Das Verachten dieser Botschaft bedeutet ewiges Verlorensein. Wer aber darauf vertraut, findet Frieden mit Gott 12. Denn die Bibel ist die maßgebliche Botschaft von Gottes Liebe und Heiligkeit – ist sein Angebot der Vergebung, welches die größten Möglichkeiten für unser Leben erschließt. Die Bibel berichtet darüber, daß Gottes Sohn sich freiwillig eine unberechtigte Strafe auferlegen und sich töten ließ, damit daraus alle diejenigen eine Vergebung von Gott für ihre eigene Schuld und die Möglichkeit zu einem Neuanfang des Lebens erhielten, die aus ihrer Auflehnung gegen Gott umkehren und an ihn glauben wollen. Kein Buch der Erde berichtet eine aufregendere Geschichte der Liebe: Neues Leben durch Reue und durch Glauben an Jesus Christus – das ist das Angebot der Liebe Gottes! Die Einfachheit ist atemberaubend. Und es ist nicht etwa eine Einbildung, denn die Bibel ist Gottes eindringliche Botschaft an die Menschheit – auch heute noch.

    Zum Vergleich die entsprechenden Bibelstellen:

    1 Jeremia 1, 6 – 9 6 Johannes 14, 26
    2 Hesekiel 14, 6 u.v.a. 7 Johannes 16, 33
    3 Markus 14, 49 8 Galater 1, 9 – 12
       Lukas 24, 44 u.v.a.  9 Offenbarung 22, 18 – 19
    4 Matthäus 24, 37 – 39 10 2. Timotheus 3, 16
       Lukas 11, 29 – 32  11 Matthäus 26, 28
    5 Matthäus 19, 4 – 6    1. Petrus 3, 18
       1. Mose 1, 27 12 Johannes 3, 16

    Hier die Online-Bibel

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    ali

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    2004/03/31 at 12:00 am
  • From Ingsen on Die Passion Christi – Gedanken zum Film

    Film für Jedermann

    Ich bin auf diese Seite gekommen, weil ich nach dem Kino ein Traktatheft bekommen habe, das nochmals den Film und die tieferen Inhalte erläutern soll.

    Und genau darum denke ich, dass der Film für Jedermann etwas ist: Für Christen kann er ein besonderes emotionales Erlebnis sein – ich habe festgestellt (während des Films), dass ich niemals nicht, den vollen Umfang des Leidens und der Erlösung Jesus begreifen, geschweige denn verstehen kann.
    Für normale Popcorn-Kinogänger kann der Film der Beginn einer neuen Suche sein, in der er unterstützt werden kann.
    Ich kann den Film Jedem/Jeder weiterempfehlen.

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    2004/03/31 at 12:02 am